Verdauungsprobleme 5 Wochen altes Baby führen zu Schlafproblemen

Liebe Sarah,

ich habe einen 5 Wochen alten Sohn und brauche einmal Rat wegen folgenden Dingen:

Ich habe seit der Geburt voll gestillt. Wegen diversen Problemen (Milchstau, entzündete Brustwarzen,...) habe ich in seiner dritten Woche angefangen, abzupumpen, und ihm die Muttermilch teilweise aus der Flasche zu geben (d.h. normal gestillt und Mu-Milch in Flasche im Wechsel).
Meine Brüste haben viel zu viel Milch produziert und ich habe starke Schmerzen bekommen, wodurch ich mit Rücksprache meiner Hebamme angefangen habe, "abzustillen". D.h. ich habe ihn nur kurz an der Brust trinken lassen, seinen restlichen Appetit dann durch Pre-Nahrung (Flasche) gestillt. Zudem trinke ich Salbeitee. Mittlerweile haben sich meine Brust-Beschwerden so gut wie gelegt.

Leider leidet unser Sohn nun unter folgenden Dingen:
Wenn ich ihn stille, dann beginnt er mitten beim trinken zu weinen. Sein Kopf wird rot und man sieht ihm an, dass er Schmerzen hat. Manchmal kommt ein kleiner Pups (welch ein Segen), doch oft leider nicht. Wir nehmen ihn beim Wechsel der Brüste hoch, damit er ein Bäuerchen machen kann. Auch nach dem Stillen tragen wir ihn lange, meistens 10 bis 15 Minuten. Dann wickeln wir ihn, nehmen ihn nochmal hoch, und legen ihn dann zum schlafen hin. Meist liegt er einige Minuten ohne Probleme, er ist ja auch müde. Aber dann merken wir, wie er mit sich zu tun hat. Es ist eine Mischung aus Schmatzen, "kauen", würgen. Dann weint er meist auch wieder. Manchmal läuft dann Milch raus bei ihm, oder wenn wir ihn hochgenommen haben. Die Menge ist mal mehr, mal weniger. Nach dem Spucken dauert es nicht lange, und er bekommt Schluckauf. Dieser dauert ebenfalls wieder mehrere Minuten. Ehe dann mal Ruhe für unseren Sohn ist, sind wir bei 45 bis 60 Minuten nach dem Stillen. Wir legen ihn wieder hin. Er schläft ein. Wenn wir Glück haben, ist dann wirklich erstmal Ruhe. Aber meistens wacht er dann wieder auf, weil er niesen muss, oder weil es im Magen wieder grummelt. Wir streicheln seinen Bauch, massieren, benutzen 4-Winde-Öl.

Das Problem ist, dass er meist nach 2 Stunden wieder hunger hat. Aber nach dem Stillen brauchen wir teilweise mehr als eine Stunde, ehe er in Ruhe liegen kann. Dann schläft er kurz und hat dann bald schonwieder Hunger, und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Seitdem meine Brüste sich erholt haben, stille ich ihn wieder. Damit er nur Muttermilch bekommt.

-->Haben seine Probleme mit der Pre-Nahrung zu tun?
-->Gehen diese wieder weg, wenn er nur Muttermilch bekommt?
-->Für den Fall, dass ich in Zukunft erneut Probleme kriege und ihm Pre-Nahrung geben muss, ist es dann besser, die Marke zu wechseln (--> oder gar auf eine Variante basierend auf Ziegenmilch statt Kuhmilch umzusteigen)?
--> was können wir noch tun, damit sich diese Probleme bessern?

Unser Sohn braucht sichtlich seinen Schlaf. Er ist müde und würde gerne schlafen. Aber all diese Verdauungsprobleme hindern ihn daran und dass er neuerdings während des Trinkens an meiner Brust weint, weil es ihm im Bauch "herumgeht" ist furchtbar mit anzusehen.

Ich hoffe der Text ist nicht zu lang. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße,
Heidelbeere

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Noch eine kurze Ergänzung:
Ich habe "abstillen" geschrieben, da ich die oben genannten Maßnahmen gemacht hatte, um die Milchproduktion zu reduzieren und meine Beschwerden in den Griff zu bekommen. Ich habe dennoch genug Milch und lasse meinen Sohn mittlerweile auch wieder an der Brust, bis er von selbst nicht mehr möchte (und selbst danach kommt immernoch Milch getropft... ein Fass ohne Boden bei mir -.- ).

Ich lehne mich beim Stillen schon etwas nach hinten, weil ich einmal gelesen habe, dass man bei zu viel Milch die Kleinen beim Trinken quasi überfordert und man "entgegen der Schwerkraft" anlegen soll. Es ändert aber leider nichts an seinen Problemen (Spucken, Niesen, Schluckauf und Verdauungsprobleme).

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Hallo Heidelbeere,

Kinder haben in den ersten 12 Lebenswochen sehr häufig starke Probleme mit der Verdauung. Das liegt daran, dass der Darm nachreift, die Darmflora bildet sich, dass kann Krämpfe und Blähungen machen.
Es kann sich durch das vermischen der Muttermilch und der Premilch verschlimmert haben, Edgar aber nichts mit einer Unverträglichkeit zu tun.
Es könnte sein, dass er mehr Körperkontakt braucht um zu Ruhe zukommen.
Außerdem machen Kinder um die 5. Lebenswoche einen Entwicklungsschub durch, dass kann die Situation noch verschlimmern.
Ich würde es mit kuscheln, Kümmelzäpfchen (zur Entspannung)und Bigaia Tropfen ( für die Darmflora) probieren.

Grüße
Hebamme Sarah

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