Abholen, Hinbringen , es nervt nur noch

Hallo,

Meine Schwester wohnt (mit meiner Mutter) zwei Orte neben uns. Sie ist 16. Wir vestehen uns gut. Wenn Sie was mit mir machen möchte hole ich sie ab und bringe sie wieder zurück (garkein Problem).

Sie fragt mich öfters ob ich sie (wenn Mama keine Zeit hat) , zu einer Freundin fahre oder irgendwo abhole, wenn ich Zeit habe, mache ich das auch. Aber langsam bin ich davon nur noch genervt.

Sie könnte aber bus / Zug fahren, aber sie wohnt in einem kuhkaff, sie müsste ständig warten und umsteigen. Ich will keine Diskussion darüber anfangen, wie verwöhnt sie sei und das sie öffentliche Verkehrsmittel nutzen soll.

Neuerdings wollte sie zu einer Freundin auf den Geburtstag gefahren werden (diese wohnt einen Ort neben ihr) - der Ort, den ich durchfahren muss, um zu ihr zu fahren. Ich hab zu ihr gesagt,ich kann nicht fahren. (Ich wollte meine Wohnung noch putzen und kaufen gehen- ich gehe vollzeit arbeiten, dass war an einem meiner freien Samstage (die habe ich nur 2 mal im Monat- und da hatte ich einfach was vor ). Dann schrieb meine Mutter mir; ich soll sie doch bitte fahren , sie hat so ein großes Geschenk für die Freundin; dass könnte sie nicht mit in den Bus tragen. (Meine Mutter musste arbeiten). Ich schrieb ihr,ich melde mich , ich will zuerst einkaufen und meine Hausarbeiten erledigen . Dann schrieb meine Mutter mir , dass sie meiner Schwester ein Taxi ruft, weil meine Schwester pünktlich da sein muss. Und dann hat meine Mutter mir geschrieben,,danke für nichts,,. Ich hatte echt ein schlechtes Gewissen. Hätte ich doch bloß einfach ja gesagt und sie gefahren. Denn meine Mama passt auch öfters mal auf mein Kind auf (4jahre), ich bin auf sie angewiesen, wenn ich mal länger arbeiten muss , oder am Wochenede arbeite und mein Mann noch nicht zuhause ist.

Mein Bruder wohnt 10 Minuten von meiner Schwester entfernt, er ist nichtmal gefragt worden. Es wäre für ihn ein totaler Umweg gewesen.

Aber nun zum eigentlichen: Meine Schwester geht morgen mit ihrem Freund und seiner Familie essen. Sie fragte mich, ob ich sie zum Restaurant fahren kann. Ich kann sowieso nicht, weil ich arbeiten muss. Aber ich fragte sie, ob seine Familie sie nicht abholen kann. Sie meinte das wäre ein totaler Umweg für seine Familie. (Ihr Freund hat kein Auto, nur ein Führerschein, er hätte doch mit dem Auto seines Papas sie abholen kommen können, aber meine Schwester meint, nein alles viel zu umständlich für seine Familie. Das Restaurant ist von mir aus 15 Minuten entfernt. Von der Familie ihres Freundes ist es 5 Minuten entfernt, aber um sie abzuholen, müssten die 20 Minuten fahren. Das ist eine wohlhabende Familie. Ich verstehe nicht warum die Familie sie nicht einfach abholen kann, warum die verlangen, dass meine Schwester gebracht wird. Meine Schwester sagt; verstehe es endlich, es ist ein Umweg für die!!!.... Ach aber für mich wäre es kein Umweg? (Bitte keine Diskussion, sie könnte mit Bus und Bahn fahren). Nach dem Essen, wollen sie dann zu ihr nach Hause, und da wollen sie auch abgeholt werden. Aber die Familie des Freundes fährt nicht. Also muss meine Mutter, oder ich nach der Arbeit die beiden abholen. Ich sprach meine Mama darauf an, sie meinte einfach nur, ja die Familie des Freundes ist komisch...q

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Hat deine Schwester kein Fahrrad?
Gibt's auch mit Anhängervorrichtung für große Geschenke. 🤔

Also, mal der kleinen Schwester ein Gefallen tun, ja. Aber immer extra los fahren, nur um sie ins nächste Dorf zu bringen?
Klar, kann man jetzt sagen deine Mama kümmert sich hin und wieder um dein Kind, also kannst du dich hin und wieder um ihr Kind (Schwester) kümmern. Aber dein Kind ist 4, ihr Kind 16.

Solange es nicht tiefster Winter ist oder aus Eimern regnet kann man von einer 16 jährigen schon ein gewisses Maß an Selbstständigkeit verlangen. Wenn Sie das nicht einsieht, dann verlangt von ihr, dass sie hinten auf einem Kindersitz mit fährt, weil du sie dann auch wie ein Kleinkind behandelst, wenn sie sich wie eins aufführt.

Ich komm auch aus nem Kuhkaff mit einer Bushaltestelle, die einmal um 7 Uhr morgens angefahren wurde, 14 Uhr und 17 Uhr.
Hat man den Bus verpasst, auch den zur Schule, hat mein sein Fahrrad genommen uns ist die 7 km in die nächste Stadt halt geradelt. Bei jedem Wetter.

Kannst sie auch mal fragen, ob ihr Freund tatsächlich der richtige ist, wenn er sich nicht mal dafür einsetzen kann, dass sie mal abgeholt wird.

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Könnte deine Schwester einen Moped Führerschein machen ? Würde das das Problem lösen ? Oder sie tut sich mit Gleichaltrigen zusammen und sie lassen sich gemeinsam fahren ?

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Wie weit sind denn die Wege, um die es hier geht? Mit 16 war ich ständig mit dem Fahrrad unterwegs.

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Meine Kinder (19 und 17) nutzen generell sehr viel ihre Fahrräder für so etwas und sind da sehr fit.
Oder sie fahren eben Bus, auch wenn sie teils weit außerhalb rumfahren und auch Wartezeiten haben etc.

Ganz ehrlich, deine Schwester und auch deine Mutter wollen anscheinend überhaupt keine andere Lösung, als dass du dich zum Affen machst.
Moped, meinetwegen auch Mofa und auch Fahrrad wären auch eine Lösung, aber wenn das abgelehnt wird, dann ist ihnen nicht zu helfen.
Und ich hätte auch keinen Nerv darauf, dass die Familie des Freundes auch noch in Schutz genommen wird, akzeptiert wird, dass sie eben gar nichts machen.

Ich habe meine Kinder natürlich auch schon samt Freunden oft hierin und dahin gefahren, aber ihnen auch gesagt, dass ich das nicht permanent und zu jeder Tageszeit machen will.
Sie haben es begriffen.


Naja, jedenfalls solltest du nun wirklich kein schlechtes Gewissen haben, du reißt dir doch ein Bein aus.

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Sorry, ich verstehe nicht, warum du immer wieder betonst, du willst keine Diskussion zu Bus und Bahn.
Mit 16 hat man kein Auto, okay. Aber man hat Füße, ein Fahrrad und eben öffentliche Verkehrsmittel.
Und dann schaut man eben, wie man sich arrangiert. Ich persönlich kenne weder von mir, noch von meiner Schwester (17) so ein einfordern von Fahrdiensten. Auch nicht von Freunden. Das ist absolut unüblich.

Und wenn du eh schon kaum frei hast und dazu auch noch ein Kind inkl. Haushalt - sorry ich würde lachend ablehnen an deiner Stelle.
Mal fahren - ja. Aber ständig? Sucher nicht. Da brauchst du dich auch nicht schlecht fühlen.

Und zu deiner Mutter und dem schlechten Gewissen: es ist IHR Kind, das gefahren werden will, nicht deins.

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Und es ist die TE, die manchmal auf die Oma als Babysitter für IHR Kind angewiesen ist.

Ich verstehe schon, dass die TE sich in einer Zwickmühle fühlt.

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Wie ausgeglichen ist es mit Betreuung/Fahren?
Wie kurzfristig kommen die Anfragen? Sowohl zum Fahren als auch zum betreuen?

Ist es insgesamt ausgeglichen, ist es zwar nervig, würde ich aber durchstehen.

Hat sie denn schon Pläne für den Führerschein/gebrauchtes Auto? Spart sie schon?
Wenn ja, wären es noch ca. 2 Jahre.
Ist sie der Einstellung, dass sie das nicht bräuchte, so auf dem Land ohne wirkliche Verkehrsanbindung, weil Schwester ja immer fährt, dann wäre ich sprachlos.

Ich selbst habe zwar weder Führerschein noch Auto, wohne aber so, dass es mit den Öffentlich gut bis sehr gut klappt.


Kommen die Anfragen sehr kurfristig, würde ich mit ihr absprechen, dass du sie war gerne mal fährst, aber die Menge und die Kurzfristigkeit nicht mehr leisten kannst.
Transport größerer Geschenke ok, wenn du es vorher rechtzeitig weißt.

In anderen Situatioen würde ich mich mal mit ihr zusammen setzen und überlegen, welche Alternativen realistisch sind.
Sehe ich, dass sich jemand Gedanken macht und trotz rauchendem Kopf nichts findet, bin ich gerne bereit zu helfen.
Versucht es jemand nicht mal, weil die Erwartungshaltung da ist "die macht ja", werde ich fuchtig.
Mein Teenager hat das schon im Grundschulalter verinnerlicht.

Mama, kannst du mir bitte helfen. A, B, C, D habe ich schon probiert, E, F, G überlegt, .... dann habe ich sofort geholfen.
Bei Mama, machst du mal..... und auf jeden Vorschlag kam nur "keine Lust", "umständlich".... habe ich sie auch mal brüten lassen. "Überleg dir was. Wenn wirklich nichts klappt, helf ich dir".

Hin und wieder setzen wir uns auch zusammen und besprechen, was sie aktuell braucht (verändert sich ja immer wieder). Sie bringt Ideen ein und ich unterstütze sie dabei Ideen zu finden. Daraus finden wir dann einen Mittelweg, der für uns beide passt.

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Entschuldige bitte, aber wenn Du keine Diskussion zu den Öffis willst und offenbar das Wort NEIN nicht kennst bei der ewigen Fahrerei, was soll man da noch raten? Dann musst Du eben auch endlich "komisch" werden!
Ich bin auch der Fahrdienst der Familie, aber es gibt bei allen auch Fahrräder und Mofas und erst dann, wenn die wirklich aus irgendeinem Grund nicht funktionieren, setz ich mich ins Auto.
Nicht jammern - handeln. Eine wohlhabende Familie kann sich auch mal Taxi leisten. Es ist toll, wenn auch auf Dein Kind aufgepasst wird, aber sobald Du das Gefühl hast, nach Strich und Faden ausgenutzt zu werden, besteht da wohl ein ziemliches Ungleichgewicht.
LGMoni

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Ich bin mit 16 überall mit dem Fahrrad hingefahren. Das dürfte doch möglich sein.
Ein gesundes 16 Jähriges Mädchen sollte dies hinkriegen.

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Liebe TE,

ganz ehrlich, deine Schwester würde ich auf den Pott setzen. Soll sie doch einen Mofaführerschein machen. Das wäre doch ein Ansatz. Legt alle zusammen, der ist lange nicht so teuer wie ein Autoführerschein. Damit das Fräulein von A nach B kommt. Und das nennt sich mobil selbständig werden. Wir mussten ja auch zusehen in dem Alter, wie wir
unser Ziel erreichen. Da gab es keinen Elterntaxi-Dienst. Und eigentlich ist es Aufgabe deiner Mutter dafür zu sorgen, dass sie endlich mal selber mobil auf eigenen Füssen steht. Einfach mal sagen, es gibt Familienmitglieder, die arbeiten müssen und nicht dauernd Zeit haben sie zu fahren. Damit es auch mal in dem Kopf deiner Schwester reingeht. Also entweder Fahrradfahren oder den Weg mit ÖPNV selber planen. Es geht ja scheinbar hier um eine Dauereinrichtung, die Schwester hin und herfahren. Und das muss ja irgendwie mal in die richtige Richtung gebracht werden. Und da sollte die Fahrerei höchstens mal zur Ausnahme werden. Deine Schwester ist alt genug selber klar zu kommen.

Wir wohnen auch auf dem Dorf. Mein großer Sohn hatte damals irgendwann keine große Lust mehr Schulbus zu fahren. Der war entweder zu voll oder er musste auf den nächsten warten. Manchmal konnten wir ihn nicht von der Schule abholen, weil mein Mann und ich gearbeitet hatten. Also beschlossen wir, dass Sohnemann einen Mofaschein macht. Damit er auch mobil war und die Abholerei nicht zur Dauereinrichtung wurde. Und im Winter ja, da musste er eben zähneknirschend mit dem Schulbus fahren oder wenn das Wetter schlecht war. Und wir waren auch später froh, als er endlich seinen Autoführerschein hatte.

LG Hinzwife

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