Alternative zu Hochzeit, Haus und Kind

Kennt ihr Frauen, die " anders " leben, die nicht das Übliche anstreben, sondern andere Ziele hatten und haben?
Die nicht heiraten wollen, nicht mal eine Partnerschaft wollen und wo auch Kinder nicht als Lebensinhalt gelten?
Was macht diese Frauen aus? Und habt ihr den Eindruck, sie sind Exoten oder irgendwie nicht " normal "?
Was haben diese Frauen für Lebensinhalte und Pläne, kann das überhaupt dauerhaft ein zufriedenes Leben sein?
Oder ist es vielleicht auch so, dass es Frauen gibt, die zu dem traditionellen Weg gar keinen anderen in Erwägung ziehen, einfach nicht genug hinterfragen und überlegen was richtig für sie ist?
Ich bin durch zwei Ereignisse schwer ins Grübeln gekommen.

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Ja kenne ich, denke insbesondere an eine gute Freundin, die sich ganz gezielt gegen Kinder und Ehe entschieden hat.
Sie ist weder exotisch oder unnormal, sie hat einfach andere Interessen und Ziele. Für sie ist es so das richtige und das passt auch so.
Warum sollte ihr Weg nicht genauso möglich sein wie jeder andere.

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Ich habe zwei Freundinnen die zwar in Partnerschaft bzw ehe leben und sich bewusst gegen Kinder entschieden haben. Die führen ein durchaus ein zufriedenes und erfülltes Leben ohne exotisch zu sein. Dann kenne ich 2 Frauen die 7 bzw 8 Kinder haben und weit weg von einem erfüllten leben sind bzw. Eine hat mM sogar einen ordentlichen an der Waffel! Es gibt also viele Optionen sein leben zu führen...

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Das ist echt eine interessante Frage!
An sich kenne ich unterschiedliche Paare/Singels.
An sich würde ich ALLE als normal bezeichnen. Gut, mein kleiner Bruder tanzt da doch etwas aus der Reihe, aber es passt so.

Mein kleiner Bruder ist sehr glücklicher Singel und Kinder will er wirklich keine (ob er sich noch ändert? Glaube kaum)

Ich kenne noch Paare, einige verheiratet (kommen jetzt erst nach und nach) und welche die sich direkt gegen Hochzeit entscheiden.
Selbes Spiel mit Kindern.
Geht mit und ohne Ring und manche wollen nie welche.

Die Entscheidungen sind denke ich relativ bewusst gefällt worden.

Darf man fragen was dich ins grübeln bringt?

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Meine beste Freundin lebt einen unkonventionellen Lebensstil.
Sie ist 43 führt, wenn überhaupt, bevorzugt nur Fernbeziehungen, war nie verheiratet, hat keine Kinder und strebte dies auch nie an. Sie liebt Konzerte, Reisen und lebt im Grunde so wie ich in meinen wilden Zwanzigern. Sie kann mich nicht verstehen und ich sie nicht aber wir tolerieren unseren Lebensstil und ich finde es in meinem Muttialltag sehr erfrischend mir ihre neuesten Geschichten ihrer männlichen Errungenenschaften anzuhören. So what...

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So eine Freundin habe ich auch...Anfang 30 jedoch. Ich finde es auch immer super lustig ihre Abenteuern zu hören. Manchmal glaube ich aber in ihren Fall, dass sie sich doch ein Freund wünscht (ihre Aussagen nach, so zwischen den Zeilen) aber es ist in ihren Beruf einfach schwer, jemand für was bleibendes kennenzulernen.

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Heutzutage ist doch alles möglich und gleichzeitig wird jeder Lebebsentwurf kritisch beäugt, egal wie traditionell oder exotisch.

Das Konzept Haus (Dach überm Kopf) und Kind sind ja theoretisch naturgegebene Ziele. Anders funktioniert Menschheit nicht. Hochzeit ist das für mich "künstlichste" an der Aufzählung und fällt daher für mich etwas aus der Reihe.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf, finde ich es schon ungewöhnlich, wenn man sich gegen Haus und Kind entscheidet. Aber unnormal finde ich es nicht (es gibt ja heute gute Gründe die Natur und das was aus ihr geworden ist, zu hinterfragen). Exotisch im Sinne von nicht so verbreitet ist es definitiv, da braucht man sich nichts vormachen.

Ich habe eine Freundin, die sich gegen eine Partnerschaft, gegen Kinder und gegen einen "festen" Wohnsitz (kleine Wohnung, immer bereit umzuziehen) entschieden hat. Sie ist erst Mitte 30, daher ist noch vieles offen aber sie lebt stattdessen für ihren Job, fürs Reisen, pflegt(!) viele Freundschaften und hat einen guten Draht zu ihrer Familie. Ich würde ihr nie unterstellen nicht glücklich zu sein! Ich sehe aber die Schwierigkeiten, auch in den kommenden Jahren, wenn alle anderen doch anders leben...

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Hallo,

ich kenne eine Frau, die keine Kinder möchte. Allerdings hat sie Partner und Haus - und einen Hund, den sie wie ein Kind behandelt ;-) Ich kenne auch ein gewollt kinderloses Paar, die beiden haben übrigens gleich mehrere Hunde. Komisch ist niemand von Ihnen. Sie haben andere Ziele, Wünsche und Interessen. Man könnte Ihnen unterstellen, der/die Hund/e wären ein "Kinderersatz". Es liegt einfach in der Natur des Menschen, zu umsorgen.

Die anderen in meinem Bekanntenkreis, die weder Partner noch Kind haben, sagen zumindest, dass sie noch nicht die oder den Richtigen gefunden haben.

Ich persönlich habe übrigens wirklich nie richtig abgewogen, ob ein Leben ohne Mann und Kinder eine Alternative sein könnte. Ich war diesbezüglich aber auch nie unsicher. Ich wollte schon immer heiraten und Kinder haben und dann kam mein Mann. Ich bereue diese Entscheidung nicht. Nicht jeder muss jede Entscheidung lange abwägen. Das ist wohl auch eine Typfrage.

LG

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So jemand mit Hund kenne ich auch. Mitte 30, könnte noch kommen. Sind verheiratet und nach eigener Aussage überhaupt kein Bock auf Kinder...der Hund wird in Hund Tragetuch rumgetragen 👀

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Unterschiedliche Menschen werden durch unterschiedliche Sachen glücklich. Das muss auch gar nicht exotisch sein, sondern ist einfach eine Sache von Prioritäten.
Wenn man keine Kinder will zum Beispiel heißt das ja nicht dass man Kinder hasst, sondern man setzt in seinem Leben einfach andere Prioritäten.
Genauso mit Partnerschaft. Gibt ja auch offene Ehen, Polygamie etc....
Jeder soll so Leben wie es die Person glücklich macht.
Ich war mit 16 noch der Meinung ich bin voll die Karriere-Frau und will nie Heiraten, fett Geld verdienen und vielleicht Mal ein Kind. Aber so richtig haben Kinder nie in meinem Lebensentwurf gepasst.
Als ich etwas älter wurde und es so richtig losging mit den Männern habe ich gemerkt, dass ich schon auf Verlässlichkeit stehe und eigentlich der Ehe gar nicht so streng gegenüberstehe. Mittlerweile bin ich mit meinem Partner verlobt. Mit 26.
Für mich war auch schnell klar, dass ich Kinder mit ihm will. Eigentlich wollten wir warten bis wir finanziell auf eigenen Beinen stehen aber ich bin im Studium ungeplant Schwanger geworden. Ein Leben ohne meine Tochter kann ich mir nicht vorstellen. Ich will am liebsten einen Job wo ich feste Zeiten hab und pünktlich zu Hause bin. Will noch so 2 Kinder mehr, ein Haus und am liebsten ländlicher Wohnen und schön Familienfreundlich.
So kann sich das Bild auf das eigene Leben ändern. Wichtig finde ich nur, dass man mit dem jeweiligen Partner (oder den Partnern) am selben Strang zieht und sich die Wertvorstellungen ähneln. Dann kann man egal wie auch glücklich werden.

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Keine Hochzeit, kein Haus, kein Kind🤷‍♀️

Verwerflich finde ich nichts daran. Derjenige muss glücklich sein.

Jeder von uns hat die Wahl wie er sein Leben gestalten will.

Da gibt es auch nichts zu verstehen. Toleranz heißt das Zauberwort.

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Meine Schwester und auch mehrere Freundinnen und Bekannte von mir führen ein sehr glückliches Single-Leben. Was sie alle gemeinsam haben: sie haben ein festes soziales Netz, einen tollen, loyalen Freundeskreis, lieben ihren Beruf und meine Schwester hat bspw. ein zeitintensives Hobby für sich entdeckt: Crossfit. Das beschäftigt sie so sehr (auf positive Weise), dass sie manchmal echt knobeln muss, um ihre anderen Freundschaften noch in ihren Terminkalender zu kriegen. Bisher kriegt sie das aber gut hin.

Ohne Corona haben alle diese Frauen auch öfter Reisen unternommen. Außerdem haben sie sich weitergebildet, ihren Beruf einfach mal gewechselt und sich ehrenamtlich Und/oder für nahestehende Menschen engagiert. Alles tolle Frauen, denen augenscheinlich nichts fehlt. Auch kein Mann, Kinder oder Haus (wobei eine von ihnen sich gerade eins baut, zusammen mit ihrer Schwester. Wieso auch nicht?) In allem was sie so im Leben tun sind sie flexibel, unabhängig, selbstwirksam. Das alles habe ich durch meine Partner- und Mutterschaft nicht in dem Maße. Aber man kann eben nicht alles haben.

Natürlich sind sie sicher manchmal einsam, aber das ist jeder mal, selbst in einer Beziehung. Ich habe den Eindruck, wer sein komplettes Lebensglück in einer romantischen Beziehung oder dem Elternsein sucht, übt automatisch zu viel Druck darauf aus und es wird krampfig. Man sollte immer auch andere Dinge im Leben haben, die einen froh und ausgeglichen machen. Und den eigenen Selbstwert sollte man unbedingt in etwas legen, was unabhängig von allem feststeht. Bei mir ist das mein Glaube an Gott und seine bedingungslose Liebe zu mir. Fester geht’s für mich kaum. Aber ich will nicht predigen 😉 was ich damit sagen will: mit diesen Voraussetzungen kann man (und Frau) eigentlich mit jedem Lebensmodell glücklich werden, das sich einem anbietet.

Welche Ereignisse haben dich denn auf diese Frage gebracht?

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An deinem Text sehe ich, dein Glaube an Gott macht dich stark. Das ist eine wunderschöne Perspektive und gibt halt und kraft. Unabhängig in welcher Situation man steckt. Verheiratet /nicht verheiratet
Kinder /keine Kinder... :)

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