Ein Enkelkind wird bevorzugt

Hallo.
Ist jetzt etwas Mimimi. Entschuldigung. Aber mich macht es gerade so traurig.

Wir haben zwei Kinder. Jungs. 9 Jahre und 3 Jahre.
Meine Schwiegereltern kümmern sich nicht um ihre Enkel. Sie bevorzugen das Kind meines Schwagers ausgiebig. Das war hart aber mittlerweile haben wir es halt akzeptiert. Soll jetzt auch nicht Thema sein.
Es geht um meine Eltern. Wir wohnen nebeneinander sogar.
Ich möchte nicht schlecht über sie reden. Sie machen viel für uns und sind immer für uns da ❤️
Aber leider bevorzugen sie sehr unseren großen.
Sie machen mit ihm Ausflüge, er darf zum Spielen kommen, dort essen oder schlafen. Alles nicht selbstverständlich, ich weiß und es ist schön für ihn. Sie haben ein ganz dickes Verhältnis.
Aber für unseren kleinen interessieren sie sich gar nicht.
Sie spielen nur mit ihm wenn es nicht anders geht. Wenn ich arbeite oder krank bin. Freiwillig nie. Er darf nicht einfach so zu ihnen. Darf dort nicht essen oder schlafen.
Mein Mann und ich waren jetzt eine Woche sehr sehr krank. Wir haben eigentlich gerade Familien Urlaub. Mit meinem großen haben sie Ausflüge gemacht. Er hat ja schließlich Ferien. Der kleine hat auch Urlaub und musste mit seinen kranken Eltern drinnen bleiben. Wäre nicht ab und an meine (!) Oma gekommen, wäre es für ihn sehr einsam gewesen. Sie sieht das auch und kümmert sich deshalb mit ihren 81 Jahren sehr liebevoll um den kleinen. Ihr tut das auch leid und sie versteht da meine Eltern auch nicht. Ich habe sie schon einmal darauf angesprochen. Da hieß es nur. Ist noch zu jung. Kommt schon. Er wird bald vier. 😪
Natürlich bin ich für den großen froh. Aber mir tut das einfach weh für den kleinen. Er wird schon von den anderen Großeltern ignoriert. Da ja noch gemeinsam mit seinem Bruder. Und nun wird aber auch von den anderen als eher lästig empfunden. Es tut mir wirklich weh.
Er weint oft wenn meine Eltern mit dem großen weg gehen.
Ich weiß ich kann daran wenig ändern. Sprechen hat ja nicht geholfen.
Ich suche eher nach einer Möglichkeit damit es mich nicht mehr sei triggert und verletzt.
Danke fürs Lesen bis hierher.

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Hallo!

Was denkst du, ist der Grund, dass deine Eltern nur mit dem 9-jährigen Zeit verbringen möchten?
Haben sie Angst, beim Kleinen etwas falsch zu machen, weil er noch so klein ist? Ist es Bequemlichkeit? Oder geht es hier um unterschiedliche Zuneigung?

Ich kann z.B. verstehen, dass sie den Kleinen nicht über Nacht nehmen möchten.
Aber er darf nicht "einfach so" bei ihnen essen, und der Große schon?
Das geht gar nicht!😡

Es gibt immer Aspekte, die man aufgrund des unterschiedlichen Alters der Kinder nachvollziehen kann. ABER, für mich würde es da aufhören, wo es schon diskriminierend wird.
z.B. dürfen entweder beide Kinder zum spielen/essen zu den Großeltern, oder gar keins.

Sie können sich doch nicht die "Rosinen" rauspicken, und euer kleiner Sohn fragt sich dann irgendwann, warum er so ausgegrenzt wird.
(Jetzt merkt er es vielleicht noch nicht so, aber der Tag wird kommen!)

Ich würde da als Elternteil regulierend entgegenwirken und ganz offen sagen, dass das so nicht geht.
Es geht hier ja nicht um Ausnahmen, sondern um die totale Ausgrenzung des Jüngeren. Das geht so nicht.

Alles Gute

1

Da wäre für mich auch mal ein gespräch mti meinem großen Sohn fällig. Ihm kannst du es genauso wie du hier geschrieben hast erklären und ihn dazu animieren,dass er entweder weniger zu den Großeltern geht (also nicht jede Einladung annimmt) oder noch besser, sagt, dass er den kleinen Bruder mitnehmen möchte.

Und ganz ehrlich, mein Großer würde nicht so oft zu den Großeltern gehen dürfen. Und nicht nur ihm, sondern auch deinen Eltern erklären, dass sie entweder beide Enkel sehen oder gar keinen!
Und wenn nen Ausflug anliegt, euch als Eltern mit dem Kleineren einfach selber einladen und mitgehen. Irgendwie müssen deine Eltern ja merken, dass ihr Verhalten nicht ok ist.

Wieso meinst du, machen deine Eltern das denn so? Weil ihr als Eltern es zugelassen habt, dass sie nur mit dem größeren Kind was unternehmen u.ä..

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>>dass er entweder weniger zu den Großeltern geht (also nicht jede Einladung annimmt) oder noch besser, sagt, dass er den kleinen Bruder mitnehmen möchte.<<

Auf so einen Gedanken käme ich gar nicht.
Er genießt wahrscheinlich die Exklusivzeit mit seinen Großeltern, was ja auch toll für ein Kind ist.
Das sollen ihm dann aber die Eltern kaputt machen, indem sie ihn erpressen/ein schlechtes Gewissen machen. Entweder Bruder mitnehmen oder deutlich weniger, weil der Bruder so leidet.
Was kann denn das Kind dazu? Warum soll ein Neunjähriger die Fehler seiner Großeltern ausbügeln?!

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... Weil ihr es als Eltern zugelassen habt, dass sie nur etwas mit dem größeren Kind was unternehmen u.ä.

Sehe ich als totalen Quatsch an!!!

Vielleicht sind die Großeltenern einfach überfordert mit 2en.
Sie sagen ja, 4 ist Ihnen zu jung. Warum kann man das grundsätzlich erstmal nicht so hinnehmen?
Und was hätten die Eltern tun sollen? In dem Moment als das 2.Kind geboren wurde, sagen, dass er da nicht mehr alleine hin darf?
Mich würde auch interssieren, wie es mit dem Großen war, als er so jung gewesen ist... Haben sie damals mit ihm etwas gemacht? Also es geht jetzt rein um die Ausflüge.

Natürlich sehe ich es auch, man kann auch mit einem 4 jährigen etwas unternehmen. Dann fände ich es auch angebracht, dass sie etwas alleine mit ihm machen, angepasst an sein Alter, und wenn es nur ne Stunde ist.
Dann hätten sie nicht beide,wenn es ihnen zu viel ist.
Habt ihr das schon mal angesprochen?

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Ich finde es auch ganz traurig.
Hast du deinen Eltern dein wahres Empfinden offenbart?
Wenn nicht würde ich nochmal mit ihnen reden. Ihnen auch sagen wie sehr der Jüngere darunter leidet.
Vielleicht ist es ihnen gar nicht so bewusst?
Vielleicht kann sogar die Urgroßmutter etwas bewirken?

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Ab wann fingen sie an mit dem Großen Ausflüge zu machen?

Waren sie schon von Baby an Großeltern, die mit ihm gespielt haben, unterwegs waren usw. Dann fände ich es dem Kleinen gegenüber unfair. Immerhin haben sie ja schon bewiesen, dass es dass sie es können und nicht nur am Alter liegt.

War es so, dass sie beim Großen "nur" Grundversorgung gemacht haben und das jetzt tolle, auch erst mit 4, 5, 6, 7 Jahren anfingen. Dann liegt es wirklich am Alter.
Nur mit dem Unterschied, dass der Große es damals noch nicht wusste; der Kleine es jetzt vor der Nase hat.

Sind ihnen beide Kinder gleichzeitig zu viel?
Je älter ich werde (obwohl noch jung), desto weniger kann ich mir vorstellen, mehrere Kinder gleichzeitig zu betreuen oder Kleinere.

Wie ist es, wenn sie nur den Kleinen bei sich haben?

Machen sie es anders/weniger im Vergleich zu: als der Große in dem Alter war?
Wenn ja, würde ich noch mal in Ruhe das Gespräch suchen.

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Ja mit dem großen haben sie von Beginn an etwas gemacht. Im Kinderwagen gefahren. Freiwillig von Kindergarten abgeholt. Großeltern Tage am Wochenende. Ganz normale Großeltern wie man sie sich wünscht.
Beim kleinen war das von Anfang an anders. Selten mit dem Kinderwagen. Eher nur auf bitten. Meine Mutti wollte beim großen bei der Geburt unbedingt dabei sein. Beim kleinen musste ich darum fast flehen und da nur sehr ungern (mein Mann kann nicht mit ins Krankenhaus).
Um das Schlafen geht es mir sogar weniger.
Geht der kleine zu ihnen, wird er ziemlich fix wieder gebracht.
Mir persönlich fällt es jetzt erst so richtig auf bzw tut mir weh WEIL es dem kleinen weh tut. Er nicht versteht warum er immer nicht darf.
Ich möchte sie jetzt auch nicht böse angreifen, da sie ja beim großen toll sind und auch so immer für uns da.
Ich habe so das Gefühl, er war von Anfang an nur geduldet.
Ich selbst bin Einzelkind. Weiß nicht ob es daran liegt.
Der kleine war die ersten Jahre auch sehr sehr krank.

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Dann kann es ja nicht "das Alter" des Kleinen sein.

In dem Fall würde ich noch mal in Ruhe mit ihnen das Gespräch suchen!
Ihr eigenes Alter wäre denkbar, aber so krass? Dann könnte man ja abwechseln.

Einzelkind kann natürlich alte Gefühle auslösen.
Egal ob "wir wollte schon immer nur eines", aber auch "wir wollten gerne mehr, aber das Umfeld hat es uns ausgeredet / es hat nie geklappt / war gesundheitlich nicht machbar".

Was auch immer es ist, es sollte geklärt werden. Oder so eine Lösung gefunden werden, damit der Kleine nicht ausgeschlossen wird.

Nicht er ist das Problem! Sondern ihre Einstellung, Gefühle, was auch immer.

An einer Einstellung wird sich nicht viel ändern lassen.
Gefühle kann man wenigstens versuchen zu verstehen, wenn man davon erfährt.

So lange sie nicht reden, löst es Wut, Verzweiflung und Unverständnis aus.
Wenn ihr die Großeltern verstehen sollt, müssten sie schon auch reden. Auch wenn es schwer fällt.

Das Alter des Kleinen ist offensichtlich nur eine Ausrede.
1. er wird größer
2. im Alter des Großen hatten sie ja auch keine Probleme damit.

Wäre es wirklich das Alter, würde es mit der Zeit besser werden. Dann hätten sie beim Großen aber auch anders gehandelt.
So aber scheint es eine doppelte Ausrede.
Sie wiegeln euch durch die kurze Angebundenheit ab UND versuchen Zeit zu gewinnen.

Alter wächst und damit halten sie euch hin. Und wann immer ihr fragt, wird er nie alt genug sein. Und irgendwann alt genug, damit sie ihn nicht mehr nehmen müssen - Problem erledigt. Für sie.
Was es mti dem Kleinen macht, bleibt dabei auf der Strecke.


Wenn es was mit der Krankheit zu tun hatte/hat, wäre auch ein Gespräch gut.
Angst haben, unsicher sein, das darf alles sein.
Aber wenn man drüber redet, kann man ja Lösungen finden. Z.B. dass ihr gemeinsam was macht und sie den Kleinen kennen lernen. Oder dass ihr immer dabei seid, aber sie den Kleinen nicht ignorieren.

Sofern es Unsicherheit ist, Angst etwas falsch zu machen.

Haben sie die Einstellung, dass Krankheit ein Makel ist, für das man sich schämen muss, schwierig. Das kommt leider häufiger vor und dann müssten sie sich den "Dämonen" (Vorurteilen) der am eigenen Leib erfahrenen Erziehung stellen.

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Stimmt das denn? Kümmern Sie sich um den Grossen auch erst ab dem er 5oder älter ist?

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Nein. Zum den von Anfang an

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Ich würde es ihnen erzählen, dass der Kleine sehr viel weint, wenn sein Bruder zu Oma und Opa darf und er nicht.
Vielleicht ist es ihnen nicht bewusst, dass er dies in seinem Alter schon so sehr mitbekommt.

Eigentlich müssten sie dann Mitleid mit ihm haben und ihn integrieren.

Geschieht dies nicht, würde ich für's Seelenheil des Kleinen, den Großen nicht mehr alleine hingehen lassen.
Es ist ungerecht und Ausgrenzung.
Entweder beide oder keinen. Dein Großer müsste das auch verstehen.

Lg mcbess

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Und was ist mit dem Seelenheil des großen? Er hat eine tolle Bindung zu seinem Großeltern und wird nun bestraft?

LG Morgain

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Der Kleine wird ständig bestraft und diskriminiert und du würdest es belassen?
Was ist an Gleichberechtigung verkehrt?
Sowohl die Großeltern als auch der große Bruder sind alt genug um das zu verstehen.

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Ich würde dringend das Gespräch mit deinen Eltern suchen, vor allem weil du ja schreibst das der kleine es schon mit bekommt das der große mehr macht mit den Großeltern.

Nicht das die Beziehung der beiden Jungs untereinander irgendwann darunter leidet.

Ich selber wurde immer ignoriert wenn meine Brüder mit bei meiner Oma waren oder sie hat die ganze Zeit von meinem Cousin gesprochen, wenn er nicht da war. Dem entsprechend war dann auch immer mein Verhalten wenn wir da waren. Und jetzt habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Oma und sie versteht nicht mal warum.

Deshalb suche bitte das Gespräch das sie eine abgewogene Balance zwischen den beiden Jungs hin bekommen.

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Wie deutlich seid ihr in dem Gespräch denn geworden?
Habt ihr den Großeltern gesagt, dass der Kleine weint und es nicht versteht, warum sie ihn ausgrenzen? Habt ihr ihnen gesagt, dass sie, wenn sie später eine Bindung zu ihm möchten, sich auch jetzt um ihn bemühen müssen, da er kein Baby mehr ist und sich durchaus merkt, dass er immer wieder zurück gewiesen wird?
Habt ihr ihnen gesagt, dass wenn sie mit zwei Kindern überfordert sind, dass sie auch gerne mal exklusiv nur etwas mit dem Kleinen machen können?
Fragt sie, was ihr dem Kleinen erzählen sollt, warum er nie mit darf, warum sie mit ihm nichts zu tun haben wollen.
Vielleicht fällt ja dann der Groschen.

Wenn darauf immer noch keiner reagiert, dann macht tolle Ausflüge mit dem Kleinen, wenn der Große bei Oma und Opa ist. Nehmt vielleicht die Uroma mit, wenn es gesundheitlich für sie machbar ist.

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Wenn das jüngere Kind regelmäßig weinend zuhause zurückgelassen wird, wäre bei mir Schluss mit lustig.

Ich habe gerade einen fast 4jährigen. Mit einem Kind in diesem Alter kann man sehr wohl was anfangen, wenn man will.

Kannst Ihnen ja erklären, dass sie Streit und Unmut in die Familie bringen und wenn das so anhält, werden die Besuche halt deutlich zurückgefahren.

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