Welche Erwartungen an Partner, wenn dieser 8 Tage alleine ohne Kinder zuhause war?

Mich würde mal interessieren, was ihr von eurem Partner im Haushalt erwartet, wenn dieser längere Zeit zuhause Sturmfrei hatte, weil ihr mit den Kindern weggefahren seid. In unserem Fall musste mein Mann an 3 der 8 Tage arbeiten, die restliche Zeit hatte er frei.
Ich hatte ihn gebeten
- Den Balkon sauber zu machen
- das Kinderzimmer aufzuräumen
- mir die Wohnung so zu übergeben, wie ich sie hinterlassen habe (vor meiner Abreise hatte ich noch einmal alles geputzt).

Ehrlich gesagt, fand ich das nicht zu viel verlangt. Nun bin ich zurück, und die Wohnung ist zwar sauber, aber das Kinderzimmer hat er kaum aufgeräumt und den Balkon gar nicht gemacht. Auch sonst nichts anderes.
Ich hatte jetzt eine Woche Urlaub und war mit unserer Tochter bei meiner Mutter (Kita hat Sommerferien). Wirklich erholsam war es dort aber nicht, ich habe dort bei einem Umzug geholfen und unsere Tochter hatte ich die ganze Zeit 24 Stunden am Tag um mich, da meine Mutter nicht alleine auf sie aufpassen kann.
Ich habe meinem Mann gesagt, dass ich mich heute gerne davon ausruhen würde. Er hat heute zwar eine gewisse Zeit mit unserer Tochter gespielt und auch gekocht, aber die restliche Zeit war ich dann doch wieder zuständig. Erwarte ich da jetzt zu viel, weil er ja ausgeruht ist und ich nicht? Ich gönne es ihm ja, mal so richtig zu faulenzen, aber meiner Meinung nach hatte er genug Zeit zum chillen und hätte trotzdem bequem die beiden anderen Dinge erledigen können.
Ab morgen bin ich dann wieder im Homeoffice und darf sehen, wie ich unser Kind dabei bespaße, wie seit März quasi durchgehend. Bin ich zu ungerecht?
Da die AufgabenVerteilung eh ein großes Streitthema bei uns ist, interessieren mich die Meinungen von anderen.

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Na ja. Um ehrlich zu sein, wirkst du ziemlich anstrengend und sogar etwas überheblich.

Wenn ich mir vorstelle, mein Mann würde mir eine To do-Liste hinterlassen, bevor er mit unserem Kind eine Woche weg fährt, würde ich mir ziemlich bescheuert und unfähig vorkommen.#gruebel

Dein Mann ist doch kein Kind, dem du sagen musst, was er in deiner Abwesenheit zu tun hat. Und dann kommst du wieder nachhause und kontrollierst, ob dein Mann seine "Hausaufgaben" gemacht hat? Strange.

Du hast für deine Urlaubswoche doch selbst entschieden, zu deiner Mutter zu fahren und bei einem Umzug zu helfen. Löblich für dich, keine Frage. Allerdings kannst du von deinem Mann dann keine "Gegenleistungen" erwarten, nur weil du dich nicht erholt hast.

Ich finde nicht, dass dein Mann irgendetwas falsch gemacht hat, und würde ihm wünschen, dass du ihm zukünftig auf Augenhöhe begegnest.

LG

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Sehe ich absolut wie du. Vor allem das "die Wohnung im gleichen Zustand zurück übergeben", erst dachte ich da, die sind getrennt und er durfte in dieser Zeit in der Wohnung bleiben.

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Das war exakt mein Gedanke dazu.

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Also ich wäre total ausgeflippt!

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Ich würde sagen typisch Mann und der Klassiker unter den Streitthemen.

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Ganz meiner Meinung! Definitiv der Klassiker!

Ich bin in solchen Situationen schon froh, wenn mein Mann auf die glorreiche Idee gekommen ist, SchwiMu einzuladen. Die putzt und macht und tut. Zwar selten zu meiner Zufriedenheit (danach find ich immer tagelang nix mehr, weil sie nicht wusste wo was hingehört, es aber trotzdem "aufgeräumt" hat 🙄🤣), aber hey, es ist sauber und aufgeräumt! 👍👍👍

Todo-Listen ackert mein Mann eh nur ab, wenn ich ihn soooo lange an was erinnere, bis es ihn selber nervt. Meistens muss ich es dann mit ihm anfangen.... und mich dann irgendwann unauffällig verkrümeln, um zu kochen, Wäsche aufzuhängen oder [füge irgendein Todo der Never-Ending-Hausfrau-Todo-Liste ein] 🤣 Dann macht er aber auch fertig, was wir gemeinsam angefangen haben.

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Wieso typisch Mann? Nur weil du einen unfähigen Mann hast, heißt das nicht, dass alle Männer so sind.

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Ich denke, jetzt brauchst du damit auch nicht mehr um die Ecke kommen.
Ungleichgewichte in Beziehungen bringt man nicht ins Lot, indem man Listen schreibt.

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Ne, sorry.

Nur weil Du keine Erholung hattest, darf er auch keine haben und muss deine „to do“ Liste abarbeiten?

Ich würde es ihm gönnen, das er mal ein paar Tage nichts machen muss. Und gleich mit ihm verabreden wann du deine Auszeit ohne Kind ( Alleine zu deiner Mutter fahren, Wellness Wochenende o.ä.) bekommst.

Es muss sich ausgleichen, aber es müssen nicht beide „Leiden“. Gönne ihm Auszeiten und nimm dir auch welche! Alles Gute für euch!

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Naja gut, in 5 Tagen den Balkon säubern und das Kizi aufzuräumen ist nun aber auch nicht zu viel verlangt. Machst du in deinen Urlauben oder an deinen freien Tagen, an denen du zu Hause bleibst denn nichts im Haus?

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Hallo,
ich mache das was ich selber für nötig halte. Wenn mein Mann mir für seine Abwesenheit eine Liste schreiben würde, gäbe es Streit.

Aufgaben wie Kinderzimmer aufräumen, machen wir mit den Kindern zusammen. Oder unterstützen die Kinder beim aufräumen, wenn sie es nicht alleine schaffen.

Terrasse oder Balkon machen wir gemeinsam, oder ich mache es, weil es mir Spaß macht (Ich empfinde Gartenarbeit als Hobby) und meinem Mann macht es keinen Spaß.

So ist jeder verschieden. Ich erwarte nicht das mein Mann Aufgaben erledigt im Urlaub. Anders herum möchte ich auch ab und zu Auszeiten ohne Kinder und Aufgaben. (Schon garnicht von anderen mir aufgetragenen.)

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Was sag ich immer? Man kann es versuchen.. Und wenn es niicht klappt gibt es 2 Möglichkeiten...

1. Man regt sich drüber auf,... Ständig und immer... Und irgendwann kommt die Trennung

2. Man freut sich, dass die Wohnung kein komplettes Schlachtfeld ist, und nimmt den Rest so hin und regt sich nicht auf. Man kann noch den Vorschlag machen, es sann zusammen zu machen. Geht ja schneller.

Ich versuche mich immer nicht all zu viel aufzuregen.... Weil ausser Stress und Ärger bringt es nix,... Und alternativ wäre eine Trennung und dann muss ich es auch allein machen... 🤷‍♀️
Asli reg ich mich nicht auf... Schont die nerven, und in der Zeit wo ich diskutieren würde, sind die Kinderzimmer auch fertig 🤣

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Kann es sein, dass er von Anfang an in eurer Beziehung nicht so viel im Haushalt und bei der Kinderbetreuung/Erziehung machen musste?
Ich nehme an er ist es mittlerweile einfach so gewöhnt - oder mit anderen Worten, du hast es ihm so beigebracht!

Ich denke da hilft nur ein sachliches Gespräch, aber auf jeden Fall in einem ruhigen Moment wo du nicht sauer auf ihn bist, er ist sich wahrscheinlich keines Fehlers bewusst und würde bei einem genervten Tonfall wahrscheinlich direkt abblocken.

Vielleicht so in der Art "Mir ist aufgefallen, dass du nicht alle Aufgaben erledigt hast, das hat mich etwas gestört. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass es ein Ungleichgewicht gibt. Ich fände es gut, wenn wir mal für die Zukunft ein System überlegen und festlegen, wie wir die Aufgaben im Haushalt und die Kinderbetreuung aufteilen. Zumindest sollten wir beide wissen, wie die Dinge funktionieren und dann überlegen wir uns eine sinnvolle Aufgabenteilung, mit der wir beide zufrieden sind."

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Finde ich nicht Zuviel verlangt. Ich sehe es auch nicht so, dass du ihm eine To-do-Liste gegeben hast und schon gar nicht deine To-do-Liste. Es ist euer Haushalt, nicht nur deiner. Du hast deinem Mann gesagt, was noch zu erledigen ist und ihn gebeten es zu machen. Fertig. Mein Mann bittet mich auch gelegentlich seine Anzüge aus der Reinigung zu holen. Ist nun kein Unding, wenn man um etwas gebeten wird, dass man es auch macht. Es ist euer Haushalt. Schon traurig, dass du ihn überhaupt darum bitten musst. Sieht er nicht selber, was gemacht werden muss? Das würde mich nerven. Ich kann es nicht leiden, wenn ich jemanden hinterherlaufen muss und daran erinnern muss, was gemacht werden soll. Mein Mann ist mein Mann, nicht unser dreijähriges Kind. Ich gönne jedem Urlaub. Keine Frage, aber, wenn man nicht vereist, muss der Haushalt eben auch erledigt werden. Wer hat schon seinen gesamten Jahresurlaub wirklich nur zum chillen? Gewisse Sachen müssen halt erledigt werden.
Mir sagt dann auch keiner, ach lass doch die Wäsche liegen, wir haben Urlaub oder was stehst du in der Küche und kochst, wir haben Urlaub...
Möchte man den Balkon im Sommer genießen, muss der Balkon auch für den Sommer zurechtgemacht werden.
Man ist kein kleines Kind mehr, dass am letzten Schultag den Rucksack in die Ecke feuert und Ferien hat. Irgendwas fällt immer an. Einen Tag hätte er sich schon mal nehmen können um was zu erledigen. Den Rest hätte er ja die Füße hochlegen können.

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Vielleicht hat er einfach andere Vorstellungen davon, was "aufgeräumt" ist, hat also ihren Auftrag bezüglich des Kinderzimmers aus seiner Sicht erledigt, aber eben nicht aus ihrer.

Und beim Balkon wars möglicherweise ähnlich. Nein, es sieht nicht jeder, was gemacht werden muss, weil jeder andere Vorstellungen davon hat, was notwendig ist.

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Und wenn er es selber eben nicht sieht, sollte es ausreichen, wenn ihm seine Frau darum bittet. Man teilt sich ein Leben, da kann es nicht sein, dass keiner dem anderen was sagen kann oder nicht um was bitten kann, weil man es ja grundsätzlich anders sehen könnte und deshalb nicht erledigt.
Sie hat ihren Mann darum gebeten und gut ist. Ich muss auch nicht jeden Tag warm essen. Kann ja nicht sein, dass ich meinem Mann deshalb keinen Essen mehr auftische, wenn er spät heim kommt und Hunger hat, weil ich das eben anders sehe. Dafür muss man keine Partnerschaft eingehen und eine Familie gründen. Dann bleibt man halt Single, wenn man nur nach den eigenen Vorstellungen leben möchte.
Wenn das nämlich jeder machen würde, würde keiner mehr einen Handschlag machen, weil er das ja anders sieht.
Ich muss auch nicht immer ausdiskutieren und darüber debattieren, wenn man mich um etwas bittet. Finde ich die bitte nun völlig überzogen, sage ich das gleich, kläre den Umstand und dann findet man entweder eine Lösung oder ich verstehe, warum es meinem Partner vielleicht wichtig ist, dass (was auch immer) gemacht wird.
Auch muss ich mich nicht hier hinstellen und einer TE eine mögliche überzogene Vorstellung von Ordnung andichten, warum es völlig logisch und verständlich !wäre!, warum ihr Mann ihrer bitte nicht nachgekommen ist. Weil, vielleicht hat er andere Vorstellungen davon, was „aufgeräumt“ ist, aber vielleicht ist er auch einfach faul und schiebt alles auf seine Frau...
wie dem auch sei. Ich hab dazu meine Meinung, um diese wurde gebeten. Wenn du das anders siehst, auch ok. Ist deine Meinung, darfst du der TE gern so schreiben. Jeder lebt wie er möchte. Du darfst dich einfach eingeladen fühlen, meine Meinung einfach hinzunehmen Ohne dich genötigt fühlen, mir erklären zu wollen, was die möglichen Gründe für ihren Mann sind. Für mich fehlt da nämlich die Fairness auf beiden Seiten.

Gruß

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Vielen Dank für eure unterschiedlichen Meinungen. Das hilft mir schon weiter.

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