Traugespräch

Hallo ihr lieben!
Hab da mal so einige Fragen...#gruebel
Wie läuft das Traugespräch ab?
Was werden für Fragen gestellt?
Gibt es antworten die der Pfarrer "hören möchte"?
Was gab es für Fragen womit ihr nie gerechnet hätttet???

Sorry fürs #bla aber ich will da nicht so sitzen und dann "äh" ,"Joa", "keine Ahnung" etc. sagen mssen.

#danke schonmal für eure antworten

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Das Traugespräch
Je nach Pfarrer und Kirchenzugehörigkeit (evangelisch bzw. katholisch) trifft man sich mit dem Pfarrer 1-2 mal, selten auch 3 mal. Hierbei sollten (von der organisatorischen Seite her) folgende Punkte besprochen werden (von der kirchlichen Seite her, wird der Pfarrer seine Punkte haben, die er mit Ihnen besprechen wird):

• Der allgemeine Ablauf von Anfang (wer zieht wie mit wem ein, zu welcher Musik?) bis zum Auszug (je genauer Sie dies vorab besprechen, desto sicherer werden Sie sich später sein).
• Wann wird welche Musik gespielt, sollen die Gäste singen, wenn ja, was? Hat die Gemeinde einen guten Organisten? Wollen Sie den nutzen?
• Wo und wie sitzt das Brautpaar bis zur Trauung (evtl. nicht mit dem Rücken zur Gemeinde sondern seitlich)?
• Welchen Trauspruch wünschen Sie sich?
• Wie läuft die eigentliche Trauung ab? Wer reicht die Ringe an, haben Sie Trauzeugen?
• Wer geht/sitzt wann rechts oder links, wer spricht wann was?
• Wollen Sie ein Abendmahl? Dies macht das ganze noch etwas festlicher und gehört eigentlich religiös gesehen dazu. Es wird aber nicht so oft gemacht, besonders da es sehr lange dauert (daher empfehlen wir es vom Feieraspekt her eigentlich nicht).
• Haben Sie Wünsche an den Pfarrer zur Gestaltung der Predigt, wie lange soll sie sein, was soll er auf jeden Fall erwähnen oder nicht erwähnen?
• Erlaubt der Pfarrer Fotos oder Video? Wenn ja, gibt es dabei Einschränkungen (nicht während der eigentlichen Trauung, nicht von hinter dem Alter etc.)?
• Gibt es am gleichen Tag noch eine andere Trauung? Dies ist wichtig weil: dann sollte man den Blumenschmuck mit dem anderen Paar abstimmen und könnte die Kosten teilen. Außerdem wissen Sie dann, ob vorher und/oder nachher viel Zeit ist, oder ob dann noch/schon andere Leute vor/in der Kirche sind.
• Soll es Fürbitten von Freunden geben, wenn ja, wann und von wem?
• Haben Sie bei der Blumendekoration freie Hand, oder gibt es Einschränkungen. Wann könnte der Florist kommen, um die Kirche zu dekorieren, wer schließt auf, oder ist die Kirche dann schon offen?
• Gibt es noch irgendwelche Kosten, die auf Sie zukommen? Häufig wird der Küster berechnet oder der Organist. Wie wird dieses Geld bezahlt?
• Wie läuft es mit einer evtl. Spende von Ihnen an die Kirche? Möchten Sie eine Spende geben (üblich), wenn ja wann und wie, wieviel? Möchten Sie, dass von Ihren Gästen eine Kollekte für einen guten Zweck gesammelt wird?
• Möchten Sie Programme machen, die an alle Gäste verteilt werden? Hat der Pfarrer vielleicht noch besondere Ideen oder Wünsche dazu. Hat er vielleicht ein Foto/Bild der Kirche, das man auf die Vorderseite kopieren/drucken kann?
• Ist das Werfen von Confetti oder Reis vor der Kirche gestattet? Wird evtl. Reinigung berechnet, wenn Confetti/Reis vor der Kirche geworfen wird? Wird vielleicht sogar Reinigung bei Rosenblättern verlangt.
• Kann das Brautauto gut vor dem Eingang geparkt werden?
• Können Sie nach der Trauung noch vor der Kirche bleiben (wenn Aktionen von Freunden – Balken sägen, durch das Bettlakenherz steigen etc.- geplant sind)?
Normalerweise läuft das Gespräch mit dem Pfarrer sehr nett und gelassen ab. Der Pfarrer weiss natürlich auch, was besprochen werden muss/sollte/kann und wird viele der obenstehenden Punkte auch von alleine ansprechen.


und sowas hier, z.B. wenn du katholisch bist: (das ist normalerweise ein Formular, durchs Kopieren etwas aus der Form geraten *g*)


Ehevorbereitungsprotokoll
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Ehevorbereitungsprotokoll
Niederschrift zur kirchlichen Ehevorbereitung und Eheschließung
Amtliches Formular der Deutschen Bischofskonferenz
(Erz-)Bistum/
Jurisdiktionsbereich
Pfarrei
(Genaue Anschrift mit Postleitzahl und Telefonnr.)
Familienname(n) nach der Zivileheschließung
- Mann:
- Frau:
Wohnsitz nach der Eheschließung (Anschrift/Telefonnr./Pfarrei)
Am Brautleutekurs teilgenommen: ja
nein
Traugespräch geführt am
von
(ggf. im Auftrag von)
Aufgebot
(Pfarrei[en] und Datum)
Zivileheschließung
am
in
Katholische Eheschließung am
um
Uhr
in
Brautmesse
Wortgottesdienst
Wortgottesdienst mit Beteiligung eines
nichtkath. Seelsorgers (bei konfessions-
verschiedener Ehe)
Dispens von der kanonischen Eheschließungsform
(Eintrag in C.23.f)
A. Personalien
Bräutigam
Braut
1. Familienname
(ggf. auch Geburtsname)
Vorname(n), (Rufname unterstreichen)
2. Geboren am
in
(Ort, Staat)
Staatsangehörigkeit
3. a) Konfession/Religion
b) Taufe
(Datum und Pfarrei mit Anschrift)
Nachweis (Taufbuch, Taufzeugnis oder ersatzweise
Erklärung gem. c. 876)
c) Firmung
(Datum und Ort, soweit bekannt)
d) Früher andere Konfession/Religion
e) Bei Austritt aus der kath. Kirche:
Wann, wo und auf welche Weise?
Erfolgte eine Wiederaufnahme (wann und wo)?
4. Beruf
5. Derzeitiger Wohnsitz
(PLZ, Ort, Straße, Haus-
nr.)
. Falls nach Anm. 6 erforderlich: Nebenwohnsitz
oder ständiger Aufenthalt im letzten Monat vor der
Trauung (vgl. Anm. 22d).
Bei kath. Soldaten: Anschrift des kath. Standortpfarrers
6. a) Name des Vaters
ggf. auch Geburtsname, Konfession/Religion
b) Name der Mutter
ggf. auch Geburtsname, Konfession/Religion
7. Nachweis des Ledigenstandes durch
Diözese Rottenburg-Stuttgart
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Bräutigam
Braut
8. Frühere Eheschließung(en)
mit wem
(Name, Geburtsname, Konfession, Religion)
a) Nichteinhaltung der kanonischen Form-
pflicht
eigener Antrag erforderlich
(vgl. Anm. 8a)
b) Auflösung durch Tod: Sterbedatum
Sterbeurkunde vom
c) kirchliche Nichtigkeitserklärung/
Auflösung
durch, am, Aktenzeichen
9. a) Bestehen natürliche Verpflichtungen
gegenüber Partnern und Kindern aus
einer früheren Verbindung?
b) Wird ihre Erfüllung durch die beabsich-
tigte Heirat gefährdet?
10. Gemeinsame Kinder?
Name, Alter, Konfession, Religion
B. Ehehindernisse, Eheverbote, Trauverbote und Ehewille
I. Prüfung
11. Ehehindernisse
12. Konfessionsverschiedenheit
13. Trauverbote
II. Fragen an beide Partner
Der Ehebund, den beide Partner in freier Entscheidung miteinander eingehen, besteht nach Glaube und Lehre
der Kirche wesentlich in der ausschließlichen und unauflöslichen Lebensgemeinschaft eines Mannes und einer
Frau bis zum Tod. Eine Ehe ist ihrer Natur nach auf das Wohl der Gatten sowie auf die Zeugung und Erziehung
von Nachkommenschaft hingeordnet. Die Ehe von Getauften ist von Christus zur Würde eines Sakramentes
erhoben (c. 1055). Alle Partner, die eine vor Gott und der Kirche gültige Ehe schließen möchten, müssen durch
ihr Jawort erklären, dass sie keinen Kernbereich der Ehe ausschließen, weder die eheliche Treue, noch die
Unauflöslichkeit, noch die Hinordnung auf das beiderseitige Wohl und auf Nachkommenschaft.
14. Wollen Sie eine Ehe in diesem Sinne vorbehaltlos
miteinander
eingehen?
15. Bestätigen Sie, dass Sie nicht durch Drohung, starkes Drängen oder
(äußeren oder inneren) Zwang zur Heirat beeinflusst werden?
16. Versichern Sie, dass Sie Ihren Partner vor der Eheschließung
unterrichten, falls bei Ihnen eine Eigenschaft vorliegt, die die
Gemeinschaft des ehelichen Lebens schwer stören kann?
17. Bestätigen Sie, dass Sie die Ehe ohne irgendwelche Bedingungen
schließen?
III. Fragen an den katholischen Partner einer konfessionsverschiedenen Ehe sowie einer Ehe mit einem
Ungetauften oder mit einem offenkundig vom kath. Glauben Abgefallenen (vgl. cc. 1125; 1086 § 2, 1071 § 2)
Katholischer
Partner
18. a) Wollen Sie in Ihrer Ehe als katholischer Christ leben und den Glauben bezeugen?
b) Als katholischer Christ haben Sie die Pflicht, Ihre Kinder in der katholischen Kirche
taufen zu lassen und im katholischen Glauben zu erziehen. Versprechen Sie, sich
nach Kräften darum zu bemühen, dieses sittliche Gebot zu erfüllen, soweit das in Ihrer
Ehe möglich ist?
IV. Unterschriften der Brautleute
19. Ich bestätige meine Angaben zu den Abschnitten A. und B.
Ort, Datum
Unterschrift des Bräutigams
Unterschrift der Braut
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-3-
V. Erklärung
20. Bei der Eheschließung zwischen zwei Katholiken: die katholischen Partner wurden auf ihre Pflicht hingewiesen,
in ihrer Ehe als katholische Christen zu leben und ihre Kinder in der katholischen Kirche taufen zu lassen und
im katholischen Glauben zu erziehen.
21. Die katholischen Partner wurden auf den Empfang der Buße und der Eucharistie im Zusammenhang mit der
Eheschließung hingewiesen (c. 1065 § 2). Sie wurden außerdem darüber belehrt, dass noch nicht gefirmte
Brautleute vor der Eheschließung das Sakrament der Firmung empfangen sollen, wenn es ohne
Schwierigkeiten geschehen kann (c. 1065 § 1).
22. Wenn einer der Partner nicht katholisch ist: der nichtkatholische Partner ist über Verpflichtung und
Versprechen des katholischen Partners unterrichtet worden.
Siegel
Ort, Datum
Unterschrift des Pfarrers oder Beauftragten
C. Bitte um Dispens, Erlaubnis, Nihil obstat
23. Es wird erbeten
(Zutreffendes ankreuzen)
a)
Dispens vom Aufgebot
b)
Dispens vom Ehehindernis der Religionsverschiedenheit
Dispensgrund:
c)
Erlaubnis zu einer Brautmesse
bei Eheschließung mit einem ungetauften Partner
d)
Dispens vom Ehehindernis
Dispensgrund:
e)
Erlaubnis zur Eheschließung eines konfessionsverschiedenen Paares und ad cautelam Dispens vom
Ehehindernis der Religionsverschiedenheit. (Nur zu erbitten, wenn die Voraussetzungen fehlen, unter
denen nach Nr. 24 b und Anm. 23 der Geistliche selbst die Erlaubnis erteilen kann.)
f)
Dispens von der kanonischen Eheschließungsform
Dispensgrund
(Zutreffendes ankreuzen)
:
schwerer, auf andere Weise nicht lösbarer Gewissenskonflikt der Partner
unüberwindlicher Widerstand des nichtkatholischen Partners gegen die kanonische Eheschließung
Ablehnung der kanonischen Eheschließung seitens der Angehörigen eines Partners
Gefahr, dass die Partner in kirchlich ungültiger Ehe zusammenleben
(anderer) Dispensgrund
Die Ehe soll begründet werden durch die Ehewillenserklärung
in der
-Kirche
zu
, am
Konfession, Name
PLZ, Ort
Datum
nach der Ordnung dieser Konfession ohne/mit Beteiligung eines katholischen Geistlichen
oder
beim Standesamt (vgl. Anm. 21) in
am
g)
Trauerlaubnis gemäß c. 1071 § 1 n.
(vgl. Anm. 12)
h)
das Nihil obstat
wegen
i)
Feststellung der Nichtigkeit einer Ehe wegen Formmangels (Antrag gemäß Anm. 8a ist beigefügt)
Siegel
Ort, Datum
Unterschrift des Pfarrers oder Beauftragten
D. Erteilung von Dispens, Erlaubnis, Nihil obstat
24. Erteilung durch den zuständigen Geistlichen mit allgemeiner Traubefugnis
(Zutreffendes ankreuzen)
a)
Kraft verliehener Befugnis (vgl. Anm. 2) befreie ich hiermit vom Aufgebot.
b)
Kraft verliehener Befugnis
erteile ich hiermit dem o.g. Brautpaar die Erlaubnis zum Abschluss der kon-
fessionsverschiedenen Ehe sowie ad cautelam
Dispens vom Ehehindernis der Religionsverschieden-
heit.
Siegel
Ort, Datum
Unterschrift des Geistlichen
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-4-
25. Erteilung durch den Ortsordinarius
E. Amtliche Vermerke
I. Vor der Trauung
26. Liegt eine Bescheinigung über Zivileheschließung vor?
ja
nein
27. Traubefugnis cc. 1109, 1111 (vgl. Anm. 5)
a) Der trauende Geistliche
besitzt hier Traubefugnis
als Pfarrer als allgemein delegiert.
b) Zur gültigen Assistenz dieser Eheschließung innerhalb der hiesigen Pfarrei delegiere
ich hiermit
Siegel
PLZ, Ort, Datum
Unterschrift des Geistlichen
28. Traulizenz c. 1115 bei auswärtiger Trauung, aber innerhalb Deutschlands
Zur erlaubten Assistenz der Eheschließung in
erteile ich hiermit die erforderliche Traulizenz. Ich erbitte Nachricht über die erfolgte Trauung.
Siegel
PLZ, Ort, Datum
Unterschrift des Geistlichen
(Für Trauungen im Ausland erfolgt die Trauungsüberweisung über das Generalvikariat/Ordinariat.
Dem Ehevorbereitungsprotokoll sind vom Pfarramt die Litterae dimissoriae beizufügen; vgl. Anm. 22f.)
II. Nach der Trauung
29. Die katholische Trauung hat stattgefunden in der Kirche
zu
am
(Name, PLZ, Ort)
Name und Amtsbezeichnung des trauenden Geistlichen
Unterschrift des trauenden Geistlichen
Trauzeugen:
1.
(Vorname, Familienname,
PLZ, Wohnort)
Unterschrift
2.
Unterschrift
30. Die Eheschließung mit Dispens von der kanonischen Eheschließungsform
hat stattgefunden
in der
-Kirche (vgl. Anm. 21) zu
am
(Konfession, Name)
(PLZ, Ort)
(Datum)
oder
beim Standesamt (vgl. Anm. 21) in
am
(PLZ, Ort)
(Datum)
III. Registrierung
31. Die Eheschließung wurde in die Kirchenbücher eingetragen und/oder weitergemeldet.
PLZ, Ort, Datum
Unterschrift
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1
A n m e r k u n g s t a f e l
zum Ehevorbereitungsprotokoll der Deutschen Bischofskonferenz
Mit Nr. sind die Nummern im Ehevorbereitungsprotokoll gemeint,
mit Anm. die Anmerkungen in dieser Anmerkungstafel
Mit Pfarrei ist jede zur Führung von Kirchenbüchern berechtigte Stelle gemeint, z. B. Rektoratspfarrei, Pfarrrekto-
rat, Pfarrvikarie, Kuratie, Missio cum cura animarum. Im Ehevorbereitungsprotokoll ist unter dem Begriff Pfarrer
auch jeder Leiter einer der vorgenannten Stellen zu verstehen.
Form des Aufgebots: Das Aufgebot, d. h. die öffentliche Ankündigung einer beabsichtigten Eheschließung zur
Aufdeckung eines etwa bestehenden Hindernisses, erfolgt durch Vermeldung im Sonntagsgottesdienst oder durch
Aushang unter Angabe des Namens, des Vornamens und des Wohnsitzes der beiden Brautleute. Ob Vermeldung
oder Aushang, entscheidet der Pfarrer.
Ort des Aufgebots: Das Aufgebot ist in der Pfarrkirche vorzunehmen, in deren Pfarrei der katholische Bräutigam
und/oder die katholische Braut zur Zeit Wohnsitz haben. Liegt der Wohnsitz innerhalb einer Filialgemeinde, kann
das Aufgebot statt dessen in der Filialkirche erfolgen. Wenn jemand keinen Wohnsitz hat, so dort, wo er zur Zeit
tatsächlich wohnt. Der für die Vorbereitung der Eheschließung zuständige Pfarrer hat, wenn hiernach das Aufgebot
in einer auswärtigen Pfarrei vorzunehmen ist, deren Pfarrer um das Aufgebot zu bitten; dieser ist zur alsbaldigen
Antwort nur verpflichtet, falls beim Aufgebot ein Ehehindernis entdeckt wird.
Zeit des Aufgebots: Das Aufgebot durch Vermeldung erfolgt an einem einzigen Sonntag durch Ankündigung in
allen Messen einschließlich der Vorabendmesse. Das Aufgebot durch Aushang erfolgt vom Samstagnachmittag
bis zum folgenden Montagmorgen.
Dispens vom Aufgebot: Der für die Vorbereitung der Eheschließung zuständige Geistliche mit allgemeiner Traube-
fugnis hat, sofern nicht begründete Zweifel hinsichtlich des status liber bestehen, die Befugnis, aus gerechtem
Grund vom Aufgebot zu dispensieren. Die so erteilte Dispens vom Aufgebot ist im Ehevorbereitungsprotokoll unter
Nr. 24a zu vermerken.
Die Bescheinigung über die Zivileheschließung ist vor der kirchlichen Eheschließung vorzulegen (vgl. Nr. 26 und
Anm. 25).
Bei einer gemeinsamen kirchlichen Trauung sind die von den Kirchenleitungen vereinbarten Ritusbücher zu ver-
wenden. Fehlt ein vereinbartes Ritusbuch, ist eine gemeinsame Trauungsfeier nur mit Genehmigung des General-
vikariats/Ordinariats möglich.
Es ist das gegenwärtige Bekenntnis der Partner zu erfragen. Falls jemand erklärt, dass er aus der katholischen
Kirche ausgetreten sei, muss vermerkt werden, auf welche Weise der Austritt erfolgt ist, z. B. durch zivilrechtliche
Kirchenaustrittserklärung, durch Abmeldung seitens der Eltern.
Wenn beide Partner einer Ostkirche angehören, auch wenn beide katholisch (uniert) sind, kann kein Geistlicher
der Lateinischen Kirche gültig trauen (c. 1109). In solchem Fall ist das Generalvikariat/Ordinariat anzugehen, ob
eine besondere Delegation des Priesters der Lateinischen Kirche zur Trauung erfolgen kann.
Es geht hier um den kirchlichen Wohnsitz, der nicht immer mit dem bürgerlichen übereinstimmt. C. 1115: „Die
Ehen sind in der Pfarrei zu schließen, in der einer der Eheschließenden Wohnsitz oder Nebenwohnsitz hat oder
sich seit einem Monat ständig aufgehalten hat, oder wenn es sich um Wohnsitzlose handelt, in der Pfarrei, in
der sie sich gegenwärtig aufhalten; mit Erlaubnis des eigenen Ordinarius oder des eigenen Pfarrers können Ehen
anderswo geschlossen werden.“ Wenn die Brautleute die Ehe auswärts schließen möchten, sollte diesem Wunsch
durch Überweisung entsprochen werden; vgl. Nr. 28 (Traulizenz).
Ggf. ist zusätzlich zu notieren die Anschrift des Nebenwohnsitzes und/oder des einmonatigen Aufenthaltes vor der
Trauung, wenn so die Zuständigkeit begründet wird.
Der Wohnsitz wird nach kirchlichem Recht erworben durch jenen Aufenthalt im Gebiet einer Pfarrei, der entweder
mit der Absicht verbunden ist, dort ständig zu bleiben, sofern kein Abwanderungsgrund eintritt, oder sich über ei-
nen Zeitraum von fünf vollen Jahren erstreckt hat (c. 102 § 1). Der Nebenwohnsitz wird erworben durch jenen
Aufenthalt im Gebiet einer Pfarrei, der entweder mit der Absicht verbunden ist, dort wenigstens drei Monate zu
bleiben, sofern kein Abwanderungsgrund eintritt, oder der sich tatsächlich auf drei Monate erstreckt hat (c. 102
§ 2). Wohnsitz und Nebenwohnsitz gehen verloren durch den Wegzug vom Ort mit der Absicht, nicht zurückzu-
kehren, unbeschadet der Vorschrift des c. 105 (c. 106).
Bei katholischen Angehörigen der Bundeswehr ist die Dienstanschrift des Katholischen (Standort-) Pfarrers und
bei einer Stationierung im Ausland die Dienstanschrift des Deutschen Katholischen Militärgeistlichen einzutragen.
Der Nachweis des Ledigenstandes wird bei katholischen Partnern in der Regel durch Vorlage eines Taufschei-
nes (nicht älter als sechs Monate) „zum Zwecke der Eheschließung“ erbracht. Wenn Katholiken einen Taufschein
neueren Datums aus zwingendem Grund nicht vorlegen können und wenn es um den Nachweis des Ledigenstan-
des von Nichtkatholiken geht, kann den betreffenden Partnern ein Ledigeneid abgenommen werden. Hinweise auf
den Ledigenstand können auch sein: Aufenthalts- und Ledigenbescheinigungen des für den polizeilichen Wohnsitz
zuständigen Einwohnermeldeamtes, Auskunft des Standesamtes der Zivilheirat oder Aussagen von glaubwürdigen
und unverdächtigen Zeugen. Wenn der Pfarrer oder Beauftragte den/die Partner persönlich kennt und keinen
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Zweifel am Ledigenstand hat, kann auf Ledigeneid, Zeugenaussagen und zivile Urkunden verzichtet werden. Bei
Zweifeln über den Ledigenstand ist beim Generalvikariat/Ordinariat das Nihil obstat einzuholen.
Für jede weitere Eheschließung ist ein gesondertes Blatt anzulegen.
a) Wenn die frühere Ehe wegen Nichteinhaltung der kanonischen Formpflicht nichtig ist, muss die Feststel-
lung der Nichtigkeit beim Generalvikariat/Ordinariat beantragt werden. Dem Ehevorbereitungsprotokoll sind
beizufügen der Antrag auf Feststellung der Nichtigkeit einer Ehe wegen Formmangels (Formular „Antrag auf
Feststellung der Nichtigkeit einer Ehe wegen Formmangels“) sowie die Taufscheine der formpflichtigen Part-
ner.
b) Wenn die Ehe durch Tod aufgelöst wurde, ist eine Sterbeurkunde vorzulegen. Wenn keine Sterbeurkunde
vorgelegt werden kann, ist die Angelegenheit dem Generalvikariat/Ordinariat zur Prüfung vorzulegen; eine
staatliche Todesfeststellung ist unzureichend, jedoch mit einzusenden.
c) Wenn die Ehe kirchlich für nichtig erklärt oder aufgelöst wurde, ist aus der Ehenichtigkeitserklärung bzw.
dem Eheauflösungsbescheid (ggf. Vollstreckbarkeitsdekret) der Entscheidungstext nebst etwaigen Anlagen in
jedem Fall dem Generalvikariat/Ordinariat zur Überprüfung etwaiger in den Dokumenten ausgesprochener Ehe-
verbote und zur Erteilung des Nihil obstat vorzulegen.
Wenn die Nichtigkeit oder die Auflösung der Ehe aus den in a-c genannten Gründen nicht feststeht, ist eine kirch-
liche Trauung nicht möglich. Unter Umständen wäre zu klären, ob ein kirchliches Ehenichtigkeits- oder Ehe-
auflösungsverfahren eingeleitet werden kann.
Natürliche Verpflichtungen gehen ggf. über die Regelungen im Scheidungsurteil und ergänzende bürgerliche
Entscheidungen und Vereinbarungen hinaus, umfassen aber normalerweise diese. Auch an nichteheliche Kinder
ist zu denken. Wenn bei der Ehevorbereitung festgestellt wird, dass die Erfüllung der rechtlichen oder moralischen
Verpflichtungen gegenüber Partner oder Kindern aus einer früheren Verbindung durch die beabsichtigte Heirat
nicht gefährdet wird, gilt die in c. 1071 § 1 n. 3 geforderte Trauerlaubnis als erteilt, andernfalls ist die Angelegen-
heit dem Generalvikariat/Ordinariat vorzulegen (vgl. Anm. 12c).
Der Pfarrer oder Beauftragte ist verpflichtet zu prüfen, ob eines oder mehrere der folgenden Ehehindernisse vor-
liegen. Liegt ein Ehehindernis vor, von dem dispensiert werden kann, ist unter Angabe der Dispensgründe Dis-
pens beim Generalvikariat/Ordinariat einzuholen.
Ehehindernisse:
a) Fehlen des Mindestalters (c. 1083);
b) Unfähigkeit zum ehelichen Akt, nur sofern dauernd und sicher vorliegend (c. 1084); im Zweifelsfalle darf die
Eheschließung nicht verhindert werden (c. 1084 § 2);
c) bestehendes Eheband (c. 1085), vgl. Anm. 8;
d) Religionsverschiedenheit (c. 1086), vgl. Anm. 24;
e) Weihe (c. 1087);
f) ewiges Gelübde im Ordensinstitut (c. 1088);
g) Frauenraub (c. 1089);
h) Gattenmord (c. 1090);
i) Blutsverwandtschaft (cc. 1091 und 108 - gerade Linie; Seitenlinie bis zum 4. Grad einschließlich, z. B. Cousin -
Cousine; Grad und Linie angeben, Stammbaum beifügen);
j) Schwägerschaft (cc. 1092 und 109 - nur in gerader Linie, z. B. Schwiegervater - Schwiegertochter; Stiefvater -
Stieftochter);
k) öffentliche Ehrbarkeit (Quasi-Schwägerschaft, c. 1093 - nur in gerader Linie);
l) gesetzliche Verwandtschaft aufgrund von Adoption (cc. 1094 und 110); durch die vorausgehende standesamt-
liche Eheschließung wird in Deutschland das Adoptivverhältnis aufgehoben; es liegt dann auch kirchlich das
Ehehindernis nicht mehr vor.
Eine konfessionsverschiedene Ehe liegt nach c. 1124 dann vor,
wenn ein Partner zum Zeitpunkt der Eheschließung katholisch ist, d. h. in der katholischen Kirche getauft oder
nach der Taufe in sie aufgenommen worden ist und nicht durch einen formalen Akt von ihr abgefallen ist, der an-
dere Partner getauft ist, aber einer Kirche oder kirchlichen Gemeinschaft zugezählt wird, die nicht in voller Ge-
meinschaft mit der katholischen Kirche steht (Orthodoxe, Anglikaner, Altkatholiken, Angehörige der Kirchen der
Reformation, der Freikirchen u.ä.);
als nichtkatholisch getaufter Partner im Sinne der Konfessionsverschiedenheit gilt jemand, der in einer Kirche oder
kirchlichen Gemeinschaft getauft wurde, die nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche steht, auch
dann, wenn er sich von seiner Kirche bzw. kirchlichen Gemeinschaft getrennt hat, ohne in die katholische Kirche
aufgenommen worden zu sein.
Der Pfarrer oder Beauftragte ist verpflichtet zu prüfen, ob eines oder mehrere der folgenden Trauverbote vorliegen.
Liegt ein Trauverbot vor, ist, außer in Notfällen, die Trauerlaubnis beim Generalvikariat/Ordinariat einzuholen.
Trauverbote nach c. 1071 § 1:
a) bei Wohnsitzlosen (n. 1);
b) bei Partnern, deren Ehe nach staatlichem Gesetz nicht anerkannt oder nicht geschlossen werden kann (n. 2);
c) bei Partnern, die aus einer früheren Verbindung natürliche Verpflichtungen gegenüber dem Partner oder den
Kindern haben (n. 3), vgl. Anm. 9;
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d) bei einem Katholiken, der offenkundig vom Glauben abgefallen (n. 4) oder mit einer kirchlichen Beugestrafe
behaftet ist (n. 5), z. B. durch Kirchenaustritt;
e) bei einem Minderjährigen (unter 18 Jahren, c. 97 § 1) ohne Wissen oder gegen den Willen der Eltern (n. 6);
f) bei der Mitwirkung eines Stellvertreters gemäß c. 1105 (n. 7).
Falls ein Vorbehalt vorliegen könnte und somit der Ehewille nicht gesichert scheint, ist die Angelegenheit mit Er-
läuterungen dem Generalvikariat/Ordinariat zur Prüfung und Entscheidung vorzulegen.
Sollte eine Bedingung gemacht werden, ist die Angelegenheit dem Generalvikariat/Ordinariat vorzulegen; die Art
der Bedingung ist genau zu umschreiben.
Der katholische Christ ist verpflichtet, alles ihm Mögliche zu tun, seinen als wahr erkannten Glauben und die Zu-
gehörigkeit zu seiner Kirche auch denen zu vermitteln, für die er verantwortlich ist, nämlich seinen Kindern. Da aber
die Erziehung der Kinder immer Sache beider Eltern ist und keiner der Partner zu einem Handeln gegen sein
Gewissen veranlasst werden darf, besteht diese Verpflichtung darin, das in der konkreten Situation nach bestem
Wissen und Gewissen Mögliche zu tun.
Der Katholik kann die Taufe und Erziehung seiner Kinder in einer nichtkatholischen Kirche nur dann zulassen,
wenn trotz ernsten Bemühens eine katholische Erziehung nicht erreicht werden kann.
Der Ehepartner, der Taufe und Erziehung seiner Kinder in der anderen Konfession zulässt, darf sich nicht von der
religiösen Erziehung ausschließen. Das lebendige religiöse Leben beider Ehepartner ist notwendig für die Erzie-
hung der Kinder. Wenn die Kinder in der nichtkatholischen Kirche getauft und erzogen werden, beinhaltet das Ver-
sprechen, das der katholische Partner ablegt, u.a.
- dass er die christliche Gestaltung des Ehe- und Familienlebens aktiv mittragen will;
- dass er die religiöse Erziehung der Kinder fördert;
- dass er durch seine beispielhafte Lebensführung den Kindern den katholischen Glauben nahe bringt;
- dass er durch religiöse Fortbildung seinen Glauben vertieft, um mit seinem Ehepartner ein fruchtbares Glau-
bensgespräch führen und die Fragen der Kinder beantworten zu können;
- dass er mit seiner Familie das Gebet, insbesondere um die Gnade der Einheit im Glauben, pflegt, entsprechend
dem Testament des Herrn, „dass alle eins seien“.
Bei religionsverschiedenen Brautleuten: Wenn die Kinder nicht getauft und katholisch erzogen werden, beinhaltet
das Versprechen, das der katholische Partner ablegt, u.a.
- dass er durch seine beispielhafte Lebensführung den Kindern den katholischen Glauben nahe bringt;
- dass er durch religiöse Fortbildung seinen Glauben vertieft, um mit seinem Ehepartner ein fruchtbares Glau-
bensgespräch führen und die Fragen der Kinder beantworten zu können.
Die Zulassung zur Eheschließung darf nicht vom Empfang der genannten Sakramente abhängig gemacht werden.
Die Unterrichtung des nichtkatholischen Partners über Verpflichtung und Versprechen des katholischen Partners
erfolgt meist dadurch, dass der Nichtkatholik bei der Belehrung und bei der Beantwortung der Frage 18 zugegen
ist.
Wenn vor einer Trauung aus einem Grund, z. B. wegen Formdispens, das Generalvikariat/Ordinariat anzugehen
ist, entscheidet dieses über alle Dispensen usw., also auch in jenen Punkten, über die sonst der Geistliche mit all-
gemeiner Traubefugnis selbst entscheiden könnte.
Bei einer Eheschließung mit einem ungetauften Partner soll die kirchliche Trauung in einem Wortgottesdienst
erfolgen. Falls ausnahmsweise eine Brautmesse gewünscht wird, ist dies beim Generalvikariat/Ordinariat eigens
zu beantragen.
Von der kanonischen Eheschließungsform kann der Ortsordinarius bei einer Eheschließung mit einem nichtkatho-
lischen Partner aus schwerwiegenden Gründen Dispens erteilen (c. 1127 § 2). Für die Erteilung der Dispens von
der kanonischen Eheschließungsform ist der Ortsordinarius des Wohnsitzes des katholischen Partners zuständig.
Soll die Eheschließung mit Dispens von der kanonischen Eheschließungsform nicht in der Diözese stattfinden, die
für die Dispenserteilung zuständig ist, hat der für die Dispenserteilung zuständige Ortsordinarius, bevor er die Dis-
pens erteilt, den Ortsordinarius des Eheschließungsortes gemäß c. 1127 § 2 zu konsultieren. Deswegen ist der
Dispensantrag frühzeitig einzureichen. Die Konsultation des Ortsordinarius des Eheschließungsortes erfolgt je-
weils durch das (Erz)Bischöfliche Ordinariat/Generalvikariat.
Bei der Beantragung der Dispens ist stets der Dispensgrund anzugeben. Von den beispielhaft angeführten, als
schwerwiegend anerkannten Dispensgründen ist der im Einzelfall zutreffende Dispensgrund anzukreuzen. Es kön-
nen auch mehrere Dispensgründe, wenn sie zutreffen, angekreuzt werden. Trifft keiner der beispielhaft angeführ-
ten Dispensgründe zu, dann ist in der Leerzeile anzugeben, warum im anstehenden Fall Dispens von der kanoni-
schen Eheschließungsform erbeten wird. Ob in diesem Fall der angegebene Grund als schwerwiegend im Sinne
des c. 1127 § 2 anerkannt wird, entscheidet der Ortsordinarius.
Falls Dispens erteilt wird, ist es wichtig festzuhalten, welcher Ehewillenserklärung die Brautleute ehebegründende
Wirkung zumessen, der Ehewillenserklärung auf dem Standesamt oder in der nichtkatholischen Kirche. Dabei ist
das unterschiedliche Verständnis der Kirchen von der kirchlichen Trauung zu berücksichtigen. Die entsprechenden
Rubriken unter Nr. 23f und 30 sind deshalb alternativ gemeint, so dass bei Nr. 23 und Nr. 30 nur entweder das
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Standesamt oder die nichtkatholische Kirche eingetragen wird. Ist die nichtkatholische Kirche anzugeben, so wer-
den die Daten zur Zivileheschließung nur einmal, nämlich auf S. 1 oben (vor A) eingetragen.
Wird die Dispens von der Formpflicht nach der standesamtlichen Eheschließung und vor der nichtkatholischen
kirchlichen Trauung erbeten, sind die Brautleute ausdrücklich zu befragen, ob sie die vorausgegangene Zivilehe-
schließung oder die geplante nichtkatholische Trauung als ehebegründend ansehen. Wird die bereits erfolgte Zi-
vileheschließung als ehebegründend angegeben, soll der Pfarrer oder Beauftragte bemüht sein, das Paar doch zu
der Intention zu bewegen, dass mit der kirchlichen Trauung ihre Ehe auch kirchlich gültig wird. Sollte diese Inten-
tion beider nicht erreicht werden, kann nur eine sanatio in radice erbeten werden (eigenes Formular).
Das Nihil obstat ist erforderlich bei folgenden Tatbeständen:
a) bei der Wiederverheiratung Geschiedener aus einer kirchlich für nichtig erklärten oder aufgelösten Ehe, vgl.
Anm. 8;
b) bei fehlenden vorgeschriebenen Urkunden (z. B. fehlende Sterbeurkunde bzw. nur bürgerliche Todeserklärung,
Fehlen jeglichen Taufnachweises);
c) bei bedingter Eheschließung oder bei Zweifeln am Ehewillen oder Ledigenstand, vgl. Anm. 7 und 14;
d) bei längerem Aufenthalt (mehr als 1 Jahr) eines Partners im Ausland seit dem heiratsfähigen Alter (Mann: 16
Jahre, Frau: 14 Jahre);
e) bei der Eheschließung mit einem Katholiken einer unierten Ostkirche;
f) bei vorgesehener Eheschließung im Ausland (Beglaubigung kirchlicher Dokumente, besonders der Litterae di-
missoriae).
Die Befugnis, zum Abschluss einer konfessionsverschiedenen Ehe die Erlaubnis zu erteilen, hat jeder Geistliche
mit allgemeiner Traubefugnis, es sei denn, dass
a) der katholische Partner die von ihm geforderten Erklärungen und Versprechen nicht oder nicht ernsthaft gege-
ben hat;
b) der nichtkatholische Partner über Versprechen und Verpflichtung des katholischen Partners nicht unterrichtet
ist (vgl. Anm. 17);
c) der nichtkatholische Partner am Traugespräch nicht teilgenommen hat;
d) Dispens von der kanonischen Eheschließungsform erbeten wird (vgl. Anm. 20 und 21);
e) ein Katholik einen Angehörigen einer nichtkatholischen Ostkirche heiraten will (vgl. Anm. 11);
f) der Ortsordinarius aus einem anderen Grund anzugehen ist (vgl. Anm. 7, 9, 10, 12 und 18);
g) sonstige Schwierigkeiten vorliegen.
In allen vorgenannten Fällen sind sämtliche Unterlagen dem Generalvikariat/Ordinariat zur Entscheidung vorzule-
gen.
Ad cautelam kann ein Geistlicher mit allgemeiner Traubefugnis Dispens vom Hindernis der Religionsverschie-
denheit nicht erteilen, wenn ein Partner mit Sicherheit nicht gültig getauft ist; in diesem Fall kann die Dispens nur
vom Ortsordinarius gegeben werden.
In der Bundesrepublik Deutschland hat die Zivileheschließung der kirchlichen Trauung vorauszugehen. Die Braut-
leute sind verpflichtet, vor der kirchlichen Trauung eine Bescheinigung über die Zivileheschließung (z. B. Stamm-
buch der Familie) vorzulegen. Wird das vergessen oder erfolgt die Vorlage aus irgendwelchen Gründen nicht
rechtzeitig, so ist die Bescheinigung in jedem Fall nach der kirchlichen Trauung einzureichen. In der Nr. 26 des
Ehevorbereitungsprotokolls ist zu vermerken, dass diese Bescheinigung vorgelegt wurde. Falls eine derartige Be-
scheinigung nicht vorgelegt bzw. nicht nachgereicht wurde, ist dies unter Angabe der Gründe dem Generalvikari-
at/Ordinariat zu melden. Vor allem ist anzugeben, aufgrund welcher Tatsachen das Faktum der Zivileheschließung
vor der kirchlichen Trauung feststand.
Blankodelegationen sind ungültig (c. 1111 § 2).
Die mit Dispens von der kanonischen Eheschließungsform zivil oder nichtkatholisch-kirchlich geschlossene Ehe ist
auch im Ehebuch der bischöflichen Kurie einzutragen (c. 1121 § 3). Deshalb ist in diesem Fall die Eheschließung
dem Generalvikariat/Ordinariat mitzuteilen, das die Formdispens gegeben hat.
Weitermeldung ist z. B. erforderlich, wenn eine Eintragung in einer anderen Pfarrei oder in einem gemeinsamen
Matrikelamt zu erfolgen hat. Bei ziviler bzw. nichtkatholisch-kirchlicher Eheschließung nach Dispens von der kano-
nischen Formpflicht hat derjenige, der das Brautexamen durchgeführt hat, die Heiratsbescheinigung von dem Ehe-
paar zu verlangen bzw. selbst zu besorgen; er ist auch für die Benachrichtigung der Pfarrämter usw. zuständig.
Die Eintragung mit laufender Nummer in das Ehebuch erfolgt im bisherigen Wohnpfarramt (vgl. Anm. 6) des katho-
lischen Partners; dort wird auch das Ehevorbereitungsprotokoll samt der Heiratsbescheinigung aufbewahrt. Ist die
zivile bzw. nichtkatholisch-kirchliche Heiratsbescheinigung nicht zu erhalten, ist wenigstens die Dispens von der
kanonischen Formpflicht mit Datum und Aktenzeichen des Generalvikariats/Ordinariats im Taufbuch des katholi-
schen Partners zu vermerken.
Für alle Weitermeldungen ist das Formular „Mitteilung über eine Eheschließung“ zu verwenden.


oder so ähnlich #schwitz ;-)

LG Merline

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