Alles auf einmal “anstrengend” seit Geburt

Hallo zusammen,

ich würde euch gerne mal um euren Rat fragen.
Seitdem unsere Kleine da ist bin ich überglücklich und ich kann mein Glück kaum glauben! Mittlerweile ist sie 10 Monate alt. Aber ich merke immer mehr dass mich an einigen Menschen Dinge nerven die mich vielleicht vorher überhaupt nicht gestört haben. Jeder Kommentar der Schwiegereltern wird auf die Goldwaage gelegt, Freunde die 4 Wochen im Vorhinein ein Treffen genauestens planen wollen stressen mich weil einfach nichts mehr vorhersehbar ist. Abends ausgehen? Dafür bin ich einfach zu schlapp, außerdem stille ich noch und meine Kleine nimmt keine abgepumpte Milch. Mein Mann arbeitet sehr viel, was ich auch zu schätzen weiß, denn er will uns gut versorgen. Das heißt aber auch dass ich im Prinzip alles alleine mache. Und es ist super schön und erfüllt mich voll und ganz! Ich frage mich nur ob es normal ist dass ich am liebsten einfach nur meine Ruhe haben möchte und auch einfach mal für mich alleine sein will. Mein Mann ist glaube ich auch immer traurig wenn ich nicht mit zu seinen Kumpels und deren Frauen fahre weil ich mich ausruhen möchte. Treffen mit meinen Schwiegereltern stressen mich auch oftmals da wenn dann meist nur wertvolle Tipps kommen im Sinne von ich sollte doch mal endlich abstillen.
Vielleicht hat ja jemand ähnliche Gedankengänge (gehabt).
Danke schonmal!:)

Ich verstehe durchaus was du meinst. Man hat den ganzen Tag einen kleinen Klammeraffen an sich kleben und ist um jede Minute froh, die man für sich hat. Auch mal kein Körperkontakt zu jemandem, mal nicht ständig gefordert sein etc.

Dieser Zustand bleibt aber nicht ewig und dann ist es blöd, wenn du nach 1-2 Jahren aus der Versenkung auftauchst und erwartest das dein soziales Umfeld immer noch parat steht, wobei du es ja warst, der sich so zurückgezogen hat.

Mein Tipp wäre, Igel dich nicht komplett ein, sondern geh auch mal raus und Pflege deine Freundschaften. Es tut dir auch mal gut in ein anderes Umfeld zu kommen, andere Themen außer Kind und Haushalt, andere Gesichter. Dazu muss man sich zwar manchmal aufraffen, aber das es lohnt sich auf Dauer.

Huhu.

Also ich kann nur sagen, das es mir auch so ähnlich geht.
Mein kleiner wird jetzt 5 Monate und ich bin teilweise auch richtig lustlos 😂
Ist denke ich aber halt auch normal. Babys fordern einen. Stillen ist für den Körper auch nochmal eine enorme Leistung.
Da ist man dann einfach froh, wenn man Zeit für sich hat und abgammeln kann.😂

Bei meinem großen war es auch so ähnlich. Im babyalter bin ich jedes mal empfindlicher.

Lg

Vielen Dank für deine Antwort. Es tut wirklich gut zu hören dass es noch Menschen gibt die das verstehen 😃

Hallo,
ich kann dir nur das sagen:
Mein Mann sagt immer, er muss mir mal wieder was schenken. Ich sage dann immer nur, ich brauche nichts, nimm nur die Kinder und ich habe mal Ruhe xD
lg

Ich denke, es ist völlig normal, dass es Zeiten gibt in denen man eher mal seine Ruhe möchte. Und die Zeit mit kleinem Baby, dass noch gestillt wird gehört sicher dazu.

Ich finde Menshcne, die das nicht verstehen, die sind entweder sehr unempathisch oder waren selbst noch nie in stressigen Situationen.

Lieben dank für deine Antwort. Ja, das denke ich auch. Ich geniesse es einfach so sehr wie nie zuvor in meinem Leben wenn ich einfach mal für mich sein kann.

Ich kenne die Gefühle schon auch.

Die Müdigkeit und lustlosigkeit am Abend, das Bedürfnis nach Ruhe und allein sein.

Klar - mit Baby ist man müde, dauernd im Einsatz und nie allein.

Ich habe mich am Anfang morgens verabredet. Frühstück und Kaffee... Mal raus kommen kann die Akkus aufladen und dann ist man auch nicht mehr so schnell genervt von klugen Ratschlägen.

Meine Kinder sind jetzt fast 5 und 2, das Baby kommt im März und ich bin immer noch müde und froh über Ruhe. Ich übernehme auch den größten Teil mit ihnen.
Auch abends fällt es mir oft schwer das Sofa zu verlassen, aber oft kommt der "Appetit ja beim Essen". Früher waren auch die Partys am besten, wo man eigentlich nicht hinwollte.

Hallo,
Jou, das hätte von mir sein können. 😂
Ich sitze hier auch manchmal und denke, das und das müsstest du noch machen, kann mich nicht aufraffen, weil ich weiß, dass eh gleich wieder einer was von mir will. 🙈😁 (Habe drei Jungs, 7+4 Jahre und 6 Monate). Bin abends schon angenervt wenn mein Mann und ich Mal Zeit hätten, weil ich weiß dass eh gleich wieder einer ankommt. 🙄 Besuche irgendwo sind mir manchmal zu anstrengend usw. Oder ich bin angenervt, weil meine Schwester z.b. zwei Monate vorher was zum Geburtstag meiner Mutter fragt, ich aber noch drei Geburtstage/feiern planen und ausrichten muss.
Mein Mann und ich haben es uns "angwöhnt" uns zu feiern bei Freunden oder so zu "zwingen" denn im Endeffekt ist es vlt körperlich Mal anstrengend, aber es tut der Seele unheimlich gut. 😉

Ich würde deinem Mann mal die Pistole auf die Brust setzen und ihm sagen, dass er sein Arbeitspensum mal runterfahren und sich um sein Kind kümmern soll.

Um mal hier Klartext zu sprechen: Der ist nicht lange auf der Arbeit, weil er euch gut versorgen will, sondern weil er lieber bei der Arbeit als bei einem anstrengenden Baby ist.

sprichst du da aus eigener erfahrung? :( zu mir sagte er es ist einfach so viel zu tun im moment... aber er war noch nie so spät zu hause wie seitdem wir ein baby haben..

Diese in den Raum geworfenen Behauptungen 🙄
Mein Mann ist ein absoluter Familienmensch und nimmt mir hier an den Wochenenden viel, wenn nicht sogar alles ab. Unter der Woche ist er nunmal arbeiten. Und das auch viel und lange. Aber gewiss nicht , weil er nicht zu uns will, sondern weil das Geld leider den Weg aufs Konto nicht alleine findet.

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Hi, das kenne ich noch.

Rückblickend würde ich es so beschreiben: für mein UMFELD gab es mich nicht mehr als Person, sondern nur noch als "Plazenta" meines Kindes. Der nötige Anhang, dem man zu sagen hat, wie es zu funktionieren hätte.

Mama als Baby Nr 2, dem man wie einem Kleinkind alles sagen muss, weil....
man dem süßen kleinen Fratz, der so guggiguggu noch nichts versteht
und für den man das allerbeste will......


Mit Kindergartenalter wurde es deutlich besser!
Ab da ungefähr wurde ich nicht mehr als Symbiose meines Kindes angesehen, sondern wieder langsam als eigener Mensch.


Mein Kind stillte zwar bis ins Kleinkindalter, aber das störte mich weniger. Es gab durchaus Momente, wo ich meinen Körper wieder haben wollte - und nachgab, weil ich stillend mehr Schlaf bekam.

Jedoch schien mein Kind mich - früher als mein Umfeld! - als eigenständigen Menschen zu sehen. Sie löste sich schneller von mir, als mein Umfeld von der Vorstellung, dass ich mit meinem Kind eine Einheit sei.


Ab Kindergartenalter nahmen sie mein Kind als eigenständigen Menschen wahr, der sie auch selbst etwas sagen konnten.... und ließen so nach und nach von mir ab.


In der Krabbelgruppe war es kein Problem. Da waren wir eine bunte Mischung aus Müttern, Väter, Großeltern, Alleinerziehenden, Großfamilien usw. da war jeder ein eigenständiger ERWACHSENER und für die Kinder waren irgendwie alle da.

Solche Inseln haben mir gut getan :-)



Wenn du müde bist, gönn dir die Zeit!
Der Körper stellt sich noch erheblich um.

Hebamme sagte oft: 9 Monate kommt der Bauch, 9 Monate geht der Bauch - und die Psyche braucht 9 Monate Zeit sich aufs Baby vorzubereiten und 1 Jahr sich darauf einzustellen. Bei manchen schneller bei anderen langsamer.


Zum Arzt würde ich gehen, wenn du das Gefühl hast, dich frisst die Müdigkeit auf, wenn du meinst, du schaffst gar nichts mehr (auch ohne Perfektionismus!),
wenn anderen auffällt, dass du bleich geworden bist......

dann würde ich mal Hormoncheck machen lassen und/oder Eisenmangel, Vitaminmangel und co.


Ansonsten, tu was dir gut tut und wenn das abends auf dem Sofa chillen ist, dann ist das jetzt eben so.
Die Zeit wird kommen, wo es wieder anders ist. Nur nicht sofort. ;-)

So toll beschrieben, danke für deine ausführliche Antwort. Ich erkenne mich wieder.

Huhu,
wir haben -wenn auch gewollt- 2 kleine Kinder (knapp 2, 4 Monate) und die Tage sind super anstrengend. Jetzt grade ist einer der seltenen Momente, wo beide gleichzeitig schlafen. Hier liegt jede Menge herum... Spielzeug, Bügelwäsche usw.
Habe grade schnell unten durchgewischt und weißt du was ich jetzt mache? Setze mich aufs Sofa und gönne mir in Ruhe einen Cappuccino.
Ich fühle mich auch sehr müde und ohne Power... das ist denke ich normal.
Es soll ja diese energiegeladenen Mütter geben, aber ich bin definitiv zumindest aktuell keine davon. Die letzten 2 Jahre habe ich keine Nacht mehr durch- geschweige denn ausgeschlafen.
Wenn, dann kann ich auch nur spontane Entscheidungen treffen bzgl mal Ausgehen oä, das wissen und respektieren unsere Freunde aber. Sie sind teilweise in der gleichen Situation.

LG

Hi,

das kennt wohl jede Mama.

Ich wollte auch am liebsten immer zu Hause bleiben, da war ja soweit alles vorhersehbar.

Aber ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen, es ist besser seinen inneren Schweinehund zu besiegen und sich aufzuraffen.
Was mir gefehlt hat, habe ich erst gemerkt, als ich mal wieder mit bei Freunden war. Der Große hat damals dort im Reisebett geschlafen und wir saßen im Garten und haben gequatscht. Gegen 10 wurde er nölig und wollte nicht mehr so recht schlafen, da sind wir nach Hause.
Als er 7 Monate alt war sind wir zur Weihnachtsfeier von der Arbeit. Er hat zum Glück die Flasche genommen, bei meiner Kleinn geht das erst seit sie ca. 12 Monate ist, mit dem ohne Stillen einschlafen und wieder einschlafen.
Auch wenn ich am nächsten Tag natürlich müde war, weil Schlaf fehlte, es war es absolut wert und ich hab mich trotz Müdigkeit ausgeruht und erholt gefühlt.
Und auch für uns als Paar war es schön, weil man mal wieder was anderes zu erzählen hat und was gemeinsam erlebt hat.

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