Taufen „weil man das so macht“

Mein Mann würde unsere Tocher gerne taufen lassen - nicht weil ihm der Glaube wichtig ist, sondern „weil man das so macht“ - das ist für mich kein grund (vorallem dem Priester etc gegenüber).

Ich selbst bin aus Überzeugung aus der Kirche ausgetreten.

Grundsätzlich hätte ich kein Problem mit taufen, aber dann kommt noch die Feier (zu Hause nicht möglich) , das wären in meinen Augen unnötige Kosten - wenn weder für ihn noch für mich der Glaube wichtig ist.

Wie Handhabt ihr das?

(ps: er hat schon in der schwangerschaft seiner schwester gesagt, dass die patentante werden soll)

Jetzt hast du ja sehr viele Antworten von Gleichgesinnten bekommen, nun kommt wenigstens noch eine von einer gläubigen Christin 😊 Taufen, weil man das so macht ist für mich völlig absurd. Dann könnte man ja auch den Sohn beschneiden lassen mit anschließender Feier weil man das in Islam so macht. Der Sinn erschließt sich mit in kleinster Weise, im Gegenteil, für mich als gläubigen Menschen ist das schon fast anmaßend, denn ihr steht in der Kirche und legt euer Kind in Gottes Hand, gleichzeitig wird es mit der Taufe Mitglied der Gemeinde. Ihr werdet gefragt ob ihr dieses Kind im christlichen Glauben erziehen möchtet und dann müsst ihr ja lügen. Selbst wenn man nicht glaubt, das fände ich echt bescheuert. Das ist ja unverschämt gegenüber den Menschen, die aus Überzeugung glauben und das wirklich ernst nehmen. Dein Mann kommt wirklich auf merkwürdige Ideen... ich hoffe, du kannst ihm nun einige Argumente liefern ;-)

Ach du liebe Zeit, mein Handy steht heute wohl auch mit der deutschen Sprache auf Kriegsfuß 🙈

Danke, du sprichst mir als Christin aus der Seele. 👍

weiteren Kommentar laden

hallo.

taufen sollte man sein kind, wenn man gläubig ist und das kind mit dem Glaubem aufwachsen lassen möchte

taufen " weil man es so macht" ist völliger käse.....am besten noch paten "weil man das so macht"

wir sind aus der Kirche ausgetreten und hatten keine ambition das kind zu taufen

Also wir haben uns gegen eine Taufe entschieden , da wir der Meinung sind, dass der kleine Mann das selbst entscheiden kann :)
Da mein Verlobter Atheist und ich Agnostiker bin, ist es mit dem Glauben eh nicht so der Fall:)

Es war bei uns aber ein langer Weg, bis unsere Familie es akzeptiert hat, da man (wie du es schon sagtest) eben so macht.

Ich würde da bei deiner Überzeugung bleiben :)

Sehe ich genauso wie du. Wenn, dann sollte man auch hinter dem Glauben stehen. Spätestens beim Taufgespräch mit dem Pfarrer wird man sowieso gefragt, warum man taufen lassen will. Dann zu sagen "weil man das so macht" kommt wahrscheinlich nicht so gut an :D

Wir sind nicht gläubig und lassen darum auch nicht taufen. Wenn unsere Tochter das später selbst will, unterstützen wir sie aber natürlich.

Der Kirche ist das egal warum man Taufen lässt. Schließlich ist es ein zukünftiger Beitragszahler mehr.

Also hier ist das nicht so. Kommt aber vielleicht auf den Pfarrer an

weiteren Kommentar laden

Hallo

Also wir haben nicht getauft, alle drei nicht. Paten haben sie trotzdem. Sind dann einfach bezugspersonen, mit denen sie eine engere beziehung aufbauen können wenn sie wollen. Personen bei denen mein mann und ich denken sie sind gut aufgehoben wenn was ist. Wir haben zu denen auch guten kontakt. Schon vor den kindern.
Am ende werden sie sich ihre bezugspersonen selbst aussuchen.

Glg alyal

Ich bin auch bereits ausgetreten und mein Mann folgt noch.

Vom ersten Kind an war mein Papa derjenige der uns die ganze Zeit überreden möchte 🙄 es ist wirklich mühsam sich immer und immer wieder erklären zu müssen.

Ich bin kein Fan von "das macht man eben so". Mein Papa meinte das nur getaufte Kinder bessere Chancen auf gute Schulen oder Jobs hätten. Diese Begründung ist veraltet, das versteht er nicht.

Natürlich lasse ich meinen Kindern die Option offen. Nur weil ich nicht Glaube, muss das nicht gleich auch für meine Kinder gelten. Deshalb hab ich ihm klipp und klar gesagt, das meine Kinder erstmal nicht getauft werden. Sollten sie selbst mal meinen das sie das möchten, dann werde ich nicht Nein sagen. Aber dazu müssen sie auch verstehen warum man sich taufen lässt und was das bedeutet.

Also ganz klar, NEIN. Ich sehe keinen Sinn darin ein Baby einfach nur mal so zu taufen wenn man selbst nicht überzeugt davon ist. Das gleiche Prinzip handhabe ich bei vielen Dingen.. Ernährung, Spielzeug, Schulen, Ausbildung ect...

Dinge zu tun, "weil man das so macht" finde ich ganz furchtbar. Vor allem, wenn es um den Glauben geht. Das ist so eine persönliche und eigentlich emotional tiefgreifende Sache, dass man da auch hinter stehen sollte.
Mein Mann und ich sind auch beide aus der Kirche ausgetreten und ich habe auch die Konfirmation nie gemacht, weil mir damals schon klar war, dass ich diese tiefe Beziehung zum Glauben einfach nicht habe. Mein Mann hatte immer mehr mit dem Glauben und der Kirche zu tun, sodass wir da beide nicht zwingend am gleichen Punkt stehen.
Ich finde aber auch "in der Kirche sein" nicht das gleiche wie glauben und den Glauben leben. Kirche und Staat haben meiner Meinung nach nichts miteinander zu tun und sollten getrennt werden. Aber das ist ein anderes Thema.

Wenn beide Partner unterschiedlich darüber denken, dass muss man einen Kompromiss finden und einen Weg, der für beide passt. Das sollte man aber untereinander besprechen und entscheiden, vor allem bevor man andere Leute fragt, ob sie Paten werden möchten.
Dass jemand Pate "werden soll" finde ich auch krass. Auch das sollte als ernsthafte Aufgabe und wichtige Beziehung erkannt werden. Nicht nur als Titel.

Wir haben noch nicht hundertprozentig entschieden wie wir es machen. Ich mag aber auch nicht wie wir schon gefragt werden, ob wir denn schon Paten ausgewählt haben. Als wäre es ja eh klar, dass man taufen wird.

Mein Mann mag auch die Idee inoffizielle Paten zu benennen ohne Taufe. Vielleicht wird das unser Kompromiss🤷‍♀️
Ich mag weder die Taufe, weil man das Kind nicht nach seiner eigenen Meinung fragt, noch mag ich die Bestimmung von Paten, weil man eine Beziehung zwischen zwei Menschen schafft, die sich nicht kennen und vielleicht auch nicht mögen werden. Aber das baut auch auf meiner eigenen Erfahrung und geringen Bindung zu meinen Paten auf.

Wenn du kein Problem mit der Taufe hast, aber die Feier danach nicht möchtest, dann plane den Tag anders und lasse den Teil weg.
Es könnten auch nach der Kirche alle zusammen einfach essen gehen oder Kaffee und Kuchen machen und gut ist. Das muss ja kein großes Tamtam sein.

Ihr solltet das ganze so gestalten wie ihr es mögt, nicht so wie andere es erwarten. Macht man ja bei seiner Hochzeit auch so.

"Weil man das so macht" ist für mich im Gegensatz zur Überzeugung kein Grund.
Und während man sich, wenn man möchte, jederzeit taufen lassen kann, kann man zwar aus der Kirche wieder austreten, aber niemals wieder "enttauft" werden.

Nein, ich würde es nicht machen.
Meine Kinder sind alle nicht getauft und hatten nie Nachteile dadurch. Kennengelernt haben sie den (christlichen) Glauben im katholischen Kindergarten und im evangelischen Religionsunterricht.

Man sollte nur taufen lassen, wenn man wirklich da hinter steht und auch gläubig ist.

Mein man und ich lassen unsere Tochter auch nicht taufen, weil es für uns einfach nicht relevant ist.
Hat uns zwar auch den "Zorn" der Schwiegermutter beschert, aber egal. Sie hat das nicht zu entscheiden. 😁

Sprich doch mal mit deinem Mann Und frag ob es für ihn sonst noch andere Gründe fürs taufen gibt, außer dass man es eben so macht.
Wenn er keine Argumente bringen kann, wäre das Thema FÜR MICH dann auch schon ohne weitere Diskussionen gegessen 😅

Bitte Schreibfehler ignorieren.
Ich bin der deutschen Rechtschreibung eigentlich sehr wohl mächtig, aber mein Handy scheinbar nicht 😂
Peinlich, peinlich.

Top Diskussionen anzeigen