Schwangerschaftscholestase

Hallo,ich weiß zwar nicht,ob sie mir wirklich helfen können,dennoch versuche ich es mal.
Vor 1,5 Wochen bin ich ins KH,da ich am ganzen Körper Juckreiz hatte.Die Leber und Gallensäurewerte waren erhöht.Seit letzten Mittwoch nehme ich 4x 250 mg Ursofalk.Bis heute gibt es keine Verbesserung,was den Juckreiz angeht.Laut KH seien weitere Blutkontrollen unter Einnahme von Ursofalk nicht nötig.Ich spritze täglich Fragmin Forte und weiß langsam nicht mehr,wie ich mich weiter verhalten soll.Kräftemäßig bin ich am Ende,da ich kaum noch schlafe und zusätzlich habe ich Angst,dass es für das Kind gefährlich wird.Ich bin jetzt bei 36+3 ssw.
Was raten sie?Mein Gyn hat wenig Erfahrung damit und das KH verschiebt die "Verantwortung" an den Gyn und Hämatologen.

Danke und Lg Antje

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Hallo Antje,
ich versuche meine Antwort so allgemein wie möglich zu halten.
Kindliche Risiken einer Schwangerschaftcholestase sind fetale Wachstumsrestriktionen und Tot- und Frühgeburten, die auf einer plazentaren Sauerstoffunterversorgung durch toxische Gabensäuren beruhen.
Die meisten Autoren empfehlen eine Geburtseinleitung in der 38. SSW., also nach Abschluss der Frühgeburtlichkeit ab 37+0 SSW) Bei schweren Fällen sogar schon früher.

Nach der Entbindung bilden sich die Symptome der Mutter schnell zurück, jedoch kommt es in einer Folgeschwangerschaft meist zu wiederkehrenden Symptomen.
(aus "Erkrankungen in der Schwangerschaft", W.Rath, K.Friese, Thieme 2009).

Bitte besprechen Sie sich zeitnah mit Ihren behandelnden Ärzten.

Alles Gute!

MK

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