Wie komme ich da wieder rein !

Hallo

Mir ging es die letzten 2 Wochen psychisch nicht sehr gut .

Ich fühle mich immer noch sehr müde und angeschlagen . Ich war schon bei der Blutabnahme muss auch auf die Ergebnisse warten .

Meine 1,5 jährige Tochter zahnt auch sehr gerade . Es ist momentan nicht sehr leicht für mich aber ich merke es wird langsam besser.

Mein Problem ist wie leben auf einer 60qm Wohnung bevor der ganze Stress begann hatte ich eine Putz Rutine die Wohnung ist auch klein aber ich musste es trotzdem planen da mit Kind alles oft nicht einfach ist 😅

Aber als der ganze Stress begann vor 2 Wochen habe ich leider nur noch das nötigste gemacht mir fehlte die Kraft dazu .

Es ist nicht dreckig aber es ist eben nur das nötigste . Jetzt geht es mir langsam besser aber trotzdem bin ich schnell müde und fühle mich als hätte ich versagt es sind nur 60qm und nach einem Zimmer fühle ich mich als hätte ich ein Haus geputzt.

Meine ganze Routine ist verschwinden und ich schaff es gerade nicht .

Habt ihr Tipps wie ich meine alte Routine wieder bekomme ? Dieses schnelle erschöpft sein macht mich fertig ich brauche oft Pausen und am liebsten bin ich mit meinem Kind draußen .

Mein Mann hilft mir sehr viel nur er arbeitet auch oft viel .

1

Fang langsam an und mach dir keine Vorwürfe.

Versuche es mal (nach einer Geschirr, Wäsche und Müll Einsammelaktion) mit 5 Minuten pro Raum pro Tag. Wenn du das gut geschafft hast, kannst du eine zweite Runde machen, wenn nicht, ist es auch ok.

Kämpfe gegen den Perfektionismus. Du bist eine gute Hausfrau und Mutter, aber du kannst nicht in allen Bereichen 110% geben, wenn es von dir nur 100% gibt. Dein Körper zeigt dir, dass du zu viel getan hast und du solltest auf ihn hören.

Kleine Schritte, aber dafür täglich.

2

Huhuu,
Also mir persönlich haben to do Listen sehr gut geholfen.
Habe auch Kleinigkeiten aufgeschrieben.
Für jedes Zimmer eine eigene.
Dann habe ich meist abends ein Zimmer gemacht, nächster Abend nächstes Zimmer. Je mehr ich streichen konnte, umso zufriedener hat es mich gemacht.
Vllt hilft dir auch erstmal eine Auszeit.
Ganz ehrlich, wenns mal nicht 100% tip top aussieht ist es doch nicht schlimm.
Nimm dir den Druck.

3

Deine Routine sollte jetzt nicht wichtiger sein als deine Gesundheit. Das Nötigste reicht vollkommen (wobei das Definitionssache ist). Und wenn das 'Nötigste' auch nicht gelingt, dann macht es eben dein Mann oder bleibt liegen. Hoffe, dass die Resultate deiner Tests bald Aufschluss geben, was mit dir los. Alles Gute.

4

Du machst doch alles perfekt!

Du hast erkannt, dass es dir nicht gut geht.
Du hast ärztliche Hilfe gesucht.
Du hast Unterstützung von deinem Mann angefordert.
Vor allem: du kümmerst dich liebevoll um dein Kind.

Das und ein paar basics im Haushalt sind doch vollkommen ausreichend für so eine Situation. Mach das, was geht. Mach viele Pausen. Und verabschiede dich von dem Gedanken, dass du irgendeine Putzroutine brauchst, um glücklich oder ein guter Mensch zu sein.

Alles Liebe dir!

5

Hallo,

an dem Punkt war ich auch schon. Und zu deiner Beruhigung, 60 qm ordentlich zu halten ist schwerer als ein Haus mit 3 Etagen. Denn in letzterem verteilt sich das Chaos besser 😉.
Was mir damals geholfen hat, war am Anfang täglich 1 Zimmer. Zuerst ausmisten, das befreit. Müllsack auf und alles weg, was zu viel ist. Oftmals hortet man irgendwelchen Nippes, der einem nur im Weg rum steht. Je weniger rum steht umso ordentlicher sieht es aus. Nimm dir für jeden Tag ein Zimmer vor und plane mit Eieruhr. Bsp. 30 Minuten arbeiten, 10 Minuten Pause. Du glaubst gar nicht, was man in 30 Minuten in einem Raum geschafft bekommt. Fang mit den Räumen an, in denen du dich am meisten aufhältst, z.B. Wohnzimmer oder Küche. Dann hast du nämlich immer den Erfolg vor Augen und es motiviert. Ganz wichtig, stress dich nicht. Ist ein Raum fertig, übernimmst du in dem Raum wieder deine Routine und machst am nächste Tag den nächsten Raum. Ausmisten, aufräumen, Routine übernehmen. Wenn du einen Raum an einem Tag nicht schaffst, weil die Kraft momentan nicht reicht, mache nur einen halben. Aber mit Plan, was du schaffen möchtest. So arbeitest du dich Stück für Stück und Raum für Raum durch deine Wohnung. Immer deiner Kraft entsprechend und die alte Routine übernehmend. Das größte Problem am Anfang ist, überhaupt anzufangen. Man sieht das Chaos und meint, es nicht bewältigen zu können. Nur allein dieser Gedanke hemmt und kostet schon Kraft. Mich hat damals Marie Kondo motiviert. Google mal danach, falls du sie nicht kennst. Natürlich ist vieles extrem übertrieben und ich habe das nicht 1:1 umgesetzt, aber die Ansätze waren gut.

LG
Lotta

6

Dein Mann muss trotzdem mehr im Haushalt mit anpacken oder am Wochenende die Kleine nehmen.

Motte ist auch knapp 1,5; zahnt extrem und mein Mann arbeitet auch viel. Trotzdem hilft er auch mal nachts oder putzt mit (sonst wären wir hier evtl im Chaos versunken...).

Alles Gute dir!

7

Mach dich deswegen jatzt nicht verrückt, sei sparsam mit deinen Kräften und mach dir bloß keine ToDo-Listen, sie setzen dich nur noch mehr unter Druck.
Dein Körper zeigt dir gerade, das es ihm einfach zu viel ist...hör auf ihn und pfeif darauf, was andere darüber denken könnten. Es ist jetzt aktuell einfach so, wie es ist. Und genau das ist das Schwerste daran: Akzeptieren können, das zur Zeit einfach nicht mehr möglich ist! Hast du das geschafft, dann ist es einfacher.
Setze deine Kraft da ein, wo es dir(!) was bringt, nämlich frische Luft und das Kind, das schreibst du ja selber. Wenn dann noch etwas übrig ist, dann mach was im Haushalt...sobald du dich erschöpft auf dem Sofa wiederfindest war es zu viel.

Bei mir ist es etwas anders, nach einem Unfall werde ich nie wieder das schaffen, was ich vorher geschafft habe. Nachdem ich das akzeptiert hatte (das war sauschwer), da lief es halbwegs. Ja, anders als vorher, aber es lief. Du mußt jetzt nur zu Kräften kommen und kannst noch viele Jahre putzen, wie du willst. Mach dir das bewußt, deine Situation ist nicht dauerhaft. Du mußt überhaupt keine neue Routine finden, du mußt nur mit den Kräften sparsam sein und brauchst niemanden (auch nicht dir!) beweisen, das du wieder "funktionierst". Den Druck, den du dir gerade selber machst, der ist schädlicher für deine Psyche als dreckiges Geschirr oder ein staubiges Regal.

8

Ich kann das sehr gut nachvollziehen.

Zum Teil ist da auch der Perfektionismus Schuld, den ich leider auch stark ausgeprägt habe und dann zieht einen das eben seelisch auch sehr runter, wenn man all das nicht so schafft, wie man sich das immer und immer wieder vornimmt. Nur die Kraft reicht leider dazu nicht aus.
Ich frage mich dann auch oft, wie schaffen das denn die anderen Mütter mit mehreren Kindern? Aber oft ist es zum größten Teil einfach überall so, denn man muss sich sagen, es ist ja nicht wegen "einem selbst" so, sondern wegen dem Drumherum, Kinder, und all den Alltagsaufgaben, die dieses Familienleben so mit sich bringt. Und das ist einfach überall ähnlich, vor allem wo kleine Kinder sind. Denn die sind unser Kraftanker am Tage. Da schwindet die Kraft hin, da liegt man Abends flach, anstatt noch die Küche oder das Bad auf Hochglanz zu putzen.

Ich habe dafür auch noch nicht den Masterplan gefunden und bin selbst noch dabei.

Deswegen bin ich auch auf die Antworten hier gespannt.

9

Hallo,

einen Plan machen und eine Maximalzeit einsetzen, wie 30 min pro Tag. Vieles erledigt sich, wenn man gleich alles wegräumt, wo es hingehört:

Flur: nur die Schuhe draußen lassen, die man aktuell anzieht, die restlichen wegpacken, ebenso mit Jacken, reduziere die Handtaschen (man braucht keine 10)

Küche: weniger Geschirr...abwaschen..abtrocknen...wieder verwenden...Dinge, die man braucht, entsprechend bereitstellen, Tisch und Arbeitsplatten gleich mitabwischen

Wohnzimmer: auch hier - weniger Deko, was braucht man...

Kinderzimmer: Spielzeug in Kisten, nicht zu viel Kleidung, auch nicht schon die überübernächsten Größen kaufen

Schlafzimmer: Kleidung sortieren...was braucht man und was nicht...


Schaff dir eine Routine, auch wenn es weniger ist. Lass dir Zeit und gute Besserung.

LG, Kaffeeeule

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