Das Kind und das Geld

Guten Morgen,
Mein Sohn (7) hat zu einem besonderen Anlass insgesamt über 200 Euro geschenkt bekommen (schon für mich eine Menge Geld). Nun möchte er sich damit ein riesen Lego-Set kaufen. Ich würde ihm das nicht kaufen, weil mir das auch als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk zu teuer ist.

Wie ist eure Meinung?
Kind sich das Set kaufen lassen und das ganze Geld ist weg?
Oder Kind sagen, es darf nur einen Teil des Geldes ausgeben, der Rest wird gespart?

Danke für eure Meinungen.
LG

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Hallo

Mein Sohn dürfte sich das Legoset kaufen.

Er hat ja das Geld bekommen damit er sich selbst was aussucht.

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Meine Tochter ist erst 5, bisher ist all ihr Bares auf dem Sparkonto gelandet. Ich hätte das am liebsten auch in Zukunft so, und habe ihr erklärt, dass sie genug Geschenke hat und das Geld erst Mal zur Seite legen soll (bei uns kommen an jedem Geburtstag 200-300 zusammen, plus Geschenke). Ich würde mich aber auf Ausnahmen einlassen, wenn der Wunsch schon vor dem Geld bestand und das Kind nicht nur auf wilde Shoppingtour gehen will.
Schlussendlich muss aber jede Familie eine individuelle Lösung finden. Ich kenne Familien, da haben die Kinder gar kein Konto und das Geld wird gleich ausgegeben, manchmal recht sinnfrei. Ist aber deren Sache, das geht mich nichts an.

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Dann hat deine 5 jährige um die 1500Euro auf dem Konto?

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Was ist so schlimm dran? Viele Eltern legen fürs Kind auch 200-300€ monatlich weg.

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Ich glaube, ich würde es aufteilen... einen Teil darf er ausgeben, ein Teil wird gespart.

Anders sieht es aus, wenn das Kind für etwas spart und sich dafür Geld wünscht... ist bei uns (die Kinder sind 10 und 12) gerade Thema, ein neues Handy oder so... dann darf /Soll das Geld natürlich dafür ausgegeben werden. Aber das Geld fast schon zwangsweise auf den Kopf hauen, nur weil es gerade da ist? Find ich persönlich nicht so toll...

Bei der Kinderkommunion haben unsere beiden aber zB 100 Euro zum ausgeben bekommen, der Rest wurde angelegt.

Aber entscheiden muss das natürlich an Ende jeder selbst.

LG
Frauke

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Ich würde ihm ins Gewissen reden, dass es mehr Sinn macht nur einen Teil davon sofort auszugeben und er sich später noch ein tolles Geschenk kaufen kann.
Dafür würde ich ihm 1 Woche Bedenkzeit geben. Wenn er nach der Woche dennoch unbedingt das Set kaufen möchte, würde ich ihn lassen, wenn es wirklich sein Traum ist.

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"Ich würde ihm ins Gewissen reden, dass es mehr Sinn macht nur einen Teil davon sofort auszugeben und er sich später noch ein tolles Geschenk kaufen kann."

das hinkt ... wenn er jetzt einen teil ausgibt, kann er sich später nicht mehr das gewünschte große set kaufen, weil eben schon ein teil des geldes ausgegeben ist.

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Darum schrieb ich ja noch dazu, dass ich das Set dennoch kaufen würde, wenn der Wunsch nach der Bedenkzeit immernoch so stark ist ;)

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Sohnemann ist zwar noch zu klein und das Legoset (na ja, je nach dem welches) würde ich für mich wohl selbst haben wollen, aber ich würde es auch so halten, dass ich es ein bisschen davon abhängig machen würde, ob hier vielleicht schon ganz lange (ok, bei einem 7-Jährigen ist das wohl relativ) um besagtes Legoset herumgeschlichen wurde und jetzt endlich das Geld da ist oder aber ob es die Variante ist "boar cool, so viel Geld, los ausgeben". Letzteres würde ich versuchen in ordentliche Bahnen zu lenken und ein Teils-Teils-Angebot machen, teils ausgeben, teils sparen.

Derzeit handhaben wir es so, dass Geldgeschenke aufs Konto wandern - von dort aber ggf. auch für größere Anschaffungen genutzt werden. Beispiel: Geldgeschenke zur Geburt. Wurden erstmal schön gesammelt, dann aber durchaus so Dinge wie ein Tripp Trapp oder auch der Folgekindersitz davon gekauft.
Auch das Spielgerüst im Garten wurde auf diese Weise finanziert. Da heißt es aber auch von den Schenkenden halt gerne, dass man davon auch gerne mal was größeres kaufen kann/soll.

Noch bekommt er die Geldgeschenke gar nicht mit - zum Teil auch, weil sie direkt überwiesen werden und gar kein Bargeld den Besitzer wechselt. Ich werde wohl auch versuchen die Geldschenker da mit steigendem Alter vom Kind noch stärker von zu überzeugen - weil ich an sich auch der Meinung bin, dass ein 7-Jähriger nicht mitbekommen muss, dass da hunderte Euros verschenkt werden. Das darf gerne "im Stillen" geschehen. Wird dann aber mal eine größere Anschaffung davon getätigt, sollte dem Kind schon gesagt werden, dass das eben von xyz zusammen kommt.

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Aber findest du es nicht blöd, vom Geld deines Sohnes Möbel und Kindersitze zu kaufen ?
Ich mein, IHR wolltet den teuersten Hochstuhl - wieso muss das dein Sohn von „seinem“ Geld bezahlen ?
Ebenso der Folgesitz - den hättet ihr ja sowieso kaufen müssen.
Und wo ist da der Unterschied zu „ich Kauf die Pampers“ vom Geld meines Kindes ?

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Das Geld wurde durchaus mit dem Gedanken geschenkt. Sprich die Aussage war durchaus etwas zu kaufen, was er eben braucht.
Wir haben den Folgesitz wie gesagt vom Geburts-Geschenke-Geld bezahlt, seine Cousine bekam ihn ganz offiziell von den Groß- und Urgroßeltern zum Geburtstag geschenkt - was aber im Endeffekt auch die Variante war Eltern kauften den Sitz, das Geld floss dazu "im Hintergrund". Daran findet ich auch nichts großartig verwerflich. Das Geld wurde ja nicht als "spart das mal schön für ihn" geschenkt, sondern eben um solche Anschaffungen zu tätigen. Die Alternative wäre gewesen, dass sich direkt die entsprechenden Personen zusammentun und es dann gemeinsam schenken. Stellt für mich keinen wirklichen Unterschied dar.

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Unsere kinder bekommen auch oft Geld geschenkt.Wir machen es so:
Alles was im Rahmen ihres Taschengeldes ist z.B. 10 Euro extra zum Zeugnis von Oma,, darüber dürfen sie selber entscheiden, wegen mir auch für Süßigkeiten etc.

Bei größeren Summen kommt es aufs Sparbuch. Oder wir suchen gemeinsam etwas sinnvolles aus.

Ich würde das Lego kaufen, wenn du weißt dass es sich dein Sohn schon länger wünscht und er auch gerne damit spielen wird.
Wenn du das Gefühl hast, dass es hinterher in der Ecke steht weil er eigentlich gar nicht mit Lego spielt, würde ich es nicht kaufen.

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Was wäre denn gewesen, wenn der generõse Schenker das Legoset geschenkt hätte? Irgendwas wird sich die Person bei der Summe ja gedacht haben.

Wenn das Set der Herzenswunsch Deines Kindes ist, dann wird ihn die Lösung "jetzt was Kleines kaufen und den Rest sparen, damit Du Dir später was Größeres (das Legoset?) kaufen kannst" nicht glücklich machen.

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Danke für deinen Gedankengang.
Die Summe hat er nicht von einer Person erhalten, sondern viele haben ihm ein "kleines" Geldgeschenk gemacht, damit er sich etwas " kleines" aussuchen kann. Alles zusammen gerechnet ist es der große Geldbetrag.

Aber ja, wenn jemand ihm ein großes, teures Geschenk machen würde, würde ich mich wahrscheinlich einfach für ihn freuen.

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Naja, anstatt sich viele kleine Dinge zu kaufen (das wäre für mich unbedacht raushauen) möchte er das Geld lieber "sparen" und in etwas Großes investieren, das er ansonsten wohl nicht bekommen wird, weil es außerhalb dessen liegt, was Du schenken kannst.

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Hallo,
mein Sohn dürfte sich für 50-60€ etwas kaufen (was ja schon eine Menge ist), der Rest würde auf's Sparbuch wandern. Mit 7 kann man durchaus noch auf ein Kind einwirken und ihm den Unterschied zwischen "sinnvollen Ausgaben" und "Geld verpulvern" erklären.
VG

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Legosets sind eben teuer und es ist sein Geld.
Er möchte was bestimmtes und das ist eben so teuer.

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Ist mir schon klar. Gäbe es hier trotzdem nicht :-).

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Ich würde ihn das Lego-Set kaufen lassen, wenn er es sich wirklich wünscht. Da es wegen des Preises auch nicht als Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk in Frage kommt, hat er sonst ja keine Chance, es zu bekommen.

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