Was ist nur los mit mir

Hallo zusammen.

Heute (bzw gestern..) ist kein guter Tag. Ich fühle mich überfordert und total schlecht.
Meine Tochter ist so schnell am weinen, wegen etlichen Dingen so oft am jammern, dass ich das Gefühl habe nicht mal Mutter sein richtig zu machen. Sie klebt wie eine Klette an mir, kann nicht mal abends in Ruhe duschen, sie kommt direkt an die Tür und haut dagegen, so dass ich nicht abschalten kann. Sie ist permanent da, sie bleibt nicht mal ruhig wenn Papa mal auf sie aufpassen muss (Zahnarzttermin - sie sucht mich ständig laut seiner Aussage.) und irgendwie stresst mich das einfach nur noch. Habe mich sogar beim Gedanken erwischt, es zu bereuen 😭 dabei ist sie ein Wunschkind.

Heute war die U6 wo man mich fragte, wie ihr Schlaf wäre. Sagte ich, sie kommt noch immer 2 bis 3x in der Nacht Für die Flasche. Hiess es, dass muss aufhören, sie braucht die Nachtflasche nicht mehr, ich muss ihr das abgewöhnen. Gggf. eine Alternative zum beruhigen geben. Ich liege deshalb nun fast ne Stunde wach im Bett, weil sie ständig gejammert hat, dann wieder kurz ruhig war und wieder gejammert hat. Wälzt sich hin und her. Habe ihr nun doch die Flasche gegeben, aber mit weniger Pulver.

Ebenso wurde mir gesagt, dass sie es langsam schaffen muss, ohne meine Hilfe wieder in Schlaf zu finden. Aber meine Kleine kann nun mal nicht in ihrem Bett schlafen, da wird sie so viel öfter wach und das macht mich innerlich immer so wütend, ich möchte doch nur mal etwas Ruhe haben nachts... Wobei sie ja so unruhig schläft, tritt sie mich immer wieder wovon ich wach werde und total unruhig bin unf angespannt.

Ich weiß auch gar nie wirklich, was ich mit ihr anfangen soll. Sie reisst mir ständig die Bücher aus den Händen, so dass ich nicht wirklich vorlesen kann. Rausgehen ist auch so lala, weil es mich anstrengt mit ihr und Kinderwagen alleine unterwegs zu sein. Sie jammert so schnell herum,nichts passt ihr
... Trage ist definitiv zu schwer für längere Spaziergänge.

Ich weiß grad nicht, ob ich das überhaupt posten soll. Aber ich brauche "jemanden", dem ich das erzählen kann.

Zusammenfassend: ich habe das Gefühl, nichts auf die Reihe zu kriegen. Der Haushalt liegt rum, weil ich keine Motivation finde, ich schaffe es nicht, locker zu bleiben und ich habe das Gefühl, meine Tochter zu wenig zu bieten/fördern. Ich war so ein gechillter Mensch früher. Jetzt bin ich gefühlt non stop unter Strom und unglücklich 😔

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Hey erstmal kopf hoch, diese Phase ist ganz normal. Du schreibst u6, also ist deine Tochter fast 1 jahr alt. Viele Kinder sind um den ersten Geburtstag (meine eingeschlossen) extrem anhänglich. Das legt sich aber wieder.

Meine Tochter ist nun 2 Jahre und 3 Monate alt und kommt nachts 1 bis 5 mal und trinkt Milch. Es ist mir egal, ob sie das nicht mehr darf. Sie braucht das und kriegt das, fertig. Mein Sohn hat auch noch ewig lange seine Flasche morgens um 5 getrunken und dann von heute auf morgen plötzlich nicht mehr. Lass dich da bitte nicht unter Druck setzen.

Auch wird meine Tochter in den Schlaf begleitet. Ich lege sie kurz bevor sie richtig einschläft in ihr Bett. Auch mein Sohn (8,5 jahre) wird in den schlaf begleitet. Es wird vorgelesen und noch gekuschelt bevor ich sein Zimmer verlasse. Beide könnten auch allein einschlafen, aber warum? Ich schlafe ja auch mit Begleitung (mein Mann) ein. Ich finde das auch schön, dass ich meinen Sohn noch begleiten darf.

Mit 1 jahr wollte meine Tochter immer selbst laufen oder in die trage, den Kinderwagen mochte sie nie und im buggy saß sie etwa 2 Minuten bevor das weinen losging. Ich trage sie manchmal immer noch in der kokadi Tai Tai und das Gewicht (knapp 14 kg mittlerweile) ist kein Problem, durch die gekreuzten Träger verteilt sich das Gewicht optimal. Auch auf dem Rücken tragen klappt wunderbar. Aber selbst laufen war am einfachsten, auch wenn sie überall und nirgendwo hin gerannt ist und wir ewig gebraucht haben 😅🙈

Auch mein Haushalt ist nicht immer perfekt. Es gibt nun mal Phasen, da brauchen mich die Kinder mehr als der Haushalt 😉 der rennt nicht weg, habe dann eben nur das nötigste gemacht und den Rest eben irgendwann, wenn Zeit war oder mein Mann zu Hause war.

Du könntest mit deiner kleinen kneten, malen, lego oder Bausteine hinstellen. Salzteig machen und sie Formen lassen. Nach dem aushärten dann mit fingermalfarben bemalen lassen. Kekse backen oder tanzen. Oder beim Haushalt helfen lassen, zum Beispiel die Waschmaschine einräumen/ausräumen lassen. Gib ihr einen Lappen und sie kann auch mit Staub wischen oder sie saugt. Das haben meine beiden total gern gemacht. Steckbriefe fand meine kleine mit einem jahr auch toll. Oder ein bällebad, da konnte sie Ewigkeiten drin verbringen 🤣

Bereuen tust du dein Kind sicher nicht. Auch ich habe oft gesagt, wenn ich das gewusst hätte, hätte ich keine kinder 😜 aber missen möchte ich die zwei knallerbsen auch nicht mehr 😛

Also, jetzt fühl dich einfach mal gedrückt, atme tief durch und sag dir selbst, dass du toll bist. Die Phase geht vorbei und es wird wieder besser.

Sollte deine motivationslosigkeit anhalten, solltest du mit einem Arzt sprechen, denn dann könnte da auch mehr hinter stecken.

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Steckspiele nicht Briefe 🤦‍♀️

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Vielen lieben Dank für deine Nachricht!

Den Absatz mit den Spieletipps, ist das denn schon machbar für eine knapp 1 Jährige? Habe das Gefühl, meine Tochter spielt eher noch sehr einfach. Bauklötze gegeneinander schlagen, Sachen herumwerfen und so. Wir haben Zuhause nur ein Holzpuzzle (schlägt sie nur drauf herum), ein Hammerspiel (nur der Hanmer selbst interessant) und ein Steckwürfel (da schlägt sie die Klötze gegeneinander).

Aber vielleicht muss ich tatsächlich mal was anderes ausprobieren... Uns gefällt ja auch nicht jede Aktivität gleich gut.

Mein Partner hat bald Winterurlaub, ich hoffe, dass ich so wieder etwas entspannen kann und dann mit neuem Atem ins Kleinkindalter starte 🙈

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Hallo,

um den ersten Geburtstag sind die meisten Kinder wahnsinnig anhänglich.
Sie selbst fangen an die Welt zu erkunden, aber wehe Mama bewegt sich 5mm 🙈😄

Ich würde dir empfehlen momentan alles zu tun, was es euch leichter macht. Nachts so viele Flaschen wie nötig und dabei kuscheln. Dann bist du (und sie 🙈) wenigstens halbwegs ausgeschlafen und der Tag ein wenig entspannter

Einschlafbegleitung bekommt meine Vierjährige auch immer noch. Es tut ihr einfach sehr gut nach einem langen Tag geborgen zur Ruhe zu kommen.

Spaziergänge machen erst wieder so richtig Spaß seit sie Laufrad fahren kann, vorher war das eher ein Tänzeln von Blümchen zu Blättchen.

Für ein so kleines Kind da sein, ist manchmal wahnsinnig anstrengend. Wenn dann jemand mit „sie muss jetzt aber...“ kommt, einfach auf Durchzug stellen.

Du kannst ihre Anhänglichkeit auch für dich nutzen. Ein Wäschekorb mit interessanten Dingen aus der Küche füllen - und du setzt dich mit einem Kaffee daneben. Kind ist beschäftigt und nachdem du dich nicht bewegst, auch zufrieden 😄

Alles Gute

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Hi,
euer KiA ist ein Depp. Wie ihr euer Nachtleben gestaltet, geht ihn gar nichts an, lass dich da nicht stressen. Unser KiA hatte danach überhaupt nicht gefragt, könnte mir aber vorstellen, dass er mit vier Kindern genau weiß, wo der Hase langläuft.
Ich habe gestern etwas Interessantes im Radio gehört, das bezog sich zwar auf die aktuelle Pandemiesituation, passt aber dennoch: Akzeptanz schafft Resilienz. Wer eine Situation akzeptiert, der verbrät keine unnötige Energie damit, sich zu grämen, sondern hat diese, um ggf. Lösungen zu finden. Deine Kleine ist halt in einem herausfordernden Alter, so what, das wird sich auch wieder ändern.
Aber ich kann mir auch vorstellen, dass dir die Jahreszeit aufs Gemüt schlägt. Ich habe z.B. einen Vitamin D-Mangel, wie viele andere Menschen auch, aber seit ich da was gegen einnehme, geht’s mir in dieser Jahreszeit bedeutend besser. Sind deine Schilddrüsenwerte in Ordnung?
Das wird bald besser, ganz bestimmt.

vlg tina

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Ich könnte tatsächlich mal meine Schilddrüsenwerte abchecken lassen. Meine Schwester hatte damit auch schon Probleme.

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Bei dem Rat würde ich sagen, lass den Kinderarzt ruhig reden. Außer deine Tochter wäre stark übergewichtig. Ansonsten soll sie einfach ihr Pre Milch bekommen und fertig. 2 bis 3 mal in der Nacht wäre mir nur zu anstrengend. 1 bis 2 mal kam meine Tochter auch noch lange und wollte gestillt werden bzw. später eine Flasche haben. Das mit der Flasche war aber eher phasenweise wohl im Wachstum.

Auch muss kein kleines Kind Nachts alleine wieder einschlafen. Wenn sie wach wird, dann warte ein paar Minuten und schaue, ob sie wieder einschläft oder deine Hilfe braucht. Man hört das recht schnell, ob das Kind nach einem verlangt oder es auch so ohne viel Aufregung geht.

Lernen tun Kinder sowas nicht nach Lehrbuch, sondern in ihrem Tempo. Man sollte den Enteicklungsschritten nicht im Weg stehen sondern diese unterstützen aber man muss auch nichts forcieren.
Sprich, wenn das Kind auch so einschläft, es auch machen lassen, wenn das Kind im eigenen Bett schlafen möchte, ihm das auch ermöglichen.

Wenn du Zeit für dich brauchst schicke den Papa mit dem Kind raus. Lässt ihn spazieren gehen, eine Stunde in den Wald oder auf den Soielplatz. Irgendwas schönes außerhalb der "Mamazone". Das klappt meistens besser.

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Wenn du eh schon aufm Zahnfleisch bist gerade dann lass bitte die Nacht in Ruhe. Mach so weiter wie bisher mit der Milch. Sie wird es schon lassen wenn sie so weit ist.

Ich erinnere mich gut dass es um den ersten Geburtstag rum bei uns ganz ganz zäh war. Das war der schlimmste Schub den wir hatten.
Halte durch . Es wird sicher bald wieder besser...

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Ich habe nicht alles lesen können, aber die nachtflasche muss nicht aufhören das ist Quatsch. nicht alles was ein Arzt sagt ist immer richtig. mach etwas weniger Pulver in die Flasche, und gut. Mach dir keinen Stress, wo es keiner sein muss.

Entweder, sie gewöhnt sich die Flasche drüber l selbst ab, so war das bei uns, oder du gehst das an, wenn du mehr Kapazitäten hast.

Alles Gute!

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Hallo!

Diese Zeit, wenn die Kinder so um ein Jahr rum sind ist einfach wirklich extrem anstrengend. Ich finde noch anstrengender als das Babyjahr.
Bei uns war das so, dass es dann ab 18 Monate langsam besser wurde.

Ich wusste in dieser Zeit auch oft nicht, was ich mit ihr anfangen soll.

Es liegt also nicht an dir : )))

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Hallo,
Ich schließe mich den anderen an!
Wenn dein Kind nachts die Flasche braucht, dann gib sie weiter!
Alleine einschlafen muss gar kein Kind in dem Alter! Wenn es ein Kind kann, dann gut.
Meine fast 2-jährige kann es noch nicht und da bin ich dann bei ihr. Jedes Kind ist anders.
Akzeptiere es und macht es so wie es FÜR EUCH passt! Was der Rest sagt, denkt oder rät vergisst du einfach wieder.

Was für meine Große passt, ist für meine Kleine nicht mal mehr das richtige!
Und zwecks dem "falsch machen", geht mir aktuell genau so. Nix passt...
Diese Phasen kommen und gehen immer wieder. Versuch das beste draus zu machen.

Du bist auf jeden Fall nicht alleine damit ;)
Und ich glaube so jede Mutter wünscht sich mal die Zeit ohne Kinder zurück.

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Vielen Dank!

Ja ich werde das beste aus der Situation machen. Heute geht es mir gott sei Dank wieder etwas besser, von der Laune her.

Auch wenn man eigentlich weiss, wie es nun ma ist mit Kind, tut es sooo gut, solche Nachrichten frisch zu bekommen und dann sind die Gedanken erstmal wieder beruhigt.

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Das hat man mir bei der U6 auch erzählt. Ich habe es überhört. Wenn mein Kind Hunger hat bekommt es Essen, natürlich auch nachts. Ich werde einen Teufel tun und ihm die Milch verdünnen. Und geschlafen hat er zu dem Zeichen sehr schlecht. Von Schüben hat auch unser Kinderarzt noch nichts gehört. Deswegen auch das ignorieren. Jetzt Sandwich 6 Wochen nach der U6. Er schläft wieder durch. Braucht keine Flasche mehr und wächst kräftig. Ich glaube, alles sollte man mit seinem Kinderarzt nicht besprechen ;-).

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Sandwich = sind wir

Ach und seit der Schub vorbei ist, kann ich in Ruhe duschen, er klebt auch nicht mehr so an mir. Du schaffst das!

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Dankeschön, dass macht mir wieder mehr Mut 🙈

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