Oma werden ab welchem Alter "normal "

Ich stelle mir diese Frage, weil es anscheinend bei vielen auf große Verwunderung stößt wenn man mit Mitte 40 Oma oder Opa.
Wobei es bei Männern nochmal was anderes ist und sich niemand vorstellen kann, dass ein Mann mit Mitte 40 mit seinem Enkel unterwegs ist.
Ich komme aus der ehemaligen DDR und habe mit Anfang 20 Kinder bekommen, meine Mutter ebenfalls.
Also war sie mit 42 Oma und wird jetzt Uroma mit 64, ich Oma mit 43.
Meine Tochter ist 21.
Mein Mann ist ebenfalls 43. Wenn er seinen Kumpels erzählt dass er Opa wird, staunen die oft wahrscheinlich weil sie selbst noch Kinder haben die wesentlich jünger sind oder sogar gerade erst Vater werden/geworden sind.
Die Freundinnen meiner Mutter sind zwar auch alle schon Oma, aber Uromas gibt es nur eine andere.
Liegt das vielleicht daran, dass der Trend dazu geht, immer später Kinder zu bekommen und es daher gesellschaftlich die Regel ist, mit Anfang Mitte 40 noch relativ junge Kinder zu Hause hat?
Oder weil bei Männern es eher akzeptiert ist dass sie mit ü40 zum ersten Mal Vater werden, und mit Anfang 20 eher die Ausnahme ist?
Ich kann es mir nur so erklären, oder habe ich was nicht bedacht?

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Heutzutage ist es eben durch längere Ausbildung, Studium und den Wunsch, die 20er noch ohne große Verantwortung zu genießen, "normal", Kinder erst etwas später zu bekommen, weswegen es mehr 50-, 60-, 70jährige Omas gibt als 40jährige.

Ich finde es auch nicht erstrebenswert, mit Anfang 20 Kinder zu bekommen, weil in dem Alter viele noch etwas unreif sind.

Aber das heißt ja nicht, dass es nicht doch einige gibt, für die das gut passt oder einige, denen es ungeplant passiert und die es dann wunderbar hinbekommen.

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Unreif sind die Anfang 20 jährigen aber auch nur, weil sie es können und dürfen.
Unsere Eltern haben uns eben meist schon mit dem Gedanken aufgezogen "lasst die Kinder Kinder sein", wenn man mit fast 20 auch noch die Schulbank drückt, kaum anders als mit 6 Jahren, fällt es natürlich schwer ein paar Jahre später schon erwachsen zu sein, mitten im Leben zu stehen, zu wissen, was man will und alles selbst zu organisieren.
Freiheit und Leben ohne Verantwortung genießen ist ja auch nur ein gesellschaftliches Ding, in früheren Generationen wäre es eben undenkbar gewesen seine Lebenszeit so zu verschwenden und so lange "nichtsnutzig" zu sein, dann vermisst man es natürlich auch nicht so, im Gegensatz zu heute wo man mit Mitte 30 mehr oder weniger locker noch erzählen kann gerade mitten in der Erstausbildung zu stecken.

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Ja, sicher hängt das stark davon ab, wie man aufgewachsen ist und natürlich gab es Zeiten, in denen man nicht so aufwachsen konnte wie jetzt.
Ich schätze es allerdings schon, wenn unsere Kinder Zeit haben, länger zu reifen und mehr Spaß zu haben als vielleicht unsere Eltern und Großeltern.

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Heute gibt es kein "normal" mehr und das ist gut so finde ich.
Meine Schwägerin hat mit 42 noch ein Baby bekommen und du wirst eben Oma. Beides ist doch toll. Beides hat Vor- und Nachteile. Ich selbst bin in den 20ern Mama geworden.
Meine Mama ist so jung Mutter geworden, dass sie locker in den 30ern hätte Oma werden können 😅 🤷‍♀️

Ich würde mir den Kopf nicht darüber zerbrechen, was andere für gut oder richtig halten weil es auch völlig egal ist.
So wie es heute unglaublich viele Familienmodelle gibt, gibt es eben auch nicht mehr DEN Zeitpunkt für ein Kind oder Enkel.

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Meine Mama wird mit 50 Oma, sie fühlt sich noch jung um Oma zu werden, findet es aber ganz toll, dass ihr (hoffentlich) noch viele Jahre mit ihren Enkeln bleiben und sie körperlich noch absolut fit ist.
Mein Papa und meine Stiefmama hingegen wurden zum ersten Mal mit 42 Oma und Opa und das war den beiden eindeutig zu früh, da nicht mal die eigenen Kinder volljährig waren. Sie waren quasi mehr Mama und Papa für das Kind, als die Großeltern.

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Aus meiner Familie kenne ich es so:

Es war normal, dass viele mit Anfang 40 Jahren Oma wurden
und ebenso normal, dass Omas mit Anfang 40 noch Kinder bekamen. Damals nicht das erste, sondern das 4., 5. oder 9.

Meine Mutter bedauerte es, dass ich Nachzügler war und sie somit zu wenig von ihrem Enkel mitbekam, sie freute sich aber auch über ihren späten Nachzügler, da sie sonst was vermisst hätte.

Mein Vater hatte keine Probleme damit, bei mir für den Großvater gehalten zu werden. Er machte sich oft einen Spaß daraus. Er tauschte sich mit seinen Freunden (Opas) aus.
Meine Mutter haderte sehr damit, wenn sie für meine Großmutter gehalten wurde.

Ich selbst kann mir gut vorstellen, jung Großmutter zu werden. Ich bin ja selbst jung Mutter geworden. So lange mein Kind alt genug ist (über 18 Jahre mit mindestens Schulabschluss wäre mir sehr Recht) und sich selbst reif dafür fühlend.
Ich selbst habe nicht alle Großeltern kennen gelernt, weil ich eben später kam. Dafür habe ich Verwandte im gleichen Alter, die genau genommen eine Generation nach mir sind. Auch das ist was Tolles.

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Da gibt es kein normal, jeder wieder mag. Einige werden früh Mutter, andere später und somit verschiebt sich ja alles.
In meinem Freundeskreis ist niemand unter 35 Eltern geworden, somit sind die Grosseltern auch entsprechend älter.
Jeder wie er mag und da hat keiner drüber zu urteilen.

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Meine Mama ist 2004 mit 39 Oma geworden. Da hat noch die ur uroma meiner Tochter gelebt 🥰

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Kenne welche, die mit 30 bis 35 Oma geworden sind.

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Die Mutter einer guten Freundin wäre mit 34 Oma geworden, wäre sie bis dahin nicht leider schon an Krebs gestorben.

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😭😭 So jung? Mein Beileid.

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Wir wollten auch mit Mitte 20 bereits Nachwuchs. Hat nicht geklappt.
Würde erst mit 35 Mutter, meine Mutter war somit mit 53 oma, die andere Oma 61.

Von meiner Oma sind einige Enkelkinder jünger als die Urenkel.

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Ich hatte eine Kollegin ( bulgarische Zigeuner) die war (mit 44) 11fache Grossmutter 😏. Meine andere Kollegin hat mir 43 ihr erstes Kind bekommen. In der ehemaligen Klasse meines Sohnes hat eine mit 15 ein Kind bekommen, sie kann theoretisch mit Mitte 30 Oma sein.

Ich denke ein "normal" gibt es nicht, ich finde es komisch wenn mir jemand mit 34 erzählt daß sie schon Enkelkinder hat, genauso finde ich es komisch wenn jemand mit 45 ein Kind bekommt, aber nur weil ich es für mich komisch finde, bedeutet es ja noch lange nicht das das irgendwie unnormal ist.

LG
Visilo

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