ARSA

Hallo,

Letzte Woche hatten wir die Nackenfaltenmessung. Laut dem Blut sowie dem Ultraschallbild ergibt sich eine Risiko um 1:6600. ABER der Arzt hat eine ARSA festgestellt, diese ist nicht in die Risikoberechnung eingeflossen. Nun warte ich auf das Ergebnis des Harmony Test.

Ich selbst bin 34 mein Mann ist 52, steigt nun stark das Risiko auf Trisomie21?

Ein Herzfehler kann erst Ende Juni wirklich ausgeschlossen werden, sollte ich wegen der ARSA lieber in einer Frauenklinik mit Kinderstation (Kinderklinik) entbinden? Ist das Risiko eben für Trisomie 21 oder einem Herzfehler sehr hoch?

Ich weiß Sie kennen meine exakten Daten nicht, aber gibt es hierzu Statistiken? Bei meinem ersten Sohn wurde dieser Softmarker damals gar nicht geprüft lediglich die Nackenfalte gemessen.

Im Internet finde ich leider nur sehr wenig hierzu, besten Dank im Voraus,
Viele. Grüße

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Hallo lulu100,
die ARS, die aberrierende rechte Schlüsselbeinarterie, kommt mit 1,4% in der Bevölkerung vor- sie ist damit gar nicht so selten und eher eine Normvariante.

Tatsächlich ist sie nicht Bestandteil des Ersttrimesterscreenings, sondern erst ein sog. Softmarker im 2. Trimenon. Hier erhöht die isolierte ARSA das Risiko für eine fetale Trisomie 21 um den Faktor 3-4. Wenn Sie also davon ausgehen, dass die ARSA die einzige Besonderheit Ihres Kindes bleibt, wäre das statistische Risiko immer noch kleiner als 1:1000 und somit kein Grund zur Beunruhigung.
Sie haben sich zur Sicherheit zur Durchführung eines Harmony-Tests entschieden. Das Ergebnis wird aller Voraussicht unterstreichen, dass Ihr Kind zu den 1,4% der Menschen gehört, die diese Besonderheit haben-und niemanden stört es.

Es gibt veraltet Berichte über Schluckbeschwerden, der Dyphagia lusoria, diese ist aber nicht belegt und sicher eher selten.

Zur Sicherheit sollte jedoch eine fetale Echokardiografie rund um die 20.SSW erfolgen, um einen Herzfehler auszuschließen.

Alles Gute!

MK

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