Wer nimmt den Job an?

Mein Partner und ich haben fast zeitgleich die Möglichkeit bekommen, einen neuen Job anzunehmen.
Beide Jobs sind mit Abwesenheit unter der Woche verbunden.
Ich war jetzt 3 Monate arbeitslos und das ist eine echte Chance für mich.
Mein Partner hat einen festen Job, hat sich aber schon länger nach was anderem umgehört und sich auch beworben.
Und jetzt hat er halt auch ein tolles Angebot.
Klar ist wegen der beiden Kinder, im Grundschulalter, dass nur einer von uns den Job annehmen kann.
Was wären eure Kriterien?

1

Rein objektiv würde ich sagen, erstmal du, weil du gerade arbeitslos bist, und es erstmal wichtig ist, dass du beruflich wieder auf beiden Beinen stehst.

Aber es kommt natürlich auch drauf an, wie es insgesamt für euch auf dem Arbeitsmarkt aussieht. Wenn er ein total exotisches Profil hat, für das es alle Jubeljahre mal eine passende Stelle gibt, während dein Profil ziemlich gefragt ist und es eh nur eine Frage der Zeit wäre, bis du was anderes findest, dann sieht die Sache schon wieder ganz anders aus.

2

Genauso sehe ich das auch.
Was für eine blöde Situation.

3

Ich würde schauen, in welcher Konstellation ihr die besseren Voraussetzungen habt.

Momentan hättest du meiner Ansicht nach den "Vorrang", da du dich aktuell in Arbeitslosigkeit befindest und das deine Chance wäre, wieder Fuß zu fassen. Außerdem verbessert sich sicherlich euer Gesamteinkommen, wenn ihr beide berufstätig seid. Immerhin muss dein Mann dann auch mit seinem bestehenden Job beide Kinder händeln und genügend Zeit aufbringen. Also muss er entweder gut organisieren oder Stunden reduzieren. Hier würde ich schauen, wie die Möglichkeiten sind.

Bislang war scheinbar keiner von euch unter der Woche abwesend, das muss man erstmal organisieren...

Wenn dein Mann sein Angebot annimmt, weil es vielleicht ein Angebot ist, dass so schnell nicht mehr wieder kehrt, wie soll es dann für dich weiter gehen? Wirst du zeitnah wieder etwas finden? Wirst du dann, wenn dein Mann den Job mit der Abwesenheit angenommen hat, etwas finden, das dir die tägliche Anwesenheit zu Hause ermöglicht?

Es gibt viel abzuwägen...

4

Klar Du, es ist wichtiger dass beide in Arbeit sind und eine Perspektive haben, als das es für einen noch perfekter wird.

Möglicherweise geht es für beide, aber dann muss man wohl in eine richtig gute feste Nanny oder irgendwas investieren und ob es sich dann noch finanziell lohnt ???

5

Ein Kriterium wäre wahrscheinlich:
Wer bekommt den besseren Vertrag?
Würde dein Mann jetzt unbefristet eingestellt werden und mehr verdienen und große Aufstiegschancen haben und du nur einen Jahresvertrag :dann dein Mann
Das war jetzt ein Beispiel
Gibt das ich nicht viel, dann du.weil du arbeitslos bist

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Ich gebe noch einen weiteren Punkt zu bedenken: läuft es zu Hause rund, wenn du den Job annehmen würdest?

7

Wenn dich der Job weiterbringen würde in deiner Karriere, würde ich sagen du.
Ich habe auch immer gedacht, dass wir uns nie trennen, aber jetzt ist es passiert und ich war mit unserer Tochter drei Jahre komplett Zuhause und habe danach nur vorerst nur geringfügig gearbeitet, während er seine Karriere voran getrieben hat. Wir hatten keine Familie in der Nähe und waren daher beide der Meinung, dass sich Krippe oder Tagesmutter wegen der hohen Kosten nicht lohnt, wenn ich dann dafür "umsonst" arbeiten gehe und unsere Tochter ewig fremdbetreut wird.
Jetzt beiße ich mir natürlich in den hintern, weil ich die geplante Umschulung nun nicht machen kann und in meinem Erstausbildungsberuf nicht gerade super verdiene und auch keinen Spaß dran habe #klatsch.

Hinterher ist man immer schlauer. Überleg dir das gut.

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Berufliche Auszeiten wegen der Kinder waren nie eine Option.
Ich habe lieber fast ein Gehalt in Kundenbetreuung gesteckt, als zu Hause zu bleiben.
Die ersten Jahre sind schnell vorbei, in der Zeit zahle ich aber weiter Rebrenbeiträge und bleibe im Beruf, das zahlt sich allemal aus.
Finanziell abhängig zu sein, ist nichts was ich mir hätte vorstellen können.
Ich kann meine Kinder auch alleine finanzieren, mein Partner ebenso.
Wenn ein Gehalt weg fällt wegen Arbeitslosigkeit oder Erwerbsfähigkeit, dann geht es auch mit einem Gehalt.

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