Probleme bei Kindern behandeln

Hey
Wir haben mehrere Kinder, mit verschiedenen kleinen Problemchen und ich suche nach Erfahrungen wie man das evtl behandeln kann und vorallem wo.
Ich hab an stellen gedacht wie osteopathie, Chiropraktiker, Chiropraktor, Heilpraktiker, Ergotherapeuten, etc.

Vielleicht habt ihr ja Erfahrungen gemacht.

Wie gesagt mehrere Kinder und nicht alles bei einem😂
Psychologe ist nicht die erste Wahl😅

Problem
1 :
hat Schwierigkeiten mit dem lernen (schon immer- jetzt Teenager) und hat Lücken die es aber nicht bereit ist zu füllen mit uns Eltern (auch Nachhilfe bringt nichts)
Es kann nichts und es geht nichts rein laut ihm

Hilft da Ergo?

2: Allergien gegen alle Tiere , Hausstaub und Pollen

(Waren mal beim Heilpraktiker zur BIo Resonanz - hat nur minimal geholfen)

Wo kann man noch hin?

3: Verhaltensauffälligkeiten, schnell aufbrausend zu Hause, woanders sehr schüchtern , keine Freunde und Hobbys weil er sich nicht traut (aber zu groß das wir Eltern da Verabredungen machen)

Ergo oder osteopathie?heilpraktiker?

4: Probleme mit dem sehen. Kind trägt Brille und augenpflaster, wird aber nicht besser

5: schiefe Zähne und kleiner Kiefer
(Klar KieferOrthopäde) aber gibt es auch noch Alternativen? Hab was bei der osteopathie gelesen. Hilft das?

6: rückenprobleme
Alles ausprobiert.
Einige Orthopäden, osteopathie, Krankengymnastik

chiropraktor sind wir gerade dabei und hoffen das der jetzt mal Licht ins dunkle bringt.


Vielleicht kennt ihr euch ja bei dem ein oder anderen aus?!

1

Hallo,

bei 2, 4 und 5 empfehle ich Fachärzte.

Mein Sohn macht seit 2 Jahren eine Hypersensibilisierung wg. der starken Pollenallergie (er wird jetzt 18), alle Kinder sind zeitweise beim Augenarzt gewesen, eins davon trägt noch heute ein Brille bei den anderen hat sich das ausgewachsen, 2 von 3 waren mit zu kleinem Kiefer beim Kiefernorthopäden, wir waren erst beim 2. Arzt glücklich.

Ich habe mit meinen Kindern auch Heilpraktiker besucht, aber eher wegen Blockaden, nicht wegen handfester Dinge (Allergie/Sehfehler/Kiefernfehlstellung).

VG
Ilka

2

Zu 1. Nein da hilft Ergotherapie nicht und mit der Begründung wirst du auch keine Rezept dafür bekommen. Schau nach Lerntherapie.

Zu 2. Desensibilisierung oder eben das altmodische Antiallergikum

Zu 3. Hört sich nach einer klassischen Pubertät an. In Ruhe lassen und abwarten. Wenn nicht mehr dahinter steckt, konnte ich das leider aus der kurzen Beschreibung nicht erkennen.

Zu 4. Keine Ahnung

Zu 5. Da hilft nur der Kieferorthopäde. Man kann den Kiefer ja schlecht größer oder die Zähne kleiner zaubern. Die müssen da eben irgendwie reingequetscht werden.

Zu 6. Keine Ahnung

3

1 Diagnostik.
Mit Lehrern und Nachhilfelehrer sprechen. Wo sind die Auffälligkeiten, was wurde gesagt. Was sagt Teenager.

Wurden Augen und Ohren untersucht. Wer schlecht sieht, braucht mehr Konzentration zum Sehen versuchen, Lernen bleibt dann auf der Strecke.
Dyskalkulie / LRS / anderes ausgeschlossen?

Fehlen die Lerntechniken oder noch andere Probleme?
Liegen Konzentrationsprobleme vor?
- Augen, Ohren (Pädaudiolgie)
- Schilddrüse / Diabetes / EEG ?
- ADS/ADHS / AVWS

Ergo bringt null komma nix, wenn die Diagnose nicht dazu passt.
Je nach Diagnose kann spezielles Training, spezielle Nachhilfe, spezielle Lerntipps helfen.
Auch eine Brille oder Hörgerät oder Einstellung der Blutwerte durch Medikamente.

Ergo kann dann etwas bringen, wenn es spezielle Ergo ist
- auf ADS/ADHS spezialisiert (als Kombi mit anderem)
- umtrainierter Linkshänder ist und nun neu lernen muss auf die dominante Hand zurück umstellen
- Augen-Hand-Koordination geübt werden sollte, wenn klar ist, dass es an Sehproblemen lag
- wenn es durch die Ohren Gleichgewichstprobleme gab oder ähnliches.


2. Allergologe.

3. Abklärung
Bei 1. würde ich nicht sofort auf ADS/ADHS tippen.
Bei 3. würde ich es so von außen nicht ausschließen. In Kombi mit 1. und da es vereblich sein kann, würde ich direkt beide Kinder mal durchchecken lassen.
Keine Sorge: eine GUTE Diagnostik prüft Augen, Ohren, MRT / EEG und einiges anderes mehr.
Falls es etwas anderes ist, sollte das im Rahmen der Diagnostik herauskommen.

4. GUTER Augenarzt. Wenn es spezieller ist, weiter zur Augenklinik.
Bei uns gibt es leider einige, die nur auf Standard ausgelegt sind. Da habe ich mich schon mit einigen angelegt. Meines geht über Standard hinaus. Es hat gedauert, aber ich hab jemanden gefunden. Klar, Heilung wird es nicht geben und Führerschein ist nicht drin. Aber ich hab einen gefunden, der mich ernst nimmt, damit umgehen kann, weiß von was er redet und sich selbst informiert, wenn er mal nicht weiter weiß.

5. GUTER Kieferorthopäde und ausführliche Beratung.
Wenn einer nur Standard labert und NICHT auf Fragen eingeht, wechsel ich auch schon mal. Geht er auf Fragen ein und kann plausibel erklären (auch wenn ich nicht alles verstehe), dann vertraue ich.

6. Kann alles und nichts sein.
Rücken ist ein breites Feld.
Bandscheiben, Nerven, Verspannungen im Nacken, Skoliose, Schiefhaltung beim Sitzen/Lernen (wegen schlechtem Sehen oder Konzentrationsproblemen), zu wenig Sport, Sport mit Neigung zur Fehlhaltung usw.

Welche Rückmeldung gibt es vom Sportlehrer? Gibt es Einschränkungen beim Gehen, Stehen, Bewegen etc? Sind es Schmerzen oder eher EInschränkungen? Schieflage?

Ist es Rücken oder Nieren oder anderer Bereich?

4

Was ist an einem Psychologen denn so schlimm, warum ist der eigtl keine Option?

Der ist doch eigtl genau richtig für 1 und 3.

Bei Kind 2: Hausarzt der einen vllt weiter Leitet. Bei 4: tja fällt mir auch nur Augenarzt ein, vllt eine 2. Meinung. Aber ich weiß nicht, „kann“ es denn besser werden? Meine Augen verschlechtern sich auch nur kontinuierlich 😅
Bei 5: definitiv nur Kieferorthopäde. Schiefe Zähne behebt man durch ne Spange (ich weiß, wovon ich rede 🙈) und sonst gar nicht 🤷‍♀️
Kind 6: welche Rückenprobleme sind es denn? Wäre ne Reha was? Meine Mama arbeitet in einer Reha-Klinik, auf Skoliose spezialisiert.

5

Zu 1 (Schwierigkeiten beim Lernen):
Auf jeden Fall auf LRS oder Dyskalkulie testen lassen. Vielleicht auch einen Intelligenztest veranlassen. Letzteres ging bei uns über einen Psychologen.
Beim Kinderarzt haben wir mal einen allgemeinen Test (BUEGA) gemacht, der einen Hinweis auf bestimmte Probleme geben kann (z.B. Leseschwäche, Rechnen, Konzentration). Leider war das nur für Grundschulkinder und ich weiß nicht, ob es so etwas ähnliches auch für ältere Kinder gibt.

Bei einem Nachbarskind kam beispielsweise bei BUEGA eine Leseschwäche zum Ausdruck und alle anderen Probleme, kamen einfach vom schlechten Lesestand. Zusätzlich gab es Ergotherapie und Anleitung für die Eltern, wie sie das Kind unterstützen können.

Sehr wichtig ist jedoch, dass sich das Kind nicht minderwertig fühlt. Deswegen wirklich schauen, was die Ursache ist. Manche Menschen benötigen einfach andere Lernstrategien als andere, z.B. Visualisierung. Schaffes es dann aber auf ihre Weise.

Zu 2 (Allergien):
Ist bei uns gerade sehr frisch diagnostiziert. Wenn dein Kind eine Hausstaubmilbenallergie hat dann auf jeden fall Encasings für die Matratze, Kissen und die Bettdecke besorgen. Bezahlt übrigens die Krankenkasse.
Hat bei uns sehr viel gebracht und ich kenne zwei Kinder die statt ständiger Bronchitis jetzt so gut wie gar keine Probleme mehr haben.
Ansonsten bei dem Heuschnupfen empfehle ich eine Hyposensibilisierung. Habe ich mit ca. 14 Jahren gemacht und es hat sehr viel gebracht. Ich habe immer noch Allergien, aber die schlimmstem sind gemildert. Wichtig ist nur, dass ihr als Eltern dranbleibt. Eine Hyposensibilisierung ist viel Aufwand und man muss sehr diszipliniert sein.