Kinderwunsch während der Promotion

Hallo in die Runde :-)

Mich würde mal interessieren, ob hier jemand mit Baby und/oder Kleinkind promoviert hat, bzw. ob der Partner währenddessen promovierte. Wenn ja, wie hat das für euch als Familie funktioniert?

Mein Freund würde gerne zeitnah mit einer Promotion beginnen, wodurch wir unseren Kinderwunsch erst einmal auf Eis gelegt haben. Wir haben lange das Für und Wider durchdiskutiert und kommen irgendwie nicht auf einen Nenner. Ich bin eigentlich nicht dazu bereit, noch 4-5 Jahre zu warten. Wir sind beide Ende 20 und schließlich kann uns keiner sagen, wie lange wir letztendlich an einem Kind basteln müssten.

Meine Angst ist einfach, dass ich am Ende praktisch „alleine“ mit einem Kind dastehen würde, während er den ganzen Tag im Labor arbeitet.

Allerdings möchte ich meinen Freund in diesem Herzenswunsch auch unterstützen können. Ich weiß selber wie es sich anfühlt eine Abschlussarbeit nur „hinzurotzen“, weil das Leben gerade andere Pläne mit einem hat.

Würde mich wirklich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilen könntet.

LG

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Mein Mann hat 2010 eine doktorandenatelle angefangen (freie Wirtschaft, wie das im Labor ist kann ich aksi nicht sagen ). Er hatte feste Arbeitszeiten, das war ok. Ab 2014 hat er dann nur noch nebenher promoviert (war dann in der selben Firma angestelltl und hat eben an Abend ab der Arbeit bzw an papern geschrieben. Im selben Jahr wurde unsere erste Tochter geboren. Da ich km habe drauf mein ref fertig genäht habe, lag sie doss erstmal stiller. 2016 machte er auch selbstständig, 2017 kam unser sohn. Er hat immer am Abend und am we geschrieben.

Es erfordert große Disziplin, mein mann hat aber nie die Familie hinten angestellt. Das letzte hablbe Jahr (02/19 war die Verteidigung) war sehr hart für uns and Familie und paar . ER hat die Kinder ins bett gebracht und fuhr dann nochmal für 3-4 Stunden ins Büro, an we war er auch mal für 5-6 Stunden dort.

Man kann es schaffen und für mich war es nie etwas, was die Familienplanung gehindert hatte - dann dauert die diss halt länger...

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Vielen Dank für die Antwort :-)

Disziplin ist auf jeden Fall vorhanden, aber trotzdem auch Ängste. Ich kann mich noch gut an seine BA und MA erinnern. Der Standard war, dass er morgens um 8 aus dem Haus ging und abends zwischen 20-22 Uhr nach Hause kam, da blieb nicht mehr viel Zeit für Beziehung und anderes.

Ich hab auch zu ihm gesagt, dass sollten wir Kinder bekommen, er vermutlich länger brauchen wird. Es ermutigt auf jeden Fall, dass es scheinbar sogar mit mehreren Kindern machbar ist!

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Ich finde es schwierig die Frage zu beantworten, da mir so ein paar Informationen fehlen. Promotion ist ja nicht gleich Promotion. Also mich würde z.B. interessieren, wie seine Promotion von statten gehen würde? Wäre er am Lehrstuhl angestellt? Muss er "nur" promovieren oder hat er auch andere Tätigkeiten? Oder arbeitet er vielleicht sogar Vollzeit und promoviert nebenher? Wie finanziert ihr euch?

Sagt er persönlich, dass er beides nicht unter einen Hut bekommt?

Ich kenne quasi alle Möglichkeiten aus meinem eigenen Umfeld. Ich selbst habe damals für die Promotion meines Partners mein eigenes Promotionsangebot ausgeschlagen, da "wir ja zeitnah auch mal eine Familie gründen wollen" und deswegen "einer von uns voll verdienen sollte". Ende vom Lied: ein Jahr später sind wir eh getrennte Wege gegangen. Naja, ich bin heute sehr glücklich mit meinem Job und meinem Ehemann. Damals habe ich mich aber sehr geärgert, dass ich aus familiären Gründen gegen die Promotion entschieden habe. Wäre unsere Beziehung stabil gewesen, hätten wir auch das auch trotz möglicher Familienplanung hinbekommen. Denn viele aus meinem Bekanntenkreis haben das sehr wohl geschafft. Teilweise auch mit mehr als einem Kind. Bei meinem jetzigen Ehemann war seine Promotion damals jedoch auf Grund des ganzes Stresses der Anfang vom Ende seiner Ehe. Es kann alles passieren.

Am Ende gibt es viele viele verschiedene Beispiele. Manchmal hat es geklappt, manchmal nicht. Ich persönlich denke, dass es wichtig ist, dass beide Partner neben der Familie auch einen Beruf oder etwas anderes gleichwertiges haben, was sie glücklich macht.

Und es macht keinen Unterschied, ob man viel Zeit an einer Promotion arbeitet oder den ganzen Tag einer anderen Arbeit nachgeht. Wenn er genauso wie du Kinder haben will, kann er sich die Zeit einplanen, damit ihr auch Familienzeit habt.

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Vielen Dank für deine ausführliche Antwort :-)

Die Stelle wäre Teilzeit an einem Lehrstuhl. Sprich er müsste Übungen halten und sich an den Projekten des Doktorvaters beteiligen bzw. diverse Verantwortungen am Lehrstuhl und im Labor übernehmen. Finanziell müssten wir uns keine Gedanken machen.

Ich finde übrigens du sprichst einen sehr guten Punkt an. Für mich steht eigentlich fest, wenn er die Stelle antritt werde ich nicht promovieren, jedenfalls nicht zur gleichen Zeit. Darüber werde ich jetzt allerdings noch einmal nachdenken.

Deine Antwort hat mir wirklich unglaublich geholfen, noch einmal in mich hinein zu gehen und das Thema von einer anderen Perspektive zu betrachten.

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Gerade Tätigkeiten im Labor können sehr zeitaufwendig sein. Mein Mann hat einen Master in Physik. Seine Masterarbeit hat wesentlich länger als erwartet gedauert, weil die Ergebnisse des Experiments nicht mit der Theorie übereinstimmten. Abhängig davon, wie motiviert das Team ist, können Arbeitstage auch mal lang werden ... aber das wisst ihr ja wahrscheinlich schon von der Masterarbeit deines Freundes.

Die Frage ist auch, was ihr wollt. Wir haben unser Kind im Studium bekommen. Ich habe viel Zeit, mein Mann nicht. Aus seiner Perspektive könnte ich mir das nicht vorstellen, aber er findet es ok. Was ihn jedoch stört, ist die finanzielle Unsicherheit. Momentan arbeitet er übergangsweise in einem anderen Bereich, im nächsten Jahr möchte er die Promotion anfangen. Vor allem wenn er gestresst ist, fragt er oft: "Was ist, wenn wir es nicht schaffen und unserem Kind nichts bieten können?" Ihr müsst überlegen, wie gut ihr mit der finanziellen Unsicherheit umgehen könnt.

Ich bin noch Studentin, nächstes Semester schreibe ich meine Masterarbeit und möchte danach wahrscheinlich auch promovieren. Aber in einem anderen Bereich, in dem die Promotion weniger zeitaufwendig als ein Volontariat in Vollzeit ist, weil ich es mir nicht vorstellen kann, mein Kind nur wenige Stunden am Tag zu sehen. Doch das ist nur mein persönliches Empfinden. Wie wichtig ist das für deinen Freund?

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Mein Mann hat in einer Naturwissenschaft promoviert, aber als Theoretiker. Sein Chef war sehr nett und er konnte arbeiten wie er wollte (Vertrauensarbeitszeit).

Als Theoretiker konnte er über VPN auf alle Server und seinem Arbeits-PC von Zuhause aus zugriefen. Lehre war nur 1 Mal die Woche eine Übungsgruppe und ein paar Bachelorstudenten betreuen, das hat er meist am Tag der Lehre abgehakt oder auch mal online Fragen beantwortet. Er war 3 Mal pro Woche vor Ort 1mal länger (Lehre) und 2 mal kurz (Meetings usw.).

Wenn das Finanzielle nicht gewesen wäre, dann wäre ein Kind zeitlich locker drin gewesen. Wir haben aber erst nach Abgabe mit dem KiWu begonnen, er war auch mit 3 Jahren sehr schnell durch.

Ich bin eher im praktischen Bereich tätig, hier promoviert praktisch niemand unter 5 Jahren. In der Praxis kommt es ja immer wieder zu unvorhersehbaren Ereignissen und Ergebnissen. Auch ist die Anwesenheit vor Ort eine andere, Doktoranden sind hier gerne auch am Wochenende im Labor, weil man eine Reaktion oder Vorgang nicht übers Wochenende "pausieren" kann. Je nachdem wo man tätig ist gibt es auch Messzeiten für begehrte Geräte und man muss den Termin nehmen der da ist. Ich kenne Wissenschaftler die deswegen im Labor (bzw. Büro neben dem Labor) geschlafen haben, weil sie nur nachts messen konnten.

Unter solchen Umständen ist ein Kind eine Herausforderung, ich persönlich kenne in meinem Fachbereich niemanden (nicht einmal über Dritte) der/die mit Kind erfolgreich(!) promoviert hat, bei meinem Mann haben mehrere Doktoranden Kinder bekommen und erfolgreich promoviert. Es gibt natürlich auf ganz Deutschland gesehen erfolgreiche Doktoranden mit Kind in meinem Fachbereich, aber wirklich eher selten. Eine Doktorandin mit Kind ist hier seit 7 Jahren dabei und es ist kein Ende in sicht, ihr Stipendium ist vor Jahren ausgelaufen und sie arbeitet für Lau (Gastwissenschaftlerin). Sie kann halt nicht bis in die Puppen im Labor sitzen und (fast) jedes Wochenende vor Ort sein.

Ich würde das erste Jahr oder 1,5 Jahre der Promotion abwarten und gucken, wie es so ist. Man muss auch nicht ganz bis zum Ende warten, wenn man bei seiner Diss den "Durchbruch" hatte und die Ergebnisse gut aussehen, nur Kleinigkeiten fehlen und/oder man zB nur noch "zusammenschreiben" muss, dann kann man auch früher mit dem KiWu starten.

Es kann so oder so laufen, das "wie" hängt von der Orga ab, vom Chef/Doktorvater usw. Deswegen würde ich das erst entscheiden, wenn die Promotion läuft.

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Ja ich bin so spät wach, ich lerne nachts 😅

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Keine Sorge, ich bin auch noch wach 🤪

Mein Freund ist Ingenieur und im praktischen Bereich tätig, das macht mir Bauchschmerzen. Ich kenne 12-14 Stunden Tage von ihm noch gut aus der Zeit der BA und MA. Da eine Messung, hier ein Fehler, dort ein Problem...nicht sehr prickelnd. 😅

Ich wollte mindestens 1 Jahr abwarten und sehen wie es läuft. Ist halt nur blöd, dass die Entscheidung dann praktisch schon gefallen wäre und er nicht einfach wieder aufhören oder länger pausieren kann. Ich möchte allerdings auch nicht bis Mitte 30 warten. Verzwickte Situation! Das hat man davon, wenn man im Leben ein bisschen trödelt.

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Hallo,

mein man hat auch promoviert und wir haben in dieser Zeit sogar 2 Kinder bekommen.
Bei uns hat das recht gut geklappt, obwohl Kind 1 ein Schreikind war.
Man muss sich halt im klaren sein, dass es Phasen und Zeiten gibt zu denen man fast alleinerziehend ist.
Kind 1 kam in der Anfangsphase der Promotion, da war das gar kein Problem. Vor der Geburt des zweiten Kindes hat mein Mann dann noch abgegeben und kurz vor ET seine Verteidigung gehabt. Es war zum Glück Sommer, sodass ich mit meiner Tochter viel draußen unterwegs sein konnte, damit er Ruhe hat. Das ging alles und es war uns ja auch klar, dass das so sein wird. Von daher konnten wir uns gut darauf einstellen.

Ehrlich gesagt war die anschließende Zeit mit Suche einer neuen Arbeitsstelle und Arbeitsbeginn an einem anderen Ort (Fernbeziehung) auch nicht weniger anstrengend. Da war mein Mann in Elternzeit, Promotion fertig, aber leider war er nie da, weil hier ein Bewerbungsgespräch und dort.....diese Zeit war viel schwieriger für uns, da wir beide damit gerechnet hatten, dass er jetzt etwas Zeit für die Familie und die 2 Kinder hat.
Und aus meiner Sicht gibt es den perfekten Zeitpunkt für ein Kind nie, allerdings müsstet ihr euch natürlich einig sein.

Liebe Grüße und viel Erfolg

Isabel

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Danke auch dir für deine Antwort, besonders für die ganz andere Perspektive mit der Jobsuche. :-)

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Wir haben unsere Kinder während Studium und Berufstätigkeit bekommen, jedoch einige Eltern kennengelernt, die es während der Promotion bekommen haben. Letztlich gilt da das gleiche wie auch bei anderen Lebensabschnitten: Es kommt auf die Person und die Umstände an.
Ich kenne Papas (tatsächlich keine Mamas) die haben die Promotion als willkommenen Grund genommen als wissenschaftlicher Mitarbeiter die maximale Beschäftigungszeit auszureizen (Ich glaube 6 Jahre?), ein gutes Gehalt zu kassieren und sich nicht so wirklich um die Promotion gekümmert haben (die wurde dann aber am Ende auch entsprechend).
Das waren die engagierten Papas, die viel Zeit mit ihren Kindern verbringen wollten. Da hatte es die Familie gut, der Beruf dann nicht so. Also es war nicht das Sprungbrett für eine große Karriere, abgeschlossen haben die Promotion aber alle.
Ich kenne auch Papas, die die Promotion "richtig" gemacht haben. Und dann lebst du eben in der Uni. Und deren Familien haben die Papas nicht so wirklich zu sehen bekommen. Da ist die Mutter auch in beiden Fällen zuhause geblieben, war damit aber kreuzunglücklich, weil sie ja eigentlich auch super ausgebildet war und arbeiten wollte, der Mann aber absolut gar keine Unterstützung war. Die Promotion wurde in beiden Fällen gut, beide Ehen wurden jedoch geschieden.

Wenn die Promotion mit einem Job verbunden ist und du bereit bist, im konservativen Modell Hausfrau zu sein oder zumindest sehr stark zu reduzieren, mag das klappen. Wenn du auch noch Ziele im Leben hast und die Promotion was werden soll, würde ich es ehrlich gesagt anhand der Erfahrungen in meinem Umfeld lassen.

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Vielen Dank, du sprichst einige meiner Sorgen an. Ich hatte auch schon vorgeschlagen mit der Promotion zu warten, wenigstens bis die Familienplanung abgeschlossen und die Kinder aus dem Gröbsten raus wären. Ich will später einfach mal nicht vor einem unnötigen familiären Scherbenhaufen stehen, weswegen ich mir auch negative Meinungen/Erfahrungen sehr zu Herzen nehme.

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Huhu
Ich bin mit 8 Kindern noch immer Studentin.
Bis Kind 5 wurde ich auch immer Problemlos schwanger. Da war ich aber auch unter 30.
Zwischen Kind 5 und 6 hatte ich dann eine Fg am Ende der 11.SSW. Da war ich 29 Jahre alt und es dauerte ein halbes Jahr, bis ich wieder Schwanger wurde.

Nach Kind Nr 6 bastelten wir sogar 1,5 Jahre. Leider verloren wir einen Zwilling mit 2,5 Monaten an einer Trisomie.
Ja- und bei meiner Kleinsten warteten wir jetzt fast 3 Jahre. So bin ich inzwischen 36 Jahre alt.

Es ist leider wirklich so, dass die Fruchtbarkeit ab 30 stark nachlässt. Natürlich gibt es Glückstreffer, doch die sind selten. Man sollte sich nicht drauf verlassen, dass man noch so viel Zeit hat. Grade wenn man vielleicht noch ein weiteres Kind möchte.
Die Promotion wird er auch mit Kind schaffen! Und auch du wirst ihn trotzdem im Rücken haben. Ich würde es wagen!

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Genau davor habe ich Angst! Wer garantiert denn, dass es zeitnah klappt? Selbst wenn es am Ende nur reiner Zufall wäre und sonst alles in Ordnung ist. Außerdem wollte ich eigentlich immer mindestens ein Kind vor 30, aber daraus wird definitiv nichts mehr. 😔

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Meine Mama hat ihre Diplomarbeit geschrieben, da war meine Schwester 1 (ich 7) und mein Papa unter der Woche nicht da (Außendienst).

Sie meinte, dass das richtig hart war und sie oft fast verzweifelt ist. Sie hat dann nicht mehr promoviert.

Ich vermute, du wirst deinen Mann nicht so oft sehen und das unter Umständen über Jahre! Ich kenne mehrere, die gescheitert sind oder über Jahre echt am Limit sind...

Würde es mir wirklich gut überlegen.

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Ich weiß, dass man wahrscheinlich keine Situation 1:1 auf unsere übertragen kann, aber alle eure Erfahrungen, egal ob negativ oder positiv, helfen mir doch sehr. Vielen Dank!

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Hallo,

Wir haben in der Zeit der Promotion meines Mannes in einer Naturwissenschaft mit Laborarbeit 3 Kinder bekommen. Die Zwillinge kamen etwa zur Halbzeit, der kleine kam kurz nach Abgabe, aber noch vor der Verteidigung. Es war hart, 10h Arbeitstage und Wochenende inkl. Mein Mann hat meist schon kurz nach 6 Uhr angefangen und war dann abends immer zuhause, so konnte er noch Zeit mit den Kindern verbringen und war beim ins Bett bringen da.

Ich bin nach 1 Jahr wieder arbeiten gegangen und habe mein Referendariat beendet. Die Kinder waren Max. 7 Std/Tag in der Kita, es muss dann halt viel am Wochenende UND abends gemacht werden.

Wichtig ist ein gutes Netzwerk, dass notfalls einspringen kann und hilft. Unsere Familien haben in der Zeit viel geholfen.

Der kleine kam diesen Sommer, Corona kam uns dahingehend "zu gute", das Labor war zu und er konnte im Home Office seine Promotion/Paper schreiben. Ich war im Beschäftigungsverbot, was die Kinderbetreuung erleichtert hat. Und er war im Notfall zuhause verfügbar.

Es ist hart, Paarzeit bleibt definitiv auf der Strecke und man muss sich im klaren darüber sein, dass man oft alleine ist und nicht viel Entlastung hat.

Es ist eine schwere Entscheidung, aber das Leben kann man nicht planen und es kommt eh oft anders als man denkt.

Grüße

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Lieben Dank für die Antwort :-)

Würdet ihr euch denn wieder für diesen Weg entscheiden, wenn ich das mal so fragen darf?

Ich weiß ja doch schon wie es ist, wenn im Labor mal wieder was schief läuft und dann 10-12h Tage zur Norm werden. Da ging aber nur um uns als Paar und als Familie stelle ich es mir nochmal schlimmer vor.

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Es kommt natürlich drauf an, was für eine Promotion ist.

Mein Mann hat in Verfahrenstechnik promoviert und war am Institut angestellt. Er hat Projekte am Institut bearbeitet und auch ein bisschen am Lehrstuhl was machen müssen (Prüfungen korrigieren, Studien/Master/Bachelorarbeiten und Pratrikas betreuen). Trotzdem hat er in der Regel seine 40 Stunden Woche und er gehörte nicht zu denen, die im Labor quasi übernachten 😅

Unser Kind kam am Ende seiner Promotion. Er hat sich die 2 Monate Elternzeit genommen, um sich von der Institutsarbeit zu befreien und seine Promotion zu schreiben und auch nach einem Job zu suchen. Danach hat er wie gewohnt am Institut weitergearbeitet, bis der Vertrag auslief und er eine neue Stelle angetreten ist.

Bei uns war es angenehm und eigentlich nichts anderes als wenn er normal irgendwo arbeiten würde.

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Vielen Dank, das klingt durchaus positiv :-)

Eure Situation wäre natürlich ein Traum. An das Institut deines Mannes würde ich meinen Freund auch gerne schicken! Aber so wie ich unser Leben kenne, kriegen wir das genaue Gegenteil #rofl

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