Meine Schwiegereltern und ihr Alkoholkonsumūü§¨

Mein Mann und ich sind fast 4 Jahre verheiratet und seine Verwandten regen mich echt auf. Seine Eltern haben Probleme mit Alkohol, angeblich hat seine Mutter erst angefangen zu trinken als er ausgezogen, weil (so wie er meint) ihnen zu zweit langweilig ist. Sein Vater hat schon immer diese Probleme obwohl er chronisch krank ist, Medikamente nehmen muss und eigentlich nicht trinken darf, was ihm aber egal ist. Sein Bruder besauft sich jedes WE (trotz Kind und Frau, die das nat√ľrlich nicht toll findet), dann gibt es noch seinen Onkel der das Alkoholproblem auch hat und deswegen seine Frau sich nach √ľber 10 Jahren ehe und 2 Kindern scheiden lassen hat und er seit dem bei seinem Vater (√ľber 70, Rentner) in einer 1 Zimmer Miet Wohnung wohnt.

Das eigentliche Problem ist dass die alle sich ab und zu treffen und bei dem Alkoholproblem seiner Verwandten geht ohne Alkohol nat√ľrlich nichts. Mein Mann und ich trinken √ľbrigens nicht, trotzdem werden wir zum trinken √ľberredet (obwohl ich schwanger bin da ein Glas ja angeblich nicht schadetūüėÖ). Ich verstehe den Sinn dieser ganzen Sache nicht wenn Mein Mann, ich und meine Schw√§gerin da die einzigen n√ľchternen sind. Meine Schwiegermutter l√§dt uns ein mit sie hat ihre Enkel solange nicht mehr gesehen und m√∂chte sie angeblich sehen. Wir sagen sie k√∂nnen zu uns kommen wann sie wollen da wir in der selben Stadt wohnen, trotzdem kommen sie f√ľr 2 Minuten an den Geburtstagen vorbei und m√ľssen wieder schnell nach Hause. Also das ist sicher nicht unser Problem dass sie ihre Enkelkinder so selten sehen.

Ich versuche meinen Mann zu √ľberreden da NICHT hinzugehen, weil das letzte mal damit endete dass wir uns bl√∂de Bemerkungen von seinem Vater anh√∂ren mussten und deswegen nach Hause sind, was damit endete dass seine Mutter (an dem Tag nat√ľrlich auch unter Alkohol) auf uns sauer ist dass wir gegangen sind. Selbst wenn sie mal ihre Sauftreffen nicht haben, besaufen sie sich einfach zu zweit Zuhause. Ich m√∂chte schon gar nicht mehr am Wochenende zu ihnen kommen ehrlich und meine Schwiegermutter ist dann auch noch sauer dass wir so selten kommen. Mein Schwiegervater besauft sich sich mal unter der Woche da er chronisch krank ist und oft krankgeschrieben, diese "Urlaube" nutzt er nat√ľrlich aus.

W√ľrdet ihr sie √ľberhaupt noch besuchen kommen? Mein Mann ist nat√ľrlich immer so naiv und meint sie w√ľrden nicht trinken sondern meinen es ernst dass sie ihre Enkelkinder sehen wollen, wobei ich nat√ľrlich immer recht habe und die unter Alkohol sind...

Ach ja und mein Mann hat sich darauf nat√ľrlich schon angesprochen, obwohl ich eher der Meinung bin dass es ihr Problem ist weil 1. Um sich von Alkoholismus zu heilen muss man erst mal sehen dass man ein Problem hat (was bei ihnen nicht der Fall ist) und 2. Es sind erwachsene Menschen die tun d√ľrfen was sie wollen und wir haben uns nicht in ihr Leben einzumischen.

Also wie w√ľrdet ihr das machen dass unsere Kinder noch Kontakt zu n√ľchternen Oma und Opa haben k√∂nnen oder dass sie sich angegriffen f√ľhlen und beleidigt sind? Wir lassen unsere Kinder (3 und 1) nicht von Verwandten fremdbetreuen, sondern es geht nur um paar Stunden alle paar Wochen, mehr nicht.

1

Dein Mann m√ľsste nat√ľrlich mit dir an einem Strang ziehen, damut da √ľberhaupt etwas klappen kann. Sprich daher nochmal mit ihm!

Bei uns darf Oma den Enkel nur sehen, wenn sie n√ľchtern ist.
Ich w√ľrde das genauso kommunizieren. Sie k√∂nnen gerne zu euch. Da gibt es einfach nichts zu trinken und wenn das eine Zeit lang geklappt hat, dann kann man √ľber Besuche bei Ihnen nachdenken.

2

Egal wie h√§ufig und wie lange der Besuch andauert und wo er stattfindet, eins w√ľrde ich verlangen:
sie haben n√ľchtern zu sein.

Verkatert, angeschwippst, angesoffen und gar wom√∂glich noch aggressiv und streitlustig w√ľrde ich sie nicht an so kleine Kinder lassen. Basta.

3

Nur noch Sonntags um 10 Uhr zum Brunchen treffen.
Ich vermute mal, dass sie vormittags nicht trinken.

4

Nun, soweit Ich verstehen kann trinkt ihr, also Du und deinen Mann, gar kein Alkohol. Deswegen wäre es irgendwie wichtig zu wissen was Du unter Alkoholismus verstehst, bevor man Dich wirklich antworten und zu irgendwas raten kann. Du schreibst die sind ständig besoffen, wie muss man sich das vorstellen? Wie viel trinken die? Was verstehst Du unter besaufen?

Ich frage weil meine Schwester auch √ľberhaupt nichts trinkt, also nicht Mal ab und zu ein Glas Wein zum Essen etc. Sie ist aber der Meinung dass mehr oder weniger alle die 2 Gl√§ser Wein trinken WE zum Essen oder zu einen anderen Anlass Alkoholiker sind. Sie verdreht schon die Augen wenn jemanden auch nur ein Bier trinkt in ihre Anwesenheit. Sie hat bei jedem Geburtstag oder Feier schlechte Laune wenn mein Schwager mehr als 1 Bier trinkt. Er ist aber nie betrunken..

Wenn deine SE wirklich Alkoholiker sind, h√§tte Ich in deiner Stelle gesagt dass solange die sich bei jeden Besuch betrinken m√ľssen, kommt ihr nicht mehr vorbei. Punkt.. Die k√∂nnen ja zu euch kommen, ihr habt ja dann die Kontrolle dar√ľber was und wie viel Alkohol serviert wird.. Einfach Klartext reden. Wenn die dann beleidigt sind, dann ist es halt so..

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Jeder, der routinem√§√üig trinkt, also z.B. t√§glich ein bis zwei "Feierabendbier", oder am Wochenende bis zum Kontrollverlust (aggressives Verhalten, Taumeln usw.), oder Emotionen √ľber Alkoholkonsum kompensiert ("Alkohol zur Entspannung / Stressabbau / Frustabbau / Trauerbew√§ltigung / Feiern eines Erfolges"), oder an einem sozialen Event nicht teilnehmen kann, ohne Alkohol zu konsumieren, hat definitiv ein Alkoholproblem. Ich finde, dass die Beschreibung hier eindeutig ist und ein eindeutiges Suchtverhalten zeigt. Leider ist Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft viel zu anerkannt und die Suchtanzeichen werden oft gerechtfertigt und sch√∂ngeredet √† la "nur zu besonderen Anl√§ssen".

Ich w√§re da auch konsequent und w√ľrde die Schwiegereltern nur noch zu Aktivit√§ten ohne Alkohol einladen. Zum Beispiel einem gemeinsamen Besuch im Zoo, oder Tierpark, wandern im Wald, Spazierg√§nge, Besuch eines Museums, am besten immer au√üer Haus und mit Aktivit√§t, sodass sie gar nicht erst trinken k√∂nnen. Falls sie trotzdem alkoholisiert erscheinen, w√ľrde ich deinen Partner bitten, mit ihnen sp√§ter (wenn sie wieder n√ľchtern sind) unter vier Augen zu reden und dann ohne Drama nach Hause gehen. Wenn sie trinken m√∂chten, k√∂nnen sie das auch alleine tun.

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Hallo!

Ich finde, wie eine meiner Vorschreiberinnen, ist es tats√§chlich gut zu wissen, ob jemand der so gar keinen Alkohol trinkt, alkoholkrank richtig einsch√§tzt, oder nicht. Ich habe eine gute Freundin, die aufgrund ihrer Vorgeschichte (Eltern Alkoholiker) nie einen Tropfen trinkt, niemals was essen w√ľrde wo Alkohol drin ist,...usw. Sie hat ein gro√ües Problem, wenn jemand auch nur mit einem
Glas Sekt an Geburtstag oder Silvester anstößt.

Meine Schwiegereltern sind tats√§chlich Alkoholiker. Sie finden Bier und Sekt sind kein Alkohol. Selbst zum Fr√ľhst√ľck geht es nur mit Sekt. Ist man zu Mittag eingeladen, mischt sich mein Schwiegervater sehr spezielle Sachen zusammen. In lustigen Gl√§sern.
Meine Schwiegermutter ist noch krasser!

Der Unterschied ist, das mein Mann das nat√ľrlich auch sieht, und das nicht so vertuscht wie deiner! Mein Mann hat mehrfach Gespr√§che mit den beiden gef√ľhrt, alleine weil sie nicht verstehen, warum sie unsere Enkel nie ohne uns sehen, niemals √ľber Nacht haben, nicht mal f√ľr eine Stunde.
Wir sehen uns maximal an Geburtstagen und Feiertagen - und das wirklich kurz. Sind sie n√ľchtern ist es okay, ansonsten gehen wir. Das wirkt zumindest an diesen Tagen ganz ganz kurz. Auf Familienfeiern abends sind unsere Kinder nicht dabei usw.

Gespräche finde ich wichtig. In Ruhe. Zwischen deinem
Mann und seinen Eltern. Er muss erklären was aufgefallen ist, warum ihr mit den Kindern nicht mehr kommen möchtet. Und dann weiter sehen. Gibt es Kompromisse oder keine. Seid ihr konsequent oder Co-abhängig.

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Dass das so nervig ist, es sich tatsächlich nach echten Problemen liest usw möchte ich gar nicht bestreiten.
Wie du dich dabei f√ľhlst kann ich mir vorstellen.

Trotzdem machst du es dir denke ich relativ einfach, wenn du quasi von deinem Mann den Kontaktabbruch zu seiner Familie forderst.
Es ist so theoretisch gedacht.
Praktisch ist es aber seine Familie. Seine Eltern. Seine Wurzeln.

Ich hab jetzt auch nicht DIE Lösung parat. Auch weil ich dich echt gut verstehen kann....

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Treffen nur am Morgen/Vormittag und nur n√ľchtern. Kommt die erste Bierflasche ausm K√ľhlschrank packt ihr zusammen. Dem k√∂nnt ihr entgegenwirken indem ihr zu euch ladet. Dort gibt es dann keinen Alkohol.
Wenn sie nicht zu euch wollen läuft das unter verpasste Chancen.

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Ja genau. Die TE hat fast gar keine andere Chance. Wie sie schreibst sind sie unter Alkohol auch verbal aggressiv. Das ist nichts was man einem Kind vorleben kann. Ich halte es f√ľr immens wichtig das vom Kind von Anfang an wegzuhalten.
Wenn es ihnen wichtig ist reissen sie sich da zusammen. Wenn nicht soll es nicht sein. Aber auch dann löst es den Konflikt soweit ihr sie Chance habt ihn zu lösen weil es den konfliktträchtigen Kontakt minimiert.

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