14 Monate vollstillen, kia drängt zum abstillen

Guten Abend.
Benötige dringend Rat von jemandem der Ahnung hat.

Meine Tochter ist 14 Monate und wird vollgestillt. Sie verweigert so gut wie jedes essen , Brei ist ganz schlimm . Was bisschen geht ist 1 Scheibe Gurke , 1-2 Nudeln , Brot lutschen oder mal 1-2 Bissen Apfel , Birne . Das ist so ziemlich alles was sie isst . Zum stillen trinkt sie 100-200 ml Wasser am Tag.
Keine einzige Mahlzeit ist ersetz. Beikost Start hatten wir mit 5 Monaten .

Nun das Problem: ( für mich absolut in Ordnung würde weiter stillen ) sie ist 76 cm groß und wiegt stolze 11 kg also gut gedeihtes Kind und sonst fit . Krabbelt , erzählt viel . Sehr liebes Mädchen .
Seit sie angefangen hat zu "essen" ( eher probieren ) hat sie nur meist 1 mal wöchentlich Stuhlgang, haben schon mal 14 Tage ohne gehabt. Jetzt heute hat der kia uns kinderlax für 10 Tage verordnet , was sie auch nicht trinken mag. Und sein Appell die Brust jetzt wegzunehmen, sie muss anfangen zu essen dann würde sich das mit dem Stuhl auch normalisieren . Zudem hat sie kuhmilchallergie und ich eh nichts mit der Milch anbiete und auch selber momentan verzichte , da sie einige trockene hautstellen bekommen hat die hin und wieder rot werden ( wird mit linola fett gecremt und nach Bedarf cortison Creme) . Laut kia aber keine neurodermitis sondern sehr empfindliche Haut die auch so auf Allergie reagiert.
Nun bin ich eigentlich planlos und traurig . Ich möchte dass mein Kind isst aber ihr einfach Brust weg zunehmen hab ich bis jetzt nicht geschafft . Ich will auch ihre Gesundheit nicht gefährden .

Wie stell ich es am besten an ? Sie nimmt kein Schnuller und braucht auch zum einschlafen die Brust , auch nachts .
Danke schon mal im Voraus

1

Hallo siry227,
ganz so selten kommt es gar nicht vor, dass Kinder sich so lange Zeit lassen mit dem "normalen" Essen und auch in diesem Alter noch viel stillen.
Müttern die in dieser Situation sind, empfehle ich immer sehr gerne das wunderbare Buch von Dr Carlos Gonzalez "Mein Kind will nicht essen".

Dass Muttermilchernährung (wohlgemerkt bei einem gut gedeihenden altersgemäß entwickelten Kind) für Probleme mit fehlendem/harten Stuhlgang verantwortlich sein soll. Eher im Gegenteil. Manche Stillkinder haben eher Probleme mit dem Stuhlgang bei der Umstellung durch manche Nahrungsmittel bei der Beikosteinführung.
Eine "zwanghafte Hau-Ruck-Abstill-Aktion" würde ich aber auf jeden Fall vermeiden.

Natürlich ist es immer schwierig die ganze Situation auf die Ferne einzuschätzen. Am besten suchst du dir auch Unterstützung/Hilfe bei einer Stillberaterin oder einer Stillgruppe vor Ort.

Liebe Grüße
Christina

2

Danke für Ihre Antwort.
Ja diese Beobachtung bzgl der Umstellung von Muttermilch auf feste Nahrung hab ich jetzt auch gemacht , da die Problematik begann als meine Tochter angefangen hat feste Nahrung zu probieren ( ist ja kein richtiges Essen ) seitdem ist es so mit dem Stuhl .
Der kia äußerte sich , dass die Muttermilch komplett verwertet wird und somit quasi nicht viel bleibt zum ausscheiden da sie nichts zusätzlich isst .... sie muss anfangen zu essen . Schön , aber ich kann es schlecht in sie reinstopfen.
Aber was mach ich bloß mit dem Stuhlgang , das ist für mich jetzt der einzige Grund ihr tagsüber die Brust nicht zu geben damit sie hoffentlich mehr am Tisch ist .
Wäre kein Problem dem großen Geschäft würde ich weiter stillen bis sie soweit ist .
Nun hab ich Angst dass sie darmprobleme hat / bekommt .
Was ist ihre Meinung / rat?

3

Da hat der Kinderarzt insoweit schon recht, als dass bei manchen Kindern die Muttermilch so gut verwertet wird, dass quasi nichts oder nur wenig zum ausscheiden übrig bleibt.
Solange das Kind damit jedoch keine Probleme hat (Bauchschmerzen oä) ist das jedoch normalerweise kein Problem.
Hat sie denn Beschwerden?

Wie ist es denn mit eher "süßen" Sachen wie Obst (schlichte Apfelschnitze etc), Obstbrei, Obstjoghurt?
Die haben häufig den Nebeneffekt, dass sie eher abführend wirken und dennoch vom Geschmack her beliebt sind....

Hast du eher den Eindruck, dass sie "keine Lust" hat zu essen oder eher Probleme, diese herunterzuschlucken?
Im ersteren Fall könnte man auch überlegen mal einen Status bezüglich Eisenwert etc manchmal auch weiterhelfen.
Auch im zweiten Fall wäre weitere Spurensuche eventuell hilfreich. Beispielsweise: War dein Kind ein Früchten und hat nach einer Beatmung damals auch jetzt noch Probleme mit dem Schlucken festerer Dinge...etc

Du siehst schon, das Spektrum reicht von "braucht einfach seine Zeit" bis zu anderen möglichen Gründen. Davon hängt natürlich ab, ob und was man unternimmt.
Liebe Grüße
Christina

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