Schlechte Eizellqualität IVF

Lieber Herr Doktor,

mein Kinderwunsch erscheint mir gerade sehr aussichtslos, weshalb ich mich gerne an Sie wenden würde. Ich (24 Jahre alt) und mein Freund (26 Jahre alt) versuchen nun seit ca. 1,5 Jahren ein Baby zu bekommen. Seit einem halben Jahr befinden wir uns in Kinderwunschbehandlung und diese nimmt mir so langsam alle Hoffnung. Mein Partner ist völlig gesund, ich habe jedoch ausgeprägtes PCO. Nach 3 erfolglosen Stimuzyklen haben wir im letzten Monat eine Not-IVF (d.h. im Gonal-f Zyklus wurde spontan eine IVF angesetzt, da zu viele Eizellen herangereift sind) durchgeführt. Anfangs war ich sehr optimistisch, da 23 Eizellen entnommen werden konnten und sich davon 14 befruchten ließen. Leider haben sich alle befruchteten Eizellen dann aber nur sehr langsam (4. Tag max. 5 Zeller) bzw. gar nicht mehr entwickelt. Ich bin über das Ergebnis immer noch geschockt. Ich hatte nach der Eizellpunktion außerdem ein Überstimulationssyndrom und habe eine Woche im Krankenhaus verbracht.

Im Nachgespräch mit meinem behandelnden Arzt haben wir beschlossen, einen weiteren Versuch zu starten. Er kann sich den Vorfall auch nicht vollständig erklären, geht aber davon aus, dass entweder alle Eizellen dieses Zyklus von schlechter Qualität waren oder eine genetische Ursache zugrunde liegt.

Nun meine Frage an Sie: Haben Sie schon einmal von etwas Ähnlichem gehört? Wie schätzen Sie meine Chancen ein, dass sich beim nächsten Zyklus Blastozysten entwickelt?

Ich wäre Ihnen für eine Antwort sehr dankbar!

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Hallo,
bei diesen "Not-IVFs" kommt es häufiger vor, dass die EZ Qualität etwas schlechter ist. Das liegt dann aber eher daran, dass man den IVF Zyklus nicht von vorneherein medikamentös so vorbereitet hat. Das Resultat wird wohl bei einem "normalen IVF Zyklus" besser sein.
Aber jetzt muß erst einmal die Überstim. weg!
Grüße
Peet

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