Wie haltet ihr das mit "Konsequenzen"?

Huhu
Mich würde interessieren, wie ihr vorgegangen wärt:
Sohnemann, 13, hat vor den Ferien den Abgabetermin einer kleinen Projektarbeit verdummbeutelt. Ursprünglich war die Abgabe am letzten Schultag vorgesehen, was aber Fehler der Lehrkraft war und direkt am Anfang korrigiert wurde. Das hat er aufgeschrieben, aber dann nicht mehr im Blick gehabt.
So ging es auch noch ein paar Mitschülern. Er hat sich sehr geärgert über sich selbst und für diesen Teil (neben der schriftlichen Ausarbeitung gibt es noch eine Präsentation und sie müssen etwas bauen) eine 6 kassiert.
Mehr als eine kurze Unterhaltung und Tipps wie er seinen Kalender besser organisieren kann, haben wir nicht als nötig empfunden. Die natürliche Konsequenz, die Note und sein Ärger, finden wir mehr als ausreichend.
Bei seinen Mitschülern sieht das ganz anders aus. Heute hätte eine Mitschülerin ihren Geburtstag gefeiert und er war u. a. eingeladen. Deren Mutter hat hier persönlich abgesagt wegen dieser Sache, mit dem Hinweis von den anderen Gästen hätte sowieso fast keiner kommen dürfen (die, die es auch vergessen haben) #kratz
Diese Form der "Konsequenz" erschließt sich mir nicht so ganz. Wie seht ihr das?

Grüße

Mein Sohn ist zwar noch ganz klein, aber ich schreib trotzdem mal. Euer Sohn hat ja eine schlechte Note bekommen und sich geärgert. Er dürfte es verstanden haben. Die Absage der Geburtstagsparty des eigenen Kindes wegen sowas finde ich total daneben. Das ist einfach nur eine fiese Strafe und keine Konsequenz. Generell fällt mir auch hier bei urbia auf, dass im Baby-Forum immer ganz lieb vom eigenen Kind geschrieben wird und je älter die Kinder werden, desto schlechter wird über das eigene Kind und über Kinder generell geschrieben und immer wer weiß was für Konsequenzen (in meinen Augen Strafen) gefordert. Ich hoffe, dass wir uns den positiven Blick auf unseren Sohn immer bewahren und ihn nicht bestrafen, sondern nur logisch konsequent sind wo es wirklich notwendig ist. Ich finde euer Verhalten super und wünsche mir es in ein paar Jahren auch so zu machen. Liebe Grüße!

#pro

Hi,

naja - in Teilen.....

Ich liebe meine Kinder immer noch ;-) ohne Frage... Allerdings macht es mir gerade die Große (fast 13 und ziemlich in der Pubertät) nicht immer einfach...

Da gilt dann vielleicht auch - KLEINE KINDER - KLEINE SORGEN - GROSSE KINDER - GROSSE SORGEN... Und ja. - ich weiß... sie wird noch größer...

Eine Geburtstagsparty habe ich bisher noch nicht abgesagt - würde ich glaube ich auch nicht tun... Aber es gibt durchaus Situationen, wo ich mit meinem Latein ziemlich am Ende bin... Und ja - da gibt es sicherlich auch Situationen, wo ich in meiner Wut überreagiert und nicht logisch handele... Auch ich bin nur ein Mensch...

Meine Tochter (um hier mal bei unserer Familie zu bleiben) ist kein böser Mensch - ganz im Gegenteil. Aber Pubertät hat halt auch was mit "sich lösen" zu tun - und das geht manchmal auch einfach nur knallend... Bis zu einem gewissen Grad akzeptiere ich das - aber irgendwann ist auch meine Grenze erreicht - und dann ist Pubertät auch keine Entschuldigung für schlechtes Benehmen...... Neulich schrie sie mich zB an "HÖR AUF, HIER RUMZULÜGEN!" Nein - dafür lobe ich sie bestimmt nicht....

Und bei uns ist das mit den schlechten Noten folgendermaßen: Schlechte Noten per se werden nicht bestraft. Wenn man zB gelernt hat und es ist trotzdem ne 5 (weil man vielleicht das falsche gelernt hat oder so) ist das tatsächlich Strafe genug. Aber wenn man's wegen Faulheit vermasselt - und das mehr als einmal - dann gibt es sicherlich keine Freudentänze meinerseits... Da war zB bei meiner Tochter die 6 im Französisch-Vokabeltest, zeitgleich mit anderen schlechten Noten - weil sie schlichtweg nichts (und zwar rein gar nichts) getan hat....

Und nu? Was ist hier die logische Konsequenz? Im härtesten Fall, dass das Kind die Schule vermasselt und keinen Ausbildungsplatz bekommt... Vielleicht doch ein wenig zu hart, oder? Aber sicher logisch.......

Bei uns hat's gescheppert. Es gab ne klare Ansage, Handy war weg, Spielbesuche waren erst einmal auch nicht mehr. Sie brauchte ja offensichtlich mehr Zeit für die Schule... Vielleicht war es drüber, ja, möglich... Aber auch damit sollten die Kinder umgehen lernen...

Mittlerweile sind die Noten wieder besser, Töchterchen ist wieder viel unterwegs und hat auch ihr Handy wieder... Sie tut aber auch wieder zumindest genug, um irgendwo zwischen 2 und 3 zu stehen. Und dabei macht sie sich gewiss nicht tot...

Es ist nicht immer alles so einfach, wie es bei kleinen Kindern scheint...

LG
Frauke

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Hat die Mutter der Mitschülerin abgesagt weil auch das Geburtstagskind die Arbeit nicht abgegeben hat?

Ich finde, man weiß ja nie was sonst noch in der Familie vorgefallen ist und warum es letztendlich zur Absage der Feier gekommen ist. Ich würde darüber auch kein Urteil fällen oder mir weiter Gedanken darüber machen. Das ist halt so und wenn die Familie es für richtig hält, wird das für sie schon passen.

Ja, das äußerte sie mir gegenüber so wie die Tochter gegenüber meinem Sohn. Ich kenne sie näher, das wird schon so sein, wenn sie das so sagt.
Es geht mir hier jetzt auch nicht um eine Diskussion über die Familie selbst, das ist einfach das Beispiel zu diesem Thema.

Die Konsequenz erschließt sich mir zwar auch nicht aber die Eltern kennen ihr Kind am besten vielleicht stört und ärgert die 6 das andere Kind gar nicht und die abgesagte Geburtstagsfeier ist das einzige was ihr Kind wirklich kratzt .

Wenn sonst alles passt, würde es bei mir auch keine weitere Konsequenz geben.

Wenn es allerdings wiederholt vorkommt, dass schulische Dinge vernachlässigt werden, gibt es bei uns auch Konsequenzen. Wenn aus Faulheit wiederholt schlechte Noten kommen, dann wird der Medienkonsum stark eingeschränkt oder auch mal das Handy komplett entzogen.
Einen Geburtstag abzusagen finde ich allerdings etwas zu hart. Aber wer weiß was bei diesem Kind sonst noch vorgefallen ist. Vielleicht war das Vergessen der Projektarbeit nur eine von mehreren Verfehlungen.

Ich denke das kommt ganz drauf an.
Meine Tochter ist in solchen Sachen eig. Sehr zuverlässig würde Ihr das nun 1 mal passieren okay kommt vor.
Wäre Sie aber die sorte dauer vergesserin würde es hier auch andere Konsequenzen geben.
Lg

Hallo, das sehe ich ganz genau wie du. Solch Sachen passieren eben und die Kinder lernen daraus bestenfalls. Schule und Privatleben habe ich immer so gut wie möglich getrennt. Die schlechte Note in der Schule für verbimmelte Sachen reicht doch, da muß ich nicht zusätzlihce "Konsequenzen" auffahren. Besser wäre doch, die Kids zu ermutigen, gemeinsam zu überlegen, wie sie die Scharte auswetzten können - vor allem, wenn es mehrere Kinder betrifft, könnte man mit der Lehrerin doch mal ins Gespräch kommen? Als Strafe dann kein "wie schön, dass du geboren bist..." finde ich echt übertrieben. Kinder sind doch keine Spielzeuge!

Da meine Kinder eigentlich fast alles auf die Reiche bekommen haben, hätte es bei uns auch keine weitere Konsequenz gegeben, ich finde die 6 auch schon bitter.
Ich finde an dem Punkt einen ganzen Geburtstag platzen lassen sehr gruselig!

Hallo,

ich finde, dass es immer auf die Umstände ankommt. Mein Sohn würde wohl bitterlich weinen, wenn er eine 6 bekommt und ich würde natürlich mit ihm darüber reden. Ich glaube, er wäre mit der Note wirklich genug bestraft.

Ich kenne aber Kinder, die juckt eine 6 gar nicht. Die zögern absichtlich alles so lange hinaus, nehmen Angebote und Hilfestellungen des Lehrers nicht an und geben nachher gar nichts ab. Da kann ich schon verstehen, dass Eltern nicht nur ein Gespräch führen, sondern zu anderen Maßnahmen greifen.

Ich persönlich würde wohl deswegen nicht die Geburtstagsfeier absagen. Ich würde eher gucken, was meinem Kind helfen kann besser und strukturierter zu lernen. Das kann ein Kalender zum Eintragen von Terminen sein, aber auch das Reduzieren von Spielzeit an PC/Smartphone/Switch... Kommt eben auf das Kind an.

LG

Jein. Diese Kinder machen das ja normalerweise auch nicht, weil sie die Eltern ärgern wollen, sondern, weil sie es nicht auf die Reihe bekommen.
Wenn die anderen Maßnahmen mehr Unterstützung, Struktur und auch Begrenzen des Medienkonsums sind, wie du schreibst, ist das ja auch sinnvoll.
Eine Absage einer Geburtstagsfeier nützt auch solchen Kindern nichts.

Ich bin da schon ganz bei dir, ich würde die Geburtstagsfeier ja auch nicht absagen. Mein Kind hat es aber auch - noch zumindest - ganz einfach in der Schule.

Eine Geburtstagsfeier wegen so etwas abzusagen, finde ich ganz schrecklich.
Einfach aus dem Grund, dass der nächste Geburtstag erst ein Jahr später kommt und in einem Jahr kann so viel passieren..

Der allerallerschlimmste Fall wäre ein Unfall, bei dem das Kind stirbt und dann?
Es wurde nur 13 Jahre, aber durfte den letzten Geburtstag nicht mal feiern... Wegen einer blöden 6.

Hobbys mal zeitweise streichen, damit man mehr Zeit zum Organisieren und Lernen hat, ja. Handy weg, ja. Aber Geburtstag absagen, nein. Das steht einfach in keinem Verhältnis.

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