Anti-Cw positiv

Guten Morgen,
Ich befinde mich in der 29ssw mit unserem 4. Kind. Ich habe die Blutgruppe 0 Rh D neg, mein Mann ist Rh positiv. In den drei vorangegangenen Schwangerschaften habe ich jeweils die nötigen prophylaxe Spritzen bekommen und hatte nie Probleme mit der Antikörperbildung.

In dieser Schwangerschaft wurde ein positiver Anti-Cw Titer festgestellt (im März 1:4, im Verlauf immer 1:1). Meine Gynäkologin meint außer regelmäßiger Kontrolle wäre weiteres Handeln nicht nötig.

Dann kam die Feindiagnostik und zu meiner Überraschung wurde ich zur Kontrolle vier Wochen später einbestellt, trotz normaler zeitgerechter Entwicklung unserer Tochter.
Bei dem Kontrolltermin am letzten Freitag war die Entwicklung wieder zeitgerecht aber mir wurde gesagt das man mit diesem Befund der Antikörper im Regelfall 3-6 Wochen früher entbinden muss und ich mir in jedem Fall ein Krankenhaus mit Neostation suchen soll.

Mich hat diese Aussage des Feindiagnostikers sehr verunsichert, da meine Gynäkologin nicht weiter auf die Antikörper einging...

Ist das nur reine Vorsichtsmaßnahme oder sollten wir uns wirklich schon mal an den Gedanken einer Frühgeburt gewöhnen. Für mich als Laien hört sich der Befund eher niedrig an, kann der Antikörpertiter so schnell steigen, dass er doch noch gefährlich für unsere Tochter wird.
Mich verwirren die unterschiedlichen Aussagen der Ärzte sehr.

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Hallo kikiundbabe,
tendenziell teile ich die eher entspannte Haltung Ihrer Frauenärztin. Anti-Cw-Antikörper gelten als eher milde und verursachen nur eher selten einen schwere hämolytische Anämie beim Feten. Die regelmässigen Kontrollen sind sicher sinnvoll, hier ist aber , wie bei den anderen Antikörper ein Anstieg um 2 Stufen oder mehr relevant.
Ich teile die Empfehlung einer Entbindung in einem Zentrum mit angeschlossener Neonatologie, um im Falle eines Neugeborenen-Ikterus diesen frühzeitig zu erkennen und ggf. behandeln zu können.
Eine vorzeitige Beendigung der Schwangerschaft als reine Vorsichtsmaßnahme ist m.E. nicht notwendig und vor allem sollte nicht ohne triftigen Grund erfolgen (insbesondere in der Frühgeburtlichkeit).
Bitte besprechen Sie die Empfehlung Ihrer Pränataldiagnostikerin nocheinmal und holen sich ggf. eine weitere Meinung bei einem Transfusionsmediziner ein.

Bitte beachten Sie, dass ich hier keine individuelle Beratung geben kann- dies kann und darf nur Ihr behandelnder Arzt.

Alles Gute!

MK