Verzwickte Situation mit Mutter *Extrem lang*

Guten Tag zusammen, ich hab lange überlegt ob ich das hier überhaupt teilen soll und habe mich schlussendlich dafür entschied, Anonym.
Es geht um das Verhältnis zu meiner Mutter und der Umgang, ich weiß momentan nicht mehr weiter und vielleicht bin ich auch zu festgefahren und jemand außen stehendes kann eher helfen.
Zunächst muss ich etwas ausholen um das ganze besser verständlich zu machen.
Ich bin 30, verheiratet und habe einen 2 Jährigen Sohn. Meine Kindheit war im nachhinein betrachtet nicht unbedingt schön, es wurde kaum bis gar nichts unternommen, mal zum spielplatz oder weg gehen Fehlanzeige. Mein Vater arbeitet voll und meine Mutter hat bis vor 10 Jahren auch voll gearbeitet, ist nun in Frührente.
Ich habe 2 Geschwister (19/21) die beide noch zuhause leben.
Meine Familie wohnt in einer Mietwohnung mit 3 Zimmern wo wir auch aufgewachsen sind, ich musste also mit den zwei Geschwistern immer mein Zimmer teilen. Es war fast immer an der Tagesordnung vor dem TV geparkt zu werden. Übernachten bei Freunden durften wir nie, auch zu diesen selbst gehen nur sehr selten, Freunde zu uns kommen war auch nicht dran da meine Mutter den haushalt nie richtig gemacht hat. Meist lagen Einkaufstaschen von der Woche vollgepackt herum, Müll auf dem Boden, Kleidung etc es ist nie aufgeräumt.
Meine Mutter ist ein absoluter Kontrollfreak, sie muss alles bestimmen und wissen, wenn ich mal einen Freund hatte wurde mir der Umgang mit diesem direkt verboten (nicht gut für dich). Das Handy wurde Abends eingesammelt und Kontrolliert, in Taschen gewühlt etc. Wenn ihr was nicht passte hat sie es einfach weg geworfen weil es ist ja ihr Haus. Vertritt man eine andere Meinung als sie dann hat man direkt keine Ahnung oder nutzt sie nur aus, man ist ja undankbar.
Ich hatte damals mit 17 einen Freund seit 2 Jahren und naja ihr passte es nicht da hat sie mich eingeschlossen mir alles weg genommen wie Fotos Erinnerungen etc und gesagt das ich keinen Kontakt mehr haben darf. Ich bin dann Nachts einfach abgehauen und zu ihm gezogen. Nun da hatten wir dann fast 1 Jahr keinen Kontakt. Meine Geschwister durfte ich nicht sehen, nicht anrufen gar nichts da hat sie den Kontakt verboten.Ihnen erzählt ich wolle sie nicht mehr, habe sie nicht mehr lieb. Bei Bekannten hat sie erzählt ich würde Spielsachen meines kleinen Bruders klauen um mir davon Drogen zu kaufen .....
Irgendwann habe ich jedenfalls wieder Kontakt aufgebaut und naja dabei ist es dann auch geblieben, verziehen hat sie mir das bis heute nicht, sie selbst hat ja auch keinerlei Schuld laut ihr, sie sei ja eine absolut tolle Mutter.
Mittlerweile ging alles seinen Weg man traf sich redete normal es war als wäre nie was gewesen, verhältnis eigentlich gut auch wenn es öfters mal ärger gab weil man anderer Meinung war. Mit meinem jetzigen Mann hat es dann 5 Jahre gedauert bis wir endlich schwanger waren vor 2 Jahren, die Freude so groß, doch getraut es meiner Mutter zu sagen habe ich mich erstmal nicht. Immer wurde mir angedroht schon als Kind, wehe du kommst heim und bist schwanger prügel ich es dir raus.... und die Angst steckte eben noch in mir. Gesagt habe ich es dann dennoch und sie hat sich auch tatsächlich gefreut...doch das Interesse schien wohl nicht ganz so groß.
Das fing schon an das sie mit ihren Ratschlägen kam. - Lass ihn schreien irgendwann schläft er schon ein, geb ihm gleich Brei dann ist er mal satt, der hat im Elternbett nichts verloren - lauter so dinge. Sie ist sehr starke Raucherin (3 Schachteln am Tag) und sieht es auch nicht ein nicht neben meinem Sohn zu rauchen, was Grund war das wir nicht mehr hin sind, von der unaufgeräumten Wohnung abgesehen. Wir übertreiben ja sie hat schließlich auch bei uns Kindern geraucht und wir sind ja gesund
Sie wollte nie mit mal spazieren, auf den Spielplatz oder einfach mal zu uns kommen, mein Sohn ist sehr am fremdeln weswegen er eben auch stark bei ihr weint und angst vor ihr hat, nur bei ihr. Auf einladungen findet sie ständig ausreden nicht her kommen zu müssen. Meine Schwester erzählt es mir immer das sie sachen sagt wie - was soll ich da, ich trinke eh kein Kaffee,da kann ich nicht rauchen. Für was spazieren gehen -
ich hab es irgendwann aufgegeben zu fragen und somit sieht sie ihren Enkel eben nur noch wenn irgendwelche Feiern oder sowas sind. Meine Schwester hingegen kommt regelmäsig wenn meine Mutter sie mal her kommen lässt, spazieren gehen darf sie fast nie weil das ist unnötig, meist wird sie wie ich damals einfach eingesperrt und gesagt das meine Mutter eben das sagen hat.
Immer wieder fing sie an meine Erziehung in frage zu stellen weil wir eben pro Familienbett sind, weil ich versuche Bedürfnisorientiert zu erziehen. Wir gehen täglich raus wir machen ganz viel auch zuhause. Aber alles ist falsch bei ihr, selbst wenn ich Kartoffelpürree mache ist es falsch weil wieso richtige Kartoffeln nehmen, die Tüte tut es doch auch. Das ich täglich aufräume und putze ist übertrieben ich habe einen Putzzwang.
Nun hatten mein Mann und ich uns dafür entschieden noch ein Kind zu bekommen, es klappte auch direkt, meine Schwester war die erste die es erfuhr und freute sich riesig. Geplant war an einem Wochenende Grillen bei meinen Eltern, dort wollten wir es dann allen verkünden, meine Mutter hatte aber keine lust auf uns und sagte nur zu meiner Schwester : sag wir grillen nicht, ich hab keine Lust auf die. Haben dann also heimlich gegrillt. Ich stinke sauer, und wollte eigentlich gar nicht mehr verkünden, mein Mann konnte aber nicht anders und hat es ihr nach einem gemeinsamen Einkauf erzählt. Ihre Reaktion war lediglich : Aha ok, Glückwunsch. Fertig. Nichtmal ein lachen oder sonstiges. Ich war richtig sauer. Habe dann Abends erfahren von meiner Schwester das meine Mutter direkt heim ging und einfach allen erzählt hat das ich schwanger bin und wie dumm ich sei wieder schwanger zu werden, sowas blödes kann sie nicht verstehen. Ich hab geweint vor wut, schließlich war es doch unsere Sache wann wir wem davon erzählen, ich war gerade mal in der 9.ssw wo noch alles hätte passieren können. Ich schrieb ihr dann ob sie sich Vorstellen kann das wir gerne selbst entschieden hätten wann wir es wem sagen (mein Mann meinte sogar noch zu ihr das wir es noch den anderen erzählen wollen) und das ich es unterste Schublade finde das sie nun jedem das direkt erzählt und uns das vorweg nimmt. Natürlich war sie direkt angegriffen es wäre eine Frechheit sie zu beleidigen was ich mir nur einbilde, sie tut das ganze Jahr alles für uns und dann das, ihr tut es nur leid das sie meinen Sohn nun ja nicht mehr sehen darf und wünscht mir alles gute für die Schwangerschaft.
Ich schrieb ihr das sie doch sowieso den Eindruck vermittelt kein Interesse zu haben da sie ihn ja nie sehen will, nie her kommt oder mal mit auf den Spielplatz oder so geht. Da schrieb sie dann nicht mehr wirklich was drauf. Das ganze war vor fast 1 Monat und seither herrscht Funkstille.
Mein Mann bot ihr an sie solle doch einfach her kommen und zum kleinen gehen oder sowas und sie meinte nur ne weil sie kann mich nicht sehen ihr stolz ist verletzt.

Nun ich hatte doch recht mit dem was ich sagte, es war eben nicht ihre Aufgabe allen das zu erzählen, und auch mit meinem Sohn, es ist doch nunmal eine Tatsache. Ich werde dieses mal keinen Schritt auf sie zu machen, weil ich bin auch verletzt. Ich dachte sie kann über ihren Stolz springen und sich mal eingestehen das es scheiße war aber nein, bis heute sagt sie es sei meine Schuld.
Ich weis einfach nicht was ich noch tun soll, ich mache mir dazu auch echt Sorgen weil sie sich schon seit Monaten hängen lässt. Ständig ist sie nur am schlafen, sie isst nichts (will abnehmen ) raucht immer mehr, sie macht eine aus direkt die nächste an das ist schon echt heftig. Sie ist direkt auf 180 und beleidigt, schreit rum wenn man was sagt was ihr nicht passt. Fühlt sich direkt angegriffen und beleidigt und lässt sich nichts sagen. Sie lässt alles schleifen wie Haushalt, Kochen, Wäsche, einfach alles. Selbst Unternehmungen mit deren Freunden hat sie kein Bock mehr. Alles ist ihr zu viel, selbst das Einkaufen gehen oder kochen ist ihr zu viel Aufwand und zu anstrengend. Die Veränderung ist jedem bereits aufgefallen und niemand weiß wieso sie sich so hängen lässt. Duschen oder waschen ist nichts, sie hockt nur da und hängt in Facebook oder pennt den ganzen Tag, und sagt dann sie ist ja so kaputt. Zum Arzt gehen will sie nicht für was ihr fehlt ja nichts, und sich sagen lassen tut sie auch nicht.
Irgendwie habe ich angst das sie sich durch das ganze nun noch mehr absacken lässt, anderer Seits seh ich auch nicht ein wieso ich nun den ersten Schritt machen soll, schließlich hat sie mich extrem verletzt.
Was würdet ihr tun ? Was soll ich machen ?
Mir tut meine Schwester leid, sie ist noch in Ausbildung kann daher noch nicht ausziehen, und muss sich mittlerweile selbst von ihrem Geld essen kaufen weil meine Mutter nichts macht.
Sorry für den ewig langen Text.

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Langer Rede kurzer Sinn
Was willst du denn noch von der Frau?

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Naja ich denke mir halt irgendwie, trotz allem ist sie ja meine Mutter. Hab ich als Tochter, Grad als älteste nicht auch irgend eine Verantwortung für sie ? Ich meine sie hat uns ja auch das ein oder andere Mal etwas Geld geborgt, oder Mal Einkäufe heim gefahren, oder eben dem Kleinen was mit gebracht. Stehe ich da dann nicht als undankbar da wenn ich ihr plötzlich so komplett den Rücken kehre ?

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Lies dir doch deinen Text nochmal durch. So einem Menschen willst du deinen Kindern antun?

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Diese Zustände tun mir sehr, sehr leid.
Könnten deine jüngeren Geschwister nicht in eine WG ausziehen? Mit Ausbildungs-Bafög müsste das evtl finanziell zu wuppen sein?
Deine Mutter verwahrlost immer mehr.
Ich würde den Kontakt sehr reduzieren und „auslaufen“ lassen. Die Tür für deine jüngeren Geschwister natürlich offen lassen.
Es tut mir wirklich leid, aber deine Mutter klingt echt...nun ja...assozial. 🥴 Gib deinen Geschwistern etwas Hilfestellung, ermutige sie auszuziehen, unterstütze seelisch und moralisch. Und ansonsten...lass deine Mutter ihren Weg gehen. 🤷🏻‍♀️

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Deine Mutter hat evtl. eine Depression, wird dement oder sonst was - aber da sie bisher für dich kein gutes Wort übrig hat, eure Kinderheit ein Machtspiel war und... - ist es nicht deine Sache. Zumal wenn sie nicht will, ihr maximal den Sozialpsychiatrischer Dienst rufen könnt, bei Selbstgefährung.

Hilf deiner Schwester sofort da raus zu kommen. Wenn sie in der Ausbildung ist, muss sie nicht zu Hause wohnen. Jugend WG übers Socialamt oder Lehrlingswohnheim ist immer eine Möglichkeit,

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Ja meine Schwester weiß das sie jederzeit her kommen kann. Auch Nachts. Wir haben zwar auch nur eine kleine 4 Zimmer Wohnung aber irgendwie würde das schon klappen. Hab ihr auch gesagt bevor sie abhaut oder sonstiges soll sie her kommen. Das mit einer WG möchte sie nicht, also mit fremden zusammen. Freundinnen von ihr wohnen auch noch Zuhause. Sie muss Zuhause halt nichts abgeben an Miete und co sie spart deswegen ihr ganzes Geld für Kaution und Möbel und so und hat vor nächstes Jahr wenn sie im 3. Lehrjahr ist auszuziehen. Also in eine 1 Zimmer Wohnung halt. Bis dahin will sie das aushalten noch. Sie arbeitet Schicht und nach der Arbeit versucht sie gar nicht groß aus dem Zimmer zu kommen.

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Wieso wird hier eigentlich jedem gleich eine Depression oder Demenz angedichtet, wenn derjenige einfach nur ein unterirdisches Verhalten an den Tag legt? Diese Frau hat einfach kein vernünftiges soziales Verhalten dem eigenen Kind gegenüber, mehr nicht.

Ich anstelle der TE hätte den Kontakt auf das mindeste reduziert, sowas muss man sich einfach nicht antun. Echt blöd, dass es die Mutter ist, von einer Mutter wünscht man sich einfach mehr Liebe und Verständnis.

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Die Mutter ist für jeden Menschen etwas ganz besonderes. Selbst, wenn sie ist wie deine, erhofft man sich, dass es sich noch ändert, dass sie eines Tages doch mütterlich wird... Das wird aber nicht passieren und schuldig bist Du ihr nichts.

Der Frau kannst Du wahrscheinlich nicht helfen und ich wüsste auch nicht, wieso du es tun solltest. Sie hat sich nie großartig um dich bemüht und tut es auch jetzt nicht.

Versuch lieber deiner kleinen Schwester zu helfen. Das ist wenigstens keine Verschwendung deiner Energie.

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Sie ist deine Mutter, ja. Aber sie hat sich nie wie eine verhalten. Lege deinem Fokus auf deine Familie und verschwende keine Energie in sie. Manchmal muss man es so annehmen wie es ist. Du wirst es nicht ändern können, du wirst die nie ändern können. Sie wird dir weiter weh tun. Neben du dein Leben!

Ich wünsche euch alles Gute!

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Hallo,

das tut mir sehr leid. Aber ich sehe es als viel mehr, als nur eine verzwickte Situation.
Jemand schrieb schon, dass sie evtl eine Depression hat. Das vermute ich auch, zusätzlich behaupte ich, dass deine Mutter narzisstisch krank ist.

Ich bin so aufgewachsen wie du. Es war die Hölle. Jemand der das nicht erlebt hat, kann dieses Ausmaß nicht nachvollziehen. Dieser scheiß ist in uns drin, aber du kanst es beenden wenn du willst!

Du kannst nichts dafür, dass sie so ist. Sie ist erwachsen und selbst für ihr Leben verantwortlich, früher war sie es auch euch Kindern ggü. Das hat sie wo es nur ging versaut.

Ich freue mich für dich, dass du es dort raus geschafft hast. Für deine Geschwister kannst du nur da sein, wenn sie es möchten. Sie „zwingen“ oder ihnen begreiflich machen wollen worum es hier geht, wird wahrscheinlich nichts bringen. Du realisierst ja auch erst noch und sie haben nicht den nötigen Abstand wie du.

Versuch den Kontakt zur Mutter aufs Minimum runterzufahren, halte sie von deinem Kind fern, sie wird es benutzen um dir weiterhin wehzutun. Das versuchte meine Mutter mit meiner Tochter auch.

Wenn du noch weitere Fragen hast, kannst du dich gern melden... ich bin gern da, ich kenne diesen Scheiß.

Alles Gute dir

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Hey, danke. Schön das ich damit nicht alleine bin auch wenn ich das eigentlich niemand wünsche. Es stimmt schon, so richtig realisiert hab ich das erst alles als ich selbst Mutter wurde. Ich dachte früher immer das ich eigentlich im großen und ganzen eine Liebevolle Mutter habe, bis ich eben selbst merke oh es geht ja auch anders.
Klar haben wir als Kinder viel Spielsachen und Zeug bekommen, wahrscheinlich um den rest weg zu machen der eben nicht lief. Es wurde nie richtig gekocht also frisch, es gab immer nur Fertigprodukte bis heute eigentlich. Gemüse Fehlanzeige, immer nur Nudeln und Soße und fettiges Zeug, anschließend Süßkram, was wohl auch der Grund ist wieso ich stark übergewichtig war als Kind und Jugendliche. Auf Hausaufgaben machen wurde kein Wert gelegt oder darauf zu achten das dass Kind mal Zähne putzt, oder regelmäsig zum Arzt geht.
Und ja wenn wir nicht hörten gabs auch durchaus mal Schläge.
Ich weis noch das ich mit 16 ca Abends länger weg war und behauptete ich war bei einer Freundin, ich ging nicht ans Handy weil Akku leer und war auf einem Straßenfest. Meine Mutter fuhr mich mit dem Auto suchen und als ich heim kam stieg sie aus und hat mich geprügelt, Ohrfeigen, schläge auf den Kopf, Rücken was mir einfällt ich Göhre und sowas.
Und auch Dinge wie das Kind schreien lassen, ich will nicht wissen wie oft wir als Babys geweint und geschrien haben weil sie kein Bock hatte, wir bekamen mit 2 Monaten schon brei in die Flasche weil wir ja von dem dünnen Pre Zeug nicht satt wurden und mit 2 Monaten sollten wir ja auch durchschlafen. Das sind dinge da blutet mir mein Mama Herz und da werde ich echt sauer.
Oder eben das rauchen in der Schwangerschaft und co. ich hab früher selbst geraucht aber aufgehört als es klick machte und bevor wir den Babywunsch hatten.
Was mein Kind betrifft, er fremdelt schon seit er einige Wochen alt ist, er war ein einziges mal bei ihr wo sie aufgepasst hatte als ich einen Arzt Termin hatte, und da mache ich mir Vorwürfe ohne ende ihn da alleine gelassen zu haben für 30 Minuten. Aber wir waren einmal dort zu Besuch da war er noch ganz klein, da hat sie ihn einfach ruckartig aus der babyschale genommen wärend er schlief und er wurde wach erschrack und brüllte. Seitdem mag er sie wohl nicht mehr, er brüllt sofort wenn er sie sieht, will auf den Arm klammert so lange bis sie weg geht.
Dementsprechend hat sie also auch kaum Umgang mit ihm meist sieht sie ihn dann nur auf meinem Arm. Weil wie bereits geschrieben auf den Spielplatz und co hat sie ja kein Interesse.
Sie bringt halt immer mal Spielsachen für ihn oder Kleidung oder sowas aber meiner Meinung nach kann man ein Kind damit nicht kaufen das ersetzt die Zeit auch nicht.
Und nach alle dem würde ich ihn niemals mehr bei ihr alleine lassen oder mit ihr alleine, ich hätte jedesmal angst das sie ihn schreien lässt oder sowas. Sie sagt ja auch immer wenn er so bitterlich vor angst weint bei ihr er würde das absichtlich machen um sie zu verletzen, er Schauspielert ja eh nur.
Es ist halt an manchen Tagen einfach schwer weil wie gesagt es ist halt meine Mutter und manchmal braucht jeder eine Mutter, aber so wie sie drauf ist seit Monaten geht das einfach nicht mehr. Selbst mein Vater sagt er kommt mit ihr nicht mehr klar.

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Oh man das tut so weh beim Lesen :(

Bei mir war es genau so! Es gab kaum frisches Essen, nur Nudeln, Fleisch und Tütensoße oder Tütensuppe. Irgendwann fing ich an Süßigkeiten in mich reinzustopfen, ich hatte sonst kein Ventil oder jmd zum reden. Seit ca 20 Jahren kaue ich Fingernägel sobald dieses „Flucht Gefühl“/ diese innere Unruhe wieder losgeht. Ich kriegs einfach nicht los.
Mit 15 bekam ich schließlich Bluthochdruck, ich stand ja permanent unter Strom. „Wie ist Mama heute drauf, hoffentlich schimpft sie nicht...“ wegen den banalsten Dingen! Sie hat wegen allem geschimpft, mich beleidigt und geschlagen. Sie ist eine Furie. Und der Alkohol machts nicht besser.

Wegen den Spielsachen widersprech ich dir mal. Als ich richtig anfing zu realisieren, welche Tragweite dieser Umgang hat, da erkannte ich, dass es nur um den äußeren Schein ging.
Natürlich brauchten wir Spielsachen, was würden denn Verwandte sagen, kämen sie zu Besuch?
Natürlich hatten wir saubere Klamotten an, was würden sonst die Lehrer und Nachbarn sagen?
Natürlich hatten wir auf den ersten Blick sehr gute Manieren, aber wir sind eigentlich verstummt, hatten Angst etwas falsches zu sagen, Mama zu blamieren. Meine sagte immer „womit hab ich dich verdient du rotzfreches Miststück, ich schäme mich so für dich, ...“

Heute hab ich Zahnprobleme und bin gerade mal 24, sie hat sich nie gekümmert, ihr war mein Wohlergehen egal, Hauptsache ich sterbe nicht, weil was würden dann die Leute sagen???

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Deine Mutter ist psychisch krank und das nicht erst seit gestern, sondern seit Jahrzehnten.
Ich habe eine langjährige Freundin, deren Mutter früher fast 1:1wie deine war.
Mittlerweile nimmt die Mutter seit Jahren Psychopharmaka verlässt die Wohnung nicht mehr. Sie schläft, isst oder sitzt auf der Couch. Haushalt macht sie keinen. Dementsprechend sieht es aus. Einkaufen muss ihr Mann.
Meine Freundin hat auch immer viel versucht um ihre Mutter zu motivieren. Aber sie wollte einfach nicht.
Stattdessen wurde sie von ihrer Mutter noch mit Anrufen fertig gemacht.
Irgendwann hat sie es dann endlich geschafft sich abzugrenzen, denn sonst wäre sie selbst mit ihrer Mutter untergegangen.
Ich selbst hab das bei denen hautnah miterlebt.

Ich kann dir nur raten, dass du dich von ihr löst. Auch wenn es ihr Untergang ist, weil sie dann merkt, dass sie keine Macht mehr über dich hat.
Deine Mutter ist derart realitätsfremd, dass sie vermutlich nur schwer einen Weg zurück findet. Dazu ist sie schon viel zu lange in ihrem Muster.
Sie war nie eine Mutter für dich.
Konzentriere dich auf deine Familie.
Deine Mutter wird vermutlich nie mehr normal. Lass es gut sein und meide den Kontakt. Fühl dich befreit und nicht verantwortlich.
Denn das alles hat sie sich selbst zu Schulden kommen lassen.

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Aber wie kann denn das so plötzlich kommen ? Ich meine klar sie war schon immer Faul und wollte nicht groß was machen oder sich kümmern aber so extrem war es früher nie.
Früher ging sie wenigstens noch gerne weg mit meinem Dad und deren Bekannten oder war immer dabei wenn es hies wir gehen da und da noch einkaufen oder shoppen.
Mittlerweile ist sie schon genervt wenn sie Bratwürste anbraten soll, das ist ihr bereits zu viel. Das sagt sie auch immer so. Sie ist ständig genervt von allem und jedem, ständig oben raus wenn man was sagt. Sie wird richtig sauer.
Sie hat auf nix mehr bock, weder weg gehen oder sonst was.
Zum Arzt wollten wir sie schicken haben auf sie eingeredet aber nix da. Ich vermute sie will nicht zum Arzt weil sie weis das sie krank ist, sie spürt schon seit Monaten ihre Zehen an einem Fuß nicht mehr. Ich denke kommt vom rauchen. Sie hustet wie ka was. Vor einigen Wochen war sie krank, meine Schwester hatte angst das es ein Schlaganfall ist, die eine Gesichtshälfte war wie eingefallen, sie hatte Schwindelgefühle , beim Autofahren ist sie Schlangenlinien gefahren ( hat es einmal versucht zu fahren) am Telefon hörte sie sich lallend an. Also das war wirklich heftig, sie ging aber nicht zum Arzt, hat stattdessen nur Schmerzpillen geschluckt.
Sie sagt sie braucht nicht zum Arzt weil sie ja nicht krank ist der kann ihr auch nicht helfen sie sei halt so erschöpft weil sie so viel stress hat den ganzen Tag. Aber hey von was stress ?
Ich denke es wird einfach das beste sein so wie es ist den Kontakt zu lassen, mein Sohn hat ja auch trotz kontakt nix von seiner Oma.

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Das kam nicht plötzlich sondern war in irgendeiner Form schon immer da. Nun wird es akut immer schlimme.
Wenn sie nicht mal wegen ihrem Bein zum Arzt will, dann wirst du mit einem Psychologen genauso auf Granit beißen.
Denn laut ihr ist nicht sie das Problem sondern alle anderen. Stimmts?
Nachdem sie sich nicht helfen lässt kannst du nur noch dir selbst helfen.
Das heißt du entscheidest was dir gut tut. Ob du Kontakt willst und wenn ja wieviel.
Dir ist selbst klar, dass sie keine Bilderbuchoma sein wird. Fraglich ob du das dem Kind antun willst? Ob du dir weiterhin die Erniedrigungen gefallen lassen willst.
Wenn ja bist du vermutlich selbst in ein paar Jahren ein seelisches Wrack.
Die Spuren, die deine Mutter jetzt schon bei dir hinterlassen hat, sind nicht zu übersehen.
Sie war nie für dich da wie es eine Mutter hätte sein sollen. Das muss dir bewusst werden. Sie hat dir immer die Schuld eingeredet. Sie hat es erfolgreich geschafft, indem du dich jetzt in dieser Situation schlecht fühlst.
Nur du bist nicht Schuld. Vergiss das nicht.

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Könnte es sein, dass die Darstellung Deiner Mutter sehr unfair ist? Sie halt also den Haushalt nicht gemacht, nicht frisch gekocht, ist nicht mit Euch rausgegangen und hat nicht bei den Hausaufgaben geholfen? Und Dein Vater? Ach so, der hat ja Vollzeit gearbeitet. Moment mal, Deine Mutter doch auch! WAS hat Dein Vater getan?
Sie hat sich Dir gegenüber übergriffig verhalten, dich geschlagen (nachdem sie Dich voller Angst in der Nacht gesucht hat). WAS hat Dein Vater getan?
Sie ist gegen Familienbett, für schreien lassen und Zufüttern. Stöber mal in Urbia-Threads - das ist quasi DAS Charakteristikum der Omageneration. Und warum? Weil sie es genau so gelernt haben.
Kurz: Versuche mal, Deine Mutter als Mensch zu sehen, und nicht als Performer in der Mutterrolle, so wie Du sie gerne hättest. Vielleicht findest Du ja dann doch in irgendeiner Ecke ein bisschen Verständnis oder Nachricht für diese Frau, der es offensichtlich gar nicht gut geht.

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Das versuche ich, Verständnis aufzubringen und ihr zu helfen, was wir mehrfach versucht haben aber sie eben nicht annimmt und will. Mein Vater tut nichts, er beteiligt sich nicht sondern versucht sich eben raus zu halten, sobald er sich einmischt oder etwas sagt greift meine Mutter ihn an, und damit er seine ruhe von alle dem hat und es kein Stress gibt sagt er nichts und tut auch nichts. Wenn meine Mutter sich so Verhalten hat hat er nichts gesagt wollte sie wohl nicht untergraben, ich weis aber das er danach oft sagte das sie überreagiert hat. Ebenso scheiße.
Es geht nicht nur um den Haushalt nicht machen oder kochen etc sondern um das ganze Machtgehabe und Verhalten das sie macht, sie versucht ihre Meinung aufzudrängen. Schon immer. Klar war es früher oft so das man so mit den Babys umging meiner Meinung nach sollte man aber als Mutter auf sein Gefühl und Herz hören und nicht auf das was irgend jemand zu empfehlen hat.
Die Darstellung ist also nicht unfair sondern noch gelinde ausgedrückt und sehr verharmlost geschrieben nach allem was ich mit gemacht habe an Körperlicher aber auch an Seelischem Leid. Und dennoch auch wenn ich eigentlich den Kontakt abbrechen sollte weil sie nunmal keine richtige Mutter ist mache ich mir Gedanken und Sorgen um sie. Um meine Schwester.

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Es ist weitaus mehr wie die TE beschrieben hat.
Das hat nichts mehr mit Omageneration zu tun, ich wünschte es wäre so!
Mir fehlt so sehr eine Mutter, aber ich habe keine. Sie ist und war nie eine Mutter für mich. Es ging immer nur um sie.

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