Keine Struktur

Hallihaloo

Mein Kind ist 17 Monate und ich schaffe keine Struktur reinzubringen.

Ich merke das es meinem Kind deswegen nicht so gut geht .

Wie macht ihr das wenn ihr jemand besuchen wollt zum Beispiel die Schwiegermutter wohnt 50km entfernt wen wir sie besuchen ist mein Kind am Abend total aufgedreht oder schläft schlecht .

Wie läuft das bei euch alles so ab ?

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Wir haben und hatten klare Schlafenszeiten für den Mittagsschlaf und abends. Die wurden mit der Zeit angepasst, aber sie funktionieren ja immer eine zeitlang. Beim Besuch der Schwiegermutter 50km entfernt wäre ich wahrscheinlich während des Mittagsschlaf hingefahren und würde dann dort den Nachmittag verbringen und zur Schlafenszeit wieder heim. So kann dein Kleiner im Auto einschlafen und du kannst ihm im Idealfall direkt in sein Bett legen. Ich merke es bei meinen Kindern aber heute noch (3 und 5 Jahre alt) wenn sie einen anstrengenden Tag hatten, dann sind sie abends oder am nächsten Tag auch überdreht. Manchmal muss man das eben auch mal in Kauf nehmen. LG

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Für mich was es in Stein gemeißelt, die Schlaf- und Essenszeiten des Kindes auch auswärts zu beachten.

Ich würde also nach dem Mittagessen losfahren, damit das Kind im Auto schläft.

Dann Spielzeit, Abendessen bei Oma und zurück kann es schon gewaschen und im Pyjama auf Rücksitz schlummern. Klappte immer sehr gut bei uns.

Nur Oma musste erinnert werden, dass das Kind dann und dann seine Essenszeit hat und sie das auch beachten soll.
Bei meinen Eltern bin ich einfach um 18:00 Uhr in die Küche und habe das Kind versorgt, wenn Oma getrödelt hatte...

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Also ich schaue immer, dass die Essens- und Schlafzeiten einigermaßen eingehalten werden. Natürlich gibt es immer Ausnahmen, kommt ja auch darauf an, wie der Nachtschlaf war.
Meistens fahre ich so los, dass meine Tochter im Auto ihren Schlaf halten kann. Wenn sie bei Ankunft noch immer schläft, dann kommt sie noch schnell in den Kinderwagen oder ins Bettchen und schläft weiter. Sie ist jetzt 13 Monate alt.

Naja und ansonsten muss man glaube ich manchmal auch einfach akzeptieren, dass das Kind abends/nachts noch viel verarbeitet. Daheim einsperren ist ja auch keine Lösung.

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Hallo,

Besuch führt häufig dazu, dass Kinder abends überdreht sind und schlechter schlafen. Alles ist anders und aufregend, das muss am Abend erst mal verarbeitet werden.

Wir sind in dem Alter immer nach dem Mittag los, dann konnten unsere Kinder den Mittagsschlaf im Auto machen. Danach war wichtig, dass man ihnen Zeit zum Ankommen gibt und generell nicht bedrängt. Keine wilden Spiele, wenn sich Müdigkeit einstellt. Meine Kinder haben in dem Alter noch bei uns geschlafen, da konnten wir nachts unmittelbar beruhigen, wenn es nötig war.

LG

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Achso, feste Schlafens- und Essenszeiten hatten und haben wir nicht.

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Wie haben heute mit 9 Jahren immer noch klaren Schlafenszeiten, auch in den Ferien (zu Hause) weichen diese nur minimal ab. Im Urlaub, also wo anders als zu Hause, sind wir inzwischen flexibler, aber sobald wir zu Hause sind, geht es wieder los.

Fang doch mit wenig an und steigere es langsam. Wenn Kinder Struktur haben, klappt es meist am Abend etwas besser. Fängt mit einer strikte Abendroutine an: um 18:00 Abendessen, so dass das Kind um 19 Uhr im Bett sein kann. So als Beispiel. Wenn ihr bei der Oma seid, würde ich das auch durchziehen und das Kind dort hinlegen. Das schlafende Kind dann nach Hause mitnehmen. Erst wenn die Routine verfestigt ist, kann man etwas davon abweichen. Oder zB als Regel, abends kein Fernsehen. Ich habe gemerkt, als meiner kleiner war, dass Fernsehen am späten Nachmittag fatal war für seine Laune.

Schau einfach, was für dein Kind am besten ist. Du kennst es am besten und kannst eher sagen, womit du anfangen sollst.

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Wenn wir irgendwo hin fahren oder Besuch da ist, achten wir schon drauf dass wir die ungefähren Zeiten einhalten, die hier jedoch nie in Stein gemeißelt sind. Kommt drauf an, wie der Abstand zum Mittagsschlaf ist.
Mittlerweile schläft sie auch abends im Auto ein, also können wir das ausnutzen, etwa zu ihrer Schlafzeit zurück zu fahren. Wenn wir woanders übernachten, ziehen wir uns ca. 1 Stunde vor dem einschlafen mit ihr zurück.
Je nachdem wer zu Besuch ist, müssen wir schon aufpassen dass das respektiert wird, dass sie vorm schlafen gehen nicht massiv aufgescheucht wird und dann nicht zur Ruhe kommt. Entweder klappt das oder ich zieh mich mit ihr zurück. Da sind wir im Moment rigoros, weil einschlafen und die Nächte eine riesen Katastrophe sind derzeit und wir zumindest wollen, dass nicht die äußeren Umstände des Zubettgehens dran schuld sind.

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Wir haben teilweise feste Zeiten, abends. Sonst sind wir zuhause trotz fester Zeiten in der Krippe mega flexibel.
Wenn es sonst im Alltag klappt liegt es nicht unbedingt an den Zeiten. Sondern am veränderten Actionlevel mit Besuch. Achte mal drauf nächstes Mal.

Ich bin wenn wir zwei allein sind vormittags bis in den frühen Mittag gern unterwegs. Mein Sohn spielt nachmittags gern mit seiner Knete, oder im Sand. Das sind Zeiten wo ich wenig mitmische. Wenn Oma und Opa da sind ist weichen wir davon ab und dann ist hier durchgehend Halligalli. Sie quatschen ihn nonstop zu, „Spiel das so, und jetzt mach mit dem Eimer so und so.“ und sie schaukeln ihn brutal hoch. Selbst wenn ich es schaffe die Zeiten für essen und schlafen halbwegs normal zu halten sodass er auch den Mittagsschlaf macht brüllt er mir nach sowas am Abend alles zusammen und auch die Nacht durch - weil es zu viel Action war. Mehr als 1.5 Stunden ihres Dauerfeuers hält er nicht schadlos aus. Wenn die aber mal da sind sind sie es für 6-8 Stunden. Und ich kann mir den Mund fusslig reden. Sie schaffen es nicht sich für 20 Minuten aufs Sofa zu setzen und ihn in Ruhe zu lassen oder auch die Stimmung als Ganzes ruhig zu gestalten. Du siehst die Crux.

Du kannst versuchen was bei uns geholfen hat. Bau Pausen für das Kind ein. Ein Spaziergang zum nächsten Spielplatz. Macht gemeinsam einen Ausflug.
Ich habe letzten Sommer bei 15 Monaten angefangen ihre Besuche konsequent mit Ausflügen zu pflastern. Zoo. Botanischer Garten. Aquarium. Wir sind in Bewegung, gucken was an und hocken nicht daheim. Nie. Es gibt was zu sehen. Seitdem sind die Nächte wieder erträglich wenn sie da sind. Letztes Mal hab ich einen Tag im Freibad eingebaut weil so gutes Wetter war. Mach ich nicht mehr. Da war am Babybecken schon wieder zu viel freie Interaktion und sie haben mein motorisch granatenmässig weites Kind so kirre gemacht dass er keinen Schritt mehr ohne an der Hand sein gemacht hat und bei jeder Fontäne die los ging hysterisches Gebrüll war. Abends war dann wieder Geschrei...
Für mich der proof of concept. Programm!

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Hallo,

Wie äußert es sich denn, dass es deinen Kind nicht gut geht?

Wenn wir den ganzen Tag unterwegs sind mit unserer 15 Monate alten Tochter gibt es verschiedene Abende. Entweder sie pennt super schnell ein und schafft nicht mal ihre Abendflasche oder es dauert so 1,5 Stunden bis die schläft. Zum Glück ist sie meistens so geschafft, dass sie einfach einschläft.

Solange wir außer Haus sind dreht die total auf und an schlafen ist nicht zu denken.sie könnte ja was verpassen. Im Auto o oder zu Hause kommt dann die Müdigkeit wie ein Hammerschlag.

Wir haben keinen festen Zeitplan, aber wir kennen die Zeitfenster wann die Hunger hat, wann die abends müde wird. Mittagsschlaf zum Beispiel gibt es hier immer noch nicht richtig. Wenn sie müde ist wird tagsüber geschlafen. Erst jetzt mit der Kita Eingewöhnung gibt es ein Zeitfenster für den Mittagsschlaf.

Wir beobachten unsere Tochter und reagieren auf ihre Anzeichen. So fahren wir sehr gut. Was hat sie davon wenn ich sie um 13 Uhr zum Mittagsschlaf hinlege, sie aber fit ist? Oder ihr um 18 Uhr Abendessen gebe, sie aber noch keinen Hunger hat?

Wir haben unsere Tochter von Geburt an überall mit hingenommen (Parties, Dorffeste, Ausflüge etc.), vielleicht ist sie es daher gewohnt.

Wir haben Freunde die 70 km weit weg wohnen. Jetzt in den Sommerferien waren wir öfters dort. Mittags nach dem Essen hin, Minimaus schläft mit Glück auf der Hinfahrt. Und abends mal um 18 Uhr um 22 Uhr zurück gefahren. Dann tobt Minimaus halt bis 22 Uhr rum. Dafür schlief Minimaus nächsten Morgen mal etwas länger und es gab ein Schläfchen zwischen durch. Alles kein Problem in unserem Augen.

LG Morgain

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