Stiefsohn wird bevorzugt..

Hallo liebe Eltern,

Also es geht um meinen Stiefsohn und um meine Tochter, ich habe ein unheimlich enges und liebevolles Verhältnis zu meinem Stiefsohn er ist 7 Jahre alt und fügt sich an den Wochenenden gut in unser Familienleben ein, ich bin auch immer sehr darauf bedacht, dass er die Ferien bei uns verbringt und sich niemals benachteiligt fühlt. Meine Tochter ist 10 Monate alt.
Nun geht es um das eigentliche, die Familie meines Mannes ist nicht sehr gross, dort gibt da seine Eltern und seine 2 Schwestern. Meine Schwiegermutter und ich haben auch ein gutes Verhältnis zueinander, aber sie bevorzugt meinen Stiefsohn sehr stark, er wird von ihr mit Geschenken überhäuft, er benimmt sich ihr gegenüber oft wie ein Pascher "Zeitweise wird es schon asozial", sie belächelt das einfach und winkt das ab, ist nicht konsequent und lässt ihn machen und tun.. Meine Tochter sitzt oft dort schaut und möchte auf den Arm genommen werden, meine stiefsohn stellt sich dem in den Weg und meine Schwiegermutter lässt es zu und sagt "er schreit nunmal lauter". Sie hat auch schon mal zu mir gesagt dass er immer das besondere sein wird, weil er ihr erster Enkel ist, was mich in dem Moment irgendwie verletzt hat. Auch nur er darf bei ihr schlafen und er entscheidet ob meine Tochter an Dingen teil haben darf oder nicht, wenn er es nicht möchte, muss sie zuhause bleiben. Und heute der absolute Knackpunkt, meine Schwägerin ist zu Besuch da, sie wohnt 500 km weit weg, mein stiefsohn wurde Freitag schon geholt und die Familie meines Mannes verbringt das Wochenende zusammen und machen tolle Sachen, da wurde nicht 1x nach meiner Tochter gefragt, ich saß heute in der Küche und schaute ihr beim Spielen zu.. Und mir tat diese situation so weh, auch wenn ich Weiss dass sie es nicht wahr nimmt bzw noch nicht..
Ich hab schon mehrmals das Gespräch gesucht, aber meine Schwiegermutter, belächelt das nur und geht gar nicht darauf ein... 😕

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Deine Tochter ist ein Baby. Das wird sich alles ändern, wenn sie mit ihr was anfangen können. Wir haben ein 9 jähriger Sohn und ein Baby. Klar fragen die Großeltern mehr nach ihn nach, reden mit ihn, unternehmen Sachen mit ihn usw....mit dem Baby können sie nicht so viel anfangen, vor allem weil sie weit weg wohnen.

Glaub mir, das ändert sich. Sei nicht eifersüchtig :)

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Also ich muss sagen das man keine Unterschiede machen sollte bei Kindern egal ob stiefgeschwister oder nicht. Du sagst das die groß Eltern sich mehr um das große Kind bemühen statt um das kleine und das es normal sei. Ich muss sagen nein das ist nicht normal. Ich habe zwar keinen Kontakt zu irgendeiner Oma aber ich habe meinen Bruder und seien Freundin und die kümmern sich beide gleich viel um beide Kinder. Die kleine ist 1 jahr alt und die große 10 Jahre alt. Es werden keine Unterschiede gemacht und auch bei meinem Partner die große ist nicht von ihm aber die kleine Maus. Und er macht auch keine Unterschiede. Er liebt beide gleich. Klar gibt es andere Interessen was das angeht aber selbst wenn ich zu meiner Mutter Kontakt hätte würde es auch dort keine Unterschiede geben egal in welcher Hinsicht. Klar jeder ist anders und jeder entscheidet wie er mit den eigenen Kindern oder mit stiefkindern umgeht oder auch wie Oma und Opa mit den Enkeln umgehen. Aber große Unterschiede wie dort würde es nicht geben. Da muss ich sagen geht es absolut überhaupt nicht. Der große kann und darf nicht entscheiden ob die kleine das mitmachen darf. Da muss die Oma einschreiten und sagen so und so nicht anders. Aber der Oma ist es egal wie viele Enkelkinder sie haben wird. Weil für sie nur das erste Enkelkind zählt. Ich finde das nicht fair und so würde ich meine Kinder und später meine Enkelkinder auch nicht behandeln.

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Ha??

Klar gibt es keine Unterschiede von uns Eltern...Tante und Onkel sind in Baby Fieber und halten die Kleine in den Armen und machen Geschenke. Aber Sachen unternehmen kann man nun mit einen Grundschulkind mehr als mit einen Baby. Mein Baby würde ich zB nicht zum übernachten zu den Großeltern eine Woche schicken wie der große Brüder. Und es sind leibliche Geschwister. Als der große Brüder klein war, war er auch nicht eine Woche bei den grosseltern. Da hat nicht mit Bevorzugung zu tun, sondern ist altersgerecht. Meine Schwiegereltern können nun mal mit Babies nicht viel anfangen. Das war beim Enkel auch so. Erst wenn sie etwas älter sind und sprechen können, war der Enkel interessanter. Daher mein Rat an die TP: es klingt sehr nach Eifersucht. Reiß dich zusammen sozusagen, das wird schon!! Das Mädchen ist ein Baby, das kommt alles noch, wenn sie größer ist.

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er entscheidet ob meine Tochter an Dingen teil haben darf oder nicht, wenn er es nicht möchte, muss sie zuhause bleiben

Das finde ich den Knaller. Da würde ich ausflippen. Leider kann an der Front nur der oder die Erwachsenen etwas ändern. Ich habe selbst 3 Kinder und die mittlere möchte auch gerne mal mit Papa oder Oma ohne die jüngere Schwester etwas machen. Ist auch völlig in Ordnung. Ob und wann dies stattfindet entscheiden aber wir Erwachsenen und nicht unsere Tochter. Ganz ehrlich bei dem Verhalten würde die Sympathie für das Kind extrem schwinden. Völlig verständlich das dich das verletzt. Und das er entscheidet das die Oma den Zwerg nicht auf den Arm nimmt, da würde ich dazwischen gehen. Da könnte ich nicht ruhig daneben stehen. Was sagt denn der Papa dazu. Sind ja schließlich beides seine leiblichen Kinder.

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Manchmal schwindet die Sympathie wirklich.. Aber ich versuch mir dann schnell klar zu machen, dass es nicht seine Schuld ist, weil es nun mal von ihr aus zugelassen wird. Und er ist sofern er bei mir ist, ein ganz anderes Kind, er hört, er ist empathisch.
Ich schreite oft ein und ermahne ihn dann, aber meine Schwiegermutter..

Mein Mann sagt nicht viel bis gar nichts. Aber das war schon immer so. 😕

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Dann würde ich nochmal eindringlich mit der Schwiegermutter reden und auch mit dem Jungen. Mit 7 Jahren macht er nicht unbewusst. Es passt ihm nicht und er spielt dem Zwerg gegenüber seine Macht aus. Wenn du einen guten Draht zu ihm hast, würde ich mal mit ihm darüber reden. Vielleicht könnt ihr euch darauf verständigen das die kleine mal zur Oma auf den Arm darf wenn sie mag und du zb nach einer Weile wieder übernimmst wenn er mit Oma spielen möchte. Und der Papa könnte da auch mal was sagen. Aber wenn unsere Töchter sich in die wolle kriegen, bin in der Regel ich es die schlichtet. Er bezieht da keine Position.

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Das habe ich tatsächlich in diesen Konstellationen schon öfter beobachtet.
Ich denke, da spielen zwei Dinge 'rein.
Zum Einen versuchen die Grosseltern dem Trennungskind ein besonders sicheren Hafen zu bauen.
Zum Anderen sind die Bindungsglieder (Vater und Mutter) zum Enkel nach einer Trennung halbiert. Viele Grosseltern haben dann, insbesondere wenn sie die Eltern des Wochenends -Elternteils sind, Angst, daß ihre Bindung zum Enkelkind einschläft, weil der Elternteil bei dem das Kind wohnt kein Interesse hat, die Beziehung zu forcieren.
Und aus dieser Angst heraus wird alles für das Enkelkind getan, damit es bloss nicht bei Mama erzählt, daß es doof ist bei Oma.

Sollte Deine Schwiegereltern es nicht schaffen dieses Verhalten abzustellen und Deine Tochter irgendwann darunter leiden (momentan wird es ihr piepegal sein), würde ich zusehen, das Grosseltern - Besuche getrennt stattfinden. Mal Stiefsohn, mal Tochter.

Grüsse
BiDi

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Ich kann der Antwort von bi_di voll und ganz zustimmen.

Die Oma wird versuchen, all das abzufangen, was der Junge in seinem Leben schon erleben musste.
Eine (wahrscheinlich) unschöne Trennung, den Papa vermissen, ihn mit der neuen Frau, teilen, neues Baby sind ganz schön viel für so ein junges Kind.

Ich glaube nicht, dass sie das bös meint. Sie wird das Kind sehr viel seltener sehen wie früher, im Optimalfall alle 2 Wochen mal ein paar Stündchen und in dieser begrenzten Zeit für ihn alles perfekt machen zu wollen. Ich denke, das kann man mit Papa-Wochenenden vergleichen, wo der Papa dann in der kurzen Zeit alles kompensieren will, was im den vergangenen 2 Wochen nicht passiert ist.

Ich würde es, wenn überhaupt, nur ganz behutsam ansprechen und schauen, was die Zeit bringt. Deine Tochter ist noch sehr klein und wird von deinen Sorgen in der Hinsicht noch nicht viel mitbekommen.
Vielleicht schaffst du es, dem Kleinen diese exklusive Behandlung zu gönnen, deine Tochter kommt auch demnächst in den Genuss.

Auch ich habe meinen Sohn nach der Trennung von meinem Ex-mann arg in Watte gepackt. Heute weiß ich, dass ich damit etwas übers Ziel hinaus geschossen bin. Aber zu der Zeit fühlte es sich so an, als müsse ich den Papa ersetzen, ihm jeden Wunsch und Bedürfnis von den Augen ablesen und ihn vor weiteren schlechten Erfahrungen bewahren. Mein schlechten Gewissen war einfach allgegenwärtig präsent.

Vielleicht bietet sich bei euch mal die Möglichkeit, in Ruhe ohne Kinder zu sprechen. Ich bin sicher, die Oma meint es nicht böse.

Alkes Gute für euch!

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Deine Tochter ist ein Baby. Um was für Unternehmungen soll es sich handeln, an denen sie teilnehmen soll?
Mir fallen da recht wenige Dinge ein, an welchen sie Spaß hätte. Eher ist es so, dass ein Baby Unternehmungen ausbremst.
Um ehrlich zu sein, hätte ich sie auch nicht für dieses Wochenende abgeholt und mitgeschleppt.

Ich denke auch das deine Schwiegereltern in ihm das arme Trennungskind sehen und ihm deshalb mehr durchgehen lassen, aber das ist deren Problem, da kannst du nichts machen.
Ihr Verhältnis zu deiner Tochter würde ich noch nicht bewerten, dafür ist sie noch viel zu jung.

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Bei so verschiedenem Alter der Kinder ist eine richtige Gleichbehandlung gar nicht möglich, meine ich.

Dennoch würde ich da in erster Linie Deinen Mann in der Pflicht sehen, da bei seiner Mutter und Familie etwas zu intervenieren.

Es sind seine beiden leiblichen Kinder und deren leibliche Enkelkinder, egal von welcher Mutter sie stammen.

Kann sein, dass der Tochter auch mehr Interesse entgegengebracht wird, wenn sie etwas heranwächst, laufen kann und sprechen beginnt, aber das weiß man halt nicht vorher.

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Liebe Annika,
es kommt noch eine Zeit, in der man mit deiner Tochter zB. wunderbar Weihnachtsplätzchen backen kann und der junge Mann es nur noch als Strafe ansieht, dass er zu den Großeltern muss... 😉

LG Gespenst mit 4 Jungs und einem Baby-Mädchen

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Wir haben es im Bekanntenkreis genau den gleich Fall. Die Oma macht es teilweise unbewusst, teilweise bewusst... Sie sagt, dass der Große ihr leid tut, da er keine richtige Familie haben wird. Oma möchte in dem Fall das Kind "ablenken", dass er keine normale Familie hat.

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Dein Stiefsohn ist ein Trennungskind, der erste Enkel und er ist in einem Alter in dem man schon super zusammen spielen kann: Das sind für Großeltern wichtige Punkte. Deine Tochter ist ein Baby und nicht alle Menschen sind Babymenschen, ich würde da nicht zu viel reininterprätieren.

Großeltern sehen Erziehung oft nicht als ihre Aufgabe, sie wollen verwöhnen - das erklärt dass dein Stiefsohn sich so verhält. Er weiß, dass die Oma ihm alles durchgehen lässt.

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Dem Jungen würde ich erklären, dass seine Schwester auch da sein darf. Sich dazwischen stellen, ist ein No Go.

Zu den Großeltern: es kommt darauf an.
Würden sie sich auch so verhalten, wenn der Altersunterschied geringer wäre?
Dann würde ich auf jeden Fall etwas sagen!

Liegt es auch mit am Altersunterschied, dann würde ich dem noch Zeit geben.

Meine Geschwister sind über 10 Jahre älter.
Als Baby war ich überall einfach dabei. Ich wurde geliebt, aber bin nicht extra aufgefallen. Fast. Als Nachzügler hatte ich schon Sonder-Baby-süß Status.
Verwöhnt wurden eher die Großen. Konnten reden, was sagen, halfen mit, bekamen was (ich hatte ja schon so viel. Durch die Großen war alles da, was ein Baby brauchte)

Als ich größer wurde, bekam ich den Verwöhnstatus.
Die Großen zogen immer mehr ihrer Wege. Sie besuchten Oma, gelegentlich. Der Pudding, die zugesteckte Süßigkeit, was auch immer war nicht mehr so interessant. Nach Ferienjob, Schule und Freunden, hatten sie ausreichend und lösten sich von der Familie.

Dann kam meine Zeit.
Alleine bei Oma übernachten.
Alleine verwöhnt werden (ohne mit Cousins/Cousins/Geschwistern teilen müssen)
100% Aufmerksamkeit von Oma
die es liebte mich zu verwöhnen.
Noch ein Kind im Haus, lebendig.

Die Großen liebte sie deswegen nicht weniger!
Sie genoss es einfach noch ein Kind um sich zu haben.
Und ich hatte sie für mich alleine, weil sonst keiner in meinem Alter in der Nähe war.
Darauf waren die Großen dann oft eifersüchtig. Sie lieben unsere Cousins/Cousinen und hatten eine tolle Zeit. Oma für sich alleine hatten sie aber nie wirklich. Ich schon. Und das obwohl ich als Baby eher nebenher gelegen bin.

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