Mecker ich zuviel?

Mh, also ich brauche mal eure Meinung.

Ich bin seit ca. einem halben Jahr wieder mit meinem Exfreund zusammen.
Es klappt auch alles soweit ganz gut, er hilft super mit im Haushalt und kümmert sich sehr liebevoll und fürsorglich um meinen kleinen Sohn (7 J.).
Im November sind wir dann gemeinsam in eine Wohnung gezogen und seit Dezember weiß ich, dass ich zum zweiten Mal schwanger bin.
Ich weiß auch nicht, ob es zur Zeit die Hormone sind oder ob ich einfach durchknalle, aber er hat ein paar Macken, die bringen mich echt auf die Palme.

Zum Beispiel hatte er am 30.12. Herzrhythmusstörungen und musste fast eine Woche stationär behandelt werden. Er neigt leider zu extremer Wehleidigkeit und selbst der Entlassungsbericht und die nachfolgenden wöchentlichen Untersuchungen beim Hausarzt, die allesamt belegen, dass es wohl eine einmalige Störung gewesen sein muss und er kerngesund ist, halten ihn nicht davon ab, sich aus jeder Verantwortung mit den Worten "ich darf mich nicht aufregen" zurückzuziehen.

Ich akzeptiere das auch, denn ich denke mit dem Herzen ist nicht zu spaßen, trotzdem finde ich aber auch, dass es so langsam wieder gut sein sollte.

Wenn ich im Gegensatz dazu sage, dass ich mich heute nicht so doll fühle, dann kriege ich immer zu hören: "Schwangerschaft ist keine Krankheit".
Sicherlich mag das stimmen, aber wenn ich halt nicht so fit bin, dann fühle ich mich auch nicht sonderlich. Ich frage ihn dann immer, wie es ihm gehen würde, wenn ihm vier Wochen am Stücke kotzübel wäre...aber das nützt auch nichts.

Neuerdings scheinen wir auch in einen kleinen Machtkampf verwickelt zu sein.
Er ist Handwerker und hat natürlich dementsprechend viel körperliche Arbeit. Ich dagegen bin im Büro beschäftigt, zwar auch in Vollzeit, aber ich habe Gleitzeit und kann mir meine Anfangs- und Endzeiten bis zu einem gewissen Grad einteilen.
Sein Spruch dazu immer: "Manche gehen arbeiten, andere sind bei xxx beschäftigt". Daraufhin erwidere ich meist, dass die Leute, die arbeiten gehen, ja ganz gut mit von meinem Gehalt leben.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich auf seiner Prioritätenliste ganz unten stehe.
Beispiel: Wenn er für sich einen Termin am Nachmittag hat, da kann er pünktlich Feierabend machen und alles stehen und liegen lassen, weil das ist SEIN Termin.
Haben wir dagegen beispielsweise einen gemeinsamen Termin oder bitte ich ihn, etwas früher nach Hause zu kommen, da ich noch etwas vorhabe, geht das fast nie.
Dann hat ihm sein Chef nicht erlaubt früher Feierabend zu machen oder es war so viel los, dass er nicht wegkonnte usw usw.

Ich bin einfach so enttäuscht.
Andererseits hat er natürlich auch sehr viele gute Seiten (siehe oben).

Aber mittlerweile bin ich soweit, dass ich mir selbst vorgenommen habe, noch ein halbes Jahr zu warten und wenn sich das nicht ändert, werden wir uns wohl trennen.
Ich habe ein Kind sieben Jahre lang alleine großgezogen, ich schaffe das auch noch mit einem Zweiten.

Versteht mich nicht falsch, ich will nicht wie die Oberzicke rüberkommen, aber es sind so viele Kleinigkeiten und ich fühle mich von ihm so unverstanden. Aber wenn ich es anspreche, macht er nur Witze oder rastet total aus.

Ich habe das Gefühl, er zieht sein Ding durch, egal wie ich mit allem anderen zurechtkomme.

Wäre toll, wenn ihr mir einfach mal Eure Meinung dazu schreibt.
Bin ich zu sensibel oder würde Euch das auch aufregen??

Gruß
Heike

1

Hallo Heike,

es wäre wohl mal wichtig für Euch, ein vernünftiges Gespräch zu führen, bei dem jeder sagt was ihn stört und was man daran ändern könnte. Wichtig ist dabei, dass es nicht schnell nach Feierabend passiert, sondern wenn beide bereit dazu sind. Manche Männer lassen sich ja ungern auf sowas ein, aber irgendwie schafft man es immer sie zum Reden zu bringen.

Hattet Ihr Euch wegen diesen Problemen getrennt und jetzt kommt alles wieder? Dann ist es fraglich ob Eure Beziehung noch Zukunft hat.

Deine Aussagen erinnern mich teilweise an meine Beziehung. Ich rege mich über bestimmt Handlungen meines Freundes fürchterlich auf und fühle mich unverstanden und alleingelassen. Wenn ich dann aber mal wieder über mein Verhalten nachdenke ist das auch nicht ok. Bin ich bockig ist er es auch, usw. Ich kenne Dich und Deinen Freund nicht und weiß somit nicht ob er unfair ist oder ob Du Dich reinsteigerst. Bei mir ist es zumindest so, dass ich mich selbst öfter mal bremsen muß um nicht ungerecht zu werden, ich beschuldige ihn dann und merke wirklich, dass ich mich kein bißchen besser verhalten habe.

LG Kendi

2

Wenn Du Euch ein halbes Jahr gibst, wird dann Euer Kind geboren. Ihr steckt in vollstem Stress und dann willst Du Dich entscheiden, ich denke das kann nicht gut gehen.
Vieles sind die Hormone, anderes kann geregelt werden.
Zum Beispiel würde ich Verantwortungsbereiche neu absprechen und schriftlich festhalten. Was als seine Aufgabe abgesprochen ist, darin mischt Du Dich nicht mehr ein.
Und auch ganz klar und deutlich auf den Tisch bringen, dass es nicht in Ordnung ist und von Dir nicht akzeptiert wird, wenn er ständig meint, Deine Arbeit und Dich runtermachen zu können. Sollte er einmal einsehen, dass dieses Verhalten unmöglich ist, würde ich von ihm jedesmal, wenn er es wieder bringt in einem Standardsatz eine Entschuldigung fordern. "Du beleidigst und erniedrigst mich, ich möchte das nicht und es ist gegen unsere Absprache, ich erwarte von Dir, dass Du Dich dafür entschuldigst." (Und nein es ist kein Spass und nicht witzig) Sonst nichts dazu sagen, selbst wenn er daraufhin Streit anfangen will.
LG Mare

3

Ich denke, Ihr solltet mal eine Liste machen (BEIDE) mit Dingen, die Euch am anderen stören und dann gemeinsam darüber diskutieren.

- wenn er nicht früher von der Arbeit weg kann oder will, um zu irgendwelchen Terminen zu gehen, dann solltest Du mal darüber nachdenken, wie wichtig diese Sachen sind, wo er da hin soll oder ob es einfach scheiß egal ist und Du nur aus Prinzip möchtest, daß er mitkommt. Ich verlange von meinem Mann nie, daß er mich irgendwo hin begleitet (nicht zum Arzt, nicht zu Beerdigungen, Familienfeiern u.s.w.) Ich sage ihm, wann ich wo hin gehe und wenn er möchte, dann kann er mitkommen. Wenn er fragt, ob er mit muß, dann überlasse ich ihm diese Entscheidung. Klar, muß ich mir dann bei Familienfeiern die Ausreden ausdenken aber ich sehe nicht ein, wegen solchen Scheiß einen Streit anzufangen. Warum sollen wir uns wegen anderen Leuten streiten??? Da ist mir die Harmonie wichtiger.

- wenn er zu Diskussionen neigt, wer mehr arbeitet, dann sage: "Reg Dich nicht auf, ist nicht gut fürs Herz!"

Männer sind nun mal wehleidiger, als wir Frauen. Das werden wir nicht ändern können. Auch wenn Schwangerschaft keine Krankheit ist, kannst Du ihm sagen, daß der Arzt Dir Ruhe verordnet hat, da sonst die Gefahr einer Fehlgeburt besteht. Ist doch nicht gelogen.

Laß ihm bißchen eine lange Leine, daß er sich nicht so eingeengt fühlt. Dann kommt er auch lieber pünklich nach Hause - als wenn er eine "Zicke" hat die ihn gleich ankeift, sobald er zur Tür rein kommt. Gib ihm das Gefühl, daß die Entscheidungen bei ihm liegen und wenn ihm was nicht paßt, dann soll er es sagen. Ihr seid beide alt genug um über alles reden zu können.


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heike, was hast du erwartet...?? es ist nicht ohne grund dein Exfreund gewesen...

So Wehwechen typen sind mir die liebsten...ich würde den in den arsch treten...sorry...aber das mit dem Machtkampf wird nach hinten los gehen...


Ich glaube auch nicht das du zu sensibel bist............

Du leistet genauso so deine arbeit wie er...ich finde ich kindisch von ihm da vergleiche zu stellen

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