Umgang mit anstrengenden Kindern von Freunden

Guten Abend,

ich lese schon eine ganze Weile nur still mit. Vor kurzem habe ich mich dann auch mal angemeldet.

Es gibt ein Thema, das mich nun schon einige Zeit beschäftigt und ich aber nicht weiß wie ich damit umgehen soll. Fühle mich auch schlecht dabei. Nun ja, ich versuche es mal so gut es geht zu beschreiben und hoffe inständig, dass das nicht falsch rüber kommt.

Meine Mann ist Hobby-Triathlet und vor ca. einem Jahr ist er beim joggen immer einem anderen Mann begegnet. Die beiden kamen dann irgendwann ins Gespräch und das ganze nahm seinen Lauf: Gemeinsam laufen gehen, Verabredung zum schwimmen und Radfahren, mal ein Bier im Biergarten, Familie wurde vorgestellt usw.
Dann stellte sich auch noch raus, dass er sehr gerne klettert. Mein Mann ebenso hat aber nun seit fast 1,5 Jahren keinen festen Kletterpartner mehr, da einer eine Verletzung hat die es ihm nicht mehr erlaubt zu klettern und der andere ist leider weggezogen.

Die Männer waren dann oft gemeinsam beim Sport und beim klettern und auch wir als Familien haben einiges zusammen gemacht - Grillen, Schwimmbad, (Indoor)-Spielplatz, Kletterhalle mit den Kindern, Zoo usw.
Unsere Kinder sind übrigens 3 (Junge) und 6 (Mädchen) Jahre alt (Nr. 3 ist unterwegs) und deren Jungs 6 und 10 Jahre alt.

Nun zu meinem Problem:
Ich komme mit den beiden Jungs nicht klar. Dachte am Anfang natürlich, dass man sich erst richtig kennen lernen muss aber es wird nicht besser, eher im Gegenteil. Ich fühle mich echt schlecht sowas über Kinder zu sagen und habe so ein Gefühl auch noch nie erlebt, aber die beiden sind mir "unsympathisch". Ich finde die beiden auch echt anstrengend.
Bsp.:
Die beiden streiten immer miteinander. Einer provoziert & stichelt bis dem anderen der Kragen platzt und den "provozierenden" dann haut, beißt, zwickt, heftig schlägt. Begleitet von überaus lautem Geheule, Gejammer, Geschrei... "aber X hat, aber Y hat" und dann folgen Beschimpfungen und Ausdrücke. Die Eltern super genervt, motzen die Kinder auch nur an (meist auch recht laut), es gibt dann immer Konsequenzen und die beiden dürfen z.B.: nicht mehr klettern wenn wir in der Halle waren. Dann sitzen beide heulend da, beschimpfen sich weiter mit "Du Arschloch, du bist schuld wegen dir Dumpfbacke dürfen wir nicht mehr klettern", der andere gibt Kontra und alles fängt von vorne an.

Klettern ist eigentlich auch das Einzige was die beiden wohl sehr gerne machen. Ansonsten ist alles immer doof. Es wird wegen allem gemeckert "Ähhh, müssen wir jetzt laufen"? "Ähhh, wie lange dauert das noch? "Ähhh, ich mag nicht, ich hab keine Lust mehr, das ist doof, das ist für Babys, das ist langweilig usw." und dabei wird so ein mieses Gesicht gezogen das ist unglaublich.
Dann kommt nach 3 Metern immer die Frage nach etwas zu essen. Es wird Brot, Obst, Gemüse angeboten: "Ihhhh nein, bäh! Ich will Pommes/Currywurst/Eis/Süßigkeiten!" Nein, das gibt es (jetzt) nicht! Wird geheult, gebrüllt und beschimpft (Du bist so doof Mama/Papa).

Ich bin immer ruhig geblieben, dachte das gibt sich schon, hab nach plausiblen Erklärungen gesucht FÜR die Kinder. Und wir waren ja auch nicht jede Woche zusammen unterwegs... so ca. alles 4-6 Wochen alle zusammen.

Nun hat sich er vor rund 3/4 Monaten von ihr getrennt und die Scheidung ist eingereicht. Er war oft hier und hat mit meinem Mann gequatscht, manchmal war ich dabei und er hat ganz offen gesprochen. Da hatte sich wohl die letzten 5 Jahren einiges angestaut und er hat nun eben den Schlussstrich gezogen.

Seit der Trennung muss sie nun wieder arbeiten, war seit 10 Jahren daheim. Sie hat auf die Schnelle einen Job in einer Bäckerei bekommen, u.a. samstags und Sonntag früh. Daher sind die Kinder nun ab Samstagmittag bis Sonntagmittag/-abend immer beim Papa. Nun kommt mind. auf jedes zweite Wochenende (teilweise auch jede Woche) die Frage was wir am WE denn machen bzw. ob wir dies oder jenes machen wollen. Wenn wir dann sagen, dass wir schon dies oder das vorhaben kommt "Da kommen wir mit!", selbst wenn klar ist, dass andere (z.B.: Freunde) dabei sind. Oder wie vor kurzem: Er wusste, dass wir mit meinem Eltern und Geschwistern mit Kindern in den nahegelegenen Tierpark gehen - war er (ganz zufällig) auch dort und hat sich an uns dran gehängt. Mir wird das echt zu viel!!! Die Jungs haben sich wie beschrieben verhalten, mir ist das Fremden gegenüber schon echt unangenehm bis hin zu peinlich aber meiner Familie gegenüber war mir das echt richtig unangenehm.

Heute waren wir zusammen unterwegs und es hat sich wieder so abgespielt wie oben beschrieben und das in einer extremen Lautstärke. Anschließend waren sie noch bei uns (sie wohnen übrigens im Nachbarort). Die beiden Kinderzimmer sahen echt übel aus... es war alles ausgekippt - Lego, Playmobil, Puppensachen/Barbie, Kaufladen/Kinderküche, Bettwäsche & Kuscheltiere auf dem Boden verteilt, Toniefiguren lagen auf dem Boden (eine haben wir bis jetzt auch nicht mehr gefunden) und noch einiges mehr. Das ganze ging auch ratz-fatz. Nach ca. 20 Minuten kam unsere Tochter weinend runter "X und Y machen alles kaputt"... und die Kasse vom Kaufladen ist wirklich kaputt. Ich bin nicht laut geworden aber SEHR deutlich, dass jetzt aufgeräumt wird. Das hat die echt kein bisschen interessiert. Knallhart: Nein, das ist doch nicht unser Zimmer und du nicht unsere Mama! Als der Papa sagte, sie sollen aufräumen wurde er angebrüllt "Neeeiiiinnn, hab ich keine Lust dazu. Lass mich in Ruhe du Idiot!" 5 Minuten später stand der bestelle Pizzadienst vor der Türe. Wie bei uns üblich (unsere Kinder essen sowas sehr gerne), habe ich einen Rohkostteller (mit Dip) auf den Tisch gestellt. Da gab es das nächste Geschrei, dass sie auf keinen Fall das "eklige und dumme" Gemüse essen. Nach dem Essen hab ich die beiden nochmal aufs Aufräumen angesprochen, zeigt mir der Große den Vogel "Du spinnst doch!". Da hab ich sie dann gebeten zu gehen - umgehend. Der Papa war richtig perplex und wirkte sehr überrascht. Er schien es nicht "verstanden" zu haben.
Unser Kleiner hat es wohl nicht so schlimm wahrgenommen aber die Große war echt fertig und saß nur noch weinend auf ihrem Bett, sie war mit der Situation echt überfordert. Klar gibt es auch mal Unordnung wenn sie und ihr Bruder spielen oder Freunde zu besuch sind aber nicht in so einem Ausmaß. Das bewegt sich in einem Rahmen wo es meine beiden (oder mit den Freunden) alleine schaffen aufzuräumen! Ich habe heute Abend nur für das Zimmer der Großen über 1 Stunde gebraucht zum aufräumen. Sie hätte sonst nicht schlafen können. Beim Kleinen hab ich noch gar nicht angefangen. Hab alles nur so auf die Seite, dass er nirgendwo drauf tritt oder hinfällt, wenn er heute Nacht aufstehen sollte.

Ja, Geschwister streiten mal! Ja, Kinder sind auch mal laut! Ja, Kinder haben auch mal einen schlechten Tag und keine Lust auf X,Y oder Z! Hier nimmt es aber für mein empfinden echt extreme Ausmaße an. Das kenne ich so nicht annähernd von unseren beiden Kindern und auch sonst nicht von anderen Kinder aus dem Familien-/Freundeskreis.

Der Kleine mag unsere Tochter ganz gerne. Sie spielt auch mit ihm/beiden aber wenn wir wie neulich im Indoor-Spielplatz zwei Schulfreunde (Zwillinge) treffen, spielt sie mit denen und die beiden sind absolut "abgemeldet". Heute hat der Kleine dann gefragt, ob er bei uns übernachten darf und der Große ist gleich mit aufgesprungen und schrie "Jaaaa, ich auch!!!". Ganz ehrlich, nein ich möchte es nicht... aufgrund von Schule ginge es ja eh nur am Wochenende. Da sind die nächsten drei (zum Glück) schon verplant. Und das Thema war so (erstmal) vom Tisch.

Nun gab es heute noch eine Situation:
Der Kleine hat auf irgendwas nicht gehört, was der Papa ihm gesagt hat. Ich hab nicht mitbekommen um was es geht. Nur das er sich hinsetzen sollte und nicht mehr spielen durfte. Er wollte dies nicht. Sagte laut NEIN, stampfte auf den Boden und drehte sich um um wegzulaufen. Der Papa ist ihm hinter her und hat ihn am Ohr gepackt und zur Bank "gezogen" und ihn hingesetzt. Ich war total baff und schockiert. Für mich geht sowas absolut nicht!

Ich weiß, ich muss mit meinem Mann reden. Wir können auch über sowas problemlos sprechen aber ich weiß nicht so recht wie. Die beiden verstehen sich echt gut, sind Freunde und Trainingspartner. Die Situation mit dem Ohr hat er nicht mitbekommen. Das muss ich ihm aber sagen, sowas kann ich nicht stillschweigend hinnehmen.

So oder so, ich möchte im Moment einfach nichts mehr mit ihnen unternehmen. Mir ist das viel zu anstrengend und durch das ganze Verhalten (wie oben beschrieben) macht das eben auch nicht sonderlich viel Spaß. Ich weiß, bei den Kindern stimmt was nicht und sie brauchen sicherlich auch (professionelle) Hilfe aber das ist doch Aufgabe der Eltern da tätig zu werden. Für den Moment ändert es aber auch nichts daran, dass das Verhalten eben übermäßig anstrengend ist.
Ich weiß aber absolut nicht wie mein Mann die Situation empfindet. Bisher hat er sich nicht anmerken lassen, ob/das ihn etwas stört.

Ich musste mir das jetzt einfach mal von der Seele schreiben. Wenn jemand bis hier her gelesen hat, freue ich mich natürlich über eine Rückmeldung und gerne auch über Tipps wie ich weiter machen könnte!

Vielen Dank fürs lesen!

1

Huhu, ich kenne so etwas auch. Das Kind meines Freundes ist leider auch eher von der schwierigen Sorte und wenn Freunde mit ihren Kindern da sind, bin ich anschließend jedes Mal froh, wenn sie weg sind. Das Kinderzimmer sieht furchtbar aus, die Mutter nur am schreien und Gespräche drehen sich auch nur um die Kinder. Das erfordert von mir als (noch) nicht Mutter viel Energie. Meine Meinung ist inzwischen, dass Kinder wirklich extrem spiegeln, was Ihnen in Ihrer Erziehung fehlt. Das können Grenzen, Aufmerksamkeit, Strukturen oder auch Liebe sein. Das wird man von außen nicht ändern können, auch nicht die Reaktion der jeweiligen Eltern. Nur die eigene Art, damit umzugehen.
Ich kann echt total verstehen, dass dir das zu viel wird und wenn es weiterhin nicht gut klappt, diese zwei Welten miteinander zu vereinbaren, dann kann man es nicht erzwingen.
Mich wundert total, dass das an deinem Mann so vorbeigegangen ist. Habt ihr da wirklich noch nie drüber geredet? Besser wäre, wenn er dann mit ihm redet und den Kontakt vielleicht lieber wieder auf den Sport reduziert, sodass ihr alle eure Wochenenden nicht in Stress und Unmut verbringt.
Finde ich übrigens stark, dass du in der einen Angelegenheit so konsequent warst 👍🏻☺️

2

Ich kann dich sehr gut verstehen. Wie hatten eine ähnliche Situation, aber halt nur mit einem Kind (jetzt 2,5 Jahre alt). Es wurde besser, als das Kind in die Kita (davor bei TaMu) kam und ich mehrmals dem Kind deutlich angemerkt habe, dass es so nicht geht.

Fängt der ältere immer mit der Provokation an? Wenn ja, vielleicht hat er keine Lust mit der Familie was zu unternehmen. Hier ist es für alle Beteiligten doch das beste, wenn der Ältere zu Hause bleibt (kann man ja mit 10 Jahren) oder dass er einen Kumpel besucht und der Vater halt nur mit dem Jüngeren kommt.

Ansonsten würde ich dem Vater direkt ansprechen, wenn die Situation wieder eskaliert, das Treffen zu Hause reduzieren und ihm nicht Bescheid geben, wo ihr seid, wenn ihr schon verabredet seid.

3

Hm, schwierig. Euer Freund wird euch jetzt ein Stück weit als Ersatzfamilire sehen, bis er sich wieder neu sortiert hat oder auch noch länger wenn ihr das jetzt zulässt. Ist natürlich ein schwierige Grad. Ihr hattet euch angefreundet und wollt ihn ja sicher auch nicht "hängen lassen".

Haben die beiden denn oft unter der Woche Sport gemacht? Wenn sie mal am Wochenende losziehen wollen, dann können sich ja vielleicht die Großeltern um ihre Enkel kümmern.

Ich kann dich jedenfalls gut verstehen und ich würde das auch nicht einreißen lassen, sprich, wenn ihr nicht verabredet seid, dann braucht er sich auch nicht dranhängen oder gar spontan zu Besuch kommen. Das würde ich von Anfang an unterbinden. Erst mal musst du natürlich deinen Mann darauf einstimmen. Wundert mich, dass ihr diesbezüglich eure Beobachtungen noch nicht ausgetauscht habt. Wir hätten nach den ersten Vorkommnissen auf jeden Fall darüber gesprochen, unsere Standpunkte abgeklärt und nach Lösungen gesucht.

Die Scheidungssituation macht es ja nicht leichter, aber es wäre doch so oder so Thema bei euch geworden (Umgang mit den Kindern etc - wenn sie in meinem Haus mir gegenüber so auftreten würden mit Schimpfwörtern etc, dann wäre bei mir der Ofen aus).

Soll die Situation dass die Mutter das komplette WE arbeitet so bleiben? Dein Mann sollte halt immer betonen dass es ihm um den Sport geht, den er weiter mit seinen Freund praktizieren möchte (und die Zeit mit den Kindern muss er schon selbst geregelt bekommen.)

4

Mich wundert es sehr, dass dein Mann und du noch nie darüber gesprochen habt. Man tauscht sich doch nach einer gemeinsamen Aktivität, oder ggfs währenddessen darüber aus?! Kann es sein, dass dein Mann es nicht schlimm findet, oder sind ihm die treffen so wichtig, dass er lieber nichts sagt? Im Endeffekt muss er sich mit dem Freund unter der Woche eben alleine treffen und ihm das verklickern, für mich wäre das auch nichts. Draußen kann man sich ja mal treffen, aber zuhause würde ich sie mit einem solchen benehmen auch nicht mehr haben wollen. Die Kinder sind aufgrund der Scheidung nun sicher noch mehr belastet, von daher sollten die Eltern sich dringend um Hilfe für diese kümmern

5

Moin
Oh backe, das klingt sehr anstrengend und kann einen wirklich das schöne Wochenende versauen!!
In mein Haus würden die Jungs nicht mehr kommen.
Sprich mit deinem Mann, dass er den Freund gerne allein treffen kann oder höchstens trifft man sich mal irgendwo draußen im Park (dreimal im Jahr)

Und vielleicht kann dein Mann mit seinem Freund über die Situation mal sprechen und ihm die Augen öffnen bei einem Bierchen.

Meine Zeit/ Haus wäre mir zu schade!

Lg Thommy04

6

"Die beiden verstehen sich echt gut, sind Freunde und Trainingspartner."

Das ist doch der Kern des ganzen. Ihr seid keine befreundeten Familien, also trefft euch nicht als solche. Ein einfaches "keine Lust" reicht da doch. Nun ist es an deinem Mann, da eine klare Grenze zu ziehen. Wenn gefragt wird, was ihr macht, bleibt eben unklar (Ach, mal sehen....! Vielleicht Zoo oder Schwimmbad) und wenn er sagt "Wir sind dabei", dann eben "wir gucken mal spontan".

VG

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Ich würde das mit dem Ehemann in einer ruhigen Situation besprechen. Die Männer können gern trainieren aber sonst ist kein Kontakt gewünscht.
Ist doch normal, dass die Männer such verstehen, aber das muss ja nicht gleich für die ganze Familie gelten.

8

Guten Morgen.

Huiuiui. Selten hatte ein Beitrag für mich soviele unerwartete Wendungen.

Erst ist die "Zweckfreundschaft" der Familien das Problem, was sich durch die Scheidung plötzlich erledigt haben könnte.

Dann hängt er sich ständig an euch, es ist noch stressiger, bis du endlich klare Worte findest und sie rauswirfst.

Das Problem könnte nun endlich bearbeitet werden, aber es stauen sich wieder die nächsten Situationen an...

Dann greift der Vater mal -zwar unglücklich- durch (wobei es nun für mich keinen Unterschied macht ob Ohr oder Arm) aber das ist nun auch schlecht.

Also, ich verstehe dich durchaus. Ich hätte auch keine Lust, meine Freizeit mit diesen Jungen zu verbringen. Du solltest endlich mal ein Gespräch mit dem Vater führen und ihr solltet nach Lösungen suchen, die unterschiedlich sein können.

Radikal wäre es, dass die Männer ab sofort schauen müssen, wie sie selbst und allein ihr Trainingsding durchziehen.

Möglich wäre aus meiner Sicht auch, zu schauen, dass ihr Treffen so organisiert, dass er nur einen Jungen jeweils mitbringt und er andere Junge bei Familie oder Freunden untergebracht. So ist der aufpushende Brüdereffekt deutlich eingedämmt.

Ich selbst würde den Jungen auch zur Not mehrfach sehr deutlich sagen, dass ich nicht gerne mit ihnen zusammen bin, dass du so nicht mit dir reden lässt, dass sie sich deutlich besser zu benehmen haben usw. Die Gelegenheit hattest du bereits und hast du noch. Finde klare Worte, dass du aufgrund ihres furchtbaren Verhaltens keinerlei Lust hast, sie bei dir übernachten zu lassen, gemeinsam schon dreimal nicht.

Vielleicht besteht die Chance, wenn ihr es eine Zeitlang entzerrt, dass nur ein Junge dabei ist, die Treffen etwas seltener sind und vor allem, du konsequent eure Regeln kommunizierst, dass die Jungen sich bei euch anders verhalten. Eigentlich können Sie einem leid tun.

Ich würde das alles auch dem Vater verklickern, als einzige Chance auf weitere gemeinsame Freundschaft. Wenn er einverstanden ist, würde ich sie eben auch häufiger mit klaren Worten rauswerfen, wenn sie sich eben nicht benehmen. Eine Chance ist es.

Ansonsten, wenn du auf das alles keine Lust mehr hast, hab einfach den Mut, es zu sagen. Vorwerfen kann man dir das nicht. Auch nicht dein Mann. Ich bin gespannt, was er überhaupt dazu sagt. Schreib das doch gerne Mal.

LG

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Hallo,

ich würde den Eltern/dem Vater und den Kindern in einem Gespräch mitteilen, dass bis auf weiteres der Kontakt reduziert wird und bei euch im Haus gar nicht mehr stattfindet!

Dabei würde ich auch die Jungs direkt ansprechen und ihnen unmissverständlich mitteilen, dass ihr unverschämtes, freches Verhalten daran Schuld ist.

Vielleicht willst Du ihnen eine Tür offenhalten, das würde ich aber an strikte Regeln knüpfen.
Da muss Dir aber klar sein, dass Du Deine Grenzen den beiden aufzeigen und durchsetzen musst. Sie werden erstmal lernen müssen, das Grenzen einzuhalten sind.

Allerdings würde ich auch den Eltern mitteilen, dass Du nicht deren Aufgabe der Erziehung übernimmst und diese Regeln nur für den Kontakt mit Deiner Familie gelten.

So wie Du das beschreibst, sind die Eltern zu faul ihre Kinder zu erziehen und gehen den Weg des geringsten Widerstandes. Das würde ich auch so sagen.

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