Schwiegermonster?!

Hallo an Alle!
Mein Cousin und seine Frau sind letztes Jahr nach fast 10 Jähriger Kinderwunschbehandlung und mit über 40 endlich Eltern geworden! Alle haben sich wahnsinnig gefreut!
Besonders aber die Grossmutter der Kleinen, da es ihr einzigstes Enkelkind ist. Diese ist schon über 70 und hat nach meiner Ansicht schon sehr altbackene Vorstellungen von Kindererziehung ( alle 4 Stunden stillen statt nach Bedarf; kein Familienbett; das Baby krabbelt mit 10 Monaten noch nicht, weil die Eltern es nicht oft genug auf den Boden gelegt haben, etc).
Allerdings ist die Oma ( ehem. Grundschullehrerin) wirklich unglaublich lieb zu Babys und Kindern, singt und tanzt mit ihnen, macht viel Quatsch und bringt sie zum lachen.
Nun ist es aber so, dass die Schwiegertochter den Kontakt zwischen dem Baby und ihr minimiert hat. Mutmasslich wegen der wenig förderlichen Tips der Oma.

Die Oma darf die Kleine nur mit tagelanger Vorankündigung und Abstand sehen ( schon vor Corona). Darf nie zb. Einfach mal mit der Kleinen im Kinderwagen spazieren, oder auf dem Boden mit ihr spielen.
Darunter leidet die Oma sehr. Sie telefoniert oft weinend mit ihrer Schwester ( meiner Mutter) weil sie die Kleine gerne ein einziges Mal auf den Arm nehmen würde.
Nun meine Frage: Kann sich ein solch schlechtes Verhältnis zwischen den Beiden auch wieder geben? Hat jemand Erfahrungen, wo es Anfangs schwer war und dann das Verhältnis langsam besser wurde?
Sollten wir ihr zu einer Aussprache raten, oder eher dazu abwarten, bis das Kind etwas älter ist?
Wie kann man das Verhältnis zwischen der -überspitzt gesprochen klammernden Helikoptermutter und dem Schwiegermonster mit altbackenen Erziehungstips verbessern?
Einzeln mit den Parteien reden? Oder einfach abwarten?

Ps: die Oma hat echt Vorstellungen von 1980 und sagt diese auch um die junge Familie zu unterstützen. Da diese halt nicht mehr zeitgemäss sind fühlt sich die Schwiegertochter wahrscheinlich eher davon angegriffen. Vor der Geburt hatten die beiden ein sehr gutes Verhältnis.

Würde auch gerne eure Erfahrungen hören, insbesondere wie es gelingen kann ein schlechtes Verhältnis schrittweise zu verbessern, und ob man als Außenstehender überhaupt irgendwie helfen kann.

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Mir tun die Omas einfach leid!

Ich finde es unmöglich den Kindern die Großeltern zu entziehen.

Meine Schwiegermutter geht mir oft genug auf den Keks und hat ganz andere Ansichten, trotzdem liebt sie den kleinen über alles und mir würde es im Traum nicht einfallen ihr den kleinen nicht anzuvertrauen oder nur mit Abstand.

Es ist etwas anderes falls jemand verantwortungslos oder unvorsichtig ist, aber selbst da würde ich trotzdem Kontakt zulassen eben in Begleitung.

Ich verstehe diese Frauen nicht. Was ICH für ein Problem mit anderen Leuten habe, ist auch genau mein Problem.

Ich hoffe mein Sohn findet niemals so eine Frau.

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Die Frau deines cousin hat mit ihrer Schwiegermutter, deiner tanta, ein Problem und das erzählt deine Tante deiner Mutter, die es dann dir erzählt. Ganz ehrlich, nicht dein Zirkus, nicht deine Affen. Halt dich einfach raus, du kennst nur die Seite die deine Tante deiner Mutter erzählt, die es dann dir erzählt. Es steckt wohl viel mehr dahinter was du einfach nicht weißt und was dich als dritte oder sogar vierte absolut nichts angeht. Lass die leute ihre sachen selbst klären und gut ist.

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Sehr gut geschrieben!
Da bin ich ganz deiner Meinung.

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Nein, das sehe ich anders. Habe ein sehr gutes Verhältnis zu besagter Tante und ihren beiden Söhnen.
Sie redet auch viel mit mir darüber, fragt was sie anders machen kann. Bei mir weint sie allerdings meist nicht am Telefon. Bei meiner Mutter schon.

Das mit der Kinderwunschbehandlung und einige andere persönliche Sachen, weiss quasi niemand ausser mir, da ich früher sehr oft und viel mit meinem Cousin gesprochen hab und wir ein sehr enges Verhältnis hatten. Mit Corona, umzugsbedingt ( mittlerweile 800 km Distanz zwischen uns) und der Geburt unserer Kinder telefonieren wir nur noch selten. Und wenn wir es mit unseren Babys endlich mal schaffen, dann geht es meist um typische Baby- Themen. Beim letzten Telefonat meinte er die Distanz sei zu ihrem Schutz, bzgl Corona. Ich weiss allerdings nicht ob er zum Schutz seiner Mutter, oder des Babys gemeint hat. Ihn nochmals telefonisch drauf ansprechen fänd ich irgendwie doof, sonst kriegt er es evtl. in den falschen Hals. Lieber persönlich beim nächsten Treffen.

Mir ist sehr wohl etwas daran gelegen, dass es allen Familienmitgliedern die mir am Herzen liegen gut geht. Und da ich zu Beiden ein gutes Verhältnis habe, kann ich zumindest versuchen ihnen zu helfen.

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Wie waren denn die Vorstellungen von 1980?
Interessiert mich wirklich, was du darunter verstehst.

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Damals war es zeitgemäss mit 10 Wochen abzustillen und nach Plan alle 4 Stunden Milupa zu geben. Heute sehen das die meisten als überholt an und es wird wieder länger und nach Bedarf gestillt.

Man legte die Kinder in die Wiege/ ins Bett und ertrug das Geschrei um diese nicht zu verwöhnen. Heute geht man eher davon aus, das Babys nicht die Hirnreife haben um Erwachsene bewusst zu manipulieren. Wenn sie schreien, dann fehlt ihnen etwas. Nahrung, Nähe oder Schlaf, etc...

Man übte früher mit den Babys fleissig krabbeln und laufen, legte sie oft auf den Bauch, setzte sie hin, zog sie an den Armen zum stehen.
Heute begleiten viele Mütter in meiner Umgebung ihre Kinder eher als Beobachter und als Hilfestellung und drängen sie nicht rasch zum nächsten Entwicklungsschritt, da vielen bekannt ist, dass die motorische Entwicklung grossteils genetisch festgelegt ist und durch Übung oder Training nicht beeinflusst werden kann.

Meine Tante ( also die Oma) versucht immer wieder Hilfestellung zu geben, wenn irgendein Problem ( z.b. Kind krabbelt noch nicht) auftaucht. Leider ist das Wissen von damal meist einfach überholt.

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Ich glaube fast jede Frau kriegt diese alten Tipps von der Schwiegermutter.

Schreien lassen, zufüttern, nicht verwöhnen.

Aber wegen sowas einem das Kind verwehren???

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Es ist doch egal, welche Ansichten die Oma hat.
Generationskonflikte gab es schon immer und wird es immer geben.

Noch lange kein Grund, warum man ihr den Kontakt mit dem Enkelkind nicht ermöglichen sollte.

Kann gut sein, dass die Helikoptermutti mal froh wäre, wenn ihr Oma das Kind mal für ein paar Stunden abnehmen würde. Das geht dann aber nur, wenn die beiden aneinander gewöhnt sind.#aha

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Du ergreifst Partei.

Wir wissen doch gar nicht, was da alles vorgefallen ist. Die TE auch nicht, sie weiß nur das, was zu ihr durchdringt, und das kann unter Umständen auch ein verzerrtes Bild sein.

Die böse Schwiegertochter ermöglicht der Oma keinen Kontakt zum Kind? Und später wird sie über Omas Betreuung mal froh sein?
Wer sagt das?
Das sind doch nur Mutmaßungen.

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Natürlich wissen wir nicht was vorgefallen ist. Waren ja alle nicht dabei.;-)

Ja, es kann auch ein verzerrtes Bild sein und Mutmaßungen.
Aber wenn wir nicht die Seite der Mutter hören, können wir halt auch nur mutmaßen, oder?

Deshalb ist es für mich aber auch normal, dass man versucht, den Ball flach zu halten und ein normales Familienverhältnis aufzubauen.

Was hätte den vorfallen müssen, das die Abgrenzung zur Oma rechtfertigen würde?
Oben genannte "gute" Ratschläge sehe ICH als keine Begründung.

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Immer wenn ich so einen Post lese habe ich Angst mal selber die Schwiegermutter zu werden, da ich nur Söhne habe. Ich kann nur hoffen, dass ich meine beiden so gut hinbekomme, dass sie sich eine Frau suchen (sofern sie heterosexuell sind), die mich als Oma annimmt.
Hilft dir nicht, waren nur meine irrelevanten Gedanken dazu.

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Unterstreiche ich so!

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Das kann man aber auch bei den Töchter sagen. Es gibt genug Mütter, die sich genauso benehmen mit ihrer eigenen Tochter. Grade weil sie meinen "Ich darf das. Ist ja meine Tochter und Enkel und nicht die Schwiegertochter nur."

Das wird halt nur hier nicht so oft geschrieben, da die Töchter meist mit der eigenen Mutter mehr Geduld haben. Innerlich auch die Augen verdrehen oder eher in einen Konflikt gehen der schneller geklärt wird. Man ist halt die eigene Mama und ihre Spinnereien gewohnt seit der Geburt.

lg

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Wenn du zu allen Beteiligten einen guten Draht hast, könntest du erstmal versuchen, herauszufinden, ob die wenig hilfreichen Tipps der einzige Grund für die Einschränkung der Schwiegertochter sind oder es noch mehr gibt. Außerdem, ob die Schwiegermutter denn einsieht, dass diese nicht gewünscht sind und willens ist, diese in Zukunft zu unterlassen. Dann wäre es sicher hilfreich, mit beiden Parteien einzeln zu reden, was von der Gegenseite erhofft/erwartet wird, um dieser im Gegenzug einen Schritt entgegenzukommen. Eventuell sind die Männer hier auch mögliche Vermittler, die leiden ja wahrscheinlich auch unter der Situation

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Ja, das ist eine gute Idee. Allerdings muss ein solch vertrauliches Gespräch, noch etwas warten, denn persönlich spricht es sich besser als nur über whats app/ Telefon. Und aktuell ist persönlich treffen bzgl Corona ja noch schwierig.

Meine persönliche Meinung ist, dass das Leben eines Kindes durch Sozialkontakt im familiären Umfeld bereichert wird und das Kind davon profitiert. Bei meinen Eltern und Schwiegereltern rolle ich auch oft mit den Augen, aber solange diese nur bei mir anecken und dem Kind nur positiv gegenüberstehen gibt es gar kein Problem.

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Ja sehe ich auch so - und nur deswegen würde ich nicht den Kontakt unterbinden als Mutter. Also entweder reagiert die Mutter tatsächlich empfindlich oder es gab mehr Situationen, die die Schwiegermutter anders empfunden hat - oder wie es in den meisten Fällen so ist irgendwas dazwischen

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Du willst dich einmischen. Es geht dich aber absolut nichts an. Du weißt nicht wirklich,, was vorgefallen ist Verhalte dich gegenüber allen Parteien neutral. Alles andere ist übergriffig und könnte böse nach hinten los gehen.

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Jup, bin neutral- quasi die Schweiz. 😌
Familienzwist belastet mich halt auch. Kann auch beide Parteien in gewisser Weise verstehen. Würde mir aber sehr wünschen, das sich alle wieder näher kommen.


Was man noch dazu sagen sollte ist, dass wir früher neben einander gewohnt haben und dieSe Cousins eher wie Brüder für mich waren. Wäre es einer der anderen Cousins von mir wüsste ich nicht mal Bescheid, da ich die kaum kenne.

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Vielen Dank für die Antworten! Da doch mehrere geschrieben haben ich solle eine Einmischung vermeiden, werde ich das zunächst auch mal tun. Ich tröste die Tante weiterhin telefonisch und wenn wir uns alle das nächste Mal persönlich sehen werde ich das Thema vorsichtig mal bei der Schwiegertochter anschneiden. In der Regel merkt man ja sehr schnell ob da Gesprächsbedarf besteht und wie es weitergeht.

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Ich würde bei einem größeren Familientreffen mal den Unterschied zwischen Mutter und Schwiegermutter Oma beobachten.
Für mich klingt es so als hätten sie nie ein gutes Verhältnis gehabt, was ohne Enkel ja meist auch nicht so wichtig ist, dann hält man halt Abstand und trifft sich nur einmal im Jahr zu Weihnachten, was halt so sein muss. Mit Enkel wollen die Omas ja meist mehr Kontakt und das passt der Mutter irgendwie nicht.

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Hast DU die Kindsmutter mal direkt darauf angesprochen?

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