Hund, Kind und Vollzeit arbeiten

Hallo ihr lieben

Ich habe vergeblich versucht Erfahrungen zu finden mit diese Kombination.
Es steht zwar viel über Kind Hund und Teilzeit aber nicht Erfahrungen mit Vollzeit Mamis mit Hund und Kind.
Daher meine Fragen....
Mein Freund und ich wohnen seit kurzem in einem endreihenhaus mit kleinem Garden. Wir wollen beide sehr gerne einen Hund haben da wir beide mit Hunden groß geworden sind. Jetzt fallen alle wünsche aber zusammen - ich bin jetzt 33 und wir wollen eigentlich den Wunsch vom Kind auch jetzt angehen. Allerdings löst mir den Wunsch von Hund auch garnicht los. Wir hätten jetzt den richtigen Hund gefunden und alles ist koordiniert den Welpen vernünftig im Empfang zu nehmen - wir wären 4 Wochen zuhause - allerdings kommt dann jetzt meine Angst. Was ist wenn das Kind dann irgendwann kommt und ich wieder arbeiten muss. Wie ist das zu schaffen morgen mit Hund und Kind? Ich mache mir über meine Elternteil keine Sorgen sondern wirklich um die Zeit die danach kommt. Ich bin bei uns der Höchstverdiener und hätte Angst das mein Job, Hunde und Kind Zuviel wird?

Mein Freund steht natürlich Hinter mir aber erbost auch Vollzeit beruflich und meint auch die Entscheidung liegt bei mir ob wir uns den Hund jetzt anschaffen oder nicht. Und jetzt stehe ich da mit Freunde an den Hund denkend aber im nächsten Moment Angst vor der Entscheidung und Angst vor der Zukunft.

Wir haben keine Familie in der Nähe die einspringen können - nur hundesitter und Nachbarn die ab und an bestimmt behilflich wären aber im Grunde wären wir ja morgen alleine mit Kind und Hund im Zukunft irgendwann - und dass macht mir Sorgen ob das möglich ist?! Ob ich mir nur zu viele Gedanken mache?! Oder ob wir wirklich unvernünftig wären jetzt einen Hund zu holen.?!

Ich hoffe jemanden hat erfahrung dazu und kann diese mit mir teilen - Danke

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Hallo,

für mich ist es in den Anworten schon bezeichnend zu sehen, dass es anscheinend unverantwortlich ist mit Hund Vollzeit zu arbeiten, dieses im gesellschaftlichen Mainstream mit Babys und Kleinstkindern aber völlig in Ordnung ist. Klar, so ein kleines Kind kann man ja ganztags in die Krippe schicken - aber um Gottes Willen der Hund braucht den ganzen Tag Bespaßung.
Das ist übrigens auch völlig richtig: Wer ein Tier ins Haus holt, muss auch genug Zeit dafür haben. Daher teile ich die Meinung der Userinnen hier tatsächlich diesbezüglich.
Aber das gilt auch und insbesondere für Kinder

Meine Meinung: Die Welt braucht nicht noch mehr Menschen, die ihre Haustiere auf eine Stufe mit Kindern stellen oder gar darüber. Die "Regenbogenbrücken - und - mein- Hund- ist - mein Kind - Mamis" sieht man täglich in Scharen auf FB und Co.
Und:
Nein, ein Hund und alle erwachsenen Familienmitglieder in Vollzeitjobs vertragen sich tatsächlich nicht.
Kind und zwei Vollzeitjobs zumindest in den ersten, sensiblen Jahren aber auch nicht!!
Wenn also weder Du noch Dein Mann (und das würde bei Eurer finanziellen Konstellation wohl mehr Sinn machen) bereit sind beruflich einige Zeit kürzer zu treten und Ihr noch nicht mal auf familiäre Unterstützung bauen könnt, würde ich die Familie nicht erweitern. Weder um Kind, noch um Hund.
Da geht es nicht nur um den Hund und mal Gassi gehen oder so, sondern auch um Kind-krank, Kita geschlossen, Arzttermine, einfach mal ein wenig Luft dazwischen...

Weder Kind noch Hund passen im Moment in Euer Lebenskonzept! Vielleicht eine Katze? Das sind auch wunderbare, anschmiegsame Tiere, benötigen aber nur einen Bruchteil der Aufmerksamkeit.
Ist nur meine persönliche Meinung, muss man natürlich nicht genauso sehen.

Aber man kann im Leben nicht ALLES haben, auch wenn das immer suggeriert wird. Ihr könnt nicht BEIDE Vollzeit arbeiten, Kinder in die Welt setzen, einen Hund anschaffen, ein Haus mit Garten halten, nebenbei Eure Partnerschaft pflegen und Alltagstermine bewältigen und das alles ohne familiären Backround.
Ich meine... manche behaupten, das ginge. Aber das sind oft die, die bald nach der Geburt entweder geschieden, unglücklich in ihrer Partnerschaft oder kurz vor dem Burn Out sind. Die üblichen Ausnamen ausgenommen.

Überdenkt die Entscheidung noch mal oder Euer künftiges Lebenskonzept!

Sehr, sehr gut, dass Ihr das VORHER hinterfragt. #pro Machen leider zu wenige.

Alles Gute und viel Glück

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Ja.... und "Hund-krank" Tage braucht man dann evvtl. auch. Ich bin schon mehrfach während der Arbeit mit dem Hund zum Tierarzt, weil es nicht aufschiebbar war.

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Gut geschrieben!

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Ich an deiner Stelle würde den Hund nach hinten verschieben.

Wir haben uns einen Welpen geholt kurz bevor ich erfahren habe, dass ich schwanger bin. Ohne meine Eltern hätten wir das in der baby-start-zeit nicht geschafft und würden es ganz sicher auch nach der elternteilzeit nicht schaffen.

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Eine Kollegin hat sich einen Welpen geholt, als der Kleine grad 7 Monate war. Also quasi umgekehrt, wie ihr es machen wollt.

Ende vom Lied, der Welpe ist dauernd geschimpft worden, weil er ins Vorzimmer gepinkelt hat. Das er schon länger angezeigt hat, dass er muss, aber durch das Baby "ignoriert" wurde, war lange Zeit nicht klar. Der Babyzwerg war halt grad im Krabbelalter und wollte überall hoch und laufen üben und so. Eh klar, dass man da die Bedürfnisse des Hundes nicht gut genug beobachten konnte.


lg lene

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Guten Morgen :-)

eins vorweg. Ich/wir hatten nie einen Hund. Dafür hatte ich immer Kollegen mit Hund und kenne daher das Darma. Unabhängig vom Kind, finde ich, wenn beide Vollzeit arbeiten, ist ein Hund immer schwierig.

Eine Freundin von mir teilt sich mit ihrem Partner die Hundebetreuung. D. h. einer der beiden nimmt den Hund immer mit zur Arbeit. 1. Weil der Hund nicht lange alleine bleiben kann und dann die Wohnung zerlegt, 2. Weil beide so unregelmäßige Arbeitszeiten haben und man nie weiß, wer wann tatsächlich wieder zu Hause ist. Beide haben jetzt immer Bammel, dass mal jemand eingestellt wird, der eine Hundehaarallergie hat. Dann hätten sie eine Problem.

Du schreibst ja selbst, dass ihr keine Familie vor Ort habt. Wie habt ihr Euch denn den Tagesablauf des Hundes vorgestellt, wenn ihr beide Arbeiten seid? (unabhängig, ob da noch ein Kind ist).

Und wenn das Kind da ist und mal krank ist. Wer geht dann mit dem Hund raus? Oder umgekehrt, der Hund hat Durchfall und muss alle paar Minuten raus, wie möchtest Du das mit Kind bewerkstelligen, wenns mal wirklich schnell gehen muss?

LG
Tiffy

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Mein Mann und ich hätten auch gerne einen Hund, aber wir holen uns keinen, da er den ganzen Tag alleine zuhause wäre, wenn wir Vollzeit arbeiten.
Ich finde es wird dem Hund nix Gutes getan, wenn er solang allein daheim ist.

Bei uns gibt es erst einen Hund, wenn einer von uns Teilzeit arbeitet.

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Ich habe nur den Anfang deines Posts gelesen.
Da viel mir gleich ein Kollege ein.

Er und seine Frau sind beide mit Hunden groß geworden und haben sich daher, als ihr Baby auf die Welt kam noch eine Welpe angeschafft.

Rückblickend sagt er, sie hätten den Hund lieber 2-3 Jahre später anschaffen sollen.
So hatten sie quasi 2 Babys und die Tochter hatte im Babyalter nichts vom Hund.

Nur so als Denkanstoß.

Ich persönlich würde auch den Hund später anschaffen. Sonst stürzt das Baby den Hund quasi vom Thron.

Lg

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Aus meiner Sicht vertragen sich insbesondere zwei Dinge nicht miteinander: Hund und Vollzeit. Dann ist der Hund den ganzen Tag alleine zu Hause. Das ist meiner Meinung nach nicht OK für den Hund.

Genau das ist der Grund, warum wir nie einen Hund hatten. Ich bin auch mit Hund groß geworden und hätte gerne einen gehabt, aber ich finde mit Vollzeittagen kann man einem Hund nicht gerecht werden. Selbst wenn man morgen und abends je eine Stunde gassi geht (und selbst das machen die meisten ja noch nicht einmal) finde ich das nicht hundgerecht.

Ihr seid 4 Wochen zu Hause zum eingewöhnen. Und danach?

LG

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4 Wochen Zeit zum ankommen. Und dann? Ein Welpe kann seine Blase (so rein organisch) noch gar nicht kontrollieren, schon gar nicht viele Stunden am Stück. Auch später wird es schwer.
Wie lange arbeitest Du? Wie lange bist Du inklusive Fahrtweg ausser Haus? Wie viel länger wird das dann noch, wenn Du ein Kind zur Kita bringst und holst?

Die meisten verantwortungsvollen Züchter und Tierschützer geben Hunde nicht an Menschen ab, die beide Vollzeit arbeiten, ohne einen Plan B zu haben. Es gibt Dogwalker, die die Hunde mittags raus holen, es gibt HuTas, wie es KiTas gibt, es gibt die Option den Hund über Kleinanzeigen privat irgendwo unter zu bringen. Andere können ihren Hund mit zur Arbeit nehmen oder eine längere Mittagspause machen und selbst heim fahren. All diese Optionen sind nicht schlecht und Hunde lernen sehr schnell sich anzupassen. Aber ein junger Hund, der jeden Tag 8-10h alleine bleiben soll? Das ist schon ohne Kind mehr Tierquälerei als alles andere.

Kind und Hund ist natürlich zu machen, ich kenne einige junge Muttis, die ihr Kind ist Tragetuch stecken und es so 2-3x am Tag auf ausgiebige Gassirunden mitnehmen, später liegen die Kinder im Jogger und noch später laufen sie mit und am Ende wartet der Hund vorm Spielplatz damit der Nachwuchs noch rutschen und schaukeln kann. Aber die meisten haben eben auch einen Garten für Notfälle und vor allem keine Vollzeitarbeitsstelle.
Ich selbst arbeite aktuell 30h, auch weil ich noch eine private Ausbildung in zwei Monaten anfange - und ich arbeite meine 30h von zuhause aus, genau wie die meisten Teile meiner Ausbildung. Ich werde im weiteren Verlauf wochenends öfter weg sein, da ist dann mein Mann mehr oder weniger da. Aber wenn ich dann zu den Wochenpraktika weg bin (täglich auch 10-11h wegen der Fahrerei) holt entweder meine Freundin mittags die Hunde raus oder mein Mann macht extra kurze Tage bzw. Homeoffice. 6h finde ich grade noch so okay, 7h ist schon kritisch, bei allem was darüber hinaus geht, grade als Dauereinrichtung, und nicht nur "mal", finde ich inakzeptabel.
Rechne mal wieviele Stunden der Hund schon ohne Kind wirklich (inkl. Einkaufen, Tanken, Fahrtzeiten, Arbeitszeiten und Überstunden, eigene nicht Hund-kompatible Hobbies oder Termine wie Arzt) alleine ist und dann pack noch die Kind-Termine (Kita Holen, Bringen, Kinderturnen, Kinderarzttermine, Spielplatzdates etc.) mit drauf und dann sag mir, wo da der Hund bleiben soll - grade ein junger, agiler Hund. Wenn Du natürlich jetzt nen 8 jährigen nimmst, dann ist der 10, 11,12 wenn Du wieder arbeiten gehst und ist froh über Ruhe, aber ob dann die Blase noch mitspielt oder ob er nicht schon längst auf Bewässerungstabletten angewiesen ist, weil er Herzprobleme hat und dann alle paar Stunden muss?

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Ehrlich:
Solange ihr beide Vollzeit arbeitet, finde ich es unverantwortlich, sich einen Hund anzuschaffen. Man kann das Tier nicht ständig den ganzen Tag sich selbst überlassen. Zumal der Hund nach 4 Wochen wahrscheinlich noch nicht richtig stubenrein ist. Bzw. wird er nicht so lange einhalten können, bis ihr wieder zuhause seid.
Dann muss das Tier erzogen werden. Neben einem Vollzeitjob, Haushalt und diversen anderen Dingen ist das schwierig.
Davon ab, würden die Züchter, die ich kenne, niemanden einem Hund geben, bei denen der Hund täglich stundenlang alleine ist.
Wir waren damals zwar auch Vollzeit berufstätig, als wir uns unseren ersten Hund bekommen haben. Da er aber dann morgens, bevor ich zur Arbeit gefahren bin, nach seinem großen Spaziergang meiner Mutter gegangen ist (sie wohnt mit im Haus), quasi als Tagesoma, war der Züchter einverstanden. Und ich habe am Anfang meine Mittagspause verlängert und bin dann schnell nach Hause gefahren, bin mit dem Hund eine kurze Runde raus und wieder zur Arbeit gefahren. Zu der Zeit war mein Arbeitsplatz nur 5 Autominuten von meinem Wohnort entfernt.
Den zweiten Hund haben wir bekommen, als unser Kleiner 14 Monate alt war. Da war ich sowieso zu Hause. Aber mit dem Wissen von heute würde ich mir nie wieder einen Welpen anschaffen, wenn man ein noch so kleines Kind hat. Das war echt Stress pur. Gut, dass wir das vorher nicht geahnt hatten. Aber auch da konnte meine Mutter immer spontan einspringen bzw. war unser Großer da fast 5 und man konnte ihn durchaus mal 10 Minuten mit seinem kleinen Bruder alleine lassen mit der Option, schnell nach Oma zu flitzen, wenn irgendwas gewesen wäre.
Aber wie gesagt, in Eurer Konstellation würde ich mir zu diesem Zeitpunkt niemals einen Hund anschaffen.
LG
Elsa01

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Hallo

Ich arbeite vz, momentan noch 1 Kind plus Hund.
Es kommt bei Hunden immer sehr auf die Rasse an. Ich hab meinen damals im Studium gekauft und wirklich viel Zeit mit ihm verbraucht. Er hat es gut verkraftet als er dann mit Arbeitsbeginn alleine bleiben musste. Muss dazu sagen wir haben einen mops, die ja jetzt so aktiv den ganzen Tag über sind.
Wir gehen meist früh mit ihm raus oder er geht in den Garten (er ist mittlerweile schon etwas älter und nicht mehr so fit), nachmittags direkt nach der Arbeit geht es raus und am späten Abend nach 22 Uhr.
Ich wechsel mich da immer mit meinem Mann ab und unser Sohn kam als er noch jünger war am Tage und frühs mit zum Gassi gehen.

Was für ein Hund soll es bei euch denn werden?

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