Immer wieder Streit mit meiner Mutter

Guten Abend.

Ich verstehe die Welt nicht mehr, seit dem mein Kind auf der Welt ist knapp 1 Jahr.
Bekomme ich mich immer wieder mit meiner Mutter in die Haare und zwar so sehr das ich bald Angst habe das der Kontakt bricht.

Ich hab das Gefühl das sie ihre Hunde mehr liebt als ihr Enkelkind und immer wenn ich was über die kleine erzähle kommt sowas wie ah übertreibe nicht, du machst dein kind krank, das sie im Bett schläft bei dir ist psychisch Krank.

Irgendwann ist mir dieses einmischen auf die Nerven gegangen und ich hab zurück gekontert. Heute sagt sie mir das sie mit mir sowieso nie klar gekommen ist und meine Welt sich sowieso nur um mein Kind dreht.

Ich hab ihr das am Kopf geworfen das ich das Gefühl habe das sie ihr Enkelkind nicht richtig liebt.

Naja dann haben wir uns gestritten und ich bin gegangen.

Ich verstehe nicht warum wir uns seit der Geburt in die Haare bekomme 😩

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Vielleicht deshalb, weil sie Dich jetzt zum ersten Mal als erwachsene Person mit eigener Meinung, für die Du auch einstehst, erlebt und das bisher nicht gekannt hat?

Zudem ist der gesellschaftliche Stellenwert von Kindern enorm gestiegen.

All die früheren Mantras, dass die Kinder „nebenher“ laufen und aufwachsen, schreien gelassen werden, etc. haben heute überwiegend keine Geltung mehr.

Und das stößt vielen Älteren sauer auf, da es die Erziehung ihrer eigenen Kinder damals kritisch hinterfragt und im schlechten Licht dastehen lässt.

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"Ich verstehe nicht warum wir uns seit der Geburt in die Haare bekomme"

Da rate ich mal drauflos: Vielleicht, weil Du seitdem darauf beharrst, dass ihre Meinung nicht die einzig Richtige ist, sondern Deine Meinung auch in Ordnung ist, auch wenn sie von ihrer Meinung abweicht? Zeigt sich das eventuell erst anhand des Kindes, weil z.B. bei Dir im Bett schlafen eben nicht psychisch krank ist und Du das auch ganz genau weisst?

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Könntest du es denn akzeptieren, wenn deine Mutter ihre Hunde mehr liebt als dein Kind?

Das wäre zwar traurig, aber man kann niemanden zu seinen Gefühlen zwingen. Das gilt für euch beide. Ich denke mal das zugrunde liegende Problem zwischen euch ist zuwenig Verständnis füreinander.

Setz ihr klare Grenzen (es geht sie nichts an, wo dein Kind schläft. Solange das Kind und du damit zufrieden sind, ist es egal, was deine Mutter davon hält) bzw. Ignorier sie doch einfach, wenn sie einen Kommentar ablässt.

Außer notfalls den Kontakt einzuschränken, kannst du leider wenig tun.

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Wie war es denn vorher?

Setzt sich euer bisheriges Verhältnis fort wie gewohnt?
Es fiel nur nie auf, weil es ja gewohnt war, vertraut, ihr beide dich selbst nicht so ernst genommen habt...
es dir jetzt aber auffällt, weil es auch auf dein Kind übergreift und dir somit bewusst wird?

Oder war es vorher anders? Mit Kind kam die Veränderung?

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Hey,

Als ich damals meine Tochter bekommen habe, habe ich mich auch ganz oft mit meiner Mama gestritten. Von ihr bekam ich grundsätzlich nur negatives zu hören. Selbst bei einem normalen Besuch hieß es „du siehst aber schlecht aus“. Als ich aus dem KH entlassen wurde, beschwerte sie sich nach 4 Tagen bereits, wieso wir uns denn in der Wohnung verschanzen und keine Lust haben auf eine Geburtstagsfeier zu gehen. Nunja, dass es mir körperlich nicht gut ging und ich mich nach der Geburt meines ersten Kindes lieber ausruhen möchte, konnte sie nicht nachvollziehen!

All die Dinge die ich anders machte als sie, machten sie manchmal sogar ein klein wenig wütend, hatte ich das Gefühl. Ich habe gestillt, und es war nicht leicht aber dennoch stand ich voll dahinter und habe nie aufgegeben, und anstatt mich mal zu loben hieß es nur wieso ich es mir ja so schwer machen müsste wenn’s auch einfach geht..

Unsere kleine hat von Anfang an mit uns im Familienbett geschlafen und wir haben es geliebt und genossen! Bei jedem Besuch „wann legt ihr sie endlich in ihr Bett in ihr Zimmer... ihr habt das Bett völlig umsonst gekauft... wann soll sie denn endlich mal lernen alleine zu schlafen?“

Oftmals war ich so schockiert von ihren Aussagen, dass ich erstmal garkeine Antwort parat hatte. Aber irgendwann habe ich gemerkt, dass es so nicht weiter ging. Es ist mein Kind und ich und mein Mann entscheiden gemeinsam über ihre Erziehung, sonst niemand! Ab da an habe ich immer Konter gegeben! Mal bin ich lauter geworden, und mal habe ich versucht ihr zu zeigen, dass mich garnicht interessiert was sie oder irgendjemand überhaupt darüber denkt. Ich habe zB immer gesagt, weist du Mama, die Kleine schläft bei uns im Bett, WIR möchten das so und genießen es sehr! Jeden Abend ist es wunderschön und sie fühlt sich sicher und kann sich auf uns verlassen. Wir genießen es solange es geht, denn sie wird so schnell groß und möchte irgendwann von selbst alleine schlafen, dann werden wir sie sehr vermissen! Die Nächte wären viel anstrengender, wenn ich extra aufstehen müsste und in ein anderes Zimmer, dann das Kind stillen, es wieder ins Bett legen und zurück laufen, um selbst auch wieder zur Ruhe zu finden. Viel zu anstrengend Mama, nein danke das ist absolut nichts für uns!!! Wir fühlen uns alle sehr wohl damit und uns gehts bestens!“

Was ich damit sagen will ist, dass ich immer betont habe wie zufrieden wir mit unserer Entscheidung sind, also benötigen wir auch keine Verbesserungsvorschläge, da wir garnichts verändern wollen! Und das man Dknge anders machen kann, für jeden gibts das ein oder andere, was für ihn besser passt in der Erziehung. Man muss immer voll dahinter stehen und lass dich nicht unterkriegen.

Ich denke schon, dass deine Mama ihr Enkelkind liebt. Vielleicht muss sie aber erstmal begreifen, dass sie dennoch nicht bei der Erziehung mit zu entscheiden hat und da muss es wohl erst noch Klick machen..

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