Ärger mit Mutter wegen Weihnachten

Hallöchen,

ich hatte gerade etwas Streit mit meiner Mutter wegen Weihnachten #niko und wollte Euch mal fragen ob ich einfach zu empfindlich reagiere.

Es geht darum, dass wir jedes Jahr im Haus meiner Eltern Weihnachten feiern. Das heißt meine Mutter, mein Vater, meine jüngere Schwester plus Tochter, ihr Freund sowie mein Freund und ich. (Es sei erwähnt, dass wir den nächsten Tag das gleiche nochmal bei meinen Schwiegereltern machen und am Folgetag den Geburstag meines Freundes feiern.)

Weihnachtsessen #torte
Meine Mutter legt fest, dass wir jedes Jahr ein 3 Gängemenü machen, wobei wir seit bestimmt 15 Jahren die drei Gänge zwischen ihr, meiner Schwester und mir aufteilen. Was ich schon unfair finde, da z.B. mein Papa ja auch mal einen Gang machen könnte. Es muss auch unbedingt etwas selbst gekochtes sein, als ich einmal 'fertige' Weihnachtsdesserts mitgebracht habe hieß es nur schnippig 'ich habe schon erwartet dass du etwas selbst machst.' Letztes Jahr habe ich dann ein selbstgemachtes Tiramisu gemacht, als der Gang dran war ist sie aber lieber mit meiner Nichte (also ihrer Enkelin) in den Garten spazieren gegangen. Es ging ihr wie immer also nur ums Prinzip.
Noch dazu finde ich es befremdlich, dass immer erwartet wird, dass die Gäste selbst einen Teil vom Essen mitbringen. Ich meine meine Mutter ist Rentner und wir alle berufstätig. Klar kann man sich die Arbeit etwas aufteilen, aber auf mich wirkt es immer so wie "oh nein es darf nicht sein dass meine Kinder einfach mal verwöhnt werden, jeder muss gefälligst schuften". Noch dazu kocht sie selbst nicht gern und auch nicht gut. Weshalb bestellen wir dann nicht einfach was? Will sie nicht. Wegen mir müssen wir auch nicht 3 Gänge machen. Es reicht auch 1 Gang, von mir aus doch aus Kartoffelsalat?

Ich habe sie heute auch darauf angsprochen, dass es schön wäre, wenn sie für meinen Freund auch etwas zu trinken besorgen könnten. Letztes Jahr hatten sie nämlich nur Bier, und das trinkt mein Freund nicht. Daraufhin meinte meine Mutter ehe meine Eltern was falsches kaufen sollen wir selbst etwas mitbringen. Aber das soll dann nicht nur für uns alleine sein denn das gehört sich nicht, sondern wir sollen dann soviel mitbringen, dass alle davon kosten können.

Geschenke #paket
Das zweite Thema sind die Geschenke. Letztes Jahr habe ich an Weihnachten - und ich bin eine 35 jährige Frau - angefangen zu weinen, weil wie jedes Jahr alle ihre vielen eingepackten Geschenke ausgepackt haben und mein Freund und ich jeder 2-3 Gutscheinkarten und Geld erhalten haben. Wir hatten überhaupt nichts zum Auspacken. Von meiner Schwester (deren Tochter von mir auch immer reichlich beschenkt wird) habe ich ein ausgedrucktes Foto bekommen. Ich habe es letztes Jahr auch angesprochen dass ich mich benachteiligt fühle, aber meine Mutter hat es so aufgefasst, dass ich die Geschenke gegeneinander aufrechnen würde.

Dieses Jahr habe ich entgegen aller Vorsätze wieder für alle schöne Geschenke gekauft und schon eingepackt. Heute ruft mich meine Mutter an und fragt mich ob ich wieder Geld haben möchte. Darauf meinte ich 'Nein, ich möchte auch etwas zum Auspacken haben.' Darauf Stöhnen am Ende der Leitung. Was ich den genau haben möchte. Ich habe gesagt ich möchte überrascht werden. Daraufhin war meine Mutter mega genervt. Ich mein ich als Berufstätige habe über das Jahr Ideen gesammelt und auch schon alles besorgt und meine Rentner Mutter fällt von allein nichts ein was sie ihrer ältesten Tochter schenken kann? Sogar meine Schwiegermutter weiß inzwischen was ich für ein Parfum benutze oder welche Bodylotions. Es geht doch zu Weihnachten um die Geste, mir geht es doch gar nicht um den Geldwert.

Da ich mich jedes Jahr so schwarz ärger, überlege ich ob ich dieses Jahr den Besuch absage, da ich weiß dass ich mich sowieso nur am 24. ärgern werde. Übertreibe ich?

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Hey!

Für mich klingt es so, als ob hinter deinem Groll etwas anderes steckt und die Situation nur der berühmte letzte Tropfen ist. Kann das sein?

Wenn du dich grundsätzlich geliebt fühlst, könntest du über die Geschenke hinweg sehen.

Liebe Grüße
Schoko

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Danke dir, ich fühle mich aber gerade deswegen ungeliebt zu Weihnachten, weil ich das Gefühl habe Niemand macht sich die Mühe mir etwas Schönes zu besorgen. :-(

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Das finde ich auch schade. da hat deine Mutter aber ziemlich wenig Verständnis.
Für uns ist es gerade Weihnachten auch wichtig, was auspacken zu können. da kommt es auch nicht auf den Wert (finanziell) an, sondern auf die Liebe, mit der das Geschenk ausgesucht und verpackt wurde.

Mein Sohn brachte es mal auf den Punkt als er 15 war: "zu Weihnachten gehört einfach dazu, Geschenke auszupacken!" (Mit Gutscheinen kann man ihm noch heute 8 Jahre später an Weihnachten keine Freude machen)

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Was das Essen angeht finde ich, dass du übertreibst. Klar, Rentner hätten Zeit, sind aber mit dem Alter auch bei kleineren Aufgaben eher schon etwas gestresst und überfordert. Wir teilen es uns seit Jahren auch auf und da die Kochkünste meiner Mutter nachgelassen haben, bin ich da auch dankbar drum. Und ja, für mich muss es an Weihnachten auch ein 3-Gänge-Menü sein, einen Gang esse ich jeden Tag. Und es geht ja daran länger gemeinsam am Tisch zu sitzen, sich zu unterhalten,...

Was die Geschenke angeht kann ich dich verstehen. Zwar finde ich schon, dass man auch gern mal einen Tipp geben kann (Ich hab neulich so ein tolles xy gesehen, aber war zu geizig es mir zu kaufen,...) aber dann gar nichts zu bekommen außer Gutscheine fände ich auch doof. Vor allem kann man sie dann wenigstens an irgendwas dran machen, besondere Schokolade, selbstgestrickt Socken, was auch immer.

Ansonsten: Es war noch nie so einfach sich vom gemeinsamen Weihnachtstreffen zu verabschieden, wie unter Corona...

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Bei dem Essen ist es einfach ärgerlich, dass mir als erwachsene Person vorgeschrieben wird, dass es drei selbstgekochte Gänge sein müssen. Was meine Schwester und ich für Vorstellungen haben wie und was wir Weihnachten essen wollen (z.B. mal die regionalen Restaurants unterstützen und dieses Jahr einfach mal etwas zu Weihnachten liefern lassen) spielt überhaupt keine Rolle. Es hat einfach jedes Jahr so abzulaufen als wenn wir 15 wären.

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Dann sag das und lädt alle zu dir ein, als Weihnachtsgeschenk sozusagen. Dann kannst du es gestalten so wie du willst.

Ich persönlich finde die Aufteilung bei euch ok. Bei uns ist es auch so und ich finde es fair und toll, dass alle was beitragen. Meist kochen wir aber auch zusammen. Jeder bringt die Zutaten mit oder manche Gerichte muss man Tage davor anfangen, man bringt es dann halb fertig mit.

Was Geschenke angeht, verstehe ich dich. Gutscheine oder Geld sind bei uns ein No-Go. Geld hat schließlich bei uns in der Familie ja jeder, weil alle arbeiten und gut verdienen. Es geht um die Geste, die Überraschung. Es muss nichts großes sein.

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Ganz ehrlich ich gehe davon aus das Weihnachten für dich zwischendurch durchaus wieder recht frustrierend werden wird.
Von daher frag ich mich schon wieso du dir wieder soviel Mühe gibst mit Geschenken, deine Nichte reichlich beschenkst wenn man mit dir selbst so lieblos umgeht!

Ela

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Mhm... für mich klingt das alles etwas verkrampft und lieblos.

Ein 3-Gänge-Menü finde ich zumindest an einem der Weihnachtstage gut, da es ua ja auch die Kommunikation fördert, sonst ist man so schnell durch mit allem.

Zu den Geschenken:
Wertschätzung über Geschenken zu definieren finde ich schwierig. Dir ist nicht der Geldwert wichtig, sondern dass man sich für dich interessiert und sich Gedanken macht, welches Geschenk zu dir passt.
Manche Leute haben darauf einfach keine Lust und dabei meinen sie es nicht einmal böse.
Bei uns in der Familie haben wir diese Schenkerei nahezu eingestellt. Es gibt eine Kleinigkeit und das war’s. Wenn du genau weißt, dass deine Mutter das nicht gern macht, es sie unter Druck setzt und vielleicht dann noch was falsches schenkt, kann man mit Geld doch viel mehr anfangen?! Ja, einfallslos ist es, aber besser als etwas was in der Tonne landet.

Du bist 35 und weinst nicht wegen der Geschenke, sondern wegen mangelnder Wertschätzung. Ist das ein Problem, das dich schon aus der Kindheit heraus begleitet?

LG

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Ich habe deinen Text nicht ganz gelesen, nur den Teil on dem du dich darüber Auslässt das du etwas selbst gemachtes zum Essen dazu bei Steuern sollst und dich darüber pikierst das deine Mutter euch an Weihnachten nicht verwöhnt...

Und schon da hatte ich keine Lust mehr, deine Mutter hat auch Weihnachten und Sie ist nicht Verpflichtet euch den Abend zu bekochen, vorher das Heim herzurichten damit du dich am Festlich gedeckten Tisch auch ja wohl fühlst und hinterher auch den Tisch allein abzuräumen und den Abwasch per Hand zu erledigen... Mal überspitzt gesagt.

Wenn dir das nicht gefällt das du was mit bringen sollst zum Essen dann bleib mit deinem Hintern bei dir Zuhause, da musst du dann zwar alles selbst Kochen aber dort kann es dann ja ruhig ne Tk-Pizza geben, musst dir also kein Stress machen.... 🤦‍♀️

Wir feiern immer Heiligabend bei meinen Eltern, meine Mutter hat sogar Heiligabend Geburtstag, Sie bereitet den Kartoffelsalat vor ich bring die Würstchen mit und richte ein kleinen Nachtisch her, obwohl ich Heiligabend IMMER bis 13 Uhr Arbeite.
Am 1. Weihnachtstag macht meine Mama die Pute,Ente oder Gans und ich mache Reh, Hirsch oder Wildschwein plus einen aufwendigeren Nachtisch dabei helfen mir entweder mein Mann oder meine Tochter....
Ich würd nie auf die Idee kommen meine Mama alles allein machen zu lassen....

Du klingst in deinem ersten Absatz wirklich sehr Egoistisch...

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Ich habe auch geschrieben, dass meine Schwester und ich gerne einmal etwas vom Restaurant liefern lassen möchten. Da gibt es ja auch ganz tolle Weihnachtsmenüs.

Niemand verlangt von meiner Mutter 3 Gänge zu kochen, sie legt es aber fest und wir alle MÜSSEN dann auch das Menü bedienen und selbst etwas kochen. Das ist der springende Punkt.

Es wird mir einfach nicht zugestanden, dass ich Weihnachten vielleicht nicht kochen möchte - und meine Mutter müsste es ja auch nicht.

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Dann steht es dir doch Frei einfach die Weihnachtstage zuhause zu bleiben und ebend nicht zu deinen Eltern zu fahren.
Da ich grad auch gelesen hab das du dich beschwert das Du nicht beschenkt wirst weil du dich weigerst einen "Wunschzettel" abzugeben. Kannst du doch einfach Zuhause bleiben....

Ich muss ehrlich sagen wenn deine Mutter dir zu Weihnachten von sich aus dann mal Socken schenkt oder nen Topflappen wirst du dich darüber ganz bestimmt auch nicht freuen sondern wieder herum Mosern.


Noch mal zum Essen
Hast du Weihnachten schon mal Essen aus einem Restaurant nach Hause bestellt???
Ganz ehrlich es kann das allerbeste Restaurant sein aber dank Weihnachtsstress und Lieferung wird das Essen dann auch nur halb so gut sein wie in dem Restaurant wo man es direkt aus der Küche auf den Tisch bekommt, dann hättest du auch wieder was zu meckern....

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Dass deine Mutter um das Essen so ein Bohai macht, verstehe ich nicht, also dass sie euch vorschreibt, was ihr mitbringen müsst und es selbstgemacht sein muss.

Ansonsten wirkst du auf mich irgendwie wie ein störrisches kleines Kind.
Du bermerkst mehrfach, dass du berufstätig bist und alles schaffst und deine Mutter als Rentnerin sehr viel mehr Zeit hätte.
Hast du mal überlegt, dass im Alter die Leistungsfähigkleit nachlässt, man einfach länger für alles braucht und die Dinge nicht mehr so leicht von der Hand gehen?

>>>Ich habe gesagt ich möchte überrascht werden.<<<

Meine Tochter erzählte mir letzte Woche noch genervt, dass ihre Schwiegermutter ihr genau das Gleiche gesagt hat. Die Schwiegereltern haben alles, was sie nicht haben, können sie sich kaufen und vermutlich weiß sie selber nichts.

Ich lasse mir seit Jahren von meinen erwachsenen Kindern für den Geburtstag "Wunschzettel" schreiben, weil ich nicht der fantasievolle Schenker bin. (An Weihnachten schenken wir uns nichts.) Was ist denn so schlimm daran, deiner Mutter gegenüber einen Wunsch zu äußern?

An der Familie an sich scheint dir nicht viel zu liegen, wenn du deswegen am 24.12. zu Hause bleiben willst.

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Naja schlimm ist daran, dass mein Freund und ich der Familie jedes Jahr an Weihnachten 30 Minuten beim Geschenke auspacken zugucken und selbst überhaupt nichts zum Auspacken haben. Klar kann ich meiner Mutter etwas vorschlagen, aber dann kann ich es mir genauso gut selbst kaufen. Es geht doch gerade darum, sich gegenseitig mit etwas Kleinem eine Freude zu machen an Weihnachten. Etwas, bei dem der andere sieht dass man sich schon etwas Gedanken gemacht hat, das kann ja auch einfach eine Tüte mit ein paar leckeren Lieblingsplätzchen sein oder ein schönes Buch.

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So bitter es ist, aber manche Leute tun sich einfach wahnsinnig schwer mit dem schenken. Darüber kann man sich ärgern oder man kann sich Strategien überlegen. Wir sagen uns allen einfach, was wir uns wünschen. Ist halt keine Überraschung, aber es funktioniert. Von mir aus könnten wir die Schenkerei auch ganz lassen...

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Mit dem Essen teilen wir uns tatsächlich auch auf, sodass nicht immer nur der eine alles machen muss. Das finde ich ok und passt bei uns auch jedem.
Mit den Geschenken verstehe ich dich voll und ganz. Ich habe dieses Jahr meiner Mutter+Stiefvater eine Auswahl gegeben. Nö, gibt nur Geld. Mein Vater+Frau schenken seit Jahren 50€ zum Geburtstag und 50€ zusammen für mich und mein Mann zu Weihnachten. Kommt aber im Oktober schon an, was er sich wünscht. Und wenn wir es Mitte November noch nicht haben, kauft er es sich selbst. Ich finde es auch sehr enttäuschend, dass man sich um mich/uns so arg wenig Gedanken macht uns ich versuche immer das Beste rauszuholen.
Dank Corona könntest du dieses Jahr einfach daheim bleiben.

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Puh, ich finde es recht schwierig, einzuschätzen, was da bei Dir wirklich hintersteckt.

Rational gesehen finde ich, dass Du übertreibst. Wenn es ein aufwändiges Essen geben soll gibt es - finde ich - keinen geeigneteren Zeitpunkt als Weihnachten, wo die Familie zusammen kommt, wo man Zeit hat, miteinander sprechen kann. Ich habe diese "Kartoffelsalat und Würstchen"- Mentalität nie verstanden, ein gutes Essen hat für mich auch viel mit Wertschätzung zu tun - sowohl der Familie als auch des besonderen Anlasses.
Dass jeder etwas beisteuert finde ich entlastend für alle. Wir machen es auch seit einigen Jahren so und ich finde, das ist das beste für alle. Deine Mutter hat trotzdem noch die meiste Arbeit mit Tisch decken, aufräumen, abwaschen...und mal ehrlich, wenn jeder eine Sache macht, kann man das nicht als "schuften" bezeichnen, damit überarbeitet sich nun wirklich keiner.

Das mit den Geschenken finde ich auch übertrieben. Zumindest, dass eine erwachsene Frau darüber anfängt zu weinen. Worum geht es denn an Weihnachten? Ich verstehe, dass Du Dich zu wenig wertgeschätzt fühlst, weil die Schenkenden es sich in Deinen Augen sehr leicht machen. Aber große Kreativität bei Geschenken ist nicht jedermanns Sache, ganz ehrlich. Vielleicht sind sie eher pragmatisch veranlagt und wollen Dir etwas Gutes tun mit Dingen, mit denen Du auch sicher etwas anfangen kannst. Das kommt vielleicht bei Dir lieblos an, ist aber wahrscheinlich gar nicht so gemeint.

Ich kann Dir nur raten, Deine Erwartungen runter zu fahren (denn wer keine Erwartungen hat kann nicht enttäuscht werden) und in Deiner Familie nicht nur das Negative und böse Absichten zu sehen. Sonst wirst Du auch in Zukunft kein schönes Weihnachten mehr mit ihnen haben. Manchmal muss man Menschen einfach akzeptieren, wie sie sind - oder eben die Konsequenzen ziehen. Aber ob das dann glücklicher macht?

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Ich gebe Dir vollkommen Recht, aber ich will hier mal ne Lanze für den Kartoffelsalat brechen! Ein gutes Essen besteht aus den Zutaten, und ein handwerklich gut gemachter Kartoffelsalat aus guten Zutaten ist ne ganz schöne Schnippelei und Mixerei, da steht manch Braten mit Rotkohl aus dem Glas und Knödeln aus der Tüte schneller auf dem Tisch.

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Mag sein, ein guter Kartoffelsalat ist auch etwas ganz köstliches! Aber (für mich!) eher im Sommer bei einem gemütlichen Grillabend. Nicht Heiligabend, wo gutes (und ausdauerndes) Essen einer der wichtigsten Punkte sind. Den Karoffelsalat hat man so schnell verputzt, und er ist einfach irgendwie nichts besonderes, wenn auch zugegebenermaßen sehr lecker und sicher auch arbeitsaufwändig in der Herstellung.

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Ich finde deine Erwartungshaltung überzogen, sooooo kindlich. Aber nicht unbedingt positiv.

Bei uns erwartet irgendwie gar kein Erwachsener Wunder was für Geschenke und wir halten als Familie wirklich eng zusammen und mögen uns. Meine Eltern sind mir nichts schuldig und ich brauche auch keinen Beweis für ihre Liebe. Wenn ich das nach all den Jahren noch immer nicht wüsste und davon abhängig machen würde, was nun unterm Baum lieht, wäre das eher traurig. Üblich ist eine kleine Aufmerksamkeit. In manchen Jahr fällt mir etwas tolles ein, dann schenke ich mal mehr, in anderen habe ich keine Idee und dann wird es eben einen Gutschein, Schokolade. Das ist ja auch kein Beinbruch. Wer sich über einen Gutschein nicht freuen kann, ist in meinen Augen undankbar.

Für mich zählt tatsächlich das Zusammensein und Zeit verbringen. Sich eine schöne Zeit machen. Auch bei uns bringt jeder dazu etwas zu Essen mit. Verwöhnt.... werden kleine Kinder bei der Omi. Verwöhnt werden kannst du im Wellness-Tempel.

Entspannung brauchen wir jedenfalls alle, jeder einzelne Erwachsene am Tisch, daher ist es für mich die beste Idee die Arbeit zu teilen. So muss jeder nur einen kleinen Teil tun und kann sich schnell Vergnügen. Daran finde ich gar nichts ungerecht. Warum müssen deine Eltern in ihrem Alter noch alle bekochen? Sie haben wenn sie in Rente sind schon mehr Arbeitsjahre auf dem Buckel als du träumen kannst. Schon vor dieser Alter haben wir unsere Mutter/Schwiegermutter beerdigt , zig Jahre davor wegen einer schweren Krankheit 24/7 als Familie gepflegt. Und die war gerade 55. Sei dankbar, wenn Du das nicht hast.

Du solltest dich langsam Mal darauf umstellen, dass Du jetzt die Trägerschicht bist. Deine Eltern werden in Zukunft immer weniger belastbar und weniger schaffen, obwohl sie es gerne würden und es wird ihnen vieles zu viel werden. Da musst du sie entlasten und deine Erwartungshaltung abbauen. Wenn du dich nicht geliebt fühlst, liegt das jedenfalls nicht an diesem Weihnachtsfest. Da musst du tiefer buddeln.

Wenn ich deiner Version folge, dann sehe ich jedenfalls, dass Du bekocht werden willst und tolle persönliche Geschenke haben willst, das Rund-um-sorglos-Paket. Meine 13 Jährige stellt sich die Welt so ähnlich vor. Aber sie ist eben 13 und weiß noch wenig von Alter, Stress, Krankheit ihrer Mitmenschen. Aber du?

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Ich biete auch immer an dass wir Weihnachten als Familie bei meinem Freund und mir feiern und wir mal alle bekochen. Hätte ich überhaupt kein Probem mit. Das ist dann aber auch nicht gewünscht, sondern es soll alles gefeiert werden wie immer (sprich: wir feiern bei meinen Eltern mit ihrem gewünschten Mehrgängemenü).
Es ist mit 35 irgendwann einfach frustierend ist wenn wir 2 Tage hintereinander fremdbestimmt Weihachten feiern und ich vorgeschrieben bekomme was ich mitzubringen habe.
Und ich brauche auch nicht wie ein kleines Kind ganz viel tolle Geschenke von meiner Mami, aber wenn alle anderen einfach 20 Pakete auspacken und man selbst nur einen Gutschein hat - tut mir leid dann bin ich einfach traurig in dem Moment.

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