Stieftochter und sein Nichthandeln zerstören Beziehung

Hallo. Ich (36) bin knapp 3 Jahre mit meinem Partner (50) zusammen. Ich habe 2 Mädels (9, 12) und er eine Tochter (16), die bei ihm lebt. Wir wollten vor 1,5 Jahren zusammenziehen, aber seine Tochter hat kurzfristig ihrem Vater doe Pistole auf die Brust gesetzt und gesagt"wenn die einziehen, ziehe ich aus", obwohl ich aich mit ihr mehrfach über Zimmeraufteilung etc geredet hatte. So bin ich mit meinen Mädels seit einem Jahr in einer Wohnung 5 Minuten von ihm. Er kommt zwar 2x in der Woche und am Wochenende sind wir meist auch zusammen, aber wir führen ein Parallelleben. Er erzählt kaum was über die Zeit , wo er slleine mit seiner Tochter ist, welche Probleme sie hat etc. Wenn er bei uns ist , ist es dann aber wie Famile zusammen lachen, reden und auch streiten. Am Wochenende ist seine Tochter zwar dann da, aber nur im Zimmer. Meine Kleine vergöttert die Tochter meines Freundes. Leider ignoriert sie sie nur. Das Mädchen ist nur auf sich fixiert und ihren Vorteil. Fordert nur Geld vob ihrem Vater "sie ist ja noch jung und er hat nun mal die Verpflichtungen sie zu unterstützen". Mir hat sie mal gesagt in einer "schwachen" Minute von ihr : "papa wird dafür bezahlen was er meinem Bruder (seinem Stief/Stiefsohn, ihrem Halbbruder) angetan hat. Er war halt ein Vater zu ihm kokonsequent halt. Habe ihm damals davon erzählt. Wollte er nicht hören, was seine Prinzeddin ihm wünscht. Und Papa gibt ihr trotzallem alles mit vollen Händen. Sie kommt und geht wann sie will. Auch mal am nöchsten Morgen. Ist oft nicht erreichbar, da ja Handy- Akku alle oder sagt sie fährt in die Stadt schläft dort bei einer Freundin und stattdessen bei einem wildfremden Kerl. Und wenn sie nicht geht, benutzt sie ihr Zimmer als "Stundenhotel". Ungelogen es gab vor etwa 4 Monaten 3 Wochenenden hintereinander, wo bestimmt 5 verschiedene Jungs stundenweise im Haus waren und man es leider auch quietschen hörte. Aber NIE folgten Konsequenzen vom Vater. Er redet mit ihr, aber dann drückt sie auf die Tränendrüse oder sie geht zu ihrer Mutter, heult sich dort aus und setzt ihn so unter Druck. Und dann sagt er, er war zu hart zu ihr etc. , aber außer geredet und mal die Wahrheit ausgesprochen hat er nicht. Höhepunkt war vor 1Monat als sie schwanger wurde. Der 1., der sie es eezählt hatte war ich. Der verhassten Stiefmutter. Ich hätte sie wirklich bei allem unterstützt, jeden Weg mitgemacht, aber zum Glück hat sie sich dann doch ihren Eltern anvertaut und die haben sie auf den Wegen der Abtreibung begleitet. Während dieser wirkluch schweren Zeit, hat sue mehefach gesagt, wie dankbar sie ist für unsere Unterstützung als "Famile" , aber nicht 3 Tage später nach dem Eingriff war ich wieder Luft für sie. Setze mich z.B. zu ihr auf die Couch und sie ging wutschnaubend, obwohl wir gesagt hatten es als Neuanfang zu nutzen. Zusätzlich zieht die wieder furchs Dorf und hat schon wieder neue Bettbekanntschaften geschlossen. Mein Mann ist überfordert. Ich hatte ein Gespräch mit deiner Ex, aldo ihrer Mutter, mitangehört, dass wir beide uns immer nur wegen der Tochter streiten. Er aber Angst hat, dass sie abrutscht. Er sie nur auffangen kann, wenn er seine Bedürfnisse zurücksteckt also auch unsere Partnerschaft. Aber ist doch nicht die Lösung oder??? Ich fühle mich so oft aufs Abstellgleis geschoben. Hoffe, dass er schreibt oder doch mal nur so vorbeikomnt. Ich bin/Wir sind Extra wegen ihm von der Großdtadt in die Kleinstadt gezogen. Er meint solange wir uns nucht verstehen,können wir nicht zusammenziehen. Toll. Also Töchterchen kann weiter alle wie Dreck behandeln, alles bekommen und so Papa für sich behalten. Ich weiß, dass er mich auch sehr liebt. Zeigt es so oft durch so viele Gesten. Aber ist er nicht feige, den letzten Schritt zu machen. Ich verstehe ihn, dass er Angst hat, sie zu verlieren. Und genau diese Angst nutzt dieses wirklich intelligente Kind aus. Aber auf Kosten von uns? Leider haben wir vor 1 Woche unser kleines Würmchen in der 9.SSW verloren. Zwar nicht gewollt und doch sehr schmerzhaft. Es wäre geliebt worden Er war auf den ganzen Wegen bei mir. Aber er zeigte keine Emotionen. Außer" vlt. besser so , haben wir nicht genug Probleme?".Er ist auch hier überforfert und ich fühle mich so allein. Jetzt streiten wir noch mehr, weil ich endlich Lösungen will, kein Parallelleben mehr führen will. Ich auch nicht mehr weiß, was ich noch bedser machen kann als ihr weiter in den Popo zu krieschen. In der Hofgnung , dass sie es doch noch zuläßt, dass wir zusammenziehen. Er bemitleidet sich zur Zeit nur selber sagt, er ist alt, fühlt sich zerrissen, will nur noch alleine sein etc. Sagt wir müssen "den längeren Atem haben" bis sie in 2 Jahren raus ist. Auch dann wird sie slles daran setzten, dass ich mit den Mädels nicht einziehen ksnn. Für mich ganz sicher. Was rstet ihr mir? Viele Gedanken, viele Worte. Ich weiß. Danke für Hilfe.

Hallo,
ich verstehe deinen frust sehr.
Aber möchte dir von mir erzählen..
Mit 16Jahren hat man keine lust sich mit kleinen Stiefgeschwistern zu beschäftigen und ja man ist auch egoistisch veranlagt.
Man ist immer noch ein Kind, auch wenn man es nicht so sieht.
Bei mir hat damals Geld auch eine große Rolle gespielt. Und ja ich bekam auch viel aber in meinem Herzen wollte ich nie Geld, ich wollte geliebt werden. Sie haben sich quasi die liebe erkauft, es fand kein Familienleben statt, jeder machte so seins. Und ja auch ich habe iwann Männergeschichten angefangen. Ich wollte gesehen werden, bewundert werden. Es war alles sehr oberflächlich aber ich kannte es nicht anders. Es wurde uns nicht anders vorgelebt. Auch ich wurde schwanger allerdings mit 20, ungeplant. Und es fand nie ein richtiges Gespräch statt, auch eine Abtreibung stand im Raum. Meiner Mutter war es egal und ich, ich habe mir gewünscht, dass sie mich in den Arm nimmt und sagt: Wir schaffen es, ich bin für dich da..ein Bist du dir sicher, eine Abtreibung ist nicht einfach, ein ernstes intensives Gespräch eben.

Wie ist das Verhältnis, wird geredet mit ihr? Wird sie wahrgenommen?

Ich lag früher viele Nächte weinend in meinem Bett, aber es bemerkte niemand. Ich habe damals eben auch mein ding gemacht, es hat eh niemanden so interessiert.
Was ist mit ihrer Mutter, wie ist das Verhältnis?

Beim lesen hört es sich so an, dass einiges schief läuft.

Ich kann dich verstehen, aber ich verstehe sie auch.

Du schreibst er erzählt kaum etwas über sie, schon komisch..Sie vertraut sich dir zuerst an...Das alles lässt einen vermuten das die Beziehung zu ihrem Vater bzw Mutter nicht so gut ist.
Ich weiß nicht, ob es intelligent ist vllt auch ihre Hilfslosigkeit. Vllt hat sie Angst ihren Vater zu verlieren, vllt fühlt sie sich noch alleiner.

Wenn sie sieht, wie harmonisch es bei euch läuft. Ich weiß nicht wie ihre Kindheit war..
Hmm im grunde will ich dir helfen sie etwas zu verstehen.

Es ist allerdings nicht leicht das passende zu schreiben, da man sie bzw euch kennt. Es hat mich eben stark an mich erinnert und deswegen war es mir ein Bedürfnis zu Antworten. Vllt magst du ja noch etwas näher eingehen.

Alles liebe

Hallo.ich danke dir sehr für die Antwort und deine Schilderung deoner Erlebnisse und Gegühle damals . Ich habe oft auch das Gefühl, dass sie durch das alles ganz virl Aufmerksamkeit will. Vor etwa 2 Jahren als es anfing mut ihrem eskalierenden Verhalten wollten beide Elternteile mit ihr reden, aber die Tochter hatte es abgelehnt. Damit war es bis heute erledigt. Als sie schwanger war, habe ichvsie in den Arm genommen und mut ihr geweint. Jetzt ist alles wieder vergessen. Ich habe professionelle Hilfe aufgesucht und ihm auch erzhlt, dass wor mal grmeinsam hingehen sollten. Er lehnt es aber ab. Wir streiten nur noch darüber , wie inkonsequent er ist und leider weiß er es auch. In der Silvesternacht hatte er Tränen in den Augen und sagte, wie hilflos er ihr gegenüber ist. Aber machen tut er nichts. Er sagt er redet mit ihr, aber anscheinend nicht über Gefühle. Sie ist immer seine Prinzessin. Auchcals sie mir gesagt hatte, dass sie mur den Rollstuhl wünscht. Mehr oder weniger aus heiterem Himmel wünschte sie mir es ib Anwesenheit ihres Vaters. Ich stand und war sprachlos. Dann rannte sie weg und mein Mann hinterher und tröstete sie. Aber warum sie und nicht mich???? Über ein Jahr danach verstehe ich es immer noch nicht. Ich will keine Geliebte mehr sein auf Abruf. "Dankbar" dafür sein, dass er Zeit für mich hat. Ich sage es ihm auch öfters. Vlt auch zu oft. Aber ihm vorszuspielen, dass ich so glücklich bin, wäre gelogen. Er sagt immer wir drehen uns im Kreis und er könnte jetzt also in den nächsten 2 Jahren nichts ändern. Ich würde gerne mit meiner Stieftochter reden evt auch mit ihrer Mutter wie ich es sehe und wie due Tochter in Dorf gesehen wird, aber er sagt dann immer "wirst dann schon sehen, was du davon hast". Also lasse ich es ???? Die Mutter ist ganz schwierig einzuschätzen. Natürlich hat sie auch Angst um ihre Tochter, aber andererseits untergräbt sie auch due Autorität meines Mannes, wenn sie sagt vertrau unserer Tochter doch, sie kann doch bis 5Uhr wegbleiben und dann wiederrum sie wird als "bitch" im Dorf gesehen "unser Ruf hier". Also eigentlich total überfordert. Aber Töchterchen will nicht bei ihr leben, da da männlicher Besuch tabu ist.

Ich liebe meinen Mann, aber ich will jetzt eine gemeinsame Zukunft und nicht mehr wie diw letzten 1,5 Jahre dieses Parallelleben.

Noch einen Nachtrag bzgl ob sie wahrgenommen wird. Viel zu viel und dann gar nicht. Sagt sie , ich will jetzt einkaufen und Papa soll mich fahren wird sofort gesprungen. Sagr sie was für ein "Assihaushalt hier, nichts zu essen da" geht Papa hinterher und fragt was er zu essen holen kann. Zwischen der Trennung vor 6 Jahren von der Mutter hatte mein Mann 2 Wochenendbeziehungen. In dieser Zeit war er nur für seine Tochter da. 2x die Woche reiten hinfahren abholen, klettern Sport machen etc. Aber reden kam wahrscheinlich zu kurz. Viel zu kurz tiefgründige Gespräche. Und dann kam ich mit meinen Mädels. Harmonisch und liebend. Meine Mädels anspruchslos manchmal zwar zickig aber ich rede und handle. Versuchen meine Stieftochter bis heute überall in alle "Familienaktivitäten" mit einzubeziehen. Lehnt alles ab. Sogar eine dreiwöchige Reise nach Florida. Das tut sie sich mit uns nicht an. Wortwörtlich. Das wird von ihm hingenommen. Er freut sich sofar, da sie sonst zu sehr stressen würde. Ich weiß nicht mehr weiter.

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Hallo,

Echt eine schwierige Situation in der du steckst. Ich habe mit so etwas zwar keine Erfahrung, aber für mich klingt das Verhalten von deiner Stieftochter danach, dass sie Grenzen möchte.

Ihr Vater setzt keine und die Mutter evtl auch nicht. Vielleicht wäre es möglich, das sie genau das von dir erwartet. Allerdings nicht ausspricht.

Wäre es möglich an den Wochenenden wo sie bei dir ist, ihr den Männerbesuch zu verweigern? Es ist ja deine Wohnung wo ihr da seid, oder?

Und kannst du es dir vorstellen, vielleicht mal etwas mit ihr allein zu machen? Wellness oder was auch immer sie mag?

Wie gesagt, vielleicht buhlt sie extra mit ihrem negativen Verhalten um Grenzen von dir, in denen sie einfach Kind/Teenie sein darf. Vielleicht wünscht sie sich in ihrem inneren das Liebevolle was du deinen Kindern gibst und sie nicht von ihren Eltern bekommt.

Viel Kraft.

Lg Twiggy

Danke euch. An den Wochenenden sind bzw. bin ich immer bei ihm. In meiner Wohnung war sie kein einziges Mal trotz Einladungen. Ihr habtrecht, ich nehme meine Kinder in den Arm kuschle mit ihnen und vor allem rede ich mit ihnen. Auch über die Fehlgeburt vor einer Woche. Ich wollte es azchmeinerStieftochter erzählen, da sie mit der Abtreibung (ich finde es dazu genötigt von beiden Elternteilen) ähnliches erlebt haben. Mein Mann wollte es aber nicht. Wir werden "angreifbar". Zum Teufel zusammen weinen, sollte doch auch zusammenbringen. Leider weiß ich , dass er denkt, dass sie denken würde "wenn ich nicht, warum dann sie???". Leider sind ihr solche Gedanken zuzutrauen. Wir hatten gestern eine größere festliche Schulveranstaltung von ihr. Fast alle Mädels im schönen längerem Kleid o.ä. Mit einigen wenigen Ausnahmen. Dazu gehörte sie natürlich. Der Jumpsuit war sooooo kurz, dass man ihre Backen von Hintern zu 1/3 sehen konnte. Sie hat zweifelsohne eine gantastische Gigur. Aber solche Kleidung bei einer Veranstaltung von über 400 Personen und wo sie auchvkurz eine Rede hält, spricht nur für : ich will gaaaaaanz viel Aufmerksamkeit. Der Vater bestätigte sie sogar, indem er ihr sagte, wie toll sie doch aussieht. Macht man so als Elternteil, wenn man verunsichert ist und nicht mehr weiß damit umzugehen. Es ist traurig mit anzusehen, wie er keinen Rat hst, aber auch keinen annimmt. Ich rede mit ihm.Er blockt nur ab. Es wäre seine Sache. Er hat es immer so gemacht etc....
In 2 Jahren will sie studieren. Ich zweifel noch ganz arg dran. Sie sollte arbeiten. Da hatte er endlich Druck ausgeübt. Beim 1.Nal war es ihr zu "unregelmäßig" (cstering auf Abruf ) und zu "undankbar" gewesen. 2mal gearbeitet und dann gelassen. Jetzt 1,5 Jahre später soll sie 2-3 x die Woche Regale auffüllen. Die seien "so unflexibel" mit der Arbeitszeit etc. Deshalb in 2 Jahren Papas Geldquelle verlueren sehr unwahrscheinlich. Ich gehe davob aus , dass sie sich ein freiwilliges Soziales Jahr o.ä. ubd dann eine Ausbildung in Papas Nähe einfallen lässt, damit er immer weiter blechen kann. Und wir als Paar verlieren.. natürlich will sie auch schwer seine Nähe aufgeben. Verständlich. Aber leider spielt das Geld bzw.spielte das Geld auch bei seiner Ex eine sehr große Rolle.

Zusätzlich zieht er sich aufhrund der Probleme auch von mir körperlich zurück. Einmal war sie wegen eines min Streits 5 Tage bei ihrer Mutter (die hat weniger Geld und andere Regeln) und er entzog sich mir fast vollständig. Ich brauche öfters Mal einen Kuss und eine Umarmung am Tag. Das weiß er und schätzt es auch an mir. Aber in solchen Momenten wirkt er fast depressiv. Und ich fühle mich unattraktiv, unliebenswert...all das habe ich ihm gesagt, aber ich soll es dann akzeptieren. Ihn in Ruhe lassen. 1, 2 Tage gerne , aber nicht über eine Woche und länger. Deine Ex , also die Mutter, hat ihn mehrfach betrogen in der Ehe und er ist bei ihr geblieben. Ich verstehe schwache Menschen wie die, dass wenn er sich so verhalten wie bei mir jetzt unter Stress, die Nähe die Aufmerksamkeit bei anderen Männern sucht. Zur Bestätigung usw. Für mich kommt so etwas nicht in Frage. Ich liebe ihn und fühle seinen Schmerz und seine Unsicherheit. Soll ich ihm mal das eben geschriebene sagen (suche nach aufmerksamkeit bei anderen etc) oder eürde das ihn zu sehr verletzten?
Jetzt ist er gerade Sport machen bei einem Tunier mit seiner Tochter. Da ist er stolz und sagt es ihr auch. Also wo soll man noch ansetzen??
So viele Fragen

Hallo,

danke für deine Frage und sorry für meine späte Antwort.

Du schreibst von dir und deinem Partner und seiner Tochter. Vor allem dreht es sich um deinen Partner und seine Tochter. Vor allem um seine Tochter. Ich glaube vieles verstehen und heraus fühlen zu können. Vor allem wie es seiner Tochter geht. Und wie es ihm geht. Ich erfahre auch ein wenig von dir. Aber wenig. Und vor allem gar nichts von deinen beiden Kindern. Wie geht es ihnen?

Mein Eindruck: Alles kreist um die Tochter. Du überlegst, was du für die Tochter machen kannst. Wie du noch mehr für sie da sein könntest. Und du warst für sie da – so empfinde ich das. Du warst da, als sie mit 16 schwanger war und verzweifelte. Das ist ein großes Geschenk, glaube ich.

Patchwork ist eine besondere Herausforderung, schrieb ich schon an anderer Stelle hier im Forum. Schon das Elternsein an sich ist eine Herausforderung und das Leben mit Kindern nie langweilig – wem sag ich das, dir als Mutter von zwei Kindern! Wenn jetzt aber zwei verschiedene Familienkulturen aufeinandertreffen, dann potenzieren sich die Herausforderungen geradezu. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, ist deine Stieftochter auch noch in der Pubertät. Da treffen also richtig viele Umbrüche aufeinander.

Kinder, und ja auch Jugendliche sind noch Kinder, brauchen in der Pubertät die Eltern in einer besonderen Weise. Sie wollen sich ablösen, sich müssen sich ablösen. Dazu brauchen sie die Eltern, von denen sie sich abgrenzen und mit denen sie streiten können. Gleichzeitig brauchen sie aber auch den Halt und die Geborgenheit der Eltern. Wenn in dieser Zeit die Eltern nicht präsent sind, weil sie eigene Probleme haben (z.B. Angst die Tochter zu verlieren), oder weil sei getrennt und zerstritten sind, fehlt den Kindern dieser notwendige Halt. Ich wähle hier extra den Begriff Kind – gerade auch für die 16-Jährige, die schon fast selber Mutter wurde. Die Eltern sind hier in der Verantwortung, das glaube ich.

Meine Frage wäre: Wie kannst du bei alle dem für dich und deine Kinder sorgen? So dass es euch gut? Was brauchst du für eine Beziehung, dass es dir und deinen Kindern gut geht? Und wie kannst du das bekommen, was du brauchst?

Die Gefahr, die ich ein wenig sehe, ist, dass das große Drama der Tochter deines Partners im Mittelpunkt steht. Dass alles sich darum dreht. Das ist meines Erachtens weder für euch noch für sie gut. Nur die Verantwortung liegt bei ihren Eltern.

Du schreibst, dass du professionelle Hilfe in Anspruch genommen hast. Ich finde das großartig, dass du für dich und deine Kinder und euch alle sorgst. Ich finde es bewundernswert, wie du dich um die Stieftochter sorgst, dass sie die dir trotz allem Widerstand ihrerseits am Herzen liegt. Und dass du spürst, dass es so nicht weitergeht und nach einer Lösung suchst! Du handelst und nimmst die Sache in die Hand. Auch wenn das schmerzhaft ist. Aber nur so kann sich etwas ändern, davon bin ich überzeugt. Du könntest keine Lösung finden, wenn du mit dieser professionelle Hilfe weitersuchst? So dass du bekommst, was du brauchst? Dass deine Kinder bekommen, was sie brauchen (zum Beispiel eine Mutter in einer glücklichen Partnerschaft ;-)?

Ich lese, dass du einen guten Zugang zu deinen Gefühlen und Bedürfnissen hast. Dass du gut sagen kannst, was du brauchst. Dass du auch gut sehen kannst, was andere brauchen. Meine Frage wäre: Was ist jetzt gerade das Wichtigste für dich? Wessen Bedürfnisse? Und wie kannst du das erreichen?

Ich wünsche dir, dass du eine gute Lösung findest. Einen Weg, bei dem es dir und den deinen gut geht.

Liebe Grüße

Chris

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