Vater-Kind-Bindung in der ersten Lebenswoche

Hallo zusammen,
ich bin nun seit genau einer Woche stolzer Vater meiner Tochter. Es war mir wichtig, dass wir im Krankenhaus ein Familienzimmer bekommen. Ich dachte mir, dass wenn ich meiner Tochter nahe bin, wird sich die Bindung zu ihr quasi von alleine aufbauen.
Die ersten 5 Tage war meine Tochter auch immer gerne auf meinem Arm und ich war besonders stolz als sie ganze 3 Stunden auf meiner Brust geschlafen hat. Das hat sie sogar an zwei der ersten fünf Tage, so dass ich dachte unsere Bindung wäre auf dem besten Wege.
Doch gestern und heute zeigt sich ein ganz anderes Bild. Meine Tochter möchte nur noch mit Hautkontakt zur Mama sein und länger als 10 Minuten bleibt sie nicht auf meinem Arm ohne zu heulen. Meine Beruhigungsversuche bleiben völlig erfolglos. Mit einiger Überwindung habe ich versucht, sie eine halbe Stunde zu trösten. Habe mit ihr gesprochen und versucht ihr mein Verständnis entgegen zu bringen, dass sie Mama vermisst.
Mir erscheint es als der falsche Weg, sie lange zu erfolglos zu trösten und deshalb gebe ich sie gerade nach wenigen Minuten Heulen/Trösten wieder an Mama ab, wo sie sofort wieder ruhig wird.
Kennt jemand die Situation? Wie sollte ich vorgehen, um dennoch eine Bindung zu meiner Tochter aufzubauen? Wie kann ich vermeiden komplett abgeschrieben zu werden?
Vielen Dank für euer Feedback,
Johannes

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Hallo JohannesWuerfel,

so wie dir geht es vielen Vätern. Gerade gestillte Babys wollen am Anfang oder in Zeiten des Wachstums am liebsten Mama. Das heißt aber nicht, dass du eine schlechte Bindung bekommst oder überflüssig bist. Gerade für deine Frau ist es wichtig, dass du die unterstützt und ihr auch Auszeiten ( soweit wie möglich) schaffst.
Je mehr du jetzt verlässlich für dein Kind da ist, desto tiefer wird die Bindung, auch wenn es für dich erst später merkbar wird.

Grüße
Hebamme Sarah

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