Wer hat sich bewusst gegen weitere Kinder entschieden, warum?

Mahlzeit!

Hier taucht ja öfter die Frage nach einem weiteren Kind auf. Meist fiel mir die letzte Zeit auf, dass hier gefragt wurde, ob man ein 3.Kind bekommen sollte.

Aber ganz egal das wievielte Kind es ist. Wer von euch hat bereits Kind/er und sich gegen ein weiteres Kind entschieden? Ganz bewusst.

Was waren eure Gründe?
Finanzielle bzw. Materielle, zu wenig Platz? emotionale Gründe, habt ihr euch "vollständig" gefühlt?

Und habt ihr irgendwann diese Entscheidung doch bereut?

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Ich hab nur eins und dabei bleibt es. Die Schwangerschaft sowie die Geburt waren für mich die absolute Hölle, das tue ich mir nicht nochmal freiwillig an.
Abgesehen davon dass ich nicht nochmal aus dem Job gerissen werden möchte. Es läuft jetzt gut, Kind is 5, da fange ich nicht wieder mit Windeln und Schreierei an.
Platzmäßig wäre es auch nicht möglich. Finanziell bestimmt.
Außerdem bin ich nicht so der Kindermensch.

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Ich habe echt Respekt vor deiner Ehrlichkeit. Das ist ja nicht oft der Fall. Besonders dass du sagst, dass du nicht so ein kindermensch bist. Darf ich fragen, ob du dein erstes Kind manchmal bereust? Wenn dir die Frage zu persönlich ist musst du natürlich nicht antworten.

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Danke 😶
Nein bereuen tu ich sie nicht. Sie kann ja nichts für die Umstände oder dafür, dass sie gezeugt worden ist. Ich wollte ja später ein Kind, abtreiben kam nicht in Frage (mein Mann ist sehr eingeschränkt zeugungsfähig, sie war sozusagen ein "Wunder"), das die Schwangerschaft so schlimm war und die Geburt ein Trauma wusste man nicht. Es hätte auch alles super werden können.
Ich bereue nur mein Alter.
24, außer Mann niemand da, meine Lehre musste ich abbrechen, finanziell war es arg eng... Wir haben das alles geschafft aber nochmal wird es nicht passieren.

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Wir haben drei und ich bin mit Nerven und Geduld am Limit.
Wenn sie alle wären wie Sohn1 könnten es meinetwegen auch doppelt so viele sein, aber der Mittlere zählt doppelt und der Jüngste mindestens dreifach;-).

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Bei mir zählt der mittlere 3fach 😂 die jüngste noch 2fach. Mal schauen wie sie sich entwickelt 😊

43

Immer ein bisschen tröstlich, wenn es woanders auch so ist.

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Ich habe zwei und dabei wird es auch bleiben. Mir hätte auch ein Kind gereicht, mein Mann wollte immer viele Kinder. Zwei waren ein passender Kompromiss für uns beide. Gründe meinerseits: meine Schwangerschaften: ich muss in jeder Schwangerschaft 2x täglich Blutverdünner spritzen, beim großen kag ich 8 Wochen stationär. Mein Beruf: ich bin mittlerweile selbstständig und könnte nur schwer pausieren. Meine Freiheiten: die genieße ich mittlerweile sehr. Meine Kinder sind 4 und 9 und ich hab zwei freie Vormittage die Woche. Ich kann endlich wieder meinen Sport machen. Außerdem können wir auch als Familie langsam wirklich viel zusammen machen. Wir sind in den Bergen unterwegs, gehen klettern, Skifahren etc. mit baby alles quasi unmöglich! Daher sind wir definitiv komplett und ein drittes Kind käme absolut nicht in frage!

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Wir hätten gerne ein 4. Kind bekommen, nach 3 Fehlgeburten in Folge haben wir einen Schlussstrich gezogen. Ich möchte jetzt nicht mehr, obwohl natürlich der Gedanke bleibt, was wäre wenn... Ich versuche mir immer wieder die positiven Dinge anzusehen, was läuft gerade toll. Partnerschaft, Job, Ausflüge, was auch immer. Das hilft mir. Dankbarkeit für das was ist.
Mein Mann hat auch den Schritt getan, sodass auch kein Unfall mehr passieren kann und wir endgültig damit abgeschlossen haben.

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Wir sind nach 2 Kindern fertig, obwohl sich 3 Kinder richtiger anfühlen würden. Allerdings habe ich in den Schwangerschaften wirklich gelitten (Kotzerei, Symphysenlockerung, Schlaganfall), der zweite war ein Schreibaby und das will ich nie wieder haben. Ich bin auch keine Babymama. Ich liebe Kinder und habe viel Spaß mit ihnen, aber Babys sind nicht meins... Außerdem würde ich gern mal wieder arbeiten gehen...
Wir sind mit unseren 2 1/2 Kindern (mein Mann hat 3) zufrieden und das Thema ist durch. Auch wenn ich gestehen muss, dass ein klein wenig Sehnsucht immer bleiben wird.
Auch finanziell ist es nicht drin, das Haus hat nicht genügend Platz... Vermutlich war es eine der ersten rationalen Entscheidungen, die ich in meinem Leben getroffen habe.

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Wir haben eine fünfjährige Tochter und dabei soll es bleiben.

Wir haben einen landwirtschaftlichen Betrieb im Nebenerwerb. Wie wenig mein Mann überhaupt zu Hause ist, war mir vor der Geburt unserer Tochter gar nicht so bewusst. Ich hatte ja selbst meinen Job, Hobbies und ich habe auf dem Betrieb mitgearbeitet.

Tja, und jetzt hängt halt alles, was mit dem Kind zu tun hat an mir. Und ich tu mich von Anfang an sehr schwer damit. Ich hatte eine postpartale Depression, bzw. habe immer noch depressive Neigungen. Es läuft ganz gut und manchmal denke ich, es wäre meine Pflicht, noch ein Kind zu bekommen. Aber einen Kinderwunsch habe ich nicht.

Mein Mann auch nicht. So sehr er unsere Lütte auch liebt, es fällt ihm schwer sich um sie zu kümmern, eben weil er so wenig da ist. Und weil sie eine ziemlich starke Persönlichkeit ist. Obwohl sie weiß, dass es nichts bringt, muss sie immer versuchen, ihren Willen durchzusetzen. Mich schlaucht das auch, aber ich habe mittlerweile Übung im Umgang damit.

Unsere Tochter hätte gerne noch ein Geschwisterchen, aber ich habe einen Riesenrespekt vor der Verantwortung. Da kann man nunmal keine Experimente machen. Ich muss auf meine persönlichen Grenzen achten, auch wenn sie gesellschaftlich nicht akzeptiert werden.

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Darf ich fragen was du mit "gesellschaftlich nicht akzeptiert werden" meinst?

Ich habe selbst auch ein Kind und möchte auch kein zweites.
Wir wollten von Anfang an nur eins..damit sind wir auch auf einiges Unverständnis gestoßen, bis wir es dann nicht mehr erwähnt haben. (Ausser unsere Familie und Freunde die haben es alle akzeptiert)

Ich hatte eine sehr schwere Geburt und auch Depressionen bzw immer noch depressive Phasen. Ich würde auch kein zweites mehr bekommen wollen da ich den Kleinen zwar über alles liebe aber es manchmal sehr schwer und belastend ist.

Ich versuche viel in Kindergruppen zu gehen und er hat tolle Großeltern

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Hier auf dem Dorf geht der Trend zum dritten Kind. Es wird akzeptiert, wenn man nur ein Kind hat, weil es z.B. nur mit schwieriger Kinderwunschbehandlung möglich war oder weil die Frau durch eine weitere Schwangerschaft ihre Gesundheit riskieren würde. Aber wenn man zugibt, dass man (obwohl man sein Kind sehr liebt) es als schwierig empfindet, Mutter zu sein und man mit einem Kind einfach schon an seiner Belastungsgrenze angekommen ist, kann das keiner verstehen.

"Euch geht es doch gut, ihr habt ein Haus und genug Geld". "Ein zweites Kind macht das Leben einfacher, weil die Geschwister sich miteinander beschäftigen." "Einzelkinder können einem leid tun". "Stell dir vor, du hättest deine Schwester nicht." "Wenn euer eines Kind stirbt, dann habt ihr gar keins mehr" Das ist nur mal so eine kleine Auswahl an Kommentaren die man bekommt, wenn man erklärt, dass man kein weiteres Kind möchte.

8

Hi,

wir haben uns bewusst für ein Kind entschieden und diese Entscheidung bislang noch nie bereut.

Gründe für ein Einzelkind gab es viele ...
- wir sind beide Einzelkinder
- ich war bei der Geburt bereits 38
- bin gesundheitlich etwas angeschlagen
- wollten uns auch weiterhin etwas leisten (z.b größere Urlaube)

Unser Kind ist 13, mitten in der Pubertät und ich freue mich immer mehr auf die Zeit wieder mit meinem Mann alleine zu sein.

Ich bin auch nicht so der Kindermensch, falle z.b nicht in Entzückungsrufe wenn ich ein Baby sehe und ja, es gab Momente in denen ich die Entscheidung für ein Kind bereut habe, allerdings überwiegen die schönen Momente und das Glück ein Kind zu haben.
Aber Eines ist Haufen genug 😁

LG

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Ich habe 1 Kind und das auch erst mit fast 36 bekommen.
Wäre ich 10 Jahre jünger gewesen, wäre sicher noch ein zweites in Frage gekommen, aber ich habe mich einfach zu "alt" gefühlt.
Ich war mir sicher, dass ich es nicht schaffe, mir nochmals die Nächte um die Ohren zu schlagen usw.
Meine Tochter war extrem pflegeleicht, hätte ich dann ein sogenanntes High-need-Baby bekommen, wäre ich nervlich und kräftemäßig echt aufgeschmissen gewesen.
So wie es ist, ist es gut!!

10

Wir haben zwei Kinder, die aber schon älter sind, mit 20 Und 15 Jahren. Als unser Jüngster kam fingen die Schwierigkeiten im Kleinkindalter an. Er war sehr aggressiv teilweise zu anderen und sich selber, hatte autistische Züge und eine ADHS-Symptomatik. Und mein Großer Probleme in der Grundschule. Der Große bekam mit 10 Jahren die Diagnose Legasthenie und AVWS und der Kleine mit 6 Jahren frühkindlicher Autismus. Und ein drittes Kind, so fragte mal mein Frauenarzt, da habe ich nein danke gesagt. Einem dritten Kind wäre ich überhaupt nicht gerecht geworden. Und mein Autist ist ja auch nicht ganz ohne: laut und teilweise sehr unruhig und das Sahnehäubchen als Schulkind Weglauftendenzen. Und dann noch ein Baby bekommen, schlaflose Nächte (die bescherte mir mein Jüngster ja schon als Schulkind, wo die Nacht zum Tag wird), Geschreie (mit dem Jüngsten im Doppelpakt), ich glaube ich wäre reif fürs Irrenhaus gewesen mit meinem Mann zusammen.

Bitte nicht missverstehen, wir lieben unser autistisches Kind wie unseren Großen sehr. Der Jüngste ist seit vielen Jahren sehr ausgeglichen und auch ein sehr freundliches Kind geworden. Aber die ersten 8 Jahre waren teilweise echt die Hölle. Ich war damals auch schon Mitte 40 als mein Frauenarzt mich fragte wegen dem dritten Kind, was ich dann ganz schnell verneint hatte.


LG Hinzwife

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