Geballte Hochzeitsbräuche!

Ich bastel grad an der Hochzeitszeitung meiner Freundin, die am Freitag heiratet und da bin ich über ganz viele Hochzeitsbräuche gestolpert. Viel Spaß damit:

Der Hochzeitslader
Ehen erfolgten in früheren Zeiten meist nicht wegen der Liebe zweier Menschen, sondern wurden aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus geschlossen. Im bayerischen Raum war es der „Schmuser“, der zwei Eheleute zusammenbrachte. Ein professioneller Kuppler, der vom Kennenlernen der beiden bis hin zur Festsetzung der Aussteuer alles in die Hand nahm.

Nachdem das Aufgebot beim Pfarrer gemacht worden war, ging man zum Wirt, um die Zahl der Hochzeitsgäste mitzuteilen und das Mahlgeld auszuhandeln. Danach fand ein Mahl statt, bei dem auch der Brautvater und der Hochzeitslader anwesend waren. Die wichtigste Person ab diesem Tage war der Hochzeitslader - er war Manager und Animateur zugleich. Die Hochzeitslader waren meist Männer, die die Leute und Gebräuche vor Ort sehr gut kannten. Entscheidend für ihren Beruf war - besonders am Hochzeitstag selbst -, daß sie das Zeug zum Alleinunterhalter hatten und es verstanden, witzig, frech und doch einfühlsam für gute Stimmung zu sorgen.

Die erste Aufgabe des Hochzeitsladers war, Verwandte, Freunde und Nachbarn zum Hochzeitsfest einzuladen. Bei einer Bauernhochzeit wurden zwei bis dreihundert Personen geladen. Der Hochzeitslader ging in jedes Haus - traditionell mit einer roten Schärpe gekleidet und einen geschmückten Stab in der Hand - sprach oder sang seine Einladungsverse und schrieb Ort, Termin und Mahlgeld mit Kreide auf die Haustür.



Die Ehe vor bösen Geistern schützen
Um sich vor schlechten Geistern, vor Hexen und Druiden zu schützen, hielt man sich in früheren Jahrhunderten peinlichst genau an gewisse Rituale, von denen man glaubte, daß sie das Böse fernhalten würden. Auch im Umfeld einer Hochzeit gab es viel zu beachten, um ja nicht leichtsinnig den bösen Mächten zum Opfer zu fallen.

Vom Zeitpunkt des Eheversprechens bis zum Tag der Hochzeit durften sowohl aus dem Hause der Braut als auch des Bräutigams keine Haushaltsgeräte ausgeliehen werden. Ebenso war es verboten, sich aus anderen Häusern etwas zu entleihen. Durch Hexerei hätte die Ehe schon im Ansatz schwer beschädigt werden können. Aus dem gleichen Grund durfte man in diesem Zeitraum nichts an Arme oder Kranke verschenken, sie hätten das Unglück auch über das Brautpaar bringen können. Um dies wieder auszugleichen, war man am Hochzeitstag dann besonders großzügig mit Geschenken und Almosen. Geld, das in dieser Zeit eingenommen wurde, durfte keinesfalls zusammen mit dem übrigen Bargeld aufbewahrt werden. Kein Tresor hätte davor schützen können, daß nicht das gesamte Vermögen verschwunden wäre.

Braut und Bräutigam durften abends auf keinen Fall mehr ohne Begleitung aus dem Hause gehen und sonst nie, ohne sich vorher mit Weihwasser zu besprengen. Dabei mußten sie immer üppig bekleidet sein - keinesfalls nur mit Hemd oder Bluse - da die bösen Mächte auf einen unverhüllten Körper leichter Zugriff hätten.

Die Aussteuer
Tischtücher machen Leute! Die Aussteuer diente früher nicht nur einem erleichterten Start in den neuen Hausstand. Mehr noch wurde sie dafür benutzt, den Wohlstand der Familie zur Schau zu stellen, oder notfalls auch nur vorzugaukeln.

Sobald die eigens engagierte Näherin mit der Fertigung der Tischtücher, Bettücher, Taschentücher, Handtücher, Einstecktücher und aller sonst noch für den Ehestand notwendigen Tücher fertig war, mußte alles in einen Schrank geschichtet werden. Es war entscheidend, hierbei die höchste Stapel-, Lege- und Faltkunst unter Beweis zu stellen, da gleich nach Fertigstellung alle Freundinnen, Nachbarinnen und sonstige Neugierige herbeieilen würden, um sich fachkundig über den „Kasten“ das Maul zu zerreißen.

Schwierig wurde es, wenn die Aussteuer nicht recht üppig ausgefallen war. Der Schein mußte trotzdem gewahrt bleiben. Der hintere Bereich des Schrankes wurde dann mit alten Laken üppig vollgestopft und das Wenige vorne kunstvoll aufgestapelt. Strümpfe oder Bänder mußten so gelegt werden, daß es aussah, als wären es zwei. Und aus einem Handtuch konnte man mit entsprechender Fingerfertigkeit schon mal auch drei zaubern.

Ob ehrliche oder geschwindelte Zurschaustellung - vom Pfarrer wurde der Brautkasten in jedem Fall eingesegnet!

Regen am Hochzeitstag
Regen auf den Schleier der Braut wurde als Glücksbote betrachtet.

Freiers Füße
Früher war das Wort „freien“ gleichbedeutend mit „heiraten“. Noch heute kann man gelegentlich hören: „Er geht auf Freiers Füßen.“ Die Bedeutung liegt darin, daß durch die Heirat ein junger Mann und eine junge Frau „frei“ wurden, das heißt frei von Vormundschaft ihrer Eltern. Wie lange diese Freiheit wohl andauerte? Darüber können wir nur spekulieren. Auf jeden Fall begann für das Paar mit der Hochzeit und dem Eintritt in den Ehestand ein neuer Lebensabschnitt.



Hochgezit - Hochzeit
Das Wort „Hochzeit“ stammt aus dem Mittelhochdeutschen „hochzît“ oder „hochgezît“ und bezeichnete ursprünglich alle hohen Feste des Jahreslaufs. Hochzeiten im Mittelalter waren Ostern, Pfingsten und Weihnachten. Später wurde der Begriff ausschließlich für die „höchste Zeit“ im Leben eines jungen Paares üblich: das Fest der Eheschließung.

Verlobungs- oder Heiratsantrag
Der weltliche Teil der Eheschließung fand einst am Verlobungstag statt. Heiratstag, Verspruch oder auch Brautkauf nannte man diesen wichtigen Tag, an dem alle materiellen Angelegenheiten peinlich genau unter Zeugen geregelt wurde – von der Mitgift und Hofübernahme bis hin zur Aufteilung der Kosten für die Hochzeitsfeier. Die Vereinbarungen hielt man in einem Heiratsvertrag, dem Heirats- oder Kaufbrief, fest. Schließlich wurde die Verlobung per Handschlag, in Nordfriesland als „Handfestung“ bezeichnet, besiegelt. Damit galt in früheren Zeiten die Ehe als geschlossen. Als Ehepfand schenkte der Bräutigam der Braut das sogenannte Ehegeld, Handgeld oder Draufgeld, das dem Paar als eiserne Reserve dienen sollte. Später wurde diese finanzielle Zuwendung vom Verlobungsring abgelöst, der bis in unsere Tage erhalten blieb. Zudem bekam die Braut weitere Geschenke, beispielsweise ein Kopftuch, eine Pelzmütze oder ein Gesangbuch. In Schwaben und Südwestfalen erhielt der Bräutigam von seiner Braut oft ein Hemd, das sie selbst gesponnen oder eigenhändig gekauft hatte. Wenn der Bräutigam das Hemd am Hochzeitstag trägt, dann wird er – so glaubte man – seiner Frau das ganze Leben lang treu sein. Nicht selten bekam der Bräutigam auch eine Weste, ein seidenes Halstuch, manchmal eine Uhrkette oder, in katholischen Gegenden, einen Rosenkranz.

KEINE SCHUHE KAUFEN und andere Bräuche
Nach altem Volksglauben waren die Brautleute den schädlichen Einflüssen böser Geister besonders ausgesetzt. Daher rührt auch der Brauch, sich keine Schuhe zu schenken, weil sonst – wie es hieß – die Liebe zertreten wird.

Auch Schere, Gabeln und Messer kamen als Geschenke nicht in Frage – sie würden die gegenseitige Zuneigung zerschneiden oder zerstechen.

In der Eifel und in Teilen Hessens ist es bis heute Brauch, vor dem Verlobungshaus zu schießen oder mit der Peitsche zu knallen, um so die unheilvollen Mächte zu vertreiben.

In Bayern war es lange Zeit üblich, den Bräutigam am Verlobungstag scherzhaft auf die Probe zu stellen. Anstelle der Braut wurde ihm ein fremdes Mädchen oder ein als Frau verkleideter Mann vorgeführt, um zu testen, ob er seine Verlobte überhaupt kenne. Der Bräutigam mußte auch darauf gafaßt sein, daß während des Verlobungsmahls ein fremdes Mädchen auftauchte und ihm laut schimpfend ein ausgestopftes Wickelkind vor die Füße warf. Wurde der Bräutigam rot, so galt dies als sicheres Zeichen, daß er wohl eine heimliche Liebe oder sogar uneheliche Kinder hatte.

Zukunftsweisend ist der Brauch, im Kuchen zum Verlobungskaffee einen kleinen Ring oder eine Bohne zu verstecken. Das Mädchen, das in seinem Stück den Ring oder die Bohne findet, darf sich freuen: Sie wird – so heißt es – die nächste Braut.

In katholischen Gegenden mußten die Brautleute beim Pfarrer „zum Stuhlfest“ erscheinen und das „Brautexamen“ ablegen. Dabei nahm ihnen der Geistliche vor Zeugen das Eheversprechen ab und prüfte sie in Glaubensfragen. Erst dann galt häufig das Paar als verlobt.

Weil früher das Aufgebot in der Kirche von der Kanzel aus bekanntgegeben wurde, hieß es, die Brautleute „poltern“, „fallen von der Kanzel“, „werden aufgeboten“ oder „heruntergeworfen“. Folgerichtig stellte man in Thüringen fest, wenn die Verlobung gelöst wurde: „Die Brautleute sind auf der Kanzel hängengeblieben.

Glücksbrot und Morgensuppe
Dort, wo die Brautleute selbst zur Hochzeit einluden, erhielt die Braut in jedem Haus ein Stück Brot, das sogenannte Glücksbrot. Dieses Brot wurde am Hochzeitsmorgen in die glücksbringende Morgensuppe gebrockt. Häufig mußten die Brautleute die Suppe gemeinsam aus einem Teller auslöffeln und dabei auch die Löffel tauschen.
Die Morgensuppe oder Morgenzeche war ursprünglich eine Hühnersuppe, zu der jeder der Geladenen ein Stück Brot mitbrachte. Sie wurde vielerorts, zum Beispiel in Thüringen und Friesland, vor dem Kirchgang aufgetischt. Übrigens: Armen, Kranken und Wöchnerinnen brachte man die Suppe sogar ins Haus.

Reis werfen
Für reichlich Nachwuchs soll die alte asiatisch-englische Sitte sorgen, das Brautpaar nach der Trauung mit Reis zu bewerfen. Hierzulande wurden dafür – je nach Region – Getreidekörner oder Erbsen verwendet.

Andere Bräuche vom Kindersegen
Fruchtbarkeitssymbole sind auch Früchte und Eier, die man der Braut unter anderem in der Schweiz am Hochzeitsmorgen überreichte.
In einigen Gegenden gab es den Brauch, der Braut während des Hochzeitsessens einen kleinen Jungen auf den Schoß zu setzen, damit sich bald ein Stammhalter einstellte.
Offenkundig ist auch die Symbolik, wenn Freunde einen Klapperstorch oder einen Kinderwagen auf das Dach des Brauthauses montieren, wie man es auf dem Land ab und zu heute noch sehen kann.

Brautentführung
Den Auszug aus dem Elternhaus und den Übergang in den neuen Lebensabschnitt symbolisierte ursprünglich auch der Brauch, die Braut während der Hochzeitsfeier zu rauben. Heute ist das Brautstehlen allenfalls ein beliebter Spaß, der jedoch zeitlich begrenzt sein sollte (die Abwesenheit der Hauptpersonen kann sich nachteilig auf die Feststimmung auswirken). In einem günstigen Augenblick entführen Freunde des Paares die Braut und ziehen mit ihr in ein anderes Gasthaus. In Bayern bekommt der Bräutigam auch heute noch manchmal ein Kopftuch umgebunden, in die eine Hand eine Kerze und in die andere einen Besen. So ausgerüstet, macht er sich auf die Suche nach seiner Braut, die er dann durch Zahlen der Zeche freikaufen muß.

Brautschuhstehlen
Für Stimmung beim Fest sorgt häufig auch der traditionelle Brauch, der Braut heimlich einen Schuh auszuziehen. Sobald sie den Verlust bemerkt, muß sie natürlich heftig protestieren. Daraufhin werden ihr plumpe Holz- oder Wanderschuhe als Ersatz angeboten. Nur gegen „Lösegeld“ bekommt sie ihren Brautschuh wieder zurück.

Brautschuhversteigerung
Eine andere weitverbreitete Sitte ist das Brautschuhversteigern. Dabei wird der möglichst unbemerkt entwendete Schuh auf einem Tablett präsentiert. Ein Gast übernimmt die Rolle des Auktionators und animiert die Anwesenden, den Schuh zu ersteigern. Jeder gibt soviel, wie er möchte – eine, fünf oder auch drei Mark. Gesteigert wird solange, bis der Brautschuh mit Münzen gefüllt ist. Den Erlös der Auktion bekommt das Brautpaar.

Pfennige für die Brautschuhe
Um ihre Sparsamkeit zu beweisen, legten die Jungen Frauen früher Pfennig für Pfennig für ihre Brautschuhe beiseite. Noch heute sammeln manche Mädchen jeden Pfennig, aber wohl mehr aus Spaß und vor allem freiwillig.
Ratsam ist es auf jeden Fall, am Hochzeitstag ein kleines Geldstück in den Brautschuh zu stecken. Dann wird es in der Ehe niemals an Geld fehlen.

Schutz vor bösen Geistern
Die Vorstellung, daß die bösen Geister das junge Glück stören könnten, ist teils von Traditionen, teils vom Aberglauben geprägt. Offensichtlich waren diese Unholde nicht besonders gescheit, denn sie ließen sich, wie viele der überlieferten Bräuche zeigen, leicht überlisten. Um die Dämonen zu täuschen, wurde dem Bräutigam zuerst ein anderes Mädchen oder eine alte Frau zugeführt, bevor man schließlich seine Braut herbeiholte. Nach fränkischer Deutung trägt die falsche Braut der echten so das Unglück aus dem Haus.

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Schutz vor bösen Geistern (Fortsetzung)
In der Kirche sollte das Brautpaar dicht nebeneinander stehen, damit sich die bösen Geister nicht dazwischenschieben konnten. Aus dem gleichen Grund stellten sich in früheren Zeiten die Brautführer mit gekreuzten Degen hinter dem Brautpaar auf.
Mit Pistolen- und Böllerschüssen wurden während des Hochzeitszuges die Geister am Wegrand vertrieben, heute ist das Hochzeitsschießen eine Ehrenbezeigung.
Außerdem trieb man auf der Fahrt von der Kirche zum Hochzeitshaus die Pferde zu höchster Eile an. Der Grund: Die Geister am Wegrand sollten keine Gelegenheit bekommen, aufzuspringen.
Über die Türschwelle tragen
In Gefahr war die Braut auch, wenn die Jungvermählten ihr Heim betraten. Denn man wußte seit ewigen Zeiten, daß die unsichtbaren Bösewichter unter der Schwelle des gemeinsamen Hauses scharenweise hockten und auf die junge Braut lauerten. Und bis heute werden sie vom Bräutigam ausgetrickst, indem er seine Braut auf die Arme nimmt und sicher über die Schwelle trägt.

Wegsperre
Mit Vorliebe versperren heute vor allem Kinder dem Brautpaar beim Verlassen der Kirche oder bei Abfahrt des Hochzeitsautos mit einem Seil den Weg und geben ihn erst frei, nachdem sie einige Geldmünzen erhalten haben.
Diese Sperrbräuche waren schon früher in Deutschland weit verbreitet. Heiratete ein Mädchen in ein anderes Dorf, so wurde die Straße mit einem Seil gesperrt, um den Hochzeitszug beim Verlassen des Dorfes aufzuhalten. Erst nachdem der Bräutigam einen Tribut bezahlt hatte, durfte die Hochzeitsgesellschaft weiterziehen.
Außerdem wurde oft der Weg zur Kirche oder zurück zum Hochzeitshaus mit Stangen, Seilen, Ketten, Brettern oder Balken versperrt. Dieser Brauch, auch "„orspannen"“ "„emmen"“oder "„annen"“genannt, symbolisiert den Anfang einer neuen Lebensgemeinschaft; der Bräutigam (manchmal auch das Brautpaar) mußte sich vom Ledigenstand loskaufen.
Verließ ein Mädchen durch ihre Heirat das Dorf, war es üblich, daß sie der Bräutigam aus der Dorfgemeinschaft „freikaufte“. Als Lösegeld wurden neben Geldstücken auch Bier, Wein, Tabak, Krapfen und anderes Gebäck oder Äpfel und Nüsse angenommen.

Gesundheit und Wohlergehen
Damit die Zukunft dem Brautpaar Reichtum und Gesundheit bringe, wird ihm in Italien nach der Trauung Wein und Brot gereicht. Man bewirft die Jungvermählten auch mit Getreidekörnern, auf Sardinien mit Blumen oder Salz. Im Vogtland ist es Brauch, daß das frischvermählte Brautpaar ein Glas Wein austrinkt. Die Braut wirft das leere Glas über die Schulter nach hinten. Zerbricht es, dann wird die Ehe glücklich werden.

Vorrangstellung
Wer einst das Geschehen am Hochzeitstag aufmerksam verfolgte, vermochte anhand von zahlreichen Hinweisen eine Antwort auf die Frage zu finden, ob die Braut oder der Bräutigam das Regiment in der Ehe führen würde. "„err"“im Haus sollte die Braut sein, wenn es ihr auf dem Weg zur Kirche gelang, ihren Zukünftigen kurz auf den Fuß zu treten.
Ganz bestimmt hatte aber der Bräutigam das Sagen, wenn er beim Empfang des Segens auf dem Saum des Hochzeitskleides niederkniete.
Als Braut und Bräutigam noch Handschuhe trugen, achtete man in Franken darauf, wer diese beim wechselseitigen Anstecken der Ringe als erster abstreifte.
Aufschluß über die Vorrangstellung brachte, und bringt vielleicht auch heute noch – das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte. Nach dem Volksglauben hatte derjenige das Sagen, dessen Hand dabei obenauf lag.
Im Harz kennt man den Brauch, daß die Jungvermählten vor der Haustüre stehenbleiben und mit der Hand oben an den Türrahmen schlagen. Wer am weitesten nach oben kommt, der hat sich, so heißt es, die Führungsrolle in der Ehe gesichert.

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