Mutter alkoholikerin

hallo
Ich will euch mal von meinem Problem erzählen und hoffe, dass vielleicht irgendjemand gute Ratschläge hat, oder vielleicht in der selben Situation war und es gut ausgegangen ist.

Meine Mutter ist Alkoholikerin. Seit vielen Jahren. Begonnen hat das wohl schon vor über ca 20 Jahren als mein Vater sich von ihr getrennt hat. Mein Vater sagt sogar, dass sie am Ende ihrer Ehe schon angefangen hat. Ich war damals 11 und meine Schwester 5. normalerweise hat sich der Konsum auf die Abendstunden beschränkt, dafür aber heftig. Ich kann mich an Situationen erinnern, die echt nicht schön waren. Des Öfteren ist sie irgendwo in der Wohnung gelegen und war einfach strunzbesoffen. Unter anderem hatte sie 2 mal versucht sich mit Tabletten umzubringen.
Als ich dann ein Teenager war, habe ich besonders wenn sie getrunken hat, jeglichen Respekt ihr gegenüber verloren und gemacht was ich will. Ich hatte einfach auch einen Ekel vor ihr. Meine Schwester und ich sind dann größtenteils bei meinem Vater groß geworden.
Meine Mutter hat dann nochmal geheiratet und meine Halbschwester bekommen. Heute ist die kleine 12 Jahre alt.
Die Ehe ging auch in die Brüche. Der Vater meiner Halbschwester ist leider ein totaler versager und kümmert sich null um sein Kind. Seit ca 5 Jahren besteht null Kontakt. Er zahlt zwar Unterhalt, aber das ist auch schon alles. Kein Anruf zum Geburtstag oder Weihnachten.
Die Sauferei hat sich in den Jahren natürlich nicht gebessert sonder verschlimmert.
Jetzt war meine Halbschwester in den Ferien bei mir zu Besuch und wir haben über das Thema viel geredet. Es gibt leider sehr unschöne Situationen und was kann eine 12 jährige schon dagegen tun?
Ich habe selber das Thema in regelmäßigen Abständen immer wieder angesprochen und immer wieder versucht ihr klar zu machen, dass sie sich Hilfe holen soll. Außer leere Versprechungen kam noch nichts bei raus. Leider ist es wohl schon so, dass sie entweder direkt nach der Arbeit trinkt oder wenn sie frei hat schon morgens. Sie arbeitet nur Teilzeit.
Das ganze Geld (sie verdient nicht so schlecht) wird in Alkohol und Zigaretten investiert. Seit Jahren will sie mal in Urlaub gehen oder sonst für was sparen, daraus wird aber nie was. Es geht schon soweit, dass sie das Sparbuch der kleinen leer geräumt hat (meines damals auch) und sogar ihr Zimmer nach Geld Absucht. Die kleine hat null Privatsphäre.
Sie versucht ihr Problem krampfhaft zu verbergen, obwohl eigentlich in der Familie alle Bescheid wissen.
Ich würde sie so gern einweisen lassen, aber habe Angst, dass sie sich womöglich was antut. Ich weiß, dass sie sich schämt und nicht darüber mit fremden reden will, aber so geht es definitiv nicht weiter. Das traurige ist, dass wenn sie nüchtern ist, alles richtig machen will und auch eine gute Mutter ist, jedoch wenn sie trinkt ein absoluter minusmensch ist.
Sie lebt quasi ein Doppelleben. Auf der einen Seite ein alki und auf der anderen Seite eine Mama und inzwischen auch Oma, die ihre Kinder liebt und beim Enkelkind regelrecht vor Begeisterung sich überschlägt.
Meine mittlere Schwester hat den Kontakt weitestgehend abgebrochen und lebt damit ganz gut. Sie bekommt bei solchen Geschichten einen regelrechten Hass auf unsere Mutter und würde ihr am liebsten die Bude einrennen. Mir tut einfach die kleine unendlich leid. Sie komplett zu uns holen ist jetzt eigentlich nicht unser Wunsch. Hört sich jetzt gemeiner an, als es ist. Problem ist eben, dass sie auf keinen Fall zu ihrem Vater möchte und wir alle Angst haben, wenn wir gerichtlich etwas machen, er mit geteiltem Sorgerecht, Mitsprache hat.
Die kleine kann jederzeit zu uns kommen oder uns auch anrufen und wir sind immer da. Aber ich habe jetzt ein kleines Baby und meine eigene Familie. Und ich habe auch die Angst, wenn sie die kleine nicht mehr hat, sie sich komplett aufgibt.
Sie weiß, dass sie Hilfe braucht, ist aber bisher noch nirgends gewesen. Ich habe ihr alle Hilfe angeboten, die sie braucht. Was kann ich tun, um sie wachzurütteln? Sie verharmlost ihr Verhalten komplett. Macht es Sinn nochmal mit ihr im Beisein der kleinen zu sprechen? Ich dachte daran, dass die kleine einfach ihr ein paar Situationen schildert und ihr auch mal sagt, wie sie sich dabei fühlt. Sie tut immer so, als ob sie noch zu jung wäre um das zu realisieren.
Welche Anlaufstellen gibt es für Angehörige?
Sie arbeitet ironischerweise in einer Psychiatrie als alltagsbetreuerin. Auch dort sind auf einer anderen Station alkoholkranke.
Ich denke aus Scham vor ihren Kollegen würde sie dort niemals freiwillig hin.
Also eine sehr verzwickte Situation. Ich will weder meine Schwester noch meine Mutter im Stich lassen, auch wenn es oft heißt, man muss sie fallen lassen. Ich würde sie so gern dazu überreden weil rechtlich gesehen, kann ich sie soweit ich weiß nicht zwingen.
Hat jemand schon so eine Situation gehabt und weiß Rat?

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Guten Morgen.

Mein Vater hatte damals meiner Mutter die Pistole auf die Brust gesetzt. Entweder sie macht nen Entzug und eine Therapie oder er geht mit uns Kindern.

Meine Mutter hat seit dem keinen Tropfen Alkohol mehr getrunken und ne Therapie gemacht. Sie geht heute, 30 Jahre danach, immer noch monatlich zur selbsthilfegruppe. Sie ist weiterhin mit meinem Vater glücklich verheiratet.

Meiner Meinung nach solltest du deiner Mutter den letzten Halt nehmen. Dann hat sie die Möglichkeit zu erwachen.
Ob das klappt, wird niemand sagen können.

Deine Mutter ist erwachsen. Sie entscheidet selbst, ob krank oder nicht. Sie kann sich jederzeit umentscheiden und Hilfe annehmen.
Wenn aber immer alle das Spiel hin und her mitmachen, ändert sich nichts.

Sprich mit ner Beratungsstelle, dem sozial psychiatrischen Dienst und dem Jugendamt.
Hilfe deiner Schwester! Tu das, was man für dich hätte tun sollen.

Alles Gute!

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Bei deinem letzten Satz schießen mir tatsächlich die Tränen in die Augen. Du hast recht.
Meine Idee war jetzt eben mich beraten lassen, wenn ein letztes Gespräch mit ihr wieder keine Wirkung zeigt.
Ich hab es schon im Guten und im Bösen versucht. Ich habe nur einfach Angst sie zu verlieren und auch Angst davor, was dann aus meiner Schwester wird. Wenn meine Mutter nicht mehr da sein sollte, aus welchen Gründen auch immer, fühle ich mich natürlich dafür verantwortlich sie aufzunehmen. Aber es ist auch ein gezwungenes Gefühl. Ich möchte das eigentlich nicht, aber kann es auch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass sie womöglich in eine Pflegefamilie kommt.
Kannst du mir vielleicht sagen, wie ein Entzug abläuft? Wie lang ist man da weg? Wann könnte sie wieder arbeiten? Den Job zu verlieren wäre für sie fatal. Was kann man sagen, wenn man einen Entzug macht, ohne dass es die halbe Welt weiß? Ihr ist es glaube ich, sehr wichtig ihr Gesicht zu wahren und zu funktionieren. Mich wundert es eh manchmal, dass sie es überhaupt schafft nüchtern arbeiten zu gehen...
Sehr lobenswert von deiner Mutter, dass sie es durchgezogen hat und sich für ihre Familie entschieden hat. Ich wünsche mir, dass es bei uns auch so wird...

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Glaub mir, bei dir stehen mir auch die Tränen in den Augen.

Ein Entzug dauert normal zwei Wochen. Wenn man Glück hat, schließt eine Therapie an. Die Dauer ist unterschiedlich.

Mach dir darum keine Gedanken. Das hilfesystem ist da sehr gut. Wenn deine Mutter ihre Sucht bekämpfen will, wird sie Unterstützung bekommen!

Nimm deine Energie und hilf dem 12 jährigen Kind. Deine Mutter ist groß, die macht eh was sie will. Einen letzten Versuch und dann noch einen? Hart, aber das bringt nix.

Mach das, was dein Herz dir sagt. Ob pflegefamilie oder ihr, das entscheiden andere.
Lass dich beraten, wie du überhaupt helfen kannst.

Stell dir vor, deine Mutter hätte Krebs und müsste behandelt werden, würdest du auch an ihren Job denken? Deine Mutter ist krank und braucht Hilfe. So lange sie diese aber nicht einfordern kann, bringt alles Denken von dir nix.

Alles Gute!

1

Richtig, du kannst sie nicht gegen ihren Willen einweisen lassen.
Und ein Entzug macht nur Sinn, wenn sie auch einen machen will und ihr Problem
Einsieht.

Ihr solltet euch auf jedem Fall bei den AA oder ähnliches beraten lassen.
Deine Schwester sollte dort vermutlich erstmal raus. Redet doch mal mit dem
Jugendamt, was es für Möglichkeiten gibt.

Vielleicht würde es helfen, wenn deine Schwester vorübergehend zu euch zieht, damit deine Mutter einsieht, dass es so nicht weiter geht und einen Entzug Macht ? Nach dem Entzug kann deine Schwester ja wieder zurück.

Aber ihr solltet auf jeden Fall was unternehmen und deiner Schwester helfen.

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Du kannst deiner Mutter nicht helfen, wenn sie sich nicht helfen lässt bzw. selbst zur Einsicht kommt. Aber du kannst deiner Schwester helfen.
So leid es mir tut, aber die Schwester ist nicht dazu da den Alkoholkonsum deiner Mutter zurück zu halten. Weil du schreibst, dass sie ohne das Kind eventuell noch mehr der Sucht verfallen würde.
Wäre es meine Schwester würde ich versuchen sie dort rauszuholen,egal was der Kindsvater, der sich nicht kümmert dazu sagt.
Es mag ja sein, dass sie nüchtern eine aufopferungsvolle Mutter ist, aber sie trinkt jeden Tag.
Tut mir leid, aber das ist kein zu Hause für eine 12jährige.
Deine Mutter muss damit rechnen, dass ihr das Kind weggenommen wird.
Mutter hin oder her. Du weißt selbst am Besten wie es mit einer alkoholkranken Mutter ist. Die Sucht steht über ihrer Tochter.
Das Kind ist vermutlich teilweise auf sich selbst gestellt.
Meine Meinung dazu ist, dass das Kind dort zwingend raus muss.
Ob deine Mutter dann zur Einsicht kommt oder komplett abstürzt steht auf einem anderen Blatt.

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Meine Schwester für einen gewissen Zeitraum, z.b. während des Entzugs, aufzunehmen ist natürlich gar kein Problem und würde ich auch sofort machen. Aber eben nicht als Dauerlösung. Ich verstehe deine Sichtweise total. Neutral betrachtet ist es auch meine Sicht. Ich habe aber auch einfach Angst meine Mutter zu verlieren. Ich rufe morgen mal bei der Caritas an und lasse mich beraten.
Sie sieht schon ein, dass sie ein Problem hat, das sie selber nicht im Stande ist zu lösen. Allerdings ist sie wohl innerlich nicht bereit sich Hilfe zu holen.
Mein Plan ist jetzt, dass ich die Beratung abwarte und hoffe, dass dir mir sagen können, wie ich vorgehen kann, ohne ein Fiasko auszulösen.
Mit der kleinen ist das auch nicht so einfach sie mal schnell für mehrere Wochen oder gar Monate zu mir zu holen. Ich muss erstmal wissen, wie es ist mit Schule usw. und eben sollte der Vater nicht unbedingt ins Boot geholt werden. Das ist keine Option.
Es ist leicht daher gesagt, sie einfach mal zu uns zu holen und meine Mutter sich selbst zu überlassen, die Realität sieht aber leider anders aus

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Ich meinte mit raus holen nicht zwingend zu euch zu holen.

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Ich sehe es wie Lindala,

ein Entzug bringt nur etwas wenn deine Mutter es möchte. Da sie es nicht einsieht ist wirklich das fallen lasen eine Möglichkeit sie wach zurütteln. Es ist ein ganz harter Schritt, aber oft der einzige der etwas bewirkt. Wichtig ist aber das Kleine nicht in diesem Umfeld aufwächst. Du weißt ja wie du es damals empfunden hast. Es kann auch sein das die Kleine sich für ihre Mutter verantwortlich fühlt und somit Aufgaben in ihrer Kindheit übernimmt für die sie nicht verantwortlich ist.

Aus welchem Grund möchtet ihr sie nicht dauerhaft zu euch nehmen ? Weil es eure familiäre Situation nicht zu lässt, oder weil du deine Mutter damit nicht kränken möchtest?

Versucht euch Hilfe zu hohlen. Schaut ob es Beratungsstellen bei euch in der Nähe gibt und setzt euch mit dem Jugendamt in Verbindung wenn sich bei ihr nicht ändert.

Freundliche Grüße und viel Kraft

blaue-Rose

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Meine Mutter komplett fallen lassen fällt mir sehr schwer. Ich habe einfach die Angst, dass sie sich dann etwas antut. Wenn ich den Kontakt verwehre. Vor 10 Wochen habe ich mein Baby bekommen und ich habe das Gefühl, dass sie da nochmal einen richtigen Aufschwung bekommen hat und sich so übermäßig darüber freut. Wenn ich ihr das jetzt weg nehme, das würde sie kaputt machen. Und ich will das nicht als Druckmittel nehmen, weil es mir damit selber richtig weh tut.
Ja, dass meine kleine Schwester sich oft verantwortlich fühlt und die Rollen vertauscht sind, entspricht der Realität. Sie will im Prinzip auch nicht weg von ihr, weil sie schon keinen Papa hat. Sie möchte einfach eine gesunde Mutter, so wie wir 2 anderen auch. Ich habe das Thema bei ihr schon oft angesprochen, und sie zeigt auch Einsicht, aber der entscheidende Schritt hat noch nicht stattgefunden.
Meine kleine Schwester dauerhaft zu mir zu nehmen ist aus Platz-und familiären Gründen einfach nicht drin. So hart es sich anhört, aber ich habe jetzt selbst eine kleine Familie und möchte auch gern noch ein zweites Kind und auch wieder arbeiten. Mein Partner spielt da auch nicht mit. Vorübergehend kein Problem aber eben nicht bis sie 18 ist. So leid mir das auch tut, aber ich bin nicht der sündenbock meiner Mutter. Und hat sie damals einfach vor die Tür meines Vaters gesetzt. Diese Möglichkeit existiert jetzt nicht mehr....
Das Jugendamt wird meine 2. Anlaufstelle sein.
Mir wäre es am liebsten, sie würde einen Entzug machen und ihren Pflichten wieder normal nachgehen können.

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Ich weiß das das fallen lassen auch für Angehörige ein harter Schritt ist und auch oft Angehörige zusätzlich herunterzieht. Es ist aber leider oft der letzte Schritt und es ist auch ein Schritt mit gewissen Gefahren.

Ich finde es völlig okay wenn du sagst das du deine kleine Schwester nicht dauerhaft aufnehmen kannst. Es hilft niemand wenn am Ende dadurch deine Familie zerbricht.

Es muss aber etwas getan werden das deine Schwester nicht mehr unter diesen Umständen aufwachsen muss. Es wird aber nicht einfach eine Lösung zu finden wenn deine Mutter nicht einsichtig ist.

FG

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Es gibt Selbsthilfe Gruppen für Angehörige von Alkoholikern. Zb. Al-Anon oder auch der Anleger für Jugendliche Alateen.

Es gibt auch Gruppen speziell für Erwachsene Kinder von Alkoholikern.

Für deine halbschwester wäre es besonders wichtig, dass die einen Ort auch im Alltag hat, Wo sie lernt damit umzugehen und für so h selbst zu sorgen.

Vielleicht kannst du ihr helfen, dass deine halbschwester Hilfe bekommt. Deiner Mutter wirst du kaum helfen können. Die ist ja erwachsen und wenn sie keine Hilfe will und sie keine Krankheitseinsicht hat kann da keiner von außen helfen.

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Hol dir dringend Hilfe bei einer Suchtberatungsstelle!

Für Angehörige!

deiner Mutter kannst du nicht helfen, nichts für sie tun.

Für deine Halbschwester schon, wenn du dich als Erwachsene informierst, was möglich ist. Suchtberatungsstelle, mit deren Hilfe auch Jugendamt/andere Stelle.

Was deine Mutter dann daraus macht, ist ihr Ding. Sie ist als erwachsene für sich selbst verantwortlich!
Deine Halbschwester ist minderjährig. Da mitanzusehen, wie sie den Bach runter geht und unter der Situation leidet, könnte ich nicht.

Hals über Kopf rausziehen und nicht wissen, wie es weitergeht, auch ungeschickt.
So lange keine sofort akute Gefahr besteht, würde ich helfen, aber gezielt. Also die richtigen Stellen ansteuern und eine direkt gute Lösung suchen. Damit ihr langfristig GUT geholfen werden kann.

Hals über Kopf natürlich, wenn sofort akut Gefahr für Leib und Leben besteht. Dann aufnehmen und die Noftfall-Akutstellen wenden.

Damit es soweit aber nicht kommt, würde ich anfangen bei Suchtberatung für Angehörige, wer ist zuständig, wer kann sie aufnehmen, was ist zu tun wenn... was kannst du verlässlich leisten, welche anderen Personen können .... was würde passieren wenn....
Was ist zu sagen, wenn man sich ans Jugendamt wendet.....
welche Begleittherapien/Unterstützungen kann deine Halbschwester bekommen


Deine Mutter hat sich schon früher was angetan. Das ist NICHT deine Schuld.
Auch wenn sie es wieder tun würde! Deine Konsequenzen wären die Reaktion auf ihre Handlung. Nicht umgekehrt!!!

Deine Schwester hat noch Chancen, wenn sie Hilfe bekommt.
Dazu braucht sie aber Erwachsene. Eure Mutter ist dazu nicht in der Lage.

Lass dich beraten, was du tun kannst, was du nicht tun kannst, was du tun solltest (Reihenfolge Schritte) und was du noch nicht tun solltest.
Dazu ist es auch für dich sinnvoll fachliche Begleitung zu finden und anzunehmen.


Es gibt Beratungsstellen in verschiedenen Städten!
Wenn nicht gerade die Klinik deiner Mutter, dann woanders. Das naheliegstende muss es nicht immer sein.

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Kannst du sie nicht mal in so einer schlimmen Situation filmen und ihr später das Video vorspielen?
Vielleicht rüttelt das wach.

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Ich selber kann sie nicht Filmen hab es aber jetzt mal weitergegeben. Die Idee hatte ich nämlich auch schon. Sie weiß selber nicht, wie sie besoffen isz

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Hallo,

meine Mutter ist Alkoholikerin und mein Vater war alkoholkrank uns ist an den Folgen gestorben.

Ich habe mich ebenfalls ab einem gewissen Punkt beraten lassen (Caritas) und war beim Blauen Ring in einer Angehörigengruppe.

Ich weiß, wie schwer das alles ist. Ich weiß, dass man helfen möchte. Mehr als das, was sich Deine Mutter da antut, kann sie sich schon gar nicht mehr antun, denn es ist ein Tod auf Raten.
Was ich damit sagen will: sie muss leider ganz unten sein, um sich helfen lassen zu wollen. Und das ist sie noch nicht. Du bist da. Deine Schwester ist da. Sie hat Arbeit.

Hilf in aller erster Linie Deiner Schwester. Ihr muss als erstes geholfen werden!

Wenn Deine Mutter täglich trinkt, merken es auch die Arbeitskollegen. War bei meiner Mutter auch der Fall. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es bei ihrer Arbeit ein "Geheimnis" ist.

Mein Vater hat vor seinem Tod einen Entzug gemacht. 2 Wochen lang. Leider danach keine Therapie. Das muss aber sein. Die Rückfallquote ist enorm. Nach einem Entzug heißt es noch lange nicht, dass Deine Mutter trocken ist.

Kannst mir gern schreiben, wenn Du möchtest.

Alles Gute!

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Deine Mutter tut sich schon JEDEN Tag etwas an! Sie trinkt und das wird über kurz oder lang einen Rattenschwanz an Erkrankungen mit sich bringen. Deine Schwester sieht sich das jeden Tag mit an und ihr Leben wäre mir jetzt wichtiger. Du hattest deinen Vater und deine Schwester zum Verarbeiten. Wen hat sie außer dir?
Du kannst deine Mutter nicht wachrütteln, sie ist krank und muss behandelt werden. Aber versuch deiner Schwester zu helfen.
Caritas, Jugendamt, evtl Hausarzt deiner Mutter?

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