Gelbkörperschwäche und weiteres Vorgehen

Liebes Expertenteam,

ich habe im Frühjahr 2015 die Pille nach 4 Jahren abgesetzt. Ich nahm sie wegen meiner Endometriose immer 6 Packungen durch. Um das alles ein bisschen im Auge zu behalten, habe ich meine Temperatur gemessen.

Mein Zyklus "pendelte" sich auf einen Eisprung um Zyklustag 23 ein. Leider ist die Hochlage leider immer nur 5 Tage lang. Daraufhin ließ ich mein Blut untersuchen.

Blutabnahmen an ZT 3, 9, 19 und 27 (4. Tag in Hochlage) ergaben, dass wohl alles ok sei. TSH bei 1,99 ohne irgendwelche Vorerkrankungen. In diesem Zyklus hatte ich eine Hochlage von 7 Tagen und danach eine sehr stark schwankende Temperatur. Letztlich stellte sich in durch Blutungen heraus, dass ich etwa in der 8. Woche mit einer Eierstockschwangerschaft war. In weiteren 8 nervenzehrenden Wochen sank der hCG-Wert dann doch von alleine ab.

Nun hat ein neuer Zyklus begonnen, der leider wieder genauso zu verlaufen scheint wie die bisherigen.
So viel zur Vorgeschichte.

Nun möchte ich wegen der Endometriose auch nicht ewig herumeiern, würde aber gerne so wenig einwirken wie möglich. Mein Arzt meinte, eine Progesterongabe, um die zweite Zyklushälfte zu verlängern halte er nicht für sinnvoll.
Ich frage mich halt, wie ich (dauerhaft) schwanger werden soll, wenn die Schleimhaut immer schon im Einnistungszeitraum abgestoßen wird.
Er würde mir einen Monat die Pille verschreiben und danach mild stimulieren wolleb.

Ich bin nicht vom Fach, frage mich aber, warum man die komplette Schiene fahren will, wenn doch nur ein Teil nicht stimmt? Eisprünge habe ich. Follikel ist da, Schleimhaut auch ok.

Was halten Sie von diesem Vorschlag? Wie wäre Ihr vorgehen, bzw. was würden Sie mir raten?

Vielen Dank!

Fräulein Lieblich

Hallo,
es dürfte eine Gelbkörperschwäche vorliegen.
Diese durch Progesteron behandeln zu wollen, ist wie bei einem rostigen Kotflügel eine Beule nur zuzuspachteln und zu lackieren: sieht dann schön aus! ABER der Rost wurde nicht behandelt. Will sagen- die Ursache der Gelbkörperschwäche sollte weiter vorn angegangen werden.
Daher ist die Stimulation, wie Ihnen vorgeschlagen worden richtig. Dann kann ja zusätzlich Progesteron gegeben werden!
Peet

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