Vollzeit arbeiten mit 2 Kids

Hallo,

ich bin aktuell etwas in der Zwickmühle

Kurz zu uns

Ich gehe aktuell 30 std die Woche arbeiten
Mein mann Vollzeit in Schichtdienst ( morgen früh, spät)
Wir haben 2 Kinder. 8 Jahre und 2 Jahre

Die jüngste ist seit ihrem ersten Lebensjahr in der Grippe. Klappt alles sehr gut
Die große ist in der GTS

Nun gibt es eventuell eine neue Stelle bei uns im Betrieb die ein Traum wäre

( der Job ist sehr interessant und etwas besser bezahlt )
Es stimmt alles. Der einzigste - Punkt ist das die Stelle auf 39 std die Woche ausgeschrieben ist.


Nun bin ich mir etwas unsicher ob wir das schaffen, ob es die Kinder schaffen.

Für Betreuung wäre von Oma und Papa ( da er Schicht arbeitet ) abgedeckt.

Gibt es hier Familien die es hin bekommen ohne am Stock zu gehen

Lg

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Ich würde es nicht machen, 2 vollzeitarbeitende Eltern, da fallen die Kinder hinten über. Das führt nur zu Stress und Unzufriedenheit, das ist das Geld nicht wert. Meine Meinung.

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Hey,

viele machen da aus eine Mücke einen Elefanten.
Meine Eltern haben damals beide Vollzeit gearbeitet und ich war super bei einer Tagesmutter betreut. Die gemeinsame Zeit haben wir dann in vollen Zügen genossen (habe auch noch einen jüngeren Bruder).
Klar, die Hausarbeit musste größtenteils am Wochenende erledigt werden, aber wenn die ganze Familie etwas mithilft, dann ist das auch schnell zu schaffen.
In deinem Fall sind die Kinder sogar von der Oma und dem Papa betreut, wo ist also das Problem? 😀

Wenn Dir der Job Spaß macht, warum also nicht? Warum sollte nur die Mutter immer zurückstecken?

LG

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Danke für deine lieben Worte

Ich bekomme im Umfeld nur die Augen gedreht. Wie willst du das schaffen die armen Kinder etc.

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Hach ja.... das sind meistens Mütter, die in dem Glauben sind, dass nur sie sich adäquat um ihr Kind kümmern können.
Es gibt so liebe Tagesmütter, Familienmitglieder etc. ... früher hatte die Mama meist auch keine Zeit ihre Kinder den ganzen Tag zu betüdeln.
Um Kknder zu erziehen braucht es ein ganzes Dorf, so ähnlich heißt es doch. Und ein bisschen was ist auch dran finde ich...
lass dir kein schlechtes Gewissen einreden.

LG

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Warum sollen es die Kinder nicht schaffen? Sie sind doch gesund? ich hatte keine Großeltern zur Verfügung, nur die Tagesmutter - und habe lebenslang Vollzeit gearbeitet, und das obwohl auch vieles dazwischenkam. Krankheiten, Probleme - aber irgendwie gimg es immer weiter. Geputzt/gewaschen wurde am Wochenende, alle mussten mithelfen je nach Alter. Mein Mann hatte neben seinem Job auch noch ein Nebengewerbe, wo ich mithalf. Trotzdem hatten wir auch unsere Urlaube - alles eine Sache der Organisation.
LG Moni

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Ich würde es machen! So eine Chance bekommt man nicht ständig und muss man nutzen (wenn man wert auf einen guten Job legt und mir scheint, das tust du). Ich arbeite auch Vollzeit. Meine Kinder sind beide unter fünf und ich habe nicht mal eine 39 Stunden Woche, sondern arbeite locker 50 Stunden die Woche (mein Mann ist dafür Beamter und lässt um 16 Uhr den Stift fallen ☺️). Ich liebe unser System. Mein Job ist toll, wenn auch stressig und ich verdiene gutes Geld. Wenn ich daheim bin, bin ich völlig ausgeglichen und auf meine Kinder fokussiert, die ich natürlich nicht weniger liebe als eine „Vollzeit-Mama“.
Ich würde es machen! Dein Mann und deine Eltern unterstützen dich, das ist doch super!

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Bei uns funktioniert es: mein Mann auch in Schicht, meine VZ sind aber 36h - fühlt sich für mich nach einer gewohnten durchschnittlichen 50h-Woche aufwärts im KH aber immer noch nach TZ an. Die Oma springt mal mit ein, ansonsten Kiga und Schule. Beide Kinder haben das bei uns gut mitgemacht und sind immer gerne in die Betreuung gegangen. Ich bin aber auch nicht der Typ für Rollenspiele, Dauerbespaßung o.ä. im Kleinkindalter, daher glaube ich nicht, dass sie mit mir alleine so gut gefahren wären (Baby ist ok und ab Vorschulalter mit richtigen Spielen auch wieder, aber die Zeit dazwischen liegt mir bzgl. der Bespaßung einfach nicht).
Meine 2 sind jetzt 8 und 5, Nr. 3 kommt Ende des Sommers. Ob das Konstrukt dann weiterhin so klappt, müssen wir schauen.
Klar, es ist anstrengend. Es gibt Tage, an denen ich eigentlich nur noch aufs Sofa will, aber stattdessen stehen Chaffeurdienste, kochen etc. an. Es gibt Tage, an denen ich völlig fertig bin. Aber die sind in der Minderheit. Die meiste Zeit läuft es, ohne dass wir groß darüber nachdenken.
Ich arbeite gerne, außerdem brauche ich dieses Gefühl der finanziellen Sicherheit, mein Mann genauso. Wir sind in Familien aufgewachsen, in denen jeder Pfennig 2x umgedreht werden musste. Die Sorgen meiner Eltern (die ich natürlich mitbekommen habe), haben auch mich bedrückt - und dass obwohl beide gearbeitet haben.
Schwierig könnte es werden, wenn du sehr perfektionistisch bist, denn man muss Abstriche machen, um nicht kaputt zu gehen.
Unser Haushalt ist aus meiner Sicht in Ordnung, aber es sieht natürlich nicht geschleckt aus wie bei Bekannten. Wenn ich nach dem Baby wieder arbeite, werde ich mir zur Unterstützung eine Putzfrau gönnen (wobei mir aber trotzdem wichtig ist, dass wir noch einiges selbst machen und die Kinder sehen, dass das nicht von alleine geht). Allerdings hab ich auch einen Mann, der mir nicht den Haushalt überlässt; je nach Berufsbelastung macht mal der Eine, mal der Andere mehr.
Freizeit für mich kam erst mit größeren Kindern wieder. Hängt aber von eurer familiären Aufteilung/Absprache ab.
Außerdem die Frage: 39h, die idR eingehalten werden oder mit regelmäßig Überstunden? Dann wird es schwieriger.
Stehen dein Mann und die Oma hinter dir? Was passiert schlimmstenfalls, solltest du nach einiger Zeit merken, dass es nicht für euch funktioniert? Sprich: wie schaut Plan B aus, bzw. macht euch einfach Gedanken. Was muss im Alltag laufen, was ist nur nice-to-have, worauf kann man verzichten, welche Lösung hätte man für Notfälle/Krankheit/Unvorhergesehenes. Und: fühlt ihr euch dann noch wohl mit dem, was es für euren Alltag bedeutet?

Geht alles, ist v.a. ein Organisationsthema und man muss es wollen und dahinter stehen.

Alles Gute für euch

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Mein Mann und ich sind beide Schichtler. Derzeit bin ich in Karenz aber auf lange Frist will ich wieder auf Vollzeit kommen.
Pension, laufende Kosten jetzt, mal sich was gönnen - das sind schon wichtige Themen finde ich.

Was wir uns schon vorm Kind alles anhören konnten von anderen. Schichtdienste sind nicht familienkompatibel. Die armen Kinder, wo Mama mal an Heiligabend arbeiten muss. Ja und? Dafür bin ich unterm Jahr öfter präsent, mein Mann sieht seine Kleine öfter als manch ein Werktagsarbeiter, der um 18h heimkommt. Weil er ganze Tage zu Hause ist. Dafür ist er in der Nacht zB weg, das stört ja das Kind nicht.

Ich finde, Arbeitszeiten von 50 Wochenstunden sind weniger familienfreundlich als meine 12h Schichten 3-4x die Woche und den Rest bin ich daheim.


Jede Familie muss für sich entscheiden, welchen Weg sie gehen mag. Da hat keiner was dreinzureden. Weder bei der Kinderanzahl noch der Arbeit nach der Karenz.

lg lene

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Was mich dabei immer stört sind so die Wörter die fallen: "Betreuung, Dauerbespaßung ..." Kinder großzuziehen heißt auch sie anzuleiten und zu fördern. Manche sind Selbstläufer, passen ins System und entwickeln sich gut, viele brauchen aber auch Hilfestellung von zu Hause. Anleitung wie man richtig lernt, Hilfe beim Einmaleins Lernen, Vokabeln Abfragen, etc. Wenn Oma und Papa bereit sind sich ggfls mit dem Kind hinzussetzen und das zu tun ist alles ok, sehen sie die Betreuung nur als Essen kochen und aufpassen dass keiner vors Auto rennt sehe ich da ein Problem. Es wird immer nur geredet dass die Frauen / Eltern ihre Chancen in dieser Zeit nutzen sollten, aber können die Kinder ihre Chancen alle nutzen, ihre Potentiale ausschöpfen?

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Hallo,

aber man kann doch nicht schonmal vorsichtshalber drauf warten, ob das Kind mehr Hilfestellung benötigt, und deshalb nicht Vollzeit arbeiten gehen???

"Wenn Oma und Papa bereit sind sich ggfls mit dem Kind hinzussetzen und das zu tun ist alles ok, sehen sie die Betreuung nur als Essen kochen und aufpassen dass keiner vors Auto rennt sehe ich da ein Problem."

Und was ist das für ein Bild von "anderen-ausser-der-Mama" betreuuenden Personen?

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Wenn der Papa bereit ist sich mit dem Kind hinzusetzen?
Ernsthaft, das ist dein Weltbild von Vätern?
Ähm....
das gemeinsame lernen und lehren ist Teil des Jobs als Elternteil, pupsegal welches Geschlecht.

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Hallo,

Wir haben zu Hause 4 Kinder zwischen 9 und 12 Jahren. Mein LG geht Vollzeit arbeiten, ich habe 2 Jobs, insgesamt um die 35 Stunden.
Dazu kommt Haus, Hof, Tiere.

Bei uns klappt das, weil alle mit anpacken.
Wir erstellen jeden Sonntag Abend eine Wochenaufgabenliste, jeder, auch die Kinder, haben tägliche Aufgaben (Tisch decken, Spülmaschine ausräumen...)

Damit kein Kind zu kurz kommt, hat jedes Kind jede Woche auch mal sein Elternteil für sich alleine.
Mit meiner Ältesten gehe ich zB mind 1x Woche irgendwo eine Kleinigkeit essen.

Die Kinder wissen aber auch, warum ich soviel arbeite - weil wir einen gemeinsamen grossen Traum haben 😊

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Ohne dir zu Nahe treten zu wollen, aber WANN bringt ihr Quality Time mit einzelnen Kindern unter? Jede Woche???

Ganz ehrlich, das glaube ich einfach nicht. Vielleicht Wunschvorstellungen?

Ich habe auch 4 Kinder, arbeite nicht so viel wie du, bin sehr organisiert, aber das kriegen wir nie im Leben hin. No way - irgendwas ist immer.

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Doch dies geht sogar mit 6 Kindern.
Wir haben ALLE unseren Beitrag geleistet und auch mein Mann war nicht nur Erzeuger...wie sagte er so schön“ bin ich froh das du nie einen Arbeitsesel haben wolltest und ich nie eine Putzfrau“
Wer wirklich emanzipiert in einer Beziehung lebt und wirklich sehr gut organisiert ist,der bekommt es hin 7nd hat sogar noch Freizeit.

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Ich würde es an deiner Stelle wagen!
Die Großeltern und der Papa scheinen ja alles auffangen zu können.

Vielleicht kann dein Mann Stunden reduzieren?

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