Hobby am Wochenende - wie regelt ihr das?

Hallo Urbis,
Ich würde mich über euren input freuen zu folgendem Thema.
Mein Mann ist ein großer Sport - Fan, hat eine Mannschaft für die er sehr fiebert und möchte natürlich das sie erfolgreich sind. (er ist Fan und spielt nicht selbst.)
Zu allen Spielen in der Nähe geht er, dort trifft er seine Kumpels, kommt an die frische Luft und genießt das Spiel. Das gönne ich ihm total. Das blöde ist nur, daß diese Spiele am Wochenende tagsüber sind und er so nicht dabei sein kann, wenn ich was mit den Kindern unternehme. Bisher war das eigentlich nur so alle 2/3 Wochen ein Tag. Aber nun wird es immer mehr und oft jede Woche ein Tag am Wochenende.
Mein Dilemma ist das ich es ihm wirklich gönne, weil ich weiß wie wichtig es ihm ist und er diese Auszeit auch gerne mal nimmt und ich andererseits es hasse, alles drum herum zu planen und immer einen freien Tag mit den Kindern alleine da zu stehen. Nicht weil ich nicht mit den Kindern klar komme, sondern weil ich es für sie schade finde, wenn er dann nicht am Familienleben teilnehmen kann in dem Moment. Ich will nicht ändern das er hingeht, sondern frage mich ob ich meine Einstellung ändern kann, oder wie machen die Frauen das, wo der Mann regelmäßig einem Hobby nachgeht bei dem er am Wochenende, zur Familienzeit nicht da ist. Wie löst ihr das in der Familie, so daß alle zufrieden sind.
Denn mich fängt es langsam an zu stören.
LG

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Mein Mann übt am Wochenende kein Hobby aus, sondern ich. Das beansprucht von einem Tag am Wochenende ca. 4 Stunden. Mein Mann genießt in der Zwischenzeit die Zeit mit dem Kind und unternimmt etwas.

Hat mein Mann am Wochenende etwas vor, läuft es anders herum. Hier stört es niemanden und wir sehen uns nur am Wochenende.

Vielleicht kann es helfen, wenn dein Mann nicht jedes Mal den ganzen Tag verschwindet, sondern nur ein paar Stunden? Oder aber er eben nur alle zwei Wochen geht?

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Ich hab so einen Mann, jeden Sonntag 4 h am Nachmittag ist er weg.

Wenn es mir zu viel ist, gebe ich ihm die Kinder mit. ;-)

Ansonsten geh ich meistens mit den Kindern sonntags in den Zoo oder ins Schwimmbad, das mag mein Mann beides eh nicht so.

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Ja, die Kinder mitgegeben geht noch nicht so richtig, aber wenn sie etwas älter sind, haben wir das auch schon überlegt. :-)
Das ist mein Problem, so schöne Sachen wie Schwimmbad und Zoo mag ich nicht ohne ihn machen, damit er eben die schönen Ausflüge am Wochenende nicht verpasst. Aber vielleicht sollte ich da einfach mal mal umdenken. LG

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Früher hatte ich am Sonntag mein Hobby (Geländereiten) und mein Mann hat zu Hause die Kinder geschuckelt.

Wir sehen das nicht so verbissen mit den "Familienausflügen", es bleibt ja genug andere "Familienzeit" übrig. Ich könnte auch mit den Kindern mitgehen und zuschauen,aber da ziehe ich die Wasserrutsche vor. ;-)

Eine Freundin von mir findet uns höchst eigenartig, sie kann sich ein Leben ohne samstags aufräumen und sonntags eine Radtour mit allen (was anderes will ihr Mann fast nie und danach richtet sie sich immer) gar nicht vorstellen. ;-)

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Warum wird es plötzlich mehr und wie viele Stunden ist er dann weg?

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Das es mehr wird, liegt daran dass sie erfolgreicher sind und es dadurch dann auch noch spannender wird, es also natürlich noch wichtiger ist nichts zu verpassen.
Er ist im Schnitt von 12:30 - 16:30 weg, also einfach "mittendrin" am Tag. Er kann nichts für die Zeiten. Aber wäre es abends oder ab 17 Uhr, würde es mich nicht stören. Dann hätten wir den Tag als Familie verbringen können.
LG

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Mein Mann hat früher jedes Spiel „seiner“ Fußballmannschaft gesehen, hat auch eine Dauerkarte. Die Auswärtsspiele wurden immer bei irgendwem zu Hause geguckt. Bei den Heimspielen war er insgesamt 5,5 Stunden aus dem Haus. Wir haben uns darauf geeinigt, dass er sobald unser Sohn da ist nur noch alle 14 Tage ins Stadion geht und auf die Auswärtsspiele verzichtet. Das funktioniert bis heute (Sohn ist 5) sehr gut. Vielleicht findest Du mit Deinem Mann auch eine Einigung? Jedes Wochenende ein Tag ist schon wirklich viel, das hätte mich auch gestört. Aber so finde ich es eigentlich ganz gut. Wir unternehmen aber auch öfter mal was getrennt am Wochenende. Während einer mit unserem Sohn ins Schwimmbad oder Museum o.ä. geht, hat der andere dann Zeit, mal in Ruhe so richtig gründlich was im Haus oder Garten zu machen.

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Mein Mann hat auch schon von selbst gesagt er reduziert es, aber das will ich ja eigentlich nicht, weil es ihm eben wirklich was bedeutet. Naja, gestern war ich leider besonders genervt, ich schau mal ob mir das umdenken gelingt. Ich empfinde einfach die Zeit die wir zu 4 verbringen als zu wenig, zu zweit und mit den Kindern ist alles gut. Mal schauen. Früher hat meine Tochter die meiste Zeit in der er unterwegs war ihren Mittagsschlaf gemacht (3h) da fand ich es auch nicht als störend.
LG

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Meine Güte... spätestens wenn man Kinder bekommt, muss man erwachsen werden und auch mal auf etwas verzichten können.
Jede Woche ist echt viel und dass du nicht alle Unternehmungen alleine mit den Kindern machen möchtest, ist auch verständlich. Mich würde das nerven.
Du schreibst auch gar nichts davon, ob du auch mal Freiräume hast?
Ich gönne meinem Mann auch vieles, aber er hat schon von selbst eingesehen, dass man mit Kindern manchmal auch einfach kürzer treten muss und andere Interessen in den Vordergrund stellt.
Die gemeinsame Zeit mit den Kindern geht so schnell vorbei, irgendwelche dusseligen Sportspiele kann man sich später immer noch anschauen - wenn ich das mal etwas überspitzt sagen darf.

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Keine Ahnung wie manche Frauen das machen, weil es bei uns der Mann ist der damit leben muss. Ich spiele Handball seit ich laufen kann. Mein Mann hat mich so kennen gelernt und weiß, dass ich damit erst aufhören werde, wenn es wirklich körperlich nciht mehr geht.
Das bedeutet auch, dass ich in der Saison fast jedes Wochenende an einem Tag ein Spiel habe. Ich bin in einer Mannschaftssportfamilie aufgewachsen. Da war es normal, dass zu Geburtstagen, Festen und ähnlichem immer jemand aus der Familie nachkam, früher los musste oder gar nicht konnte, weil er ein Spiel hatte.
Faktisch geht es dabei um ein paar Stunden am Tag die man ausrechnen kann.
Dadurch dass dein Mann nur Fan ist und nicht selbst spielt fällt ja auch das Training unter der Woche weg. Kritisch würde ich es sehen, wenn er vorher und hinterher jeweils mit den Kumpels noch einen trinken geht oder ähnlcihes. Zum Spiel hin, gucken und wieder nach Hause finde ich ok. Es ist ja auch nicht so, dass man jeden Tag des Wochenendes verplant hat.
Da er nicht selbst spielt sollte er allerdings für Termine, die länger im Voraus feststehen zur Verfügung stehen. Also wenn Oma 80 wird, dann muss er nicht zum Spiel.
Eventuell fängt eines euer Kinder ja auch eine Mannschaftssportart an. Dann müsst ihr eure Wochenenden eh noch mal neu organisieren und dann sollte sich dein Mann da auch genauso einbringen.

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Klar, da hast du recht. Wir tragen auch vorher alles ein, so daß ich keine Termine an denen er teilnehmen soll (Feiern etc) auf den Tag lege. Gestern hat es mich aber geärgert, wir hatten vergessen die Termine ab Oktober einzutragen und schon ist er an einem Samstag weg, an dem wir jetzt schon verabredet sind. Wahrscheinlich hat es mich deswegen so geärgert. In meiner Familie sind auch oft die Leute nachgekommen etc zu Feiern, aber nicht wegen dem Hobby sondern der Arbeit. Da habe ich vollstes Verständnis, beim Hobby nur begrenztes Verständnis. Wahrscheinlich sollte ich umdenken, denn das muss ich wirklich sagen, seit die Kinder da sind ist er (fast) immer pünktlich zum Abendessen zu Hause und kümmert sich toll. Deswegen gönne ich ihm ja eigentlich auch seine Zeit am Wochenende.
LG

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