Verzweifelt überfordert fühle mich wie der letzte Dreck

Hallo,
mir geht hier schon beim Schreiben der Ar** auf Grundeis. Ich will mir nicht durch lesen, was ich für ein schlechter Mensch oder was ich für eine Mutter bin u.s.w.
Ich bin wirklich verzweifelt und suche Hilfe einen Ausweg damit so etwas nicht mehr passiert. Ich versuche jetzt einfach mal meine Situation zu erklären.
Ich bin Mama von drei Kindern (zwei Kleinkinder und ein Baby), ich bin quasi allein Erziehen und die meiste Zeit allein, ich mach auch alles allein. Meine Familie kommt kaum vorbei und Freunde hab ich so gut wie keine.(Bin ich auch manchmal froh drüber)

So jetzt zu meinen gestiegen Tag:
Mein Tag beginnt um 4:45Uhr, ich merkte schon das es heute die reinste Katastrophe wird und war auch dementsprechend sehr gereizt. Früh habe ich wie gewohnt die Kinder fertig gemacht. Beeilen mussten wir uns auch ich hätte mit dem Baby einen Termin zur Untersuchung/Impfen. Na ja meine mittlere lässt sich ungern anziehen und „zickt“ dabei rum. Ich hab sie aber angezogen bekommen. Wollte zur Tür mich beeilen, weil die anderen schon im Auto waren und bin dann mit den Schlüsselanhänger am Schrank hängen geblieben. Ich hab mein Kind dann anschreien mit den Worten: „Mensch, Mia es reicht jetzt.“ Das war Ding eins und es kommt noch schlimmer. Nachdem ich beim Arzt war und ich mich in meinen Tagesablauf noch von anderen Dingen provozieren lassen habe. Holte ich die Kinderum 14Uhr aus der Kita wir sind dann noch zur Post und einkaufen. Zu Hause habe ich sie dann vor Fernseher abgepackt und mich um den Klein gekümmert. Als er dann schlief badete ich die große und die Kleine. Die Kleine hat dann wieder rum gezickt und sich nicht anziehen lassen. Dann hab ich die Große raus geholt die hat sich aber so auf den Pool gestellt das das ganze Wasser raus lief und was hab ich gemacht!? Ich hab ihr eine geknallt. Nach dem Vorfall habe ich das Abendbrot gemacht und die Kinder dann schlafen gelegt. Das Baby wollte aber nicht schlafen. Ich war dann stur und legte mich dann hin und versuchte trotzdem zu schlafen. Ihrgendwann sind mir dann die Sicherung durchgebrannt und ich schrie ihn an er soll jetzt endlich schlafen! Ich hab mein 5Monate altes Baby angeschrien. Ich war dan draußen habe nur noch geweint bin dann wieder rein um ihn in den Schlaf zu schütteln. Er hat dann aufgestoßen ich hab wieder geheuelt. Ich hab ihn angeschrien weil er schmerzen hatte ich hab die älteste geschlagen weil ich nicht klar komme. Ich hab mein Mann angerufen und geschildert was ich getan habe er hat es nur angetan, als wäre es nicht schlimm. Ich weiß nicht was mit mir los war? Die ganzen Wochen hat es doch auch geklappt und gestern? Hilfe hatte ich beim Jugendamt schon eingefordert. Die schicken aber nur jemanden vorbei der deinen Tagesablauf mit dir plant. Haushaltshilfe hab ich erfragt bei meiner Krankenkasse bekomme ich nicht, weil ich ja nicht krank bin. Ich hab schon überlegt ob ich mich einweisen lasse damit es die Kinder besser haben. Ich weiß nicht was ich machen soll, ich weiß nur, dass keiner da ist der mir helfen könnte und das ich mir zu viel zugemutet habe. Ich will jetzt auch kein Mittleid mit diesen Post und ich weiß auch was ich für ein abscheulicher Mensch bin also seid nett und schreibt nichts verletzendes. Ich bin schon am Boden und fühle mich wie der letzte Dreck denke auch darüber nach wenn ich tot wäre, dass es meinen Kindern besser geht. Aber für Freitot bin ich zu feige.....

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0800.1110111
Bitte ruf umgehend die Nummer der Telefonseelsorge an. Diese hat nicht nur mit Glaubensdingen zu tun sondern sie haben auch Kontaktadressen in Deiner Nähe, wohin Du Dich wenden kannst - und sie hören Dir zu und tun es nicht ab wie Dein Mann.
Vielleicht hat auch euer Jugendamt eine Notrufnummer. Ich denke nicht, dass Du abgewimmelt wirst, wenn klar wird, wie sehr Du am Ende bist.
Hast Du echt keinerlei Familie oder Freunde, an die Du Dich wenden kannst? Das braucht Dir nicht peinlich sein. Drei so kleine Kinder dicht aufeinander können einen wirklich an Grenzen bringen.
Bitte ruf an!!! #herzlich
LG Moni

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Ich glaube die meisten Kindesmisshandlungen entstehen, wie bei dir, aus Überforderung. Es bringt auch nichts, dich deswegen jetzt fertig zu machen. Was du brauchst, ist Entlastung. Gibt es Nachbarn, Großeltern, Freunde der Kinder, die dich unterstützen können? Wie alt sind die großen Kinder?
Auch dein Mann muss etwas tun. Hättet ihr Geld für eine Aupair Hilfe?
Wart ihr bei einer Erziehungsberatung?


P.S. Ich hoffe, du hast dich nur verschrieben, und hast dein Baby nicht in den Schlaf geschüttelt, sondern eher gewiegt, oder?

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Das ist ja ganz fürchterlich. Nein, nicht du, sondern die ignoranten Menschen in deinem Umfeld, die dir nicht helfen.
Der Job als Mutter ist mega hart, und die fehlende Pausen machen es noch härter. Gerade, wenn man vom Vater nichtmal Unterstützung erhält.
Ich würde beim Jugendamt oder notfalls bei der Kitaleitung ganz klar sagen, dass es nicht mehr geht. DU und deine Kinder sind ein Notfall und du brauchst JETZT Hilfe.

Vielleicht versteht das Jugendamt nicht, in was für einer akuten Gefährdungslage ihr euch aktuell befindet?

Bitte rufe dort jetzt noch einmal an und das so schnell wie möglich. Und dein Mann hat gefälligst sofort nach Hause zu kommen und dich zu entlasten, damit du die Möglichkeit hat dich zu sortieren. Wenn das Jugendamt dich nicht ernst nimmt, rufe die Nummer gegen Kummer an, evtl. können die auch nochmal mehr Druck machen.

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Sprich mit dem Jugendamt nochmal und schildere diesen Tag und sag, dass du mehr Unterstützung brauchst. Die Hilfen sind gestaffelt und da solltest du z.B. auch Familienhilfe bekommen können oder das JA kann bewirken, dass deine größeren Kinder einen ganztagesplatz in der kita bekommen können, dann hast du mehr Entlastung. Ebenso gibt es Kurse und therapieangebote für Eltern.
Bitte sprich das ganz offen und schnell beim Jugendamt an!

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Hey,

ich finde es superstark, dass du dich hier öffnest. Ich glaube, es geht vielen Mamas so, die wenigsten sind damit offen und suchen Hilfe, die meisten werden es aus Scham für sich behalten.

Deine Situation klingt echt zugespitzt und ich glaube, deine Idee, zum Beispiel beim
Jugendamt nach Hilfe zu fragen, ist eigentlich echt gut! Vielleicht rufst du noch mal an und schilderst, was du hier auch geschrieben hast. Du brauchst echt Unterstützung, denn aus so einer fortgeschrittenen Erschöpfung kommst du alleine und mal eben schnell nicht mehr heraus.
Ansonsten schließe ich mich dem anderen Kommentar an: Wer in deinem Umfeld kann dich entlasten? Der Vater kann vielleicht noch mehr eingebunden werden, mache ihm klar, dass die Situation ernst ist.
Eventuell kannst du auch bei einer Beratungsstelle einen Termin bekommen? Manchmal verbirgt sich hinter Aggressionen/Verzweiflung ja auch eine Depression? (Manchmal braucht man aber auch einfach Entlastung, Schlaf, Zeit für dich und ein paar Erziehungstipps, und das über längere Zeit)

Bitte mach‘ dich nicht noch zusätzlich fertig, drei kleine Kinder allein zu Händeln ist einfach sehr sehr herausfordernd! Und wenn du in dich gehst, stellst du vielleicht fest, dass du nicht „lieber tot“ wärst, aber dass du deinen Alltag, so wie er gerade ist, wirklich nicht willst.
Falls du aber dauerhaft daran denkst, nicht mehr leben zu wollen, dann wende dich bitte direkt an die Fachleute (Sozialpsychiatrisches Zentrum, Psychiatrie vor Ort, oder im totalen Notfall auch 112).

Ich wünsche dir alles, alles Gute und baldige Hilfe!

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Hey!
Es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Schlimm, dass alle so tun, als wäre es "normal". Wenn es nicht normal wäre, müssten sie sich ja kümmern.

Hast du noch eine Hebamme? Wenn nein, besorg dir einen Termin beim Gynäkologen. Das klingt für mich noch nach einer Wochenbettdepression oder postnatalen Depressionen. Dein jüngstes ist ja erst 5 Monate alt- das kann gut möglich sein. Laut Wikipedia treten sie in den 2 Jahren nach der Geburt auf.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Postpartale_Stimmungskrisen

Hol dir ärztliche Hilfe! Nur Mut

Liebe Grüße
Schoko

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Postpartal, nicht -natal

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Und nein, du bist nicht der letzte Dreck. Du bist vermutlich wirklich krank, aber Depressionen sorgen dafür, dass du dich so fühlst.
Dass du dir so Gedanke um deine Kinder machst, zeigt doch, dass du sie liebst.

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Hi,
dass du mit drei Kindern in dem Alter ordentlich gefordert bist, kann man sehr gut nachvollziehen. Es wurde schon alles geschrieben, aber ich schreibe gerne in Posts wie deinen: lass dich vom Hausarzt durchchecken, wenn die Werte von Schilddrüse, Vitamin D, Eisen o.ä. verrutscht sind, kann das die Belastungsgrenze ganz schön senken.
Alles Gute!

vlg tina

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Ich würde zum Hausarzt gehen.
Er selbst kann Dir vermutlich nicht helfen, aber sicher kennt er viele Anlaufstellen.
Ggf. kann er Dich auch in Kur schicken für ein paar Wochen.

Eine Bekannte von mir musste in Kur. In der Zeit wurden ihr Mann und die Kinder von einer tollen Haushaltshilfe versorgt (durch die Krankenkasse).
Die ist Einkaufen gegangen, hat geputzt und gekocht.
Bis der Mann von der Arbeit kam, war immer alles picobello erledigt.

Lg und Alles Gute!
mcbess

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Huhu

Ich weiss nicht aus welchen Bundesland du kommst aber ich denke das es das nicht nur in SH gibt
Es nennt sich "Frühe Hilfen".da kannst du dich auch zur Beratung hin wenden.Wir haben auch Projekte laufen wo "Paten" in die Familien kommen um dich im Alltag zu unterstützen um dir zu helfen mit solchen sehr stressigen Situationen klar zu kommen/Handlungsmöglichkeiten zu zeigen.

Es ist sehr gut das du das Problem siehst und dir auch versuchst Hilfe zu holen.Das ist schon Mal der erste Schritt.
Und nein du bist KEINE schlechte Mutter,denn du hast dein Problem erkannt und willst Hilfe!
Lass dich nicht abwimmeln.

Sprich mit dem Kinderarzt oder falls du hast deiner Hebamme auch darüber.Die können dich auch unterstützen.

Ansonsten falls du dich traust,sprich mit der Kita-Leitung.Viele Träger haben verschiedene Möglichkeiten um Eltern zu unterstützen und zu helfen.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft

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In BaWü gibt es die frühen Hilfen auch.

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