Tante vom Partner grenzt mich aus

Es gab einige Differenzen zwischen uns bezüglich meiner Essstörung, da sie nur helfen wollte. Allerdings knallte sie mir nur Vorwürfe um die Ohren dass es meinem Mann und meiner Schwiegermama ja wegen mir so schlecht geht, ich ja keine Hilfe will was absolut nicht stimmt aber ein Theraoieplatz ist eh schon schwer zu finden und durch Corona ist es noch mal erschwert. Es ging so weit dass es schlecht übe mich schrieb, gut das kann man so oder so auslegen. Naja sie lud sich Weihnachten selbst aus und schrieb meinem Mann er möge doch mit unserem Kind zu ihr kommen denn sie habe noch für beide Geschenke und sie wollte zum Kaffeetrinken einladen wohl auch mit meiner Schwiegermama von mir war nie die Rede. So verstand das auch meine Schwiegermutter und sagte meinem Mann das das so nicht ginge und er sagte auch, dass ich weg wäre wenn sie mich jetzt so ausgrenzt. Ich stelle meinen Mann nicht vor die Wahl, das muss er selbst entscheiden wem ihn wichtiger ist.
Was würdet ihr machen

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Also hier mal eine etwas andere Sicht:

Normal bin ich auch der Meinung man steht hinter seiner Frau und den Kindern, komme was wolle.

Ich hatte allerdings auch den Fall einer Cousine mit psychischen Störungen über einige Jahre. Das hat die ganze Familie mitgenommen. Sie hatte später auch eine Tochter bekommen und trotzdem regelmäßig sich selbst verletzt und zwei mal sogar versucht sich umzubringen.

Aus dem Krankenhaus wurde sie trotzdem immer wieder von dem Mann nach Hause geholt, weil sie nicht behandelt werden wollte. Wenn der Mann es aber nicht hinkriegt seiner Frau da ein paar Takte zu sagen, dann kann ich verstehen, wenn sich die Familie irgendwann einschaltet und versucht druck auszuüben.

Ich will nicht sagen, dass das bei dir so ein Fall ist. Da ich nicht weiß wie lange die Störung schon besteht und, ob es wirklich keinen Platz gibt, du dich aber aktiv um Hilfe bemühst. Ich weiß auch nicht, ob die Tante vielleicht wegen eurer Differenzen nur beleidigt ist.

Aber mal als Denkanstoß die Tante vielleicht besser zu verstehen.

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Hey!

Um welche Essstörung handelt es sich denn? Um die Sache besser zu verstehen?

Liebe Grüße
Schoko

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Grundsätzlich kann ich nachvollziehen, dass solche Krankheiten die Angehörigen belasten.
ABER es gibt niemandem das Recht, dich deswegen auszugrenzen. Erst recht nicht an Weihnachten- das finde ich ganz schlimm, dass sie alle eingeladen hat, die eigentlich bei dir sein sollten.

Krankheiten sind Privatsache. Deine Essstörung geht in erster Linie dich und deinen Mann etwas an. Anscheinend stehst du schon auf irgendwelchen Listen und möchtest dich behandeln lassen. Das ist sehr gut- viele erkrankte sind uneinsichtig und lehnen eine Behandlung ab.

An deiner Stelle würde ich mich um eine Behandlung kümmern- du bist ja auch das Vorbild deiner Kinder. Sprich mit deinem Mann- das ist das Zweitwichtigste und auch für Angehörige sehr wichtig. Ansonsten würde ich weder mit der Schwiegermutter noch mit der Tante (erst recht nicht) über meine psychische Erkrankung sprechen.

Von meinem Mann würde ich erwarten, dass er mich unterstützt. Und zwar so lange, wie ich auch kooperativ bin und an mir arbeite. Wenn ich das nicht tue, erwarte ich, dass er meine Kinder vor mir schützt. Aber unter gar keinen Umständen sollte er mich an Weihnachten alleine sitzen lassen, um zur Gegenveranstaltung von irgendeiner Tante zu gehen.

Liebe Grüße
Schoko

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Magersucht

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Hallo,

Was sagt denn Dein Mann dazu das seine Mutter Dich nicht mit einlädt? Also ich würde meiner Mutter ne gesalzene Ansage machen, entweder lädt sie die Familie ein oder es kommt eben keiner. Oder hat sie Angst wegen Corona?

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Tante .... vielleicht einfach mal lesen..

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Sorry, wusste nicht das die Forumspolizei mitliest 😉

Tante oder Mutter ist doch egal, entweder lädt man alle ein oder keinen.

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Ich finde das unverschämt von der Tante. Meine Schwiegermutter hat das oft so gemacht. Mein Mann ging dann entweder allein oder mit uns allen. Ich kann dem Mann nicht verbieten, seine Verwandtschaft zu sehen, aber wann meine Kinder wohin gehen bestimmt keine Tante und keine Schwiegermutter, sondern ich!

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Was würdet ihr machen?
Ich würde mich da überhaupt nicht von runterziehen lassen, sie ist die Tante deines Mannes....eigentlich keine wichtige Person im eigenen Leben.
Ich würde ihr aus dem Weg gehen (sieht sie ja anscheinend auch so) und den Rest einfach laufen lassen. Dazu gehört auch, das mein Mann natürlich sein Geschenk abholen "darf" und einen Kaffee trinken "darf". Und auch mein Kind darf natürlich sein Geschenk haben, denn weder Mann noch Kind haben etwas mit den Unstimmigkeiten zwischen ihr und mir zu tun.

Garantiert wird es irgendeine Tante nicht schaffen, irgendwie Ärger zu streuen. Und nein, mein Mann muß nicht das machen was ich will oder darf nur Kontakt haben zu wem ich das will. Sie hat sich daneben benommen (oder was auch immer), na und? Davon laß ich mir meine Laune doch nicht vermiesen. Is doch Prima, ich habe an dem Nachmittag "frei" und kann machen was ich will.

Ich kann ehrlich gesagt überhaupt nicht nachvollziehen, wie man sich an einer Aussage einer Außenstehenden (!) so hochziehen kann, wen interessiert denn, was sie vom Stapel lässt? Sie lädt sich selber aus? Prima, mehr Platz am Tisch.

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Das ist ja wirklich unschön. Aber ich denke, man muss sich manchmal auch in die Angehörigen versetzen.

Stell dir vor, dein Kind hat mal einen Partner mit einer (Ess)Störung und es leidet sichtlich darunter. Würdest du dann nicht auch versuchen zu helfen und vllt sogar mit dem Partner reden/ihn „wachrütteln“ wollen?

Ja in Corona-Zeiten ist es schwieriger, aber nicht unmöglich. Auch jetzt haben Ärzte und Kliniken, also erste Anlaufstellen, offen und in akuten Fällen kannst du was tun.

Dass du aber verletzt bist, verstehe ich auch. Ich würde den Kontakt zur Tante reduzieren, es aber nicht von meinem Mann verlangen. Er könnte von mir aus alleine hin (vllt nicht an Weihnachten).

Dein Mann sitzt da ja jetzt auch zwischen den Stühlen. Das ist einfach blöd. Er steht ja trotzdem zu dir und DAS wäre mir wichtig.

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Ich würde mir gerne mal die andere Seite anhören.

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Genau das dachte ich mir beim Lesen des Beitrages auch. Das klingt mir alles etwas "kindisch" und null reflektiert. Und bei aller Liebe: Coronazeit bedeutet nicht, dass keine Therapien stattfinden o. Ä. - das ist eine von (psychisch) Kranken momentan sehr gerne genutzte Ausrede.

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<<<Ich stelle meinen Mann nicht vor die Wahl, das muss er selbst entscheiden wem ihn wichtiger ist.<<<

Dieser Satz sagt ne ganze Menge über dich aus und natürlich stellst du ihn indirekt vor die Wahl....
Deine Tante reagiert nicht ohne Grund so.Im Vorfeld wird sie öfter mitbekommen haben wie sehr deine Schwiegermutter und dein Mann leiden und sie ist wohl der Meinung, dass auch mal an diese Beiden gedacht werden muss und zwar auch von deiner Seite und nicht nur hier und da wie du gerade meinst und dann ist deine Krankheit wieder Mittelpunkt und gibt dir das Recht andere leiden zu lassen und Ausreden suchst nicht wirklich was unternehmen zu müssen.

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Hallo, ich kann von der anderen Seite berichten. Meine Cousine war schwer an Magersucht erkrankt. Meine Mutter, Oma und Tante waren gefangen in einer Spirale. Hier ging es vor allem um Hilflosigkeit und Wut. Als Außenstehender kann man nicht verstehen was in einem Menschen mit Anorexie vorgeht. Von außen klingt die Lösung extrem einfach und simpel, nämlich essen. Meine Cousine war die Kategorie Wattebällchen in Orangensaft getränkt. Darauf bestand sie, wegen der Vitamine. Auch das ein total irrer Gedankengang und pure Verzweiflung. Bei uns war die ganze Familie involviert. Meine Mutter sah wie sehr ihre Mutter und Schwester unter meiner Cousine litten und war oft sehr wütend wenn sie auf meine Cousine traf. Weil in ihrem Verständnis die Lösung ganz einfach war. Nämlich essen. Es waren schlimme Jahre und endete in der Drogensucht meiner Cousine. Aus mir bis heute unerklärlichen Gründen hat sie irgendwann aus eigener Kraft ihr Leben umgekrempelt und lebt heute mit Mann und Kindern. Familientreffen damals waren der komplette Horror. Sie fühlte sich beobachtet, wir wussten kaum mit ihr umzugehen. Erst als sie anfing mit uns zu reden, wie sie sich fühlt, wie es ihr geht wurde es besser. Das war aber ein langer Weg und setzt eine Menge Vertrauen voraus.

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