Fläschchen fürs Familienleben?

Ja ich weiß, dass das Thema vermutlich kontrovers ist und dass es wohl eigentlich nicht hierher gehört aber ich möchte gerne unerkannt bleiben.

Gibt es hier Frauen, die sich gegen das Stillen entschieden haben, weil es für sie selbst und auch das Familienleben einfach besser war?
Ich frage weil ich vorhabe, unser nächstes Kind welches in Kürze kommen wird, nicht mehr zu stillen aus genau diesem Grund. Wie soll ich mit mehreren weiteren Kindern stundenlang rumstillen? Ich habe meine Kinder gestillt und war jeweils aber sehr froh wenn es endlich vorbei war denn ich habe der Sache nie etwas abgewinnen können und das Stillen nie genossen. Im Gegenteil fand ich es großartig, endlich mal wieder abends mit meinem Partner oder meiner Freundin rauszukönnen und nicht permanent (vor allem auch nachts) DIE Hauptnahrungsquelle oder Einschlafhilfe sein zu müssen. Und auch mit meinen anderen Kindern allein etwas unternehmen zu können. Ich fänds toll wenn mein Mann das Baby auch mal ins Bett bringen könnte und wenn ich mal länger als 2 Std das Haus verlassen könnte ohne Baby. Um zum Beispiel mit Kind 1 allein zum Fußball zu gehen oder mit Kind 2 auf den Spielplatz oder was auch immer.
Außerdem fällt es meinem Partner doch sicherlich viel leichter eine enge Bindung zum Baby aufzubauen wenn er auch von Anfang an füttern und ins Bett bringen kann oder nicht?
Ich meine, alle Frauen erzählen dass sie leider nicht stillen konnten, leider die Flasche geben mussten. Aber macht das wirklich keine, weil sie einfach auch ein kleines bisschen an sich selbst denkt und auch an das komplette Familienkonstrukt?

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Ja, hier! Ich habe völlig egoistisch nicht gestillt
1. Nicht angenehm
2. viel Aufwand
3. Bin gleich wieder arbeiten gegangen
Was andere erzählen oder meinen, ist mir egal, mein Leben, meine Kinder, meine Entscheidung.

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👍🏻

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Den Aufwand finde ich ja beim Fläschchen wesentlich höher. Es sei denn, du sprichst vom Pumpen.

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Es gibt sogar viele Frauen, die aus den von dir genannten Gründen nicht stillen. Meine Schwägerin hat sich im kh direkt nach der Geburt eine Tablette geben lassen. Ich persönlich finde es sehr schade, habe meine beiden Jungs 16-18 Monate lang gestillt und stille jetzt meine kleine Maus (13 Monate). Ich habe mir aber immer alle Freiheiten genommen , in dem ich abgepumpt habe und später kommt ja eh die Beikost Zeit. Für mich waren das also keine Argumente gegen das stillen. Aber das muss jede Frau selber entscheiden.

Lg

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Ich habe meine Kinder auch jeweils recht lange gestillt aber es "ging" auch nicht anders. Sie gingen lange Zeit nicht ohne Brust ins Bett, schliefen nicht ohne weiter. Und mit der Flasche haben wir vielleicht zu spät angefangen denn meine Kinder wollten davon nichts wissen. Beim ersten Kind war ich noch so unter diesem Stilldruck nenne ich es mal, da hätt ich ein schlechtes Gewissen gehabt wenn ich abgestillt hätte und mit der Flasche haben wirs erst mit 1 Jahr probiert. Beim zweiten hätte ich die Flasche gern gegeben irgendwann aber da wär mir das Kind verhungert.
Freiheiten nehmen ging da wirklich nicht. Und davor graust es mir ein wenig jetzt...

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Ich habe mich bei meinem zweiten Kind bewusst gegen das Stillen entschieden und habe verbale Prügel einstecken müssen. Aber weißt Du was? Es war mir egal!

Mein Sohn ist jetzt 13 Monate alt! Er ist GESUND, hat keine Krankheiten, keine Allergien, putzmunter, intelligent und einfach wunderbar. Und ich war eine der entspanntesten Mütter 😊

Du musst das entscheiden! Es ist dein Körper, es ist dein Leben, deine Zeit, dein Familienleben, dein Kind. Wenn Du dich mit der Entscheidung gut fühlst, dann ist das auch in Ordnung!

Für mich persönlich gibt es nichts schlimmeres, als das Stillen zu erzwingen. Denn wenn man dazu nicht steht und das eigentlich garnicht will, dann ist das nichts schönes. Weder für die Mutter noch für das Kind.

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Huhuu,
Also ich bin pro Stillen, aber zwecks Allergien hat es nix genützt, mein Sohn hat sämtliche Allergien.
Hat wohl nix gebracht.
Also für mich persönlich käme die Flasche nie in Frage, aber das ist meine Meinung. Ich habe auch soviele Milchstaus in Kauf genommen, blutige Brustwarzen und und und. Aber das muss jeder selbst entscheiden.
Es gibt kein richtig und kein falsch, wie in vielen Dingen.

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Hallo

Wie bei uns...
Mein Sohn, heute 7 Jahre, wurde auch vorbildlich 6 Monate vollgestillt und danach bis zum 2. Geburtstag teilweise gestillt.
Auch er hat sämtliche Allergien, obwohl Stillen doch das Beste sein soll....???

Seine 3 Jahre ältere Schwester wurde nicht gestillt, sie wäre verhungert, da ich bei ihr keine Milch hatte (jaja, gibts angeblich nicht, aber wenn das Kind immer mehr abnimmt, gibt wohl jeder lieber Pulvermilch). Sie hat keine einzige Allergie und war noch nie wirklich krank (und trotz Pulvermilch komischerweise eine 1er Schülerin...)

Liebe Grüße

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Hi,

doch hier gibt es jemanden. Aber warum schreibst Du in Schwarz? Das ist doch völlig legitim.

Wir haben zwei Kinder. Beides Flaschenkinder. Beim Großen habe ich genau einmal gestillt und aus. Das war absolut nichts für mich. Bei unserem zweiten Kind habe ich noch vor der Geburt geklärt, dass ich nicht stillen werde.

Großartig Gedanken habe ich mir auch nicht gemacht. Ist halt so gewesen und aus. Ich weiß gar nicht mehr ob mich irgendwer bekehren wollte. Nach 16 Jahren kräht jedenfalls kein Hahn mehr danach. Genauso wenig wie nach meinen beiden geplanten Kaiserschnitten.

Deswegen haben unsere Kinder auch keine Bindungsstörung oder sonst welche Komplexe. Auch sind keinerlei Allergien vorhanden.

Beide Kinder schliefen in ihren Betten und bekamen eben nachts die Flasche. Ich bin es zwar gewesen, die immer aufgestanden ist, aber untertags konnte auch mein Mann oder die Oma problemlos die Flasche geben.

Für mich war es optimal und ich würde es immer wieder so machen.

Wenn es für Euch in Ordnung ist, warum denn nicht? Warum immer allen anderen ein Weltbild vermitteln wollen, was für sie "richtig" ist? Einfach machen und dazu stehen.

Alles Gute Euch!

LG
Caro

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Ich vermute mal, dass sich viele nicht trauen zuzugeben, dass sie nicht stillen wollen, weil man deswegen gerne von der „Still-Mafia“ verurteilt wird. Denke, es gibt genug, die so handeln wie du.

Ich habe keins meiner 4 Kinder gestillt (kein Milcheinschuss wegen zu wenig Milchdrüsengewebe!). Bei K1 und K2 habe ich mich sowas von abgequält, teilweise sogar meine Kinder gefährdet, weil die gute Mutter stillt ja schließlich 😇, die schlechte/faule/böse Mutter gibt Flasche 😂😂.
K3 und K4 bekamen nur das Kolostrum und dann ohne Stillversuche direkt die Flasche. Einfach nur genial, einfach (ja, es ist einfach und dauert nicht lange, wie hier gerne behauptet wird) usw usf...
Mir ist das mittlerweile sowas von „wurscht“, was andere von der Flasche halten. ICH bin mit mir im Reinen 👍.

Mach es so, wie es für EUCH passt und lass die Leute reden 🤪.

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Naja, ich habe 2,5 Jahre gestillt und musste mir von den Flaschen-Muttis ständig dumme Kommentare anhören: Deine Tochter wird bestimmt bis zur Grundschule gestillt... bla bla bla.
Nimmt sich also nicht viel, welcher Fraktion man nun angehört 🤷‍♀️

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Ich finde das echt schlimm, was sich BEIDE Seiten von solchen Kleingeistern anhören müssen. Das sollte nicht sein!

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Also ich kann deine Gedankengänge nachvollziehen. Und wenn das für euch als Familie passt ist das auf jeden Fall der richtige Weg.
Hast du denn schon Erfahrung als Flaschenmama? Ich habe ab Geburt immer Vollzeit gearbeitet, aber auch voll gestillt. Ich habe natürlich immer abgepumpt wenn ich arbeiten war. Mein Mann empfand das als sehr aufwändig, auftauen, richtige Temperatur, Flasche sauber machen etc. . Als ich ihn mit 15 Monate abgestillt habe, hat er noch ein paar Monate nachts Fertigmilch bekommen. Ich fand es extrem aufwändig und war maximal genervt, nachts nicht meine Brust hinzuhalten sondern aufstehen, Flasche zubereiten, abmessen...Das geht halt nicht im Tiefschlaf. Genauso auf Unternehmungen. Ich habe im Park halt meine Brust rausgekommen, mein Mann musste immer ja dran denken genügend viel Milch mitzunehmen. Das schränkt die Flexibilität wenn der große kurzfristig doch noch zum Fußball will ein. Aber ich habe unser Stillen auch als sehr harmonisch empfunden. Wenn es bei dir nicht so gut klappt, kann ich mir gut vorstellen, dass eine Flasche eine große Erleichterung im Alltag ist.

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Also zum Thema „aufwendig“ möchte ich auch was beitragen. Mir haben auch immer alle erzählt das Fläschchen wäre ja so aufwendig und die Milch so teuer. Wenn ich sparen will, darf ich kein Kind bekommen (aber das is ein anderes Thema 😃). Ich hab beide Erfahrungen gemacht. Hab gestillt und musste nach 7 Wochen auf die Flasche umsteigen. Und ich muss sagen, dass ich es überhaupt nicht aufwendig finde im Vergleich zum Stillen. Vor allem nachts fand ich die Flasche so viel angenehmer. Im Nu fertig, rel schnell getrunken und dann gleich wieder geschlafen. Das Stillen fand ich persönlich viel aufwendiger und langwieriger... aber das empfindet wohl jeder anders. 🙈
Meine Schwester hat von Geburt ab abgepumpt (trinken an der Brust war medizinisch bzw. anatomisch nicht möglich bei ihr) und das hat sie an den Rand ihrer psychischen Belastbarkeit gebracht. 7-8 Mal am Tag gepumpt und den ganzen Rotz jedes Mal gespült inkl. der Flaschen. DAS war aufwendig. Für sie war es eine extreme Befreiung als sie „abgestillt“ hatte. Und klar, das is natürlich auch nicht mit dem „normalen“ Stillen vergleichbar und ich glaube, wenn alles passt, kann Stillen auch ganz gut/schön sein. Aber es muss eben alles passen (und da mein ich jetzt keine Anfangsschwierigkeiten, die mit ein wenig Durchhaltevermögen überwindbar sind).

Ich denke auch dass es jede Frau/Mutter für sich entscheiden muss. Wichtig finde ich immer nur dass man sich mit beiden Varianten eingehend beschäftigt hat und sich dann entscheidet.

Ich würde bei einem potentiell zweiten Kind auch nicht nochmal stillen. Ganz bewusste und klare Entscheidung. Die 7 Wochen sind für mich jetzt ein paar Monate später betrachtet total verlorene Monate gewesen, die ich nicht bewusst mit meinem Baby verbringen konnte. Ich habe nur versucht zu funktionieren. Und das ist es mir nicht wert! Die Zeit hätte so viel schöner und intensiver sein können... ich stand in der Zeit nur neben mir. Und dennoch wüsste ich jetzt schon, dass ich von vielen dafür verurteilt werden würde. 🤷🏻‍♀️

So, das war meine persönliche (durch meine Erfahrung geprägte) Meinung 😊

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Nein ich habe keine Flasche in meine anderen Kinder reinbekommen...
Bzw meine erste hab ich lang gestillt weil man das ja nunmal so macht als gute Mutter und mein zweites Kind hat einfach keine Flasche nehmen wollen und gestillt ohne Ende. Ich könnte das nicht nochmal...

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Meine Tochter hatte in der 29. SSW keinerlei Milch, als ihr Frühchen auf die Welt kam. Die Ärzte und Schwestern klärten sie darüber auf, wie man probieren könne, dass es zur Milchbildung kommt, auch mit Medikamenten. Da ihre Tochter ja aber ohnehin sofort Nahrung brauchte, entschied sie sich gegen das Stillen. Dauernd anlegen war nicht möglich, Leonie lag mit ihren 980 Gramm ja im Brutkasten und durfte erst nach einigen Tagen raus zum Känguruhen.
Die Schwestern beruhigten sie auch, dass das Kind trotzdem eine Bindung zu ihr aufbauen könne usw.
Zudem hätte sie nicht gewusst, wie sie die abgepumpte Milch dauernd ins 20 km entfernte Krankenhaus hätte bringen sollen über Monate - sie hat kein Auto.
Sie sagte später, auch wenn sie noch ein zweites Kind bekäme, dann würde es wieder ein Flaschenkind.
Ihre Tochter ist heute 13, hat keinerlei Allergien oder sonstige Beeinträchtigungen; sie hatte auch in der Kita die wenigsten Infekte.
Die gleiche Geschichte war bei meiner Patennichte mit ihrem Extremfrühchen. Keine Milch und keine Lust, ewig herumzuprobieren, ob es klappt. Der junge Mann ist heute 19, keinerlei Allergien oder Infektanfälligkeit.
Also in beiden Fällen kein "leider" - alles gut, auch die Bindung #herzlich

LG Moni

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Also mein Baby lag auch 20 km entfernt- wo ein Wille da ein Weg. Das Zeug wird zuhause abgepumpt, etikettiert und eingefroren. Man bekommt so eine Kühltasche um die eingefrorene Milch zu transportieren, dort kommt das Zeug dann mit 2. Etikett in den Kühlschrank.

Ob sich das lohnt? Keine Ahnung. Mir hat es geholfen das Gefühl zu haben irgendwas tun zu können für mein Baby. Es ist nicht schön das eigene Kind nach der Geburt nicht selbst versorgen zu können und nicht bei sich zu haben. Jeder geht da seinen eigenen Weg und für mich war das ganz wichtig, dass mein Kind zumindest meine Milch bekam.

Aber ich bin selbst ein Flaschenkind und würde behaupten das es mir nicht geschadet hat- ich hab nur eine Penicillin Allergie, sonst nix.

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Meine beiden ersten habe ich von Anfang an voll gestillt. Bei meinem jüngsten Kind musste ich zuerst Milch abpumpen und dann per Flasche geben. Ein paar Wochen lang ging es so, dann konnte er gestillt werden.
Das regelmäßige Abpumpen hat genervt und das sterilisieren sämtlicher Flaschen, Abpumpgeräte hat sehr genervt.

Das Stillen beim Jüngsten geht auch sehr schnell. 5 Minuten. Mein Ältester brauchte immer sehr lange beim Stillen. Jedes Kind ist anders.

Mit Stillen war ich viel flexibler mit den Älteren. Wenn ich Abends weg musste, dann habe ich Milch abgepumpt.

Du möchtest das nicht. Das ist auch gut. Vielleicht überlegst Du Dir, Deinem Kind die ersten Tropfen direkt nach der Geburt zu geben.

Frage Deinen Mann, ob er die Fütterungszeit (auch nachts) übernimmt.

Stillen oder Flasche geben hat beides Vorteile und Nachteile. Du musst entscheiden, was wichtiger für Euch ist. Es ist Euer Leben!

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Meine Kinder gingen nur mit Brust ins Bett, haben sehr viel nachts gestillt und sind nur mit Brust wieder eingeschlafen. Abpumpen und Flasche ging da nicht, vor allem beim zweiten hätte ich es großartig gefunden wenn man mal zwischendurch die Flasche hätte geben können aber keine Chance... und das schaffe ich einfach nicht nochmal beim nächsten.

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Das ist ja auch in Ordnung. Du brauchst Dich auch nicht rechtfertigen! Ich selbst bin ein Flaschenkind und selten krank.

Du musst für Euch die für Euch richtige Entscheidung treffen. Frage Deine Hebamme, welche Möglichkeiten es gibt und welche Vorteile und Nachteile sie haben. Entscheiden tust aber Du.

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Ich kenne viele die nicht gestillt haben, eben aus den von dir genannten Gründen.
Ich hab mir nie großartig darüber Gedanken gemacht, für mich war klar ich will stillen. Das das stillen so anstrengend, kräftezererrend und zeitraubend ist sagte dir vorher ja niemand. Ich war im auaqfitness für schwangere, die dort am lautesten schrien das stillen das beste ist oder Flasche nicht in Frage kommt, waren die am frühesten abgestillt haben (gewollt).
Ich musste dann recht früh zufüttern, da meine kleine nur mit Mumi abgenommen hat. Und ehrlich gesagt, dieses Zwiemilch füttern war für mich die beste Lösung.

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Wenn das geht mit Zwiemilch ist es toll. Bei meinen war daran nicht zu denken... Flasche wurde nicht akzeptiert.

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