Extremfrühchen und zu wenig Milch

Hallo Christina,

heute frage ich im Auftrag einer lieben Freundin, die keinen Urbia Account hat, jedoch dafür ein umso größeres Problem. Sie hat in der 26SSW Frühchen zur Welt gebracht. Ihr Kleiner wurde mit nur 800g geboren, entwickelt sich inzwischen jedoch gut, hat über 3000g und darf voraussichtlich in wenigen Wochen nach nach einer letzten OP (Darmausgang zurück verlegen) endlich nach Hause. Stillen klappt auch immer besser, und sie würde ihm die Brust auch gern länger gönnen. Zu Ihrem Problem: Sie hat von Anfang an gepumpt, jedoch nie mehr als 400ml am Tag. Zwischendurch nur 300ml, mit viel, viel Mühe ist sie jetzt wieder auf 400ml. Der Kleine bekommt derzeit also bereits Zwiemilch. Bis jetzt hält sie die Menge mit der Pumpe aufrecht, aber möchte das auf Dauer und sobald er endlich zu Hause ist auch nicht ewig fortführen.

Ist es überhaut möglich die Menge jetzt, 3,5 Monate nach der Geburt, noch soweit hochzufahren, dass es reichen könnte? Wie viel Aufwand wäre das, einmal realistisch betrachtet?

Der Kleine wechselt wohl recht gut zwischen Flasche und Brust hin und her, ihn einfach weiter mit Zwiemilch zu ernähren wäre für Sie völlig OK. Nur komplett abstillen will sie nicht. Worauf muss sie achten, damit ihr das nicht versehentlich passiert?

Vielen lieben Dank!
Hope #klee

1

Hallo Hope,
die Situation in der deine Freundin ist, ist tatsächlich sehr stressig und viele Frauen haben Schwierigkeiten damit, dann ausreichend Milch zu bilden oder auch die ausreichende Menge aufrecht zu erhalten zwischen den ganzen Sorgen, Stress und Herausforderungen die es so mit sich bringt, in der ersten Zeit mit einem Extremfrühchen.

Ja, grundsätzlich ist es immer möglich, die Milchmenge zu steigern...ABER es ist auch viel Aufwand und der Stress den häufiges (zusätzliches) Pumpen beispielsweise mit sich bringt, wirkt der Steigerung der Milchmenge entgegen.

Eine gute Möglichkeit den Weg zum ausschließlichen Stillen zu unterstützen ist es, wenn man das was man zufügtest AN der Brust zufüttern.
Das "Pumpmanagement -also die tägliche Routine- sollte genauso angesehen werden wie die allgemeine Anamnese der Mutter.
Deshalb würde ich dringend eine Still und Laktationsberaterin IBCLC vor Ort empfehlen, die deine Freundin begleiten kann. Durch eine gründliche Anamnese kann man sehen, ob es vielleicht sogar mehrere unterschiedliche Gründe für wenig Milchmenge gibt und es gar nicht nur am Stress etc liegt.

Liebe Grüße
Christina

Liebe Grüße Christina

Top Diskussionen anzeigen