Nachbarskinder/Reihenhäuser

Hallo, ich muss jetzt leider ausholen.
Meine Schwiegereltern leben in einer beschaulichen Reihenhaussiedlung seit mehr als 30 Jahren. Links nebenan wohnt ein Rentnerehepaar, sie wohnen auch schon so lange dort. Direkt gegenüber der Häuser (keine Straße dazwischen, lediglich ein schmaler, autofreier Anwohnerweg) wohnt der Sohn des Renterpaares mit seiner Frau und seinen zwei Kindern. Das jüngste Kind ist so alt wie unsere Tochter (3,5J.). Bisher war es immer so, dass wir die Familie gegrüßt haben, wenn man sich zufällig begegnet ist. Und auch wenn der Garten des Rentnerehepaares voller Enkelkinder und weiterer Kinder aus der Nachbarschaft war, so kam kein Angebot ihrerseits, dass unsere Tochter, die alleine im Garten meiner Schwiegereltern spielte, rüber kommen dürfe. Am Wochenende war unsere Tochter bei den Großeltern und als wir sie abholten, sprang unsere Tochter mit den anderen Kindern herum, teilweise auf diesem Anwohnerweg, tlw. im Haus der jungen Familie und auch mal im Garten des anderen Großelternpaares. Meine Schwiegermutter hat das so eingefädelt und aktiv gefragt, ob unsere Tochter mitspielen dürfe. Jetzt ist es so, dass unsere Tochter jedes mal, wenn sie bei den Großeltern ist (in den nächsten 2 Wochen sehr häufig, ansonsten 1x am Wochenende), mit den anderen Kindern spielen möchte, sobald sie sie sieht oder hört. Meine Schwiegermutter lässt sie dann rüber, bietet auch an, dass die Kinder bei ihr spielen dürfen. Bisher wollten die Kinder das nicht und spielen fast ausschließlich dann in den anderen Gärten und Häusern. Ich fühle mich dabei noch nicht so recht wohl muss ich sagen und habe noch keinen Weg gefunden, damit richtig umzugehen. Die Kinder sollen ruhig miteinander spielen (das klappt scheinbar auch sehr gut), ich möchte aber nicht, dass es jedes mal so ist und auch nicht zu lange ist, da unsere Tochter ein aktives Mädchen ist und ich niemand in dem Sinne "belästigen" möchte. Ich finde es nur nicht so pralle, wenn so eine Grundsätzlichkeit besteht. Meine Schwiegermutter fördert den Kontakt sehr und kann glaube ich nicht verstehen, was ich meine. Sie hat bisher keine Begrenzung des Kontaktes vorgenommen, möchte ihn weiter ausbauen. Meine Frage ist nun, wie das bei euch abläuft? Und auf was ihr achtet im Umgang und Umfang mit der Spielerei bei Nachbarn. Ich würde gerne einen gesunden Mittelweg finden, bei dem die Kinder Spaß haben und die Erwachsenen nicht genervt sind. Vielleicht, dass man das Spielen auf 30 Minuten begrenzt?
Liebe Grüße und danke fürs Lesen

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Und nach diesen 30 Minuten darf deine Tochter die anderen Kinder von innen durchs Fenster beobachten?

Ich würde einfach in der Nähe bleiben und ggf. eingreifen, falls deine Tochter außer Rand und Band ist. Ansonsten regelmäßig nachfragen ob es für die Nachbarn wirklich okay ist.

Du machst da gerade Probleme wo keine sind.

LG

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Die Kinder haben Spaß im gemeinsamen Spiel, super! Wo genau ist jetzt das Problem?

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Hallo, ich möchte nur nicht aufdringlich sein. Ich glaube auch, dass es daran liegt, dass nie ein Spielangebot von deren Seite kam, obwohl unsere Tochter schon sehr oft interessiert rüber geschaut hat und sowieso schon der ganze Garten voller Kinder war. Ich denke mir, dass ich ein einzelnes, allein spielendes Kind von nebenan gefragt hätte, ob es nicht auch kommen möchte.
Aber ja, vielleicht bin ich da einfach zu kompliziert und muss nun lockerer werden.

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Ich denke auch, dass du dir zu viele Gedanken machst, kann’s trotzdem sehr gut verstehen. Wäre es eine Option, dass du die Eltern selbst ansprichst? Vielleicht hatten die genauso Hemmungen zu fragen, ob die kleinen bei denen spielen darf, wenn sie bei der Oma zu Besuch ist. Könntest dich ja bedanken und offen ansprechen.

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Ich glaube du machst dir zu viele Gedanken. Wenn du dabei bist dann geh doch nach einer gewissen Zeit hin und frag ob alles klar ist und sag den Eltern dass sie sich melden sollen wenn es ihnen zu viel wird oder deine Tochter quer schießt. Aber so lange es läuft ist es doch für alle Seiten prima.

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Die werden sich schon melden, wenn es ihnen zu viel wird.

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Das, was deine Schwiegermutter deiner Meinung nach nicht versteht, verstehe ich auch nicht ;)

Ich glaube, du machst dir zuviele Gedanken. Vielleicht haben die Nachbarn bisher nie wirklich wahrgenommen, dass deine Tochter allein im Garten steht und hätten es selbstverständlich gefunden, wenn dein Mädchen einfach mitspielt.

Deine Schwiegermutter kann die Nachbarn sicher sehr gut einschätzen und einschreiten, wenn sie den Eindruck hat, dass deine Kleine eine Pause braucht.

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Hallo
Naja, irgendwer muss ja zuerst fragen. Die Nachbarn kennen deine Schwiegereltern und ich unterstelle ihnen mal, dass sie sich schon äußern, wenn es nicht passt.
Hier hängen und hingen die Kinder viel aufeinander und ehrlich gesagt, es ist ein Selbstläufer und ein geben und nehmen. Für die Kinder ist es toll.

LG

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Hast du eher ein Problem damit, dass es keine Spieleeinladung gab oder dass du dich als aufdringlich empfindest? Ein interessiert rüberschauendes Kind würde ich vielleicht übersehen oder würde mich nicht aufdrängen wollen, in dem ich eine Spieleeinladung ausspreche.

Frage einfach nach, ob es dem jungen Elternpaar passt und sie jeder Zeit was sagen können, wenn es nicht passt oder zu viel ist. Ich halte es aber für selbstverständlich, dass die anderen Eltern sich schon bemerkbar machen werden

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Hallo!
Ich kenne das Problem - meine Kinder spielen viel lieber beim (älteren) Nachbarskind, als dass sich der Viertklässler zu uns begeben würde.

Also erst mal: ich würde ein Besucherkind auch nicht zu uns bitten - einfach mit dem Gedanken, dass es ja die Großeltern besucht und diese vielleicht die Zeit mit ihm genießen wollen.

Aber wenn jetzt der Kontakt besteht und alle Kinder gerne miteinander spielen, ist es doch super.

Ich habe unsere Nachbarn mehrmals gefragt, ob es so ok ist, bzw. darum gebeten, unsere Kinder einfach wieder zurückzuschicken, wenn es nicht passt. Und genau so läuft es...

Lg Fan

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Ich habe das doch richtig verstanden: Es geht um das Haus der Schwiegereltern und um dein Kind, welches das dann da zu Besuch ist? Wenn das so korrekt ist, dann ist das doch überhaupt nicht deine Baustelle.
Die Nachbarschaft dort besteht schon in der zweiten Generation, mach dir das mal bewußt. Ich gehe davon aus, wenn die Kinder nerven oder es gerade nicht passt, dann werden sie nach Hause geschickt, ganz undramatisch. Wenn es andere Probleme gibt, dann redet man halt darüber, aber auch das ist nicht so ganz deine Baustelle.
Das, was deine Tochter da noch erleben darf....einfach ein Traum, da würden andere ihre Seele für verkaufen und du siehst Probleme, die überhaupt nicht da sind.
Eine Freundin lebt auch so, auch mittlerweile in der zweiten Generation, alle kennen sich dort seit fast 40 Jahren. Die Zwerge die da rumhüpfen sind ja sogar schon die 3. Generation fällt mir gerade auf. Und ja, auch die Besuchskinder dürfen dabei sein. Glaub mir, ist da wirklich jemand mal genervt, dann sagt er das und niemand ist böse oder nachtragend.
Nein, ich denke niemand kann verstehen, worüber du dir da Gedanken machst. Noch einmal: Es ist das Zuhause und die Nachbarschaft deiner Schwiegermutter, deine Tochter die Regeln der anderen Häuser und Gärten kennen, fertig. Das kann sie aber nur, wenn man sie nicht nach 30 Min zurückpfeift. Laß sie da einfach machen in ihrem eigenen kleinen Kosmos, Oma ist glücklich und deine Tochter wird noch ihren Enkelkindern davon erzählen.
Dein Kind hat so ein Glück....laß es sie geniessen.

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