Schwiegerfamilie

Hallo zusammen,

ich habe mich immer super mit der Schwiegerfamilie verstanden.
Bis zur 1.Schwangerschaft - wir waren dorthin eingeladen(300km) und die Schwiegermama kochte. Beim essen schmeckte ich Alkohol und fragte nach, ob welcher drin ist. Sie meinte ja, aber der ist verkocht. Ich habe dann keinen zweiten Teller genommen. Da begannen die Anspannungen...

Es krachte immer wieder, gab viele Konflikte.

Nun steht dieses WE ein Familienfest an und es krachte bereits im Vorfeld.
Heute sehen wir uns und es geht mir beschissen. Ich reagiere mit Verdauungsstörung auf Stress, heute Morgen hatte ich wohl eine kleine Panikattacke. Obwohl es mir lange Zeit nun gut ging.
Ich weiß einfach nicht mehr wie ich mit der Situation umgehen soll - ich kann nicht immer so tun als wäre alles ok, aber wenn wir was sagen sind wir immer die Bösen und undankbar etc.
Ich will nicht dass mein Mann Kontakt abbricht oder sowas, ich will einfach gelassener werden. Gleichgültiger. Ich weiß nur noch nicht wie.
Die Kinder sind noch zu klein, als dass ich einfach nicht mitfahren oder nicht dabei sein könnte bei Treffen....
Das Fest morgen möchte ich genießen und nicht im Bad verbringen. Könnte grad echt heulen...

Grüße

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Sind die anderen Anlässe, ähnlich „gewichtig“ wie Alkohol in der Soße? 🤷🏻‍♀️

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Ansichtssache- ich fand es nicht schlimm mit dem Alkohol, wollte halt aber keinen Nachschlag und die Schwiegermama empfand es als tiefe Beleidigung (Zitat! Ich hatte sie dann im Nachgang nämlich auf die komische Stimmung angesprochen). Dass ich unser Kind mit 1 in die Krippe habe war nix, unser Haus zu teuer und zu renovierungsbedürftig, Babyschalen sind Blödsinn, Fahrradhelme auch - da gibts viele Beispiele...Wir leben halt anders als sie und da prallen gerade bzw seit Schwangerschaft Welten aufeinander. Und leben und leben lassen klappt leider nicht - wirklich, wir haben am Anfang noch diskutiert und versucht auf ihre Kritik einzugehen, aber es endete immer mit Unverständnis. Darüber reden bringt also einfach nichts - Kontaktabbruch ist halt aber auch Scheiße. Daher will ich iwie einen guten Weg finden. Vll hast du ja auch eine hilfreiche Idee oder noch was anderes als die üblichen Kommentare zu Schwiegerelternposts.

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Vielleicht kannst du deinen Fokus verändern. Konzentriere dich nicht auf die Schwiegerfamilie, sondern auf deine Kinder und frag dich, was du machen kannst, damit sie eine schöne Feier haben. Und sag dir immer wieder, dass deine Anwesenheit dort nur temporär ist. Danach fährt du ja wieder nach Hause und kannst entspannen 😊

Mir hilft es auch manchmal in beschissenen Situationen an eine Freundin zu denken, der ich später davon erzählen kann.

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Vielen Dank für deine Antwort. Das hilft tatsächlich ein bisschen - allerdings sind sie diesmal bei uns...der Tip mit der Freundin ist gut

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Hi,

und um was geht es jetzt genau, dass es schon im Vorfeld kracht?

Ums Kochen? Um einen Schwupps Wein im Essen?

Also ehrlich, Du bist Mama. Da kommen noch ganz andere, gewichtigere Sachen auf Dich zu mit denen Du Dich auseinandersetzen musst.

Gehe da hin, sei unvoreingenommen. Ich habe mich früher auch gerne über jeden Mist aufgeregt. Seit ich das abgestellt habe und mir denke " mir sowas von Schnuppe " bin ich tiefenentspannt.

Ach so, mein Mann sollte keinen Alkohol trinken, machen wir beide seit 12 Jahren nicht mehr, also wirklich gar nichts... deswegen koche ich bestimmte Soßen trotzdem mit Wein, weil es einfach den Geschmack gibt. Auch unsere Kinder essen davon mit. Falls es nur ums Essen gehen sollte...

Schönes Wochenende!
Caro

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Danke für deine Antwort. Du das mit dem Wein ist über 4 Jahre her😅Aber leider wurde mir nicht verziehen, dass ich keinen zweiten Teller genommen habe(siehe Antwort 1).
Gekracht hat es, weil das Fest an einem Ort stattfindet, das ihnen nicht gefällt zu einer Uhrzeit, die sie nicht gut finden. Das wurde uns mehrfach mitgeteilt wie blöd das alles sein wird und iwann reißt mir dann doch der Faden🙈

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Iwie verplane ich das immer mit dem Schwarztee schreiben 🙈 naja wenn ich erkannt werde ist es halt so🙈

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Du kannst nur deine Einstellung dazu ändern. Die Aussagen und Kommentare müssen an dir abprallen wie an einer Nanoimprägnierung!
Ich kenne das, was du beschreibst. Mir ist es gelungen, dass es mir egal ist. Ich kann es nicht recht machen, also warum der Stress? Ich gucke bei Feiern, dass es allen gut geht, aber wer absolut nicht will, der hat schon. Wenn es so furchtbar ist, sollen sie gehen.
Hier gab es schon Eskalationen wegen Fleisch in der Gulaschsuppe. Also ähnlich.
Wer das Haar in der Suppe sucht, der findet es auch. Aber das ist nicht mein Problem!
Versuch dich innerlich zu distanzieren. Lache in dich hinein, wenn die nächste absurde Situation kommt. Glaub mir, ich hab viel zu lachen!
Sind noch andere Leute da? Unterhalte dich hauptsächlich mit denen. Gib der Schwiegermutter nicht so viel Raum. Wenn das Gift ins Leere sprüht, macht es keinen Spaß.

Alles Gute 🍀

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Sehr gute Antwort.
Sehe ich auch so. Betrachte die SchwiMu als die schrullige Alte und nimm dir das Geschwurbel nicht so ernst. Oder stelle dir vor, dass es deine eigene Mutter wäre. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man solche Macken und Anmaßungen viel eher hinnimmt, wenn es die eigene Familie betrifft. Warum? Ich denke, weil man sich in der eigenen Familie seines Wertes viel sicherer sein kann, auch wenn man sich mal zofft. Ich kann mir z.B. von meinem Bruder die blödesten Kommentare anhören, ohne dass mich das irgendwie belastet. Ich denke am nächsten Tag gar nicht mehr drüber nach. Bei den Geschwistern meines Mannes: unvorstellbar. Dabei war Art und Inhalt der Aussage vielleicht genau die gleiche...

Ich kann mir vorstellen, dass ihr zwei vielleicht doch noch nicht gut genug gefestigt wart, in eurer Beziehung. Daher nimmt dir die SchwiMu was übel, was du gar nicht böse gemeint hast. Und du bist beleidigt über die typischen Alt-Weiber-Mäkeleien, die du bei deinen eigenen Eltern locker flockig absorbieren würdest.

Rede vielleicht mal mit ihr. Ohne Anfeindung. Ohne Vorwürfe. Sag ihr, was genau dich daran stört und was da zwischen den Zeilen bei dir ankommt. Dass du es gern wie vorher hättest und sie doch eigentlich mal mochtest. Du aber bitte auch um soviel Respekt vor dir bittest, dass sie Entscheidungen zu deinem Kind nicht abzuwerten hat. Gut gemeinte Ratschläge ausgenommen, aber dich bitte nur auf Nachfrage...etc, pp. So in der Art vielleicht.

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Na, wen euch 300 km trennen, dann werden die Treffen ja nicht soooo häufig stattfinden.

Lass die Orte und den Ablauf dieser Treffen halt zwischen deinem Mann und den SE regeln. Vielleicht gibt es dann nicht mehr so viele Konflikte.

Würde mich zurückhalten, soweit es geht.

LG

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Hallo!

Du kannst nur deine eigene Einstellung ändern.

Ich kann Dir nur raten: nehm vorher was für deine Verdauung und lass dich nicht auf Diskussionen ein, wenn ungebetener Rat kommt, dann sag, "ich habt das anders gemacht, wir machen das so". Und das kannst Du auch 10x in einem Gespräch sagen, nach jedem "aber blablabla" wieder "wir machen das eben so". irgendwann schnallen sie schon, dass ihr nicht mehr diskutiert.

So oft ist es ja nicht, und ganz ehrlich, sie sehen euch ja nicht so oft und damit ist der Einfluss sehr begrenzt.

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*"ihr habt das anders gemacht, wir machen das so". Und das kannst Du auch 10x in einem Gespräch sagen,*
#pro
So würde ich das auch versuchen, nur so einen kurzen Satz, lächeln und das Thema beenden, nicht mehr darauf eingehen.

Das muss man evtl. üben, aber geht.

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Ich hatte bei 50% der letzten Besuche der Schwiegers einen Herpes. Den kriege ich nur bei akutem Stress (Stress auf Level Todesfall in der Familie) und die zwei haben sich dieses Level hart erarbeitet.

Wir haben einiges probiert und letztlich als Paar einige Stellschrauben gedreht.
- Not my circus, not my monkeys. Ich hab mich aus allem maximal rausgenommen. Mein Mann macht alle Kommunikation mit seinen Eltern. Er gibt Infos, macht Termine aus, schlägt sich mit Gemoser vorneweg oder irgendwelchen irren Sonderwünschen a la „ich will eScooter fahren“ herum.
- Infodiät. Wir erzählen nicht wirklich viel. Mein Mann hat sie früher jahrelang genau damit armlang auf Abstand gehalten. Seit ich mich komplett rausgezogen habe sind sie wieder auf dem alten Level. Zur letzten Familienfeier gab es Datum, Anlass und Uhrzeit. Was gemacht wurde haben sie vor Ort erfahren.
- Ich verbringe keine Zeit allein mit ihnen. Mein Mann ist grundsätzlich dabei und managt sie auch da.
- Wir halten die Besuche kurz, 2-3 Tage. Mit Hotel und Mittagspause. Sie gehen bevor wir mit dem Kind in die Abendroutine gehen. Wir tischen nicht mehr gross auf a la Vollpension.
- Wenn andere Personen dabei sind, zB auf besagter Feier, spreche ich mit denen und setze mich auch bewusst zu anderen hin. Mit meinen Schwiegereltern nur Smalltalk oder übers Kind.

Mein Mann hat wie gesagt jahrelange Übung im sie-nicht-informieren. Sie merken gerade sehr deutlich dass sie bei uns beiden ziemlich in Ungnade gefallen sind und reissen sich für ihre Verhältnisse erstaunlich gut am Riemen.
Könnte auch dran liegen dass die og Familienfeier unsere Hochzeit war und sie erst am Standesamt gemerkt haben was der Plan ist, ich denke das haben sie als Warnschuss aufgefasst und sind nun achtsamer mit ihrem Verhalten. Endlich, es ist wirklich überfällig.

Wir haben’s zwei Jahre in nett-freundlich-höflich mit viel Bitte und Konjunktiven probiert. Das haben sie ignoriert. Wenn man deutlich wird machen sie Drama und schmollen und danach gehts genauso weiter. Spannenderweise scheint aber ihre eigene Medizin a la passiv-aggressiv gut anzuschlagen.

Du wirst das nicht allein lösen können.
Dein Mann muss mit ins Boot. Es sind seine Eltern und er ist im Lead dass sie sich Euch ggü erträglich verhalten.

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Ich muss gestehen, dass mit der Hochzeit finde ich grenzgenial. Die Aktion ist sicher viel treffsicherer gewesen als jedes mal die Faust am Tisch knallen.

Darf ich fragen, habt ihr ihnen wenigstens gesagt, dass sie sich etwas feiner als Jeans und Shirt anziehen sollen? Sonst stelle ich mir die Hochzeitsfotos sehr lustig vor.


vlg

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Wir haben eine Familienfeier (überstandene schwere OP des Kindes) angekündigt und um entsprechende Kleidung gebeten. Alle hatten den gleichen Infostand und wer gefragt hat ob wir da „auch“ heiraten bekam eine ehrliche Antwort. Haben auch fast alle weil es war absehbar, erwartbar und der absolut stimmigste Moment das zu tun.

Wir sind nicht her gegangen und haben gesagt „jetzt würgen wir ihnen mit unserer Hochzeit eine rein“. Sie sind auf Infodiät. Sie wussten was sie zwingend wissen mussten, wann, wo, wie. Wir sind nicht in einer erklärenden oder rechtfertigenden Position. Das leben wir in allen Themen mittlerweile sehr konsequent ihnen ggü.

Beim Schwager haben sie was die Hochzeit betraf monatelang reingeredet und gemäkelt. Location. Essen. Gästeliste. Wannimmer es um die Hochzeit ging wurde genörgelt.
Schwiegermutter kam dann im weissen Blazer zur Trauung. Ich hab gepokert dass sie wenn sie es nicht weiss nicht in weiss kommt. War auch so. Lach.
Familie in Ehren. Aber diese zwei sind echt zwei fiese Möppe.

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