Schlechte Durchblutung der gebärmutter

Guten Abend,

ich habe am 17.03 die Nackenfaltenmessung machen lassen.
Diese war komplett unauffällig.
Leider wurde jedoch festgestellt,
dass meine Gebärmutter schlecht durchblutet wird.

Doppler maternaler gefäße:
A. Uterina links: pl 3,56
Rl: 1,00

rechts: Pl:2,87
Rl:0,88

Nun nehme ich seit einigen Tagen ass100.

Trotzdem habe ich panische angst weil mir keiner genaut erklärt hat, was dieser schlechte Wert für Folgen hat.

Kann mein Kind so wachstumsretardiert sein,
dass es die Schwangerschaft nicht überlebt?
Oder so früh geholt werden muss, dass es nicht Überlebensfähig ist???

Wann wird dieser Wert für mich und mein Kind in der regel gefährlich? Also ab welcher Woche ?

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit das sich alles einpendelt durch das ass???

Hallo,
die erhöhten Widerstände der Gebärmutterarterien deuten darauf hin, dass sich Ihre Plazenta bisher nicht so optimal entwickelt hat. In die Gefäßwälder der Spiralarterien sollen bestimmte Zellen einwandern, welche diese weich und elastisch machen. Bleibt dies aus, kann dies zu einer verringerten Durchblutung der Plazenta führen und somit im Verlauf das Risiko für eine kindliche Wachstumsretardierung erhöhen.Eine kindliche wachstumsrestriktion zeigt sich meistens jenseits der 26.-28.SSW, denn bis dahin ist der Bedarf der Kinder noch nicht so hoch. Bei Müttern mit diesem Befund erhöht sich das Risiko für einen schwangerschaftsbedingten Hypertonus und Praeeklampsie. Die meisten Praeeklampsien treten jenseits der 30. SSW, seltener schon vor der 30. SSW.
Treten Auffälligkeiten bei Mutter und/oder Kind auf, kann es sein, dass die Schwangerschaft früher beendet werden muss.
Wichtig ist hier noch der Ausschluss eines Gestationsdiabetes im Verlauf als zusätzlicher Risikofaktor für eine Plazentainsuffizienz und Nikotinstopp (falls Sie rauchen).
Sie nehmen ASS ein, das senkt das Risiko für eine Praeeklampise und die damit verbundenen Komplikationen (s.o) deutlich.
Trotzdem sollten Sie eng an eine praenataldiagnostische Praxis angebunden sein, welche die Entwicklung von Plazenta und Kind überwacht.

Alles Gute!

Laut dem Brief der pränataldiagnostik soll ich mich erst wieder in der 23 Woche bei Ihnen vorstellen.

Momentan bin ich ende der 14 woche.
Ist das nicht viel zu spät?

Kann mein frauenarzt die Durchblutung der gebärmutter ebenso kontrollieren?

Was kann ich machen um das Risiko zu senken?
Kann ich durch Ernährung, Schonung oder Sport aktiv etwas zur Besserung der Durchblutung beitragen???

Hallo,
die Kontrolle in der 23. SSW genügt völlig. Eine Plazentainsuffizienz, das heisst dass man beobachtet dass das Kind nicht gut wächst, tritt üblicherweise erst jenseits der 26./27. SSW auf, denn dann steigt ja erst der Bedarf des Kindes. Und viele Kontrollen helfen auch nicht viel.
Wer die Kontrollen machen soll entscheidet Ihr Arzt - auch "normale" Frauenärzte sind oft gut qualifiziert um die Durchblutung zu beurteilen.
Rauchen Sie nicht, vermeiden Sie die Entwicklung eines Gestationsdiabetes (gesunde Ernährung, Verzicht auf übermässigen Konsum von Süssigkeiten)- mehr können Sie aktuell nicht tun.

Durch Spot verbessern Sie nicht die Durchblutung. Im späteren Verlauf der Schwangerschaft kann Ihr Art ein individuelles Beschäftigungsverbot in Erwägung ziehen, wenn er den Eindruck hat, dass Ihre berufliche Situation Sie stresst und vorzeitige Wehen/Kontraktionen entstehen. Das liegt aber im Ermessen Ihres Arztes.

Alles Gute!

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