Belastungen nach Tod des Onkels

Hallo,
dies wird gar keine Frage, sondern ich brauch grad jemand Aussenstehendes, der meine Sorgen anhören möchte.
Mein Onkel ist gestorben und es bleibt seine Lebensgefährtin zurück, mit der er seit 27 Jahren mehr oder weniger glücklich zusammen war. Er wollte sie nie heiraten, weil beide krank sind/waren und somit keine Familie gegründet werden sollte. Er war immer sehr geizig und hat sein Geld zusammengehalten. Auch das wird ein Grund sein, dass er es nicht mit ihr teilen wollte.
Wie geschrieben ist sie ebenfalls chronisch krank und hat in ihrem Leben (immerhin ist sie auch schon 50 Jahre) noch nie mehr als einige Stunden die Woche gearbeitet. Das krasse Gegenteil zu meiner Mutter - die ist ein Arbeitstier. Deshalb konnten sich die beiden Frauen noch nie gegenseitig verstehen. Meine Mutter hat kein Mitleid und kein Verständnis für sie, versuchte aber, mit ihr auszukommen, weil es ja die Fast-Schwägerin war. Im Gegenzug war seine Lebensgefährtin immer unfreundlich und lies meiner Mutter und unserer Familie nie die Möglichkeit auf sie zuzugehen. Lange Zeit hatte ich ein gutes Verhältnis zu ihr, weil ich sie mit Samthandschuhen angefasst habe und ihre schlechte Laune ertragen habe. Aber als mein Onkel so krank wurde, dass er ständig im Krankenhaus war, zeigte sie ihr wahres Gesicht und hat auch mir ins Gesicht gelogen und nur Ansprüche erhoben: Wann wir ihn zu besuchen hatten, was wir ihm sagen durften und was nicht...
Nun ist mein Onkel gestorben und ich komme damit gar nicht klar. Die letzten Wochen konnte ich ihn wegen Corona nicht sehen und habe mit ihm auch nicht telefonieren können. Und anstatt uns allen Ruhe zu gönnen brodelt es in der Familie soo sehr und die Konflikte zwischen ihr und meiner Mutter (da ja beide die nächsten Angehörigen meines Onkels) werden immer schlimmer.
Gestern mussten wir etwas bei ihr abgeben und da hat ihre Mutter meinem Mann übelste Sachen über meine Mutter erzählt und ihn gebeten, er soll bei ihr und der Lebensgefährtin meines Onkels vorbei kommen, damit er mal hört, was er für eine Schwiegermutter hat.
Meinen Eltern haben wir natürlich nichts davon gesagt und mein Mann möchte auch nicht hingehen.
Der Gedanke meiner Familie (habe noch eine Schwester mit Anhang) ist der, dass die Lebensgefährtin nun Angst hat, beim Erbe nicht gut bedacht worden zu sein. Sie hat am Totenbett von ihm gesagt: "Du hast mich nicht geheiratet, jetzt werde ich mal von Harz 4 leben müssen"
Die Seiten sind so verhärtet und das belastet mich. Weiß wirklich nicht, wo man da noch einen neuen Anfang finden kann oder wenigstens ein gutes Ende. #schmoll

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Das wird leider kein gutes Ende finden. Sie hat keinerlei Anspruch aufs Erbe, wenn er kein Testament gemacht hat, in dem er sie bedacht hat. Sie hat nun Angst alles zu verlieren, aber das gibt einem natürlich nicht das Recht ein schlechter Mensch zu sein.
Ich würde anstelle eurer Familie das Erbe abwickeln und den Kontakt zu ihr einstellen sobald wie möglich.
Ihr seid ihr zu nichts verpflichtet, das wäre Sache der beiden gewesen.
Euch alles Gute

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Danke, dass du meinen langen Text durchgelesen hast und danke für deine Antwort.
Er hat ein handschriftliches Testament gemacht und beim Amtsgericht hinterlegen lassen. Das wird meiner Mutter wohl zugeschickt und meine Eltern planen schon, das bei einem Notar im Beisein der Lebensgefährtin öffnen zu lassen, weil sie sich sonst Vorwürfen der Fälschung ausgesetzt sehen.
Mein Onkel hatte eine Wohnung und er hat seiner Lebensgefährtin wohnrecht darin zugesichtert. Das bedeutet ja leider noch nicht, dass sie die geerbt hat. Sie wohnt bisher im Haus ihrer Mutter und möchte dort auch bleiben bis diese nicht mehr da ist. Das Haus hat allerdings ihr Bruder geerbt. Wenn sie die Wohnung nicht erbt, sondern nur das wohnrecht darin, wird unsere Familie noch sehr lange mit dieser Situation belastet sein und das setzt natürlich auch zu.
Du hast geschrieben, dass wir zu nichts verpflichtet sind und dazu kann ich nur sagen, dass ich spätestens seit mein Onkel bei der Gesundheit richtig abgebaut hat - also angefangen vor zwei Jahren - immer wieder zu ihm gesagt habe, er soll sich darum kümmern, was sein weiteres leben angeht - im Bezug auf Pflege etc., aber auch um die Zukunft seiner Freundin.
Belastend für mich kommt hinzu, dass ich mittlerweile auch denke: Sie hat sich einen Mann gesucht um versorgt zu sein. Und das kollidiert gänzlich mit meiner Lebensphilosophie, ich kann nicht nachvollziehen, warum Frauen denken, sie müssten verheiratet sein, um finanziell abgesichtert zu sein. Das ist doch die eigene Aufgabe eines Menschen und die kann ich doch nicht auf einen anderen abwälzen.

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Hi

Mein Beileid. Dein Onkel scheint erst vor Kurzem gestorben zu sein. Seine Freundin und er konnten jahrelang ihre Finanzen nicht gemeinsam regeln; er heiratete sie nicht, sie hat nie gross gearbeitet. Übt nun mentalen Druck auf eure Familie aus, da sie spürt bzw. weiss, was auf sie zukommen wird. Ich würde aber auch meinen, Pech für sie. Sie hätte die Zeit gehabt, ihr Leben selbst zu steuern. Hat sie nicht. Ich würde auf Durchzug schalten und den (Erb-) Dingen ihren Lauf lassen. Ihr müsst alle auch gefühlsmäßig wieder runterkommen. Danach wird das bestimmt wieder.

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Danke Phonics,
vor vier Wochen ist er gestorben und vor zwei Wochen war die Beerdigung. Die Streitereien nehmen uns alle die Zeit zum Trauern. Meine Mutter tut mir auch leid. Sie bekam von seiner Freundin an den Kopf geworfen, dass meinen Onkel keiner so gut kennt wie sie (seine Lebensgefährtin). Als ob sich meine Mutter nicht auch ihr leben lang um ihn gesorgt und mit ihm Höhen und Tiefen gehabt hat (er hat als 20 jähriger durch falsche Tablettengabe seine Nieren verloren und sein leben stand seither schon öfter auf der Kippe). Nach dem Tod meiner Oma ´97 war sie seine nächste Angehörige. Und als ich Kind war lebte er bei uns im Haus und hat mich die ersten drei Jahre quasi mit groß gezogen.
Wir wissen noch nicht, was im Testament steht und das ist uns eigentlich auch egal. Wird aber wohl so kommen, dass er seine Wohnung an unsere Familie vererbt hat und seiner Freundin wohnrecht eingeräumt. So hat er es wohl zu ihr gesagt. Und damit werden uns viele Dinge noch sehr lange begleiten.

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Die Frau war doch 27 Jahre mit Deinem Onkel liiert, schafft es aber nicht, als nächste Angehörige zu gelten, ist nur die "Fast-Schw-Schwägerin".

Ich glaube, dass es vielleicht einfacher gewesen wäre, wenn Deine Familie die Frau als das akzeptiert hätte, was sie war: Die langjährige Partnerin Deines Onkels. Trauschein hin oder her.

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Hey!

Ich glaube nicht, dass ihr ein gutes Ende finden werdet. Da sind im Vorfeld so viele Dinge gelaufen, die sich angestaut haben. Das betrifft schon die Beziehung der beiden, die zum Nachteil der Frau gestaltet war. Letztlich hat sie das ja akzeptiert und es war von Anfang an klar, dass es wahrscheinlich zu ihrem Nachteil ausgehen wird. Das gibt sie anscheinend an euch ab.

Ich würde mich nun von ihr fern halten und auf die Schlammschlacht nicht einsteigen. Spricht nicht für die Familie, dass die nun schmutzige Wäsche waschen wollen, nachdem die Schwägerin diese Konstellation immer akzeptierte.

Wickelt das Testament im Sinne eures Onkels ab- wenn er wirklich an ihrem Wohl interessiert war, hat er sie bedacht. Das sollte ihr dann zukommen- fertig. Nun habt ihr keine Verbindung mehr zu ihr.

Letztlich ist es so, dass das eigentlich Teil einer guten Partnerschaft ist, dass man auch sein Ableben bespricht und das Testament transparent verfasst. Wenn sie das damals versäumt hat, würde ich mir nun den Schuh nicht anziehen.

Liebe Grüße
Schoko

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Danke!

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Achja- mein herzliches Beileid!

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Mein herzliches Beileid.

Auch wenn es dir schwer fällt, versuch dich von der Dame abzugrenzen. Was sie da macht ist unterste Schublade. Du hast viele Jahre lang versucht mit ihr klar zu kommen und jetzt versucht sie dich so runterzuziehen.

Am Ende ist es doch so, du wirst dich für dein eigenes Seelenheil für eine Seite entscheiden müssen sonst wirst du immer hin und hergerissen. Dieser Frau bist du nichts schuldig und sie verhält sich dir und deiner Familie gegenüber mehr als schäbig.

Konzentriere dich auf deine Familie und versucht einen Weg zu finden, dass ihr gemeinsam trauern könnt und diese Streitereien nicht alles kaputt machen.

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Du hast das aus dem Text rausgelesen, was mich am meisten bewegt. Ich bin hin und hergerissen. Ich bin sehr harmoniebedürftig und versuche jeden Menschen so zu verstehen und so zu nehmen wie er ist. Das ist mir solange gelungen bis sie mir in die Augen gelogen hat. Das wäre eine lange Geschichte, aber sie muss mich damals schon so gut gekannt haben, dass sie genau hätte wissen müssen, dass sie mir die Wahrheit sagen kann und ich mit ihr eine Lösung gefunden hätte. Sie hat mich angelogen, weil es für sie von Vorteil war und als ich sie darauf ansprach hat sie mir nur noch mehr Lügen aufgetischt. Dann habe ich den Kontakt für ein halbes Jahr abgebrochen. Mein Onkel hat mich/uns trotzdem weiterhin besucht. Und nur wegen ihm habe ich den Kontakt zu ihr wieder aufgenommen, denn ich kann ihr nicht mehr (alles) glauben was sie sagt. Wer mir eiskalt in die Augen lügt, mit dem habe ich normalerweise alles besprochen, was es zu besprechen gibt.
Dass ich jetzt wieder zwischen beiden Seiten stehe, in dem ich sie in Teilen auch verstehe und trotzdem merke, dass sie auch meiner Mutter sehr weh tut - Gegenteilig jedoch auch - macht mir schwer zu schaffen.

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Ich kann dich verstehen, aber DU hast die Lebensgefährtin deines Onkels NICHT in diese Lage gebracht. Also hör auf dich verantwortlich zu fühlen ( ich weiß leichter gesagt als getan).

Und deine Mutter kann auch nichts dafür, selbst wenn sie lieb, nett und freundlich zu der Lebensgefährtin wäre, ist das Problem ja die Beziehung zwischen deinem Onkel und seiner Lebensgefährtin.

Also zusammengefasst ihre Probleme kannst du nicht lösen und zudem ist sie noch sehr unfreundlich zu dir und deiner Familie. Gib dich nicht weiter mit ihr ab.

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Euer Verlust tut mir leid.
Es ist schwer, nicht gemeinsam trauern zu können und es und ist bei das gleich passiert wie bei euch. Über Trauer und Existenzsorgen hat sich aus allen Richtungen so viel entladen was so unnötig war. ich habe es in dieser Situation so erlebt dass die Streitereien nochmal das Gegengewicht des Todesfalls aufgewogen haben. Es war schlimm.

Mein Rat, tragt das Gerede der Frau nicht weiter. Haltet euch zurück und wenn möglich halte du deine Mutter von dort auch fern und sucht euch einen auf Erbrecht spezialisierten Anwalt mit dem ihr das Testament durchgeht.
Da es beim Amtgericht deponiert war braucht es keinen Notar. Alle bedachten bekommen die gleiche Kopie. Die Frage ist eher, ist es rechtens (Form) und ist es vernünftig und sauber verfasst.
Euer Anwalt wird euch dann beraten wie es weitergeht.
Gebt das aus der Hand und lasst das die Profis regeln, das entlastet ungemein.

Wie gesagt, ich kann’s dir nachfühlen. Die zweite Frau meines Vaters hat auf eine Versorgerehe gedrängt. Als er unerwartet starb kam raus dass sie nicht vernünftig abgesichert war und sie hat nahezu alle Register gezogen um sich über das ihr zustehende zu bereichern. Meine Mutter, schon lange von ihm geschieden, meine Grosseltern, keiner blieb verschont. Ihre Forderungen waren teils absurd, sie wollte eine fünfstellige Summe von meiner Mutter für... Ja, das fragen sich alle bis heute. Ihre Mittellosigkeit hatte die Stehenden Auges herbeigeführt, mein Vater wollte ursprünglich nicht noch mal heiraten, fühlte sich dann aber verpflichtet.
Mein Vater hat letztlich diverse Fehler bei seinem Testament gemacht, die mir die Existenz gerettet haben, aber bis das alles geklärt war, es war schlimm belastend.

Daher: Ruhe reinbringen. Profis hinzuziehen und alles so regeln dass ihr keine persönlichen Berührungspunkte mehr habt.

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Danke für diene Worte. Das fühlt sich genauso an wie du es schilderst. Die Trauer steht irgendwie neben den Streitigkeiten, obwohl es doch nicht um sein Geld ging sondern um diesen Menschen, dem ich wohl ähnlicher war als gedacht (was mir erst jetzt auffällt).

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Ich musste ein bisschen schmunzeln. Meinem Vater war das materialistische Gehabe seiner zweiten Frau auch oft zuwider. Jenseits seines völlig daneben formulierten Testaments hat er sich geweigert sich da gross drum zu kümmern und meinte nur „wirst schon nicht zu kurz kommen“
Ist sie dann aber.
Wir haben das Testament dann in deinem Sinne umgesetzt. Aber nicht nach ihren Wünschen. Sonst wäre sie noch schlechter da gestanden.

Schmunzelnd musste ich weil mir in dieser Phase eins sehr bewusst wurde, mein Vater war sehr fürsorglich allen ggü. Auch wenn ich es zu Lebzeiten oft als übergriffig aufgefasst habe. Und ich war froh dass er sich aufs Leben fokussiert hat und nicht aufs anhäufen, da er früh gestorben ist war es einfach tröstlich für mich dass er intensiv gelebt hat. Mir ging es da wie dir. Ich habe erst da gemerkt dass wir uns ähnlicher waren als wir beide gedacht hatten. Das hat mir in der Zeit sehr geholfen. Wirklich zum trauern kam ich erst als alles geklärt war. Über ein Jahr später.

Die Eltern meiner besten spielen gerade ein ähnliches Szenario mit der Tante nach dem Tod des letzten Elternteils. Sowas ist leider nicht sehr selten.
Ich kann nur unterstreichen was oben schon jemand gesagt hat. Ihr seid nicht für sie verantwortlich. Wenn dein Onkel entschieden hatte er sei es, müsst ihr das nicht für ihn weiter führen, ihr dürft euch ohne schlechtes Gewissen anders entscheiden.

Kleiner organisatorischer Kniff. Wenn das mit dem Wohnrecht kommt überlegt eine Verwaltungsgesellschaft für die Wohnung zu beauftragen, die alles mit der Mieterin regelt. Die Kosten solltet ihr sogar als Nebenkosten auf die Umlegen können. Aber da hilft euch der Anwalt dann auch weiter.

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Mein Beileid!

Wartet erstmal die Testamentseröffnung ab.
Vielleicht hat der Onkel sie nicht bedacht.

Und wenn ist noch immer die Frage, ob sie sich die Nebenkosten alleine überhaupt leisten kann. Sie ist dafür verpflichtet,die Wohnung in Schuss zu halten.
Zahlt sie nicht, könnt ihr sie verklagen.

Für größere Reparaturen ist der Besitzer allerdings zuständig. Da könnte sie ungemütlich werden.
Im Prinzip hat man dann eine Wohnung, die man weder nutzen, noch verkaufen kann. Denn wer kauft schon eine Wohnung mit Wohnrecht.
Ich hoffe mal, dass sich dein Onkel zu Lebzeiten darüber Gedanken gemacht hat und nicht so einen Unsinn vererbt.

Persönlich kann ich auch nur raten auf Distanz zu gehen. Auf Lästereien nicht einsteigen. Ihr wisst wie sie ist und deshalb lasst euch keinen Keil zwischen euch als Familie treiben.
Alles Gute und ich drück die Daumen, dass der Onkel das letzte Ass ihr gegenüber noch nicht ausgespielt hat und sie leer ausgeht.
Er hatte nicht umsonst seine Gründe seine Finanzen vor ihr verdeckt zu halten.

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Hallo,

ich und ich bin mir absolut sicher, auch meine Mutter wollen ihr gar nichts böses. Wir hoffen sogar, dass er sie gut bedacht hat, damit wir gut auseinander gehen können.
Für mich war es der traurigste Moment, als ich das Gefühl hatte, ihr geht es jetzt nur noch ums Geld. Sie muss ihn doch geliebt haben, es war ihr Lebensgefährte... Das tat mir sehr weh. Aber ich hoffe, dass sie erst jetzt so ist und nicht schon zu seinen Lebzeiten. Allerdings habe ich manche Sachen mitbekommen, die zeigen, dass es damals schon so gewesen sein muss. Zb. hat sie ihn mit seinem teuren Auto im Krankenhaus besucht, das auch mehr Sprit braucht und hat von ihm Geld kassiert, damit sie tanken kann (sonst hat sie kein Geld um ihn zu besuchen) :-(

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Mein Beileid.

Das eine ist das Emotionale. Das andere ist das Rechtliche.

Emotional: es macht für mich keinen Unterschied, ob jemand blutsverwandt ist oder nicht.
Einige meiner nicht-blutsverwandten Verwandten sind herzlicher, menschlicher, wir kommen super aus. Egal ob verheiratet, nicht verheiratet. Der gesetzliche Stand sagt nichts darüber aus.
Ein Onkel ist seit jeher mmein Onkel, weil er mit meiner Tante zusammen lebt und sie glücklich sind.

Bei ein paar blutsverwandten Verwandten, bin ich zwar durch den Stammbaum verbunden. Emotional könnte die Distanz nicht größer sein.



Was das rechtliche angeht: das Erbe sollte geregelt sein.
Verwandte, die seit Jahrzehnten zusammen leben, bewusst und wissentlich nicht verheiratet sind, haben Vollmachten, Testament und einiges. Patientenverfügung und und und.
Auch meine Eltern, beide miteinander verheiratet, hatten vorsichtshalber zusätzlich zur Ehe Vollmachten, Patientenverfügungen und und und. Wie sich im Pflegefall herausstellte, war das gut so. Ehe machte zwar manches einfacher. Aber eben nicht alles.

Ob und wie sie nun finanziell dasteht, hat nichts mit euch zu tun.
Das hängt alles davon ab, was ihr Partner geregelt hat. Testament, Vollmacht und und und.
Ist da nichts, wird es schwierig.

Bei meinen Eltern waren wir zwar die leiblichen Kinder, direkte Linie. Dennoch war es immer wieder hilfreich, dass sie selbst vorgesorgt hatten; dass sie schriftlich ihren Willen haben beglaubigen lassen.

Falls ihr Partner da einiges zu ihren Gunsten schriftlich und beglaubtigt hinterlegt hat, wird sie entsprechend Anspruch darauf haben. Soweit das gültig ist.
Falls er nichts hinterlegt hat, dann wird die emotionale Partnerschaft nicht viel zählen. Dann darf si durchaus wütend sein. Das sollte sie dann allerdings auf ihn.
Oder auf sich selbst, weil sie nie mit ihm darüber gesprochen hat.

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Wir hoffen, dass er sie gut bedacht hat.
Selbst ich habe mit ihm darüber gesprochen, dass er sich über die Zukunft Gedanken machen soll. Damals noch weniger über Testament aber doch darum, wer sich um ihn kümmern soll, wenn er es nicht mehr kann und das er auch für sie vorsorgen soll.
Sie hat ihn unbedingt heiraten wollen. Und jetzt nach 27 Jahren und wo es ihm so schlecht ging haben sie ein Aufgebot bestellt und er konnte leider nicht mehr ja sagen. Meine Mutter glaubt, dass sie ihn gezwungen hat, mit der Drohung, dass sie sich sonst trennt, denn mein Onkel wollte nie heiraten und das hat er auch seiner Lebensgefährtin früher schon so gesagt.

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Hallo

Ich verstehe deine Gedanken nur bedingt.
Dein Onkel hat scheinbar ein Testament gemacht. Und egal wie dies aussieht - es war sein letzter Wille, der eingehalten wird/werden soll.
Lasst es beim Notar öffnen, verlesen und erläutern. Dann sind alle Beteiligten im Bilde und werden gleichermaßen über alles aufgeklärt.

Hat er seiner Lebensgefährtin was vermacht, sollte es für alle in Ordnung sein.
Hinterlässt er ihr nichts - dann wird er auch seine Gründe dafür gehabt haben.
Es ist keiner der Beteiligten dem anderen Rechenschaft schuldig. Schließlich zählt nur das, was der verstorbene Onkel mit seinem Hab und Gut wollte.

LG

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Die Belastung ist emotional. Sch.. doch auf das Geld. Wir wissen noch nicht mal wer was bekommt, aber sie reden nicht mit uns. Und versuchen anderen Leuten zu erzählen, was meine Mutter für ein schlechter Mensch ist. Ziehen meinen Mann da mit rein, der doch gar nichts damit zu tun hat.

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Das Gerede dieser Frau wirst du so und so nicht unterbinden können.
Aber je weniger ihr alle darauf eingeht, desto eher wird sie damit aufhören.

Alles Gute!

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Das mit deinem Onkel tut mir wahnsinnig leid und da hat er ja wirklich auch viele Baustellen hinterlassen :(

Man heiratet schließlich nicht nur zum Kinderkriegen, aber er hat sich wohl was bei gedacht.

Letztlich würde ich mir von dieser Person aber nicht das Andenken an den Onkel kaputt machen lassen. Ich würde mich komplett raus halten und wirklich nur den allernötigsten Kontakt halten. Sie wollte nie Teil der Familie sein, nun ist es eben ihr Bier...

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