Vermittler zwischen Mann und Sohn

Ich brauche einmal etwas Input von Außen..
Es kommt bei uns immer wieder zu Streitereien zwischen meinem Mann und meinem Sohn 4 Jahre. Irgendwie habe ich das Gefühl je mehr Verantwortung und Aufgaben mein Mann rund um unseren Sohn über nimmt, desto mehr Konflikte entstehen.
ZB. Sohn ist gerade nicht gut drauf, weil etwas kränklich. Er sagt er will nur die Mama..
Mann ist beleidigt.. Oder mein Mann und Sohn balgen herum, Sohn schlägt ihm unabsichtlich die Brille vom Kopf, Mann läuft wie von der Tarantel gestochen ins andere Zimmer und schlägt die Tür zu.. Auch wennn unser Sohn mal im größten Ärger sagt, " ich mag den Papa nicht mehr" ist mein Mann verärgert. Natürlich soll er das nicht sagen und ich versuche das auch meinem Sohn zu vermitteln, aber wie gesagt, es geht hier um einen 4 Jährigen..
Oder nach fast 4 Jahren klappt es endlich, dass auch mein Mann unseren Sohn ins Bett bringt ( mein Mann hat sich bis Dato geweigert, dann haben wir es eine Zeitlang zu Zweit gemacht, mit dem Ziel dass auch er ihn in den Schlaf begleiten kann, damit ich auch mal Zeit für mich habe) Aber da gibt es auch Konflikte, dann wenn unser Sohn halt manchmal doch noch mich braucht ist mein Mann beleidigt..
Oder Kind will nicht auf Kommando beim Adventskranz mitsingen ( habe ich auch gehasst als Kind) Mann ist beleidigt...
Mein Mann ist generell seit er viel zu Hause ist ( wir sind beide aktuell wieder im Home-Office) gereizt. Ich sage dann immer, er solls nicht persönlich nehmen, das ist ein 4 jähriger..
Aber er meint immer ich bin zu locker in der Erziehung.. Ich muss dazu sagen, mein Mann ist viel impulsiever als ich. ( es ist aber in den 20 Jahren die wir uns nun kennen schon viel viel besser geworden) Hat mein Mann recht, bin ich zu lax? Ich finde die Reaktion meines Mannes unangebracht und kindisch, aber er meint immer ich bin zu lax in der Erziehung und zu phlegmatisch..

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Der Text könnte von mir sein, nur das wir ein Mädchen haben 😊 Bei uns haben nur viele viele Gespräche geholfen, zwischen meinem Mann und mir und zwischen unserer Tochter und uns. Sie ist jetzt 7 Jahre und es ist viel viel besser. Mein Mann ist viel verständnisvoller geworden, aber wir konnten uns auch in unserer Erziehung einiger werden. Wir haben irgendwann angefangen uns gegenseitig Vorwürfe zu machen, er zu streng, ich zu lasch. Mussten da eine Reißleine ziehen, sonst hätten wir uns da nur noch gestritten.

Setzt euch nochmal zusammen und versucht euch nicht gegenseitig schlecht zu machen, sondern versucht einander zu verstehen.

Ich habe unserer Tochter auch immer gesagt sie hat 2 Elternteile und auch der Papa kann trösten, vorlesen etc.

Das mit dem Beleidigt sein, wenn sie ihm ausversehen weh getan hat, ist auch heutzutage nochmal so. Aber er ist halt vom Charakter so und er meint es nicht böse in dem Moment, reagiert halt leider dann so, das habe ich meiner Tochter erklärt. Sie versteht es ist ihm nicht böse und er entschuldigt sich dann aber auch.

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Finde, dass Dein Mann unangemessen reagiert und wahrscheinlich Null Ahnung von der Entwicklung des Kindes hat.

Unser Sohn ist auch 4 Jahre, durchlebt seinen Testosteronschub, den Jungs mit 4 Jahren nun mal bekommen und ist auch gerne wild und will ständig mit jemanden balgen und „kämpfen“.

Aber als Erwachsener weiß ich das und gehe entsprechend damit um und kanalisiere die Energie entweder nach draußen oder in halbwegs sinnvolle Beschäftigung / Aufgaben drinnen.

Erziehung ist wenn es schwierig wird.

Davor drückt sich Dein Mann, vor allem mit seinem Beleidigt Sein. Es geht nicht um ihn, sondern um die Erziehung des Kindes. Dass es gleich eskaliert, merkt man oft schon frühzeitig und als Mama steuert man dagegen.
Er lässt es knallen und ist beleidigt.

Dies Beleidigt-Sein (=Situation auf Dich abwälzen) würde ich ihm, dem Mann, als allererstes austreiben.

Er muss auch die Konsequenz der eigenen Inkonsequenz zu spüren bekommen und die Situation aushalten und es hinbekommen, wieder zum Guten wenden,
ohne Dich als Feuerlöscher oder Diplomat herbeizurufen.

Gleiches gilt für „Ich bin nicht mehr dein Freund“, „jetzt bin ich Freund von ...“ , „Du musst jetzt traurig sein“ , was wir aktuell 20 mal täglich in unterschiedliche Richtung hören.

Kind versucht mit seiner Gefühlswelt zurechtzukommen.
Manchmal geht es halt auch mal verkehrtherum, er ist selbst traurig/frustriert/wütend, verdonnert aber eine der umstehende Personen zum „du musst traurig sein!“.

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Bei meinem Mann habe ich gemerkt das sozusagen sein inneres Kind gerade auf ich will das jetzt aber so haben schaltet.

Habe ihm dann erklärt das man zwar eine Erwartungshaltung über die Situation oder das Kind hat, aber man aus diesem Kreislauf raus kommen muß. So kann man die Situation besser annehmen und daran arbeiten. Es ist nicht leicht gewohnte Muster ab zu legen.

Aber man muss nun mal verstehen das alles nun mal anders ist als man gedacht hatte.

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So ist es auch bei uns gewesen. Mein Mann ist auch impulsiver und sagte früher oft das muss er lernen das das nicht ok ist oder er ist selbst schuld.

Ich habe meinen Mann dann erklärt wie kindliche Entwicklung ist und dazu Beiträge dazu gesendet für gerade akute Probleme damit er selbst lesen kann warum das gerade so ist mit dem kleinen. Den eins ist nun mal sicher die machen das nicht um uns zu schaden. Oft reflektieren die kleinen unser Verhalten. Wenn dein Mann sich darüber schon aufregt wie soll das in der Pubertät werden.

Ich habe auch mit meinen Mann gesprochen was ich im Moment für ein Problem mit unserem Sohn habe und was geholfen hat.

Mein Sohn klammert auch sehr an mir und mein Mann war gekränkt und fühlte sich ausgeschlossen. Nur Mama durfte essen, trinken, Pflaster oder wer weiß was sonst bringen.

Nicht mal umarmen oder küssen dürfte mein Mann ihn.

Ab und an habe ich mit Absprache meines Mannes das Kind auch mal ignoriert und irgendwas gemacht und wenn es nur Wäsche, aufräumen und Co war gemacht und Dem Kind gesagt ich habe keine Zeit gerade ich bin beschäftigt. Wenn er dann Wasser wollte sagte ich wenn du zu Papa gehst hilft er dir sicher gerne ich kann gerade nicht.

Oder ihn animiert Papa ein Glas Wasser zu trinken weil der Papa hat heute noch nicht genug gehabt.

Dazu hab ich meinen Mann dazu verdonnert alles an zu nehmen was das Kind ihn bringt. Egal ob er gar kein Hunger hat zum beispiel. Das sind kleine Gesten der Zuneigung und die sollte man positiv verstärken.

Ich finde es auch doof jemanden ständig zu rufen, man kann auch mal zu dem Kind gehen und schauen was es gerade macht. Z. B. Du baust aber eine tolle Burg aus den steinen, jetzt wollen wir einkaufen oder zusammen auf den Spielplatz oder baden Zähne putzen etc.

So zeigt dein Mann dem Kind Interesse und fühlt sich wohl.

Bis heute kommt es vor das Papa was nicht soll. Aber immer öfter fragt er ob Papa von der Arbeit da ist oder will nur das essen was auch Papa auf dem Teller hat.

Es ist zu damals tausendmal besser geworden und ich musste viel Geduld mit meinen Mann haben. Vielleicht hilft dir die Geschichte ja weiter

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Man könnte denken Du hast zwei Kinder zuhause.
Ein erwachsener Mann sollte in der Lage sein alleine mit seinem Kind klarzukommen ohne Mutti.
Mein Mann würde sich das ständige Einmischen nicht gefallen lassen.
Wie kann man so eine schlechte Beziehung zu seinem Kind haben,was hat er die letzen 4 Jahre gemacht?
Oder hast du immer alles abgenommen?

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Kenn ich. War einer der vielen Grpnde

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Wenn ein Erwachsener sich mit einem Kind anlegt und dann auch noch den kürzeren zieht... spricht das nicht für seinen Charakter 😅

Er sollte sich mal mit kindlicher Entwicklung beschäftigen. So wie er sich verhält, ist es echt ein No-Go!

Es kann einen mal mitnehmen oder man nimmt es persönlich, wenn das Kind einen ablehnt, selbst wenn man es rational besser weiß. Das ist menschlich. Aber ständig wegen Sachen beleidigt zu sein, die einfach normal sind, ist einfach unreif!

Er sollte sich wie ein Erwachsener verhalten!

Ich würde ihn tatsächlich fragen, WARUM er das so persönlich nimmt. Waren seine Eltern auch so? Nur liebe, wenn erwünschtes Verhalten gezeigt wird? Kein Verständnis? Stichwort „inneres Kind“ und eigene Erziehung...

Ansonsten - wie gesagt, mit kindlicher Entwicklung auseinander setzen...

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Und was hat dein Mann die ersten vier Jahre gemacht ? Sich gar nicht gekümmert oder kaum was gemacht mit den Kleinen Vater Sohn Erlebnisse oder so ....
Ich habe von der Geburt an viel mit unseren Sohn gemacht ... ob alleine schwimmen ... Spielplatz .. spazieren ... shoppen .... Bett bringen ..... damit sich solche Probleme nicht entwickeln .... und man kann den Kind nicht etwas aufziehen was er nicht will ... er sollte vertrauen gewinnen ..und sich einbringen ...

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Einfach so wird er sich nicht ändern können, ihm fehlt es an Handlungsstrategie.
Wie wäre es, wenn er eine Vater-Kind-Kur beantragt? Nicht nur körperliche/seelische Leiden werden kuriert auch die Eltern-Kind-Beziehungen werden behandelt.

Lg

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Ich finde solche Sachen nicht gut ... Kur ... was bringt das denn wenn man die ersten vier Jahre verpasst hat, bringen vier Wochen auch die Zeit nicht zurück ... und was ist danach ... wenn man seien Alltag nicht ändert .. oder Gewohnheiten bringt das sowieso nix .

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Nun, es ist doch nicht zu spät, einen besseren Zugang zum Kind zu bekommen.
Tatsächlich birgt eine Kur viele Vorteile, die nicht auf den 1. Blick erkennbar sind: den Anstoß, im Anschluss an die Kur noch weiterführend Hilfe bei Erziehungsfragen zu erhalten/suchen (ich frage mich, ob hier jeder Vater, der Probleme in der Beziehung mit dem Kind hat, sofort juhu schreit, falls man ihm eine Erziehungsberatung ans Herz legt...eher wohl nicht)- in der Kur passiert das nebenbei mit Gleichgesinnten.
Ohne Stress und Druck (und bestenfalls ohne Einmischung von Mama) schafft man sich selbst positive Erlebnisse mit dem Kind und erhält selbst praktische Hilfe zur Anwendung geeigneter Entspannungstechniken.
Die Gleichgesinnten sind wichtig, weil man merkt, dass man selbst nicht dauernd verkehrt wahrgenommen wird und als Gesprächspartner.

Ich vergleiche eine Kur auch eher wie eine Schulung im Beruf. Grundsätzlich ist man geeignet und weiß eigentlich auch, was zu tun ist, aber hin und wieder ist eine Fortbildung einfach hilfreich oder notwendig für die Weiterentwicklung.

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Mein kleiner Sohn ist zwar erst 11 Wochen alt, aber mein Mann sagte jetzt schon, er wird ein totales Mamakind. Er ist jetzt schon so fixiert auf mich, sobald jemand anderes das Kind auf den Arm nimmt, sucht er mich sofort und lässt seinen Blick auch nicht mehr von mir los.
Naja, ist aber auch kein Wunder, ich bin den ganzen Tag mit dem Kind alleine zu Hause. Mein Mann hat zwar Elternzeit, ist aber den ganzen Tag auf der Baustelle und baut unser Haus. Wir ziehen nun bald um und ich hoffe, dass mein Mann ein bisschen mehr Zeit mit unserem Kleinen verbringen kann. Denn ich fürchte, er wird recht behalten.
Vielleicht ist das ja auch der Grund bei euch.

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Und das kann Man nach 11 Wochen schon sagen .. das ist ein Baby noch .. klar sucht es die Mama ....und wenn du stillst dann sowieso ... meine Frau hat 8 Monate gestillt .. und trotzdem haben wir viel zusammen gemacht ...und ich war auch den ganzen Tag arbeiten .... man muss sich etwas einbinden ..

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Nein, ich still nicht mehr und ja, ich finde schon, dass man das nach 11 Wochen schon sagen kann. Dem Kind bleibt ja nichts anderes übrig, sich an die Mutter zu hängen, wenn diese die einzige Bezugsperson ist.

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