Wer finanziert die gemeinsamen Kinder?

Wie habt ihr das gelöst?
Ich sehe es so, dass beide die finanzielle Verantwortung gleichermaßen zu tragen haben.
Also, Elterzeit wenn das Elterngeld ausläuft, finde ich inakzeptabel.
Das Kind kostet nun mal und warum soll ich das allein stemmen?
Genauso sollten sich beide im Haushalt und bei der Betreuung des Kindes engagieren, einen Vater oder Mutter, die nach Hause kommen, wenn die Kinder im Bett sind oder nur mal Sonntags da sind, finde ich ebenfalls unvereinbar mit Familie.
Die Schieflage in der Partnerschaft und das mangelnde gegenseitige Verständnis wird sonst zum Problem, so sehe ich es in meinem Umfeld.
Die Partnerschaften sind allesamt gescheitert.
Wie habt ihr es geregelt?

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Und ich finde es inakzeptabel Kinder U3 ganztägig in die FremdBetreuung zu schicken bzw später das Kind in den Hort bzw bewusst in die Ganztagsschule WENN es theoretisch anders möglich wäre indem zb ein Elternteil (viel) weniger arbeitet als das andere. Manche Jobs gehen ja zb nur ganztags und Teilzeit für beide Elternteile geht ja nicht immer.

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Ich hole meine Kinder immer direkt nach der Arbeit von Hort bzw. Kindergarten ab.
Aber wieso ist es inakzeptabel wenn jemand noch die Zeit während die Kinder in Betreuung sind für etwas anderes nutzt?
Wieso muss man so jemanden verurteilen?

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Inakzeptabel? Was für eine Anmaßung!

Erst heute habe ich nach der Arbeit in Ruhe einen Kaffee in der Sonne getrunken und erst dann die Minis abgeholt. Und Weisste was? Es war herrlich.

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Leben und leben lassen. Wo ist das Problem?

Ich war 10 Jahre zu Hause. Für alle drei Kinder die Elternzeit genommen, plus ein Jahr freigestellt. Nun bin ich selbständig, und das erfolgreich. Kein Kind geht in die Mittagsbetreuung.

Meine Mutter war (bis auf 450 Euro Job seit ich 15 bin) bei uns zu Hause.

Da kenne ich noch viele andere. Und unsere Ehen laufen prima.

Warum wir das so gemacht haben? Warum nicht? Wir wollten es beide so, es ist h Seite Vorstellung von Familienleben.

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Leben und leben lassen. Wie schon gesagt.

Ich war circa ein halbes Jahr in Elternzeit und bin dann sehr zügig wieder in meine Position zurück gekehrt, da die Vergütung außerordentlich gut ist.
Besser als die von meinem Mann.

Zusätzlich hatte ich von Beginn an das Kind zu wuppen, morgens mitnehmen zur Krippe, abends zurück. Bei KinderKrankheit Nächte durchwacht, morgens wieder ins Büro.
Ansonsten auch Planung und Aufsicht beim Hausbau und den normalen Haushalt.
Mit Putzfrau immerhin.

Keine Ahnung woher ich die Energie hatte, alles zu bewältigen. Aber wenn man in der Situation steckt, dann muss man gezwungenermaßen einfach vorwärts kämpfen und nicht viel hinterfragen.

Jetzt ist das Haus bezogen, Kind im Kindergarten, und ich eine Position weiter.

Mein Mann dagegen dümpelt beruflich auf der Stelle (auf hohem Niveau), macht zuhause kaum was, lebt oft in den Tag hinein.

Klingt unausgewogen, ist aber ok so.

Wenn wir beide gleichermaßen so energisch wären wie ich, hätten wir uns längst die Köpfe eingeschlagen. Es muss also Unterschiede geben.

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Hi,
also wir haben das so geregelt: Finanzen machen wir gemeinsam. D.h. Wohnung, Urlaub, Kind etc. Trotzdem hat jeder noch sein eigenes Konto. Mein Mann arbeitet deutlich mehr als ich, verdient entsprechend mehr und trägt deshalb auch den größeren Anteil.
Mein Mann arbeitet als Servicetechniker und ist die ganze Woche (Mo-Fr) weg, Teilzeit ist da eher schwierig. Es hat einige Schwierigkeiten gegeben als unser Sohn geboren wurde, weil mein Mann so gut Weingarten nichts zu Hause gemacht hat am WE. Er ist seinen Hobbys nachgegangen oder „musste sich erholen“. Nachdem ich ein paar mal krankheitsbedingt ausgefallen bin und mich auch mal 1-2 Tage weder um Kind noch Haushalt kümmern konnte, sondern er ran musste, hat er eingesehen, dass es so nicht geht und er sich mehr zu Hause einbringen muss. Sicherlich hat auch unser Sohn einen Anteil daran, der immer öfter nach seinem Papa fragt und mit seinem Papa was unternehmen möchte. Es hat gedauert und es war ein -manchmal steiniger- langer Weg aber es ist gut geworden. Natürlich hängt der Löwenanteil nach wie vor an mir, aber wir haben mittlerweile auch eine Putzfrau und auch das Bügeln outgesorucet, so dass ich da auch deutlich entlastet werde.
LG

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Alles was reinkommt an geld, wird durch 2 geteilt
Jeder hat dann 50%
Genauso wie Haushalt etc.
Einkommen und Aufgaben je zur Hälfte/gleich viel.

Vorausgesetzt, einer eint nur so lange zu Hause bis Kita/tamu möglich ist.
Auf gemütliche 10 Jahre Hausmann, hätte ich auch keine Lust.
Aber ein, zwei Jahre, muss er einfach zu Hause sein.
Das erwarten wir beide für das Kind.
Da ich da kein Interesse dran habe, mein Mann aber schon, ist das für uns gut.
Dass er dann "nur" Elterngeld bekommt, ist ja logisch

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Hi,
ich arbeite Teilzeit, die über die Jahre gesteigert wurde, und mein Mann Vollzeit. Da ich zwar im gleichen Beruf, aber in einem anderen Konzept arbeite, muss sich Mann zwangsläufig in die Betreuung einbringen. Auch im Haushalt.
Du kannst es noch so inakzeptabel finden, dass manches Elternteil auch nach der Elternzeit nicht arbeiten geht, letztendlich geht es dich doch gar nichts an wie andere Familien leben.
Und manche Berufe bringen es nunmal mit sich, dass die Arbeitszeiten beschissen für die Familie sind, kannst du noch so blöd finden, ändern kannst du’s nicht.

vlg tina

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>>>Also, Elterzeit wenn das Elterngeld ausläuft, finde ich inakzeptabel.<<<

Ist ja in Ordnung, wenn ihr euch als Paar darauf geeinigt habt.

Andere regeln das anders, von daher ist es egal, was du inakzeptabel findest oder nicht :-).

Habe ich das richtig verstanden? Alle Paare in deinem Umfeld, bei denen es anders läuft als nach deiner Idealvorstellung, haben sich getrennt?

Schön, wenn es bei euch so ideal machbar ist und alles so läuft, wie du es akzeptabel findest.

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Wir betrachten eine Familie nicht als etwas was "finanziert" werden muss sondern als etwas das funktionieren muss. Bei Arbeit wird nicht zwischen entgeltlicher und unentgeltlicher unterschieden. Respekt und Verständnis sind angeborene und anerworbene soziale Fähigkeiten und haben nichts damit zu tun ob "jeder alles macht und alles gerecht aufgeteilt ist" sondern eher im Gegenteil. Wahres Verständnis hat man wenn man etwas versteht in dem man nicht selber "steckt". Mit echtem, ernstgemeintem Verständnis respektiert und wertschätzt man alles was der andere tut, egal ob er nun die neueste KI programmiert oder mit dem Kind Plätzchen backt oder den 100st Wutanfall wegen der Quengelware an der Kasse meistert. Wenn man so auf "jeder trägt zu allen Bereichen den gleichen Teil bei" heißt ja dass es bei Euch für gewisse Dinge mehr Wertschätzung gibt als für andere, sonst wäre es doch egal. In meinem Bekanntenkreis ist es übrigens eher umgekehrt, da stechen die mit Gewalt "gleichgeschalteten Ehen" eher als die das nicht anders sehen.

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... die das anders sehen natürlich

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Mein Mann arbeitet in Vollzeit und Schichten. Nebenbei macht er auch noch einiges. So ist er kaum zu Hause und ich mache den Haushalt und beide Kinder allein. Ich arbeite in Teilzeit, seit knapp 4 Jahren zu 99% im Home Office. Ich habe jetzt noch 2 Jahre Elternzeit, da arbeite ich weniger als meine normalen 30 Stunden.

Für uns ist das so okay, weil wenn er dann zu Hause ist, sich ausschließlich mit den Kindern beschäftigt. Wenn ich einen Ausflug plane, wo ich denke er muss bei sein, dann ist er bei. Wenn ich krank bin oder einfach erschöpft bin, steht er morgens auf und kümmert sich um die Kinder.

Ich will es auch gar nicht anders haben, denn ich habe keine Lust jeden Cent 5 mal umzudrehen. Die Kosten trägt eigentlich mein Mann, ich zahle nur die Lebensmittel und meinen Sprit. Am Ende ist es aber eh egal weil wir ein gemeinsames Konto haben.

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Wie 1 Jahr darf Frau zu Hause bleiben.
Von ihrem Elterngeld 50 % der Haushaltsausgaben decken.
Nach 1 Jahr arbeiten beide Vollzeit und das Kind kommt in die Betreuung, jedoch nicht ganz Tags.
Ist das deine Vorstellung von Ideal?

Wird nicht funktionieren?
2 x Vollzeit und keine Ganztagsbetreuung schließt sich aus.
Hausarbeit ist mit Kind mehr. Kleinkinder spielen nicht alleine und brauchen Aufmerksamkeit

Finanziell mag das eine gute Lösung sein, für die Partnerschaft sehr schwierig. Zwei die übermüdet arbeiten. Nach der Kindzeit kommt die Hausarbeit.
Jetzt Paarzeit, später Wäsche
Jetzt Hobby, später Putzen

Es hat seinen Grund, warum bei Babies und Kleinkindern i.d.r ein Elternteil Max. Teilzeit arbeitet

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Ich will dir/euch nicht reinreden - jeder wie er will und kann. Aber es ist definitiv nicht die Regel, dass bei Kleinkindern ein Elternteil max. Teilzeit arbeitet. Das stimmt einfach nicht, es kommt auf die Region an. Das wäre genauso, also würde ich behaupten, dass (weil ich es so kenne) in der Regel nach einem Jahr beide Elternteile wieder Vollzeit arbeiten - stimmt ja auch nicht.

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Nachdem im Bundesdurchschnitt nur 1/3 aller Kleinkinder fremdbetreut werden, und selbst da bestimmt nicht alle Eltern Vollzeit arbeiten, und bestimmt nicht so viele Omas ihre Enkel ganztags betreuen dass es erwägenswerte Massen davon gibt, ist es schon so dass die MEHRHEIT der deutschen U3 Mütter höchstens halbtags arbeitet. Das mag regional anders gewichtet sein, aber auf Gesamtdeutschland ist das noch die Regel.

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