Emanzipation 2020

Wo ist die Emanzipation der Frau geblieben?
Gab es die überhaupt?

Was man hier oft liest, da könnte man gut und gerne glauben, im Jahre 1950 stecken geblieben zu sein.

Der Mann hilft im Haushalt?
Toll! Orden!!
Ist es nicht vielleicht auch SEIN Haushalt?!

Aber ja, der Papa muss ja schließlich arbeiten und Geld verdienen.
Während Mutti zuhause alles schön macht.

Wer macht da freiwillig mit? Und warum?

Ist die Tatsache, dass die Frau das Kind austrägt und eventuell auch stillt, wirklich der Grund für diese ganze Schieflage?

Und wer ist eigentlich "schuld" an dem ganzen Dilemma?
Mann oder Frau?

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>>>Was man hier oft liest, da könnte man gut und gerne glauben, im Jahre 1950 stecken geblieben zu sein.<<<

Du glaubst aber nicht ernsthaft, dass urbia ein Abbild unserer Gesellschaft ist, oder?

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Du glaubst aber nicht ernsthaft, dass urbia ein Abbild unserer Gesellschaft ist, oder?
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Du sagst es!

Vor allem, weil hier alles, was nicht so ist und sich anders geäußert wird, stillgelegt wird.
Urbis bzw. Eltern sortiert sich hier nur ein bestimmtes Klientel rein.
Deshalb hat man hier so einen gerichteten Eindruck.

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Ich weiß zwar nicht, warum es so ist, weil es ja der selbe Verlag ist, aber im Elternforum ist es trotzdem sehr anders.

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Hallo!

Schieflage? Es kann jeder so leben, wie er moechte.
Muss man unbedingt "emanzipiert" sein?

LG

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>>>Es kann jeder so leben, wie er moechte.<<<

Klar, aber in sehr, sehr vielen Threads liest man doch, dass viele Frauen das soo nicht möchten, aber gegen das Verhalten ihrer Männer nicht ankommen.
Geht meist so richtig zur Sache, wenn das erste Kind kommt, die Frau in Elternzeit geht (ER kann ja nicht, ist im Job unabkömmlich) und der Mann dann häusliche Rundumversorgung erwartet und zum Macho mutiert: ICH habe die ganze Woche gearbeitet, ich will ausschlafen... etc.

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Nö. Wenn Menschen nicht gleichberechtigt sind, können sie eben nicht leben wie sie möchten, sondern nur so, wie derjenige, der mehr Rechte hat, sie lässt.

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Was genau stört dich an dem Lebensmodell fremder Menschen? Beeinflusst meine Lebensweise dein Leben?

Müssen alle Männer im Haushalt mit anpacken und alle Frauen genauso viel arbeiten wie Männer? Müssen unbedingt alle Männer genauso elternzeit nehmen wie die Frau? Müssen alle Frauen möglichst schnell nach der Geburt wieder arbeiten? Warum? Was geht dich das alles an?

Leb du dein Leben doch wie du möchtest und lass andere ihr leben leben.

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Emanzipation heisst doch nicht Rollentausch, sondern Gleichberechtigung und Wertschätzung.

Alleine der Satz "Müssen alle Männer im Haushalt mit anpacken und alle Frauen genauso viel arbeiten wie Männer?" zeigt die Schieflage, die nach wie vor in den Köpfen hängt.
Ich behaupte fast alle Hausfrauen und Mütter die zu Hause bleiben arbeiten mindestens so viel wie ihre "Geld verdienenden" Männer.
Nur eben unentgeltlich.
Ja - auch einvernehmlich.
Aber auch hinnehmend, dass ihre Rente klein bleibt und sie doch auch einfach den Anschluss im Berufsleben verpassen.

Ich kenne mehr wie genug Beziehungen, in denen SIE den Haushalt noch (hauptsächlich) macht, obwohl beide berufstätig sind.
Es wird nach wie vor oftmals applaudiert, wenn ein Mann sich mal alleine um den Nachwuchs kümmert, obwohl Millionen von Frauen das jeden Tag leisten.


Ich verstehe tatsächlich nicht, warum man sich als Frau von dem bloßen Wort Emanzipation angegriffen fühlen sollte.
Egal welches Lebensmodell man gewählt hat - die gesellschaftliche Anerkennung von Hausfrauen sollte sich doch genauso ändern, wie die Gleichstellung in allen Lebenslagen.
Man kann doch Feministin sein und trotzdem in Mutterrolle und Haushalt aufgehen.

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Es ist doch jedem selbst überlassen. Darüber braucht man sich doch gar nicht aufregen. Es beeinflusst mich und mein Leben nicht, wenn du das mit deinem Mann alles gleich stellst. Es beeinflusst mein Leben auch nicht wenn meine Nachbarin beschließt nicht mehr oder weniger arbeiten zu gehen und mehr Kinder und Haushalt macht. Es ist doch nicht meine Angelegenheit.

Genauso ist es doch Ansichtssache mit der Schieflage. Das empfindet doch auch jede für sich anders.

Ich finde den ganzen thread völlig überflüssig 🤷‍♀️

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Hach, das wäre jetzt mal ein interessanter Thread, aber ich fürchte, dass der am Morgen weg ist, weil weder Politik noch Emanzipation hier im Forum gern gesehen ist;-).

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Ja, das wäre wirklich ein spannendes Thema.
Bei einigen Antworten wird mir klar, weshalb urbia der Meinung ist, dass politische Diskussionen ( was diese hier nicht ist), dem neuen Urbia-Mutti-Zielpublikum zuviel abverlangen würde.

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Hallo.
ich bin nach 10 Jahren Arbeit und Beziehung nun seid 10 Wochen Hausfrau und Mutter. der schönste Jobdem ich je hatte. mein Mann ärgert sich und würde gerne tauschen. ja mein Mann macht ein bisschen den Haushalt mit. ich mache den Löwenanteil, weil ich mehr Zeit hab und es auch besser kann😁. ob ich mich fühle wie1950. nö! wir entscheiden alles gemeinsam. finanzielle Entscheidungen am meisten. ich liebe die Mutter Rolle, den halben Tag mit dem Baby zu kuscheln, schafft mein Mann nur am Wochenende.
ob ich eine emanzipierte Frau bin? ja. ich habe meinen weg selbst gewählt.
Liebe Grüße Marie

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Dein Mann würde gerne tauschen und kann das weshalb nicht?

Weil er meint, am Arbeitsplatz unabkömmlich zu sein?

Weil Du das nicht möchtest?

Weil...?

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Was geht dich das an?? Warum sollte sie sich vor dir rechtfertigen?

Leb dein Leben und lass andere in Ruhe ihre leben. Wenn du gerne Vollzeit arbeitest und keine Elternzeit nehmen willst, dein Mann den Haushalt schmeißt, dann mach das. Das interessiert niemanden und genauso wenig geht es dich an wie andere ihr Leben leben..

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Ganz ehrlich mich kotzt diese Emanzipation Diskussion einfach nur an!
Was hat es uns gebracht? Vor Corona sah es bei uns so aus :
Ich mache mich morgens fertig, hetze um 7 aus dem Haus, bringe mein Kind zur Betreuung, jage weiter zur Arbeit und leiste da mein Soll (bin Juristin). Mittags noch schnell ins Fitness, dann Kind holen, daheim sind wir um 15.30 Uhr obwohl ich nur 20 Std arbeite.
Es wird von Frauen doch erwartet, dass sie arbeiten. Manche müssen auch. Das sehe ich als Zwang.
Wirkliche Emanzipation besteht doch darin, daß man es sich AUSSUCHEN kann ob man arbeitet oder zuhause bleibt. Und ehrlich, ich werde nach Corona einiges ändern. Nicht mehr soviel arbeiten sondern mehr Zeit für mein Kind haben.
Ich finde es klasse wenn es Frauen gibt die sich bewusst dafür entscheiden zuhause zu bleiben!!

Ich arbeite, mache Haushalt und Koche. Kümmere mich um fast alles was anliegt. Das ist es nämlich was uns diese blöde Emanzipation gebracht hat!

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Du schreibst doch selber, was wirkliche Emanzipation ist / sein sollte.

Was du lebst, ist nicht das wie es gerecht sein sollte.
Sinn und Zweck ist sicher nicht, dass du durch dein Leben hetzt und abgesehen davon immernoch weniger verdienst (weil Teilzeit und der Rest einfach erwartet wird).

DAS ist nicht Emanzipation, sondern das sind Lebenssituationen, die geändert werden sollten!

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Ich arbeite, mache Haushalt und Koche. Kümmere mich um fast alles was anliegt. Das ist es nämlich was uns diese blöde Emanzipation gebracht hat!
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Dann bist du alleinerziehend?

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Ehe du dich wunderst solltest du Mal überlegen welche "Art" Frauen hier oft schreibt. In unserem Bekanntenkreis kenne ich niemanden der sich so behandeln lässt, bzw wo der Mann sowas auch nur ansatzweise machen würde.
Alle die wir kennen teilen sich in die Aufgaben, sicher mache ich etwas mehr im Haushalt, dafür hat mein Mann immer viel mit dem Kind gemacht oder kümmert sich um Sachen die ich nicht so gut kann. Ich finde es ist nicht wichtig welche Aufgaben man macht, es ist nur wichtig das man sich gegenseitig respektiert und den Partner und seine Leistung 100% anerkennt.

LG
Visilo

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Was soll daran schlimm sein weniger wie der Mann oder gar nicht zu arbeiten?!?

Ich habe nach 1 1/2 Jahren nachdem ich mit meinem Mann zusammen kam nur noch teilzeit gearbeitet. Das war aber meine Entscheidung und ich habe es getan, weil ich einen Hund haben wollte und auch Zeit für diesen haben wollte.

Nun bin ich mit unserem Sohn seit über 3 Jahren zuhause. Ist zwar aufgrund von schweren Erkrankungen meines Sohnes auch nicht möglich anders momentan. Aber ich bin gerne mit ihm zuhause.

Ich muss auch nicht alles im Haushalt alleine machen, mein Mann fährt einkaufen und kocht und staubsaugt auch mal. Er spielt auch mit unserem Sohn und geht auch mit dem Hund raus. Er hat einen verdammt anstrengenden Job und ist oft 12 Std außer Haus. Da ist es für mich selbstverständlich, dass ich den Haushalt soweit mache, damit wir Zeit als Familie haben...

Und nein, er bringt nicht nur das Geld nach Hause. Ich bekomme genauso 2000€ mit Kindergeld für die Betreuung und Erziehung unseres Sohnes.

Es kommt immer auf die Situation an und was für einem als Familie die beste Lösung ist, womit alle zufrieden sind.

Und es ist für mich auch vollkommen OK, dass wenn mein Mann die Woche Frühschicht hatte und um 4 hoch musste, dass er dann auch mal länger schlafen kann am Wochenende.

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"Was soll daran schlimm sein weniger wie der Mann oder gar nicht zu arbeiten?!?"
Gar nicht arbeiten fänd ich schon ein bisschen mager, da müsste ja der Mann berufstätig sein, allein den Haushalt machen und allein die Kinder versorgen. Aber schlimm ist es natürlich nicht, wenn man sich drauf einigt;-).

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Ich bin mir nicht sicher ob das wirklich deine Position ist, aber ich sehe im Feminismus immer auch die Gefahr, dass klassische Rollenbild der Frau und ihre Arbeit abzuwerten. Á la:

"Bekommt wenig Kinder (am Besten keine) und macht lieber Karriere. Werdet nicht Krankenschwester, sondern Ärztin. Werdet lieber Versicherungsvertreterin und leistet euch eine unemanzipierte Putzfrau."

Ich überspitze natürlich, aber ich hoffe ich mache deutlich was ich meine. Das Problem ist nämlich, dass unsere Gesellschaft diese unemanzipierten Frauen, die putzen, pflegen, Kinder kriegen und im Hintergrund alles organisieren, damit im Vordergrund die Männer strahlen können unbedingt braucht. Diese Jobs werden schlecht bis gar nicht bezahlt und dank des Feminismus ist die Frau ja quasi selbst daran Schuld. Auch jetzt überspitze ich um deutlich zu machen, was ich meine.

Natürlich kann man Arbeit aufteilen. Aber das braucht immer wieder neue Absprachen, Diskussionen und manchmal wird man seinen Aufgaben dann auch nicht mehr gerecht. Gerade wenn man kleine Kinder hat muss man auch mal Flexibel bleiben beispielsweise wenn ein Kind krank wird. Dann ist es natürlich leichter, wenn jemand eh nur wenige Stunden arbeitet und leichter ersetzbar ist. Und darin darf eigentlich keine Wertung liegen.

Ein Vorschlag für mehr Gleichberechtigung von mir wäre zum Beispiel, dass alles, was in einer Ehe privat oder gesetzlich in die Rente eingezahlt wird, auf beide Ehepartner verteilt wird. Egal wer es erwirtschaftet hat.

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Jap! Das wäre eine gute Sache!

Und ich denke dass viele Emanzipation mit dem von dir beschriebenen verwechseln.

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Genau, aber da will die Politik ja gerade lieber wieder weg!

Wir leben es privat geregelt die ganze Zeit schon so und werden dafür oft ungläubig angeschaut. Jeder hat seine "Volle" Rentenvorsorge und die wird vom Gemeinschaftskonto bezahlt, egal wieviel Prozent wer zahlt. Als mein Mann noch studierte pulverte eben ich was in seine private Vorsorge, jetzt ist es umgekehrt. DAS ist für mich finanzielle Emanzipation.

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